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	<title>Tania Singer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;RonMeier: Formatierung</title>
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		<updated>2025-12-06T19:43:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:TaniaSinger1.jpg|mini|Tania Singer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:The Neuroscience of Compassion - Tania Singer.webm|mini|Tania Singers Vortrag auf dem World Economic Forum in Davos, 2015]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tania Singer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Dezember]] [[1969]] in [[München]]) ist eine deutsche [[Neurowissenschaften|Neurowissenschaftlerin]] und [[Psychologin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2019 ist sie wissenschaftliche Leiterin der Forschungsgruppe &amp;#039;&amp;#039;Soziale Neurowissenschaften&amp;#039;&amp;#039; der [[Max-Planck-Gesellschaft]] in [[Berlin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mpg-singer&amp;quot;&amp;gt;[https://www.social.mpg.de/tania-singer Tania Singer] auf der Homepage des Instituts, abgerufen am 23. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Singers Forschungsschwerpunkt ist das menschliche [[Sozialverhalten]]. Mit einem interdisziplinären Forschungsansatz untersucht sie neuronale, hormonelle und entwicklungsbedingte Grundlagen des menschlichen Sozialverhaltens sowie soziale und moralische Emotionen (z. B. [[Empathie]], [[Mitgefühl]], [[Neid]], [[Rache]] und [[Fairness]]). Weiterhin ist sie Expertin in mentaler Trainingsforschung und deren Einfluss auf mentale Gesundheit, Stressreduktion und Resilienzförderung. Sie ist Begründerin und Leiterin der bisher weltweit größten longitudinalen mentalen Trainingsstudie, dem ReSource Projekt, sowie einer längsschnittlichen Erhebung zur mentalen Gesundheit während der [[COVID-19-Pandemie|Covid-19-Pandemie]], dem CovSocial Projekt. Als Brückenbauerin hat sie auch zusammen mit Ökonomen einen Caring Economics Ansatz entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Leistungen ==&lt;br /&gt;
Von 1989 bis 1992 studierte Singer [[Psychologie]] an der [[Philipps-Universität Marburg]], von 1992 bis 1996 dann Psychologie und den Aufbaustudiengang Medienberatung an der [[Technische Universität Berlin|Technischen Universität Berlin]]. Sie schloss ihr Psychologiestudium 1996 mit Diplom ab. Zwischen 1996 und 2000 war sie als [[Doktorand]]in am [[Max-Planck-Institut für Bildungsforschung]] in Berlin tätig. 2000 promovierte sie in Psychologie am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Nach dem Erhalt ihrer [[PhD|Doktorwürde]] von der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]] kehrte sie 2000 dorthin zurück. Als Postdoktorandin forschte sie mit [[Chris Frith]] am [[Wellcome Trust|Wellcome Department of Imaging Neuroscience]] und mit [[Uta Frith]] am Institute of Cognitive Neuroscience in London, bevor sie 2006 als Assistenzprofessorin an die [[Universität Zürich]] in die [[Schweiz]] zog. Von 2007 bis 2009 war sie in [[Zürich]] als Mitbegründerin und Co-Direktorin des &amp;#039;&amp;#039;Labors für Soziale und Neuronale Systeme&amp;#039;&amp;#039; tätig und erhielt im Jahr 2008 den Gründungslehrstuhl für [[Soziale Neurowissenschaften]] und [[Neuroökonomie]] an der Universität Zürich. Von 2010 bis 2018 war sie Direktorin der Abteilung für [[Soziale Neurowissenschaften|Soziale Neurowissenschaft]] am [[Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften]] in [[Leipzig]]. Von 2011 bis 2019 war Singer zudem [[Honorarprofessor]]in der [[Humboldt-Universität zu Berlin]] und der Universität Leipzig. 2001 erhielt Singer die Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mpg-Singer,&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mpg.de/314299/soziale-neurowissenschaften-tania-singer |titel=Prof. Dr. Tania Singer |hrsg=Max-Planck-Gesellschaft |abruf=2021-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2021 erhielt sie die Danke Skulptur von Faraj Remmo. Laut der renommierten Wissenschaftsplattform Research.com gehört Tania Singer im Jahr 2022 zu den Top 1000 Wissenschaftlern weltweit und zu den Top 30 in Deutschland im Bereich der Psychologie. Von 2014 bis 2018 war Singer Vizepräsidentin und seit 2018 ist sie Ehrenmitglied des Vorstands von Mind and Life Europe.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mindandlife-europe.org/about-us/people/ mindandlife-europe.org]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist außerdem Autorin von mehr als 150 wissenschaftlichen Fachartikeln und Buchkapiteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Singer ist die Tochter des Neurophysiologen [[Wolf Singer]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stefanie Schramm |url=https://www.cbs.mpg.de/346882/zeit.pdf |titel=Im Kopf der anderen |werk=Die Zeit |datum=2007-12-06 |format=PDF |abruf=2024-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Singers Mutter Francine ist Französin und arbeitete als Redakteurin beim [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunk]]. Singers Zwillingsschwester [[Nathalie Singer]] ist Professorin für Experimentelle Radiokunst an der [[Bauhaus-Universität Weimar]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;munzinge-029617&amp;quot;&amp;gt;{{Munzinger|00000029617|Abruf=2019-03-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsschwerpunkte ==&lt;br /&gt;
Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Untersuchung der neuronalen und hormonellen Mechanismen, die dem menschlichen [[Sozialverhalten]] zugrunde liegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mpg62758&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.social.mpg.de/62758/forschung |titel=Forschungsgruppe Soziale Neurowissenschaft |werk=Max-Planck-Gesellschaft |abruf=2024-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere erforscht Singer die Grundlagen [[Soziale Kognition|sozialer Kognition]] sowie sozialer Emotionen wie Empathie, Mitgefühl, Neid und Fairness und des Weiteren soziale [[Entscheidung]]sfindung und [[Kommunikation]]. Sie hat weiterhin mehrere Mitgefühls- und Achtsamkeitsbezogene mentale Trainingsstudien ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Trainierbarkeit des sozialen Gehirns zu untersuchen, sowie Möglichkeiten [[mentale Gesundheit]] und [[Resilienz (Psychologie)|Resilienz]] zu fördern. Zudem untersucht sie die Grundlagen für [[Kooperation]] und [[Altruismus|altruistisches Verhalten]] sowie deren Zusammenbruch unter bestimmten Bedingungen. Ihr interdisziplinärer Ansatz verbindet [[Neurowissenschaften]], Psychologie, [[Biopsychologie|Bio-Psychologie]], [[Biologie]], [[Wirtschaftswissenschaft]], [[Philosophie]] und [[Anthropologie]] sowie Kunst und kontemplative fernöstliche Traditionen. Ziel ist es, den Einfluss von [[Umweltfaktor]]en auf das Sozialverhalten, die zugrunde liegenden kognitiven sowie neuronalen Prozesse, die assoziierten [[Neurotransmitter]]systeme, [[Hormon]]e und [[Gen]]e sowie deren Plastizität und Trainierbarkeit besser zu verstehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mpg62758&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Singer ist eine Expertin auf dem Gebiet der [[Mitgefühls- und Empathie]]forschung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hp&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matthieu Ricard |url=https://www.huffingtonpost.com/matthieu-ricard/could-compassion-meditati_b_751566.html |titel=Is Compassion Meditation the Key to Better Caregiving? |werk=[[The Huffington Post]] |datum=2010-10-06 |sprache=en |abruf=2024-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem [[Science]]-Artikel zeigte Tania Singer 2004 zum ersten Mal, dass Regionen im Gehirn, die der eigenen Schmerzverarbeitung zugrunde liegen, ebenfalls aktiviert werden, wenn die Probanden im Scanner lediglich den Schmerz ihres Partners beobachteten.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel Kane: [http://www.msnbc.msn.com/id/4313263 &amp;#039;&amp;#039;How your brain handles love and pain &amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Science]].&amp;#039;&amp;#039; 2004, msnbc.com, abgerufen am 15. Mai 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei weitere Studien zeigen, dass die Aktivierung in Gehirnregionen, die bei Empathie eine Rolle spielen, dadurch moduliert werden können, dass Personen als zu der eigenen Gruppe zugehörig oder nicht zugehörig wahrgenommen werden oder aber dadurch, ob die anderen Person sich fair verhält oder nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://news.bbc.co.uk/2/hi/health/4620922.stm &amp;#039;&amp;#039;Revenge more satisfying for men&amp;#039;&amp;#039;] BBC News, 2006, abgerufen am 15. Mai 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Singer ist Begründerin und Leiterin des &amp;#039;&amp;#039;ReSource Projektes&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.resource-project.org/ |titel=Home |abruf=2019-10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; einer vom European Research Council geförderten, großangelegten 9-monatiger Langzeitstudie über die Effekte mentalen Trainings von Achtsamkeit, Mitgefühl und sozialer Intelligenz auf Geist, Gehirn, Verhalten und Gesundheit. Im Rahmen dieses Projekts wurden von mehr als 300 Probanden zwischen 2013 und 2016 am [[Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften]] in Leipzig sowie im Haus 5, dem Satellitenlabor in Berlin, Daten erhoben. Aus diesem Projekt wurden bisher über 40 wissenschaftliche Artikel publiziert&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.social.mpg.de/34713/sp-resource |titel=Publikationen ReSource Project |abruf=2019-10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ergebnisse zeigen unter anderem, dass bestimmte Arten des mentalen Trainings sozialen Stress reduziert sowie strukturelle Plastizität im Gehirn bewirkt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sciencedirect.com/journal/current-opinion-in-psychology/vol/28 |titel=Current Opinion in Psychology {{!}} Mindfulness |werk=ScienceDirect.com |sprache=en-US |abruf=2019-10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Singer war Vorstandsmitglied des [[Mind and Life Institute]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;mli2015-06-29&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mindandlife.org/people/ |titel=People |werk=mindandlife.org |sprache=en |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150629042006/https://www.mindandlife.org/people/ |archiv-datum=2015-06-29 |abruf=2019-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist Ehrenvorstand von Mind and Life Europe. Sie arbeitete mit [[Matthieu Ricard]] zusammen, um Gehirnaktivitäten unter unterschiedlichen Bewusstseinszuständen während der Meditation zu erforschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hp&amp;quot; /&amp;gt; Im Rahmen dieser langjährigen Mitgliedschaft organisierte sie auch zusammen mit Matthieu Ricard zwei große Konferenzen mit dem [[Dalai Lama]] 2010 in Zürich und 2016 in Brüssel, aus denen zwei Bücher hervorgegangen sind: &amp;#039;&amp;#039;Mitgefühl in der Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;mpg64663&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.social.mpg.de/64663/publications |titel=Publications |hrsg=Max-Planck-Gesellschaft |sprache=en |abruf=2019-10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;Die&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Macht der Fürsorge&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mpg64663&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2013 bis 2017 bestand ein durch das [[Institute for New Economic Thinking]] (INET) gefördertes kollaboratives Projekt von Singers Gruppe mit [[Dennis J. Snower]], ehemaliger Präsident des Kieler [[Institut für Weltwirtschaft|Instituts für Weltwirtschaft]]. Sie untersuchten, wie psychologische und neurowissenschaftliche Erkenntnisse über menschliche Motivation, Emotionen, und soziale Kognition die ökonomischen Modelle zur Entscheidungsfindung beeinflussen können, damit letztendlich Probleme der globalen Wirtschaft besser angegangen werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ifw-kiel.de/institute/research-consulting-units/social-and-behavioral-approaches-to-global-problems/projects/from-homo-economicus-towards-a-caring-economics/ |titel=From Homo Economicus towards a Caring Economics |hrsg=Kiel Institut für Weltwirtschaft |sprache=en |abruf=2019-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2020 leitet Singer das CovSocial Projekt. In diesem von der Berlin University Alliance (BUA) und der [[Max-Planck-Gesellschaft]] geförderten Projekt wurde online untersucht, wie sich die [[COVID-19-Pandemie|Covid-19-Pandemie]] auf das emotionale Befinden und Verhalten der Berliner Bevölkerung ausgewirkt hat. Weiterhin wurde untersucht, welchen Einfluss ein mehrwöchiges mentales Online-Training auf die [[mentale Gesundheit]] und das [[Sozialverhalten]] hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Im August 2018 berichteten verschiedene Medien, dass Tania Singer in ihrer Funktion als Leiterin am Leipziger Institut über mehrere Jahre systematisches Mobbing gegenüber Mitarbeitern betrieben habe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.buzzfeed.com/de/pascalemueller/mobbing-max-planck-leipzig |titel=Sie ist die bekannteste Empathie-Forscherin der Welt - und soll jahrelang Mitarbeiter gemobbt haben |werk=BuzzFeed |abruf=2018-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=She’s the world’s top empathy researcher. But colleagues say she bullied and intimidated them |Sammelwerk=Science {{!}} AAAS |Datum=2018-08-06 |Sprache=en |Online=https://www.sciencemag.org/news/2018/08/she-s-world-s-top-empathy-researcher-colleagues-say-she-bullied-and-intimidated-them |Abruf=2018-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.washingtonpost.com/news/speaking-of-science/wp/2018/08/12/shes-world-renowned-for-studying-empathy-her-colleagues-say-shes-an-intimidating-bully/?noredirect=on |titel=She’s world-renowned for studying empathy. Her colleagues say she’s an intimidating bully |werk=[[Washington Post]] |datum=2018-08-12 |sprache=en |abruf=2024-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Singer wies die Vorwürfe zurück. In einem Ende 2017 anberaumten [[Mediation]]sprozess habe sie sich bei den Mitarbeitern für die stressbedingten Schwierigkeiten im kommunikativen Umgang entschuldigt. Die [[Max-Planck-Gesellschaft]] ließ verlautbaren, der Mediationsprozess sei ergebnislos verlaufen. In der Folge hatten sich Tania Singer und die Max-Planck-Gesellschaft einvernehmlich darauf geeinigt, dass sie ihre Leitungsfunktion in Form eines [[Sabbatical|Sabbatjahres]] ruhen lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesspiegel.de/wissen/machtmissbrauch-in-der-wissenschaft-max-planck-forscherin-nennt-vorwuerfe-haltlos/22932720.html |titel=Machtmissbrauch in der Wissenschaft Max-Planck-Forscherin nennt Vorwürfe „haltlos“ |werk=[[Der Tagesspiegel]] |datum=2018-08-21 |abruf=2024-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thomas Thiel |url=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/hoch-schule/max-planck-gesellschaft-neue-mobbing-vorwuerfe-15747710.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0 |titel=Exzellenz und Exzess |werk=FAZ |datum=2018-08-22 |abruf=2024-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine im September 2018 einberufene Untersuchungskommission bestätigte schließlich die Vorwürfe als „erhebliches Führungsfehlverhalten“. Der zugleich erhobene Vorwurf wissenschaftlichen Fehlverhaltens wurde nicht bestätigt. Die Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft merkte außerdem an, dass die Anonymität der Anklagen gegenüber Singer niemals aufgehoben wurde, „was eine Stellungnahme der Direktorin erschwert hat“. Um eine weitere Eskalation des Konflikts zu vermeiden, trat Singer im Dezember 2018 von ihrem Amt als Direktorin der Abteilung &amp;#039;&amp;#039;Soziale Neurowissenschaften&amp;#039;&amp;#039; am Max-Planck-Institut in Leipzig zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesspiegel.de/wissen/nach-mobbing-vorwuerfen-tania-singer-ist-als-max-planck-direktorin-zurueckgetreten/23719222.html |titel=Tania Singer ist als Max-Planck-Direktorin zurückgetreten |werk=[[Der Tagesspiegel]] |datum=2018-12-05 |abruf=2024-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2019 ist Singer wissenschaftliche Leiterin der Forschungsgruppe &amp;#039;&amp;#039;Soziale Neurowissenschaften&amp;#039;&amp;#039; in [[Berlin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;mpg-singer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und ausgewählte Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
* 2000: [[Otto-Hahn-Medaille]]&lt;br /&gt;
* 2011: Ehrenforschungsmitglied am &amp;#039;&amp;#039;Labor zur Erforschung sozialer und neuronaler Systeme&amp;#039;&amp;#039; an der Universität Zürich&lt;br /&gt;
* Seit 2011: Mitglied, European Initiative for Integrative Psychological Science, Association for Psychological Science (APS)&lt;br /&gt;
* 2012 bis 2017: Mitglied des &amp;#039;&amp;#039;Board of Directors&amp;#039;&amp;#039;, [[Mind and Life Institute]], Hadley, MA, USA&lt;br /&gt;
* Seit 2013: Mitglied, Young Academy of Europe (YAE), Europa&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://yacadeuro.org/tania-singer/ |titel=Tania Singer – Young Academy of Europe |sprache=en-US |abruf=2019-09-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2014 bis 2018: Vizepräsidentin des Aufsichtsrats, Mind &amp;amp; Life Europe, Zürich, Schweiz&lt;br /&gt;
* Seit 2018 Ehrenmitglied des Aufsichtsrats, Mind &amp;amp; Life Europe, Zürich, Schweiz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgewählte Publikationen ==&lt;br /&gt;
Eine vollständige Publikationsliste von Tania Singer findet sich auf der Webseite der Forschungsgruppe &amp;#039;&amp;#039;Soziale Neurowissenwissenschaften&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.social.mpg.de/64505/publications |titel=Publikationen Tania Singer |werk=Forschungsgruppe Soziale Neurowissenschaften |sprache=de |abruf=2025-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Matthieu Ricard|M. Ricard]] , T. Singer, K. Karius: &amp;#039;&amp;#039;Die Macht der Fürsorge: Für eine gemeinsame Zukunft. Wissenschaft und Buddhismus im Dialog mit dem Dalai Lama.&amp;#039;&amp;#039; KNAUR.LEBEN, 2019, ISBN 978-3-426-87836-1.&lt;br /&gt;
* T. Singer, [[Matthieu Ricard|M. Ricard]]: &amp;#039;&amp;#039;Mitgefühl in der Wirtschaft: Ein bahnbrechender Forschungsbericht.&amp;#039;&amp;#039; Albrecht Knaus Verlag, 2015, ISBN 978-3-8135-0657-0.&lt;br /&gt;
* T. Singer, M. Bolz: &amp;#039;&amp;#039;Mitgefühl in Alltag und Forschung.&amp;#039;&amp;#039; Max-Planck-Gesellschaft, 2013, ISBN 978-3-9815612-1-0. [https://www.compassion-training.org/ (compassion-training.org)].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* T. Singer, V. Engert: &amp;#039;&amp;#039;It matters what you practice: Differential training effects on subjective experience, behavior, brain and body in the ReSource Project.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Current Opinions in Psychology.&amp;#039;&amp;#039; Band 28, 2019, S. 151–158. [[doi:10.1016/j.copsyc.2018.12.005]].&lt;br /&gt;
* V. Engert, B. E. Kok, I. Papassotiriou, G. P. Chrousos, T. Singer: &amp;#039;&amp;#039;Specific reduction in cortisol stress reactivity after social but not attention-based mental training.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Science Advances.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, Nr. 10, 2017, S. e1700495. [[doi:10.1126/sciadv.1700495]].&lt;br /&gt;
* B. E. Kok, T. Singer: &amp;#039;&amp;#039;Effects of contemplative dyads on engagement and perceived social connectedness over 9 months of mental training: a randomised clinical trial.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;JAMA Psychiatry.&amp;#039;&amp;#039; Band 74, Nr. 2, 2017, S. 126–134. [[doi:10.1001/jamapsychiatry.2016.3360]].&lt;br /&gt;
* S. L. Valk, B. C. Bernhardt, M. Trautwein, A. Böckler, P. Kanske, N. Guizard, D. L. Collins, T. Singer: &amp;#039;&amp;#039;Structural plasticity of the social brain: Differential change and socio-affective and cognitive mental training.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Science Advances.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, Nr. 10, 2017, S. e1700489. [[doi:10.1126/sciadv.1700489]]&lt;br /&gt;
* N. Steinbeis, B. C. Bernhardt, T. Singer: &amp;#039;&amp;#039;Age-related differences in function and structure of rSMG and reduced functional connectivity with DLPFC explains heightened emotional egocentricity bias in childhood.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Social Cognitive and Affective Neuroscience.&amp;#039;&amp;#039; Band 10, Nr. 2, 2015, S. 302–310. [[doi:10.1093/scan/nsu057]].&lt;br /&gt;
* P. Kankse, A. Böckler, F. M. Trautwein, T. Singer: &amp;#039;&amp;#039;Dissecting the social brain: Introducing the EmpaToM to reveal distinct neural networks and brain-behavior relations for empathy and Theory of Mind.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;NeuroImage.&amp;#039;&amp;#039; Band 122, 2015, S. 6–19. [[doi:10.1016/j.neuroimage.2015.07.082]].&lt;br /&gt;
* T. Singer: &amp;#039;&amp;#039;The past, present and future of social neuroscience: A European perspective.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;NeuroImage.&amp;#039;&amp;#039; Band 61, Nr. 2, 2012, S. 437–449. [[doi:10.1016/j.neuroimage.2012.01.109]].&lt;br /&gt;
* [[Claus Lamm|C. Lamm]], [[Jean Decety|J. Decety]], T. Singer: &amp;#039;&amp;#039;Meta-analytic evidence for common and distinct neural networks associated with directly experienced pain and empathy for pain.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;NeuroImage.&amp;#039;&amp;#039; Band 54, Nr. 3, 2011, S. 2492–2502. [[doi:10.1016/j.neuroimage.2010.10.014]].&lt;br /&gt;
* T. Singer, B. Seymour, J. P. O&amp;#039;Doherty, K. E. Stephan, R. J. Dolan, C. D. Frith: &amp;#039;&amp;#039;Empathic neural responses are modulated by the perceived fairness of others.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nature]].&amp;#039;&amp;#039; Band 439, 2006, S. 466–469. [[doi:10.1038/nature04271]].&lt;br /&gt;
* T. Singer, B. Seymour, J. O&amp;#039;Doherty, H. Kaube, [[Raymond Joseph Dolan|R. J. Dolan]], C. D. Frith: &amp;#039;&amp;#039;Empathy for pain involves the affective but not sensory components of pain.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Science]].&amp;#039;&amp;#039; Band 303, Nr. 5661, 2004, S. 1157–1162. [[doi:10.1126/science.1093535]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://taniasinger.de/de/ Homepage von Tania Singer]&lt;br /&gt;
* [https://www.social.mpg.de/tania-singer Homepage von Tania Singer der Forschungsgruppe Soziale Neurowissenschaften]&lt;br /&gt;
* [https://www.resource-project.org/ Website über das ReSource Projekt, eine Langzeitstudie zum mentalen Training]&lt;br /&gt;
* [https://www.caring-economics.org/ Website zum Forschungsprojekt „Caring Economics“ zusammen mit Dennis J. Snower]&lt;br /&gt;
* [https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/alpha-forum/tania-singer-gespraech100.html Tania Singer im Gespräch mit Jochen Kölsch - BRalpha-Forum, Mai 2008]&lt;br /&gt;
* {{AcademiaNet|1037945}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122353269|LCCN=n2005054778|NDL=001326398|VIAF=583144783061184250769}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Singer, Tania}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Singer, Tania&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Hirnforscherin und Professorin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Dezember 1969&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RonMeier</name></author>
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