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	<title>Tanganyika Naval Expedition - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tanganyika_Naval_Expedition&amp;diff=2185022&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Editamt: eine militärische Operation einer gegen Deutschland agierenden Koalition</title>
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		<updated>2024-05-23T21:21:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;eine &lt;a href=&quot;/index.php/Operation_(Milit%C3%A4r)&quot; title=&quot;Operation (Militär)&quot;&gt;militärische Operation&lt;/a&gt; einer gegen Deutschland agierenden Koalition&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tanganyika Naval Expedition&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; handelte es sich um eine [[Operation (Militär)|militärische Operation]] einer gegen Deutschland agierenden Koalition im Rahmen der Ausweitung der [[Erster Weltkrieg in Ostafrika|Kampfhandlungen auf Ostafrika]] im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Durch diese sollte die Übermacht des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreichs]] auf dem [[Tanganjikasee]], der einerseits die Grenze zwischen [[Deutsch-Ostafrika]] und den [[Belgische Kolonien|belgischen Kolonialgebieten]] bildete, andererseits auch an das britische [[Nordrhodesien]] angrenzte, gebrochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Im April 1915 unterbreitete der Großwildjäger John Lee dem Flottenadmiral [[Henry Bradwardine Jackson]] den Vorschlag, die militärische Vormachtstellung des Deutschen Kaiserreiches auf dem Tanganjikasee zu brechen, um danach die Deutschen auch an Land zurückdrängen zu können. Die [[Royal Navy]] hatte zu diesem Zeitpunkt keine geeigneten [[Kriegsschiff]]e vor Ort im Dienst.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 27 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jackson ließ sich trotz der organisatorischen Herausforderungen überzeugen und Lee wurde beauftragt, den Teil der Strecke in Afrika, den die für den Einsatz ausgewählten Schiffe über Land transportiert werden mussten, entsprechend vorzubereiten. Begleitet von dem Reporter [[Frank J. Magee]],&amp;lt;ref&amp;gt;Frank J. Magee: &amp;#039;&amp;#039;Transporting a navy through the jungles of Africa in war time.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The National Geographic Magazine.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 42, Nr. 4, 1922, {{ISSN|0027-9358}}, [https://archive.org/stream/nationalgeograp421922nati#page/330/mode/2up S. 331–362].&amp;lt;/ref&amp;gt; der die Expedition schriftlich und fotografisch dokumentieren sollte, und unterstützt von Douglas Hope und Reginald Mullin, die einen Lastwagen und weiteres Material transportierten, reiste er am 22. Mai 1915 voraus. Ausrüstung und Transport der Schiffe wurden dem Marineleutnant [[Geoffrey Basil Spicer Simson]] übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausrüstung ==&lt;br /&gt;
{{Infobox Schiff&lt;br /&gt;
| Schiffskategorie = Kriegsschiff&lt;br /&gt;
| Name             = &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Bild             = &lt;br /&gt;
| Bildtext         = &lt;br /&gt;
|{{Infobox Schiff/Basis&lt;br /&gt;
 | Land         = {{GBR-SK-1801}}&lt;br /&gt;
 | andere Schiffsnamen = &lt;br /&gt;
 | Schiffstyp   = [[Schnellboot]]e&lt;br /&gt;
 | Rufzeichen   = &lt;br /&gt;
 | Heimathafen  = &lt;br /&gt;
 | Reederei     = &lt;br /&gt;
 | Bauwerft     = [[John I. Thornycroft &amp;amp; Company]], [[Woolston (Southampton)|Woolston]]&lt;br /&gt;
 | Baunr        = &lt;br /&gt;
 | Stapellauf   = &lt;br /&gt;
 | Verbleib     = unbekannt&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|{{Infobox Schiff/Daten&lt;br /&gt;
 | Lüa         = 12&lt;br /&gt;
 | Breite      = 2,5&lt;br /&gt;
 | Tiefgang    = &lt;br /&gt;
 | Verdrängung = &lt;br /&gt;
 | Vermessung  = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|{{Infobox Schiff/Antrieb&lt;br /&gt;
 | Antrieb           = &lt;br /&gt;
 | Maschinenleistung = 2 × 100 PS&lt;br /&gt;
 | Geschwindigkeit_M = 19&lt;br /&gt;
 | Propeller         = 2&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden aus Mahagoniholz gebauten Boote, die für die Tanganjikamission ausgewählt wurden, waren bei Thorneycroft in [[Twickenham]] an der [[Themse]] gebaut worden und gehörten zu einer Serie von acht Booten, die ursprünglich als Begleitfahrzeuge für Wasserflugzeug-Einsätze in [[Griechenland]] vorgesehen gewesen waren. Nach der [[Schlacht von Gallipoli]] hatte man diese Pläne jedoch aufgegeben. Eines der Boote befand sich daher noch auf der Werft, das andere wurde aus [[Dundee]] zurückgeholt.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 39 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Boote die kleinsten Fahrzeuge waren, die jemals das [[Präfixe von Schiffsnamen|Präfix]] „[[Her Majesty&amp;#039;s Ship|HMS]]“ führen durften,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Foden40&amp;quot;&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 40&amp;lt;/ref&amp;gt; schlug Spicer Simson – als Anspielung auf die Gewohnheit eleganter Pariser Damen, ihre Katzen und Hunde an der Leine spazierenzuführen,&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard K. Lochner: &amp;#039;&amp;#039;Kampf im Rufiji-Delta. Das Ende des kleinen Kreuzers „Königsberg“. Die Deutsche Marine und Schutztruppe im 1. Weltkrieg in Ostafrika&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Heyne-Bücher&amp;#039;&amp;#039; 1, &amp;#039;&amp;#039;Heyne allgemeine Reihe.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 6809). Wilhelm Heyne, München 1987, ISBN 3-453-02420-6, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt; – die Namen &amp;#039;&amp;#039;Cat&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Dog&amp;#039;&amp;#039; vor, was ihm aber verwehrt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Foden40&amp;quot;/&amp;gt; Daraufhin gab er ihnen die französischen Namen &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039;, was übersetzt so viel wie &amp;#039;&amp;#039;Miez-Miez&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wau-Wau&amp;#039;&amp;#039; bedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 46 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für ihren Einsatz in Afrika mussten die Barkassen umgebaut werden. Man reduzierte die Höhe ihrer Aufbauten, kleidete die Treibstofftanks mit einer kugelsicheren Stahlschicht aus und montierte am Heck [[Maxim-Maschinengewehr|Maxim-Schnellfeuergewehre]] und am Bug [[Hotchkiss et Cie|Hotchkiss]]-Kanonen. Für ihren Transport wurden außerdem wannenartige Behältnisse und Spezialanhänger gebaut, auf denen sie gezogen werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 47 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. Juni fand eine Probefahrt auf der Themse statt, bei der auch ein Schuss aus einem der Hotchkiss-Dreipfünder abgefeuert werden sollte. Spicer Simson hatte die Genehmigung erhalten, auf eine nicht mehr benötigte Dockanlage der Thorneycroft-Werft zu feuern. Von Bord der &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; aus landete man denn auch einen Treffer. Allerdings wurde dabei die Kanone samt dem Schützen Waterhouse in die Themse geschleudert, weil die Befestigung nicht richtig verriegelt gewesen war. Geschütz und Kanonier konnten jedoch geborgen werden und am 15.&amp;amp;nbsp;Juni wurden die &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; auf die &amp;#039;&amp;#039;[[Llanstephan Castle]]&amp;#039;&amp;#039; verladen, die sie nach [[Kapstadt]] bringen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 48 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Spicer Simsons Mannschaft gehörten der Arzt [[Hother McCormack Hanschell]], James Waterhouse aus [[Birmingham]] als Oberster Richtkanonier und sein Maat Flynn, Oberleutnant Tyrer, ein ehemaliger Flieger, der sein Haar kanariengelb zu färben pflegte und stets ein Monokel trug, ein rothaariger Matrose, dessen Name nicht überliefert worden ist, Zahlmeister Tubby Eastwood, ein methodistischer Tierfreund, Leutnant Cross, ein ehemaliger Rennfahrer, als erster Maschinist, die Motorsachverständigen John Lamont und William Cobb, Transportoffizier Wainwright, der als ehemaliger Lokomotivführer für die beiden Dampftraktoren zuständig sein sollte, von denen die &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; durch den Busch gezogen werden sollten, und die beiden Schotten Tait und Mollison, die in einer Kneipe von dem Vorhaben gehört und sich freiwillig gemeldet hatten. Tait und Mollison pflegten fast immer im [[Kilt]] aufzutreten.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 40–43&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Gepäck gehörten ein [[Union Jack]], Feldbetten und Schlafsäcke, eine Blechbadewanne, ein Zelt für Spicer Simson, Gewehre und Schrotflinten, Tropenhelme und Planen, Rindfleisch- und Tomatenkonserven, letztere als Vorsorge gegen [[Beriberi]], einige Fahrräder mit Kilometerzählern, Sturmlaternen, Kompasse und Taschenlampen, aber auch Rasierklingen, Stoffe und Glasperlen zum Tausch mit den Einheimischen und persönliche Gegenstände wie etwa Tyrers Vorrat an [[Worcestersauce]] und Haarfärbemittel oder Hausschuhe für den Feierabend.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 49 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Reise an den Tanganjikasee ==&lt;br /&gt;
[[Datei:British motorboat expedition 1915.jpg|mini|hochkant|Ungefähre Route der Motorboote &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; über Land zum Tanganjikasee (Juli–Oktober 1915).&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard K. Lochner: &amp;#039;&amp;#039;Kampf im Rufiji-Delta. Das Ende des kleinen Kreuzers „Königsberg“. Die Deutsche Marine und Schutztruppe im 1. Weltkrieg in Ostafrika&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Heyne-Bücher&amp;#039;&amp;#039; 1, &amp;#039;&amp;#039;Heyne allgemeine Reihe.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 6809). Wilhelm Heyne, München 1987, ISBN 3-453-02420-6, S. 324.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Als die &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; in Begleitung der recht auffälligen Gruppe an Bord gebracht wurden, regte sich bei den zivilen Passagieren der &amp;#039;&amp;#039;Llanstephen Castle&amp;#039;&amp;#039; Widerspruch. Sie befürchteten, dass ihr Passagierschiff als Truppentransporter angegriffen werden könnte, konnten sich jedoch nicht durchsetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schiff traf am 2. Juli 1915 in Kapstadt ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 71&amp;lt;/ref&amp;gt; Spicer Simson und Dr. Hanschell übernachteten im [[Hotel Mount Nelson]].&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt; Anderntags wurden offizielle Besuche erledigt und die Medikamentenvorräte aufgestockt, und am 6. Juli fuhr Spicer Simson mit dem Zug nach [[Harare|Salisbury]], um sich vom Erfolg der Streckenarbeiten John Lees zu überzeugen, dem er offenbar nicht traute. Am selben Tag wurde im [[Rufiji]] der deutsche Kreuzer &amp;#039;&amp;#039;[[Königsberg (Schiff, 1907)|Königsberg]]&amp;#039;&amp;#039;, den man lange vor den britischen Schiffen hatte verstecken können, beschossen, was wenig später mit seinem Untergang endete.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 77–81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Juli gab Spicer Simson telegraphisch den Aufbruchsbefehl für die Gruppe in Kapstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 82 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über [[Kimberley (Südafrika)|Kimberley]], [[Mafeking]], [[Johannesburg]] und [[Betschuanaland]] reiste sie nach [[Bulawayo]], wo man Spicer Simson wiedertraf, und fuhr dann weiter mit der Eisenbahn bis zur Grenze von [[Nordrhodesien]] und ins belgische [[Lubumbashi|Elisabethville]]. Dort traf man am 26.&amp;amp;nbsp;Juli 1915 ein&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt; und es kam zur Begegnung mit John Lee, den Spicer Simson sofort, nachdem er seine Pläne übergeben hatte, entließ, weil er angeblich über die streng geheime Mission der Briten in der Öffentlichkeit gesprochen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis auf Spicer Simson, Hanschell und Eastwood zogen die Expeditionsteilnehmer nach [[Fungurume]] weiter. Nachdem sie die einheimischen Helfer Rupia, Tom und Marapandi angeworben hatten, stießen auch Spicer Simson, Hanschell und Eastwood am 5.&amp;amp;nbsp;August 1915 wieder zu ihrer Gruppe. Die beiden Boote wurden von ihren Güterwagen abgeladen, um auf der von John Lee vorbereiteten Piste über das [[Mitumba-Gebirge]] geschleppt zu werden. Dabei stellte sich heraus, dass sowohl an den Booten als auch an den Anhängern bereits erhebliche Schäden aufgetreten waren. Die Reparaturarbeiten nahmen eine Woche in Anspruch.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 94&amp;lt;/ref&amp;gt; Unterdessen trafen die beiden Dampftraktoren ein, die die Anhänger ziehen sollten. In ihren zehn Tonnen schweren Anhängern, die eigentlich für das Feuerholz vorgesehen waren, wurden Nahrungsmittelvorräte für die einheimischen Träger transportiert. Die Traktoren stammten von [[Burrels]] in [[Thetford]] und von [[Fowlers]] in [[Leeds]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Foden102&amp;quot;&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt 2006, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August startete der Konvoi. Doch schon die erste Brücke, die John Lee vorbereitet hatte, brach unter der Last der vorderen Zugmaschine zusammen, und man musste das Flussbett, das überquert werden sollte, mit Baumstämmen auffüllen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Foden102&amp;quot;/&amp;gt; Sechs Meilen von der Bahnstation entfernt begann die Zugmaschine der &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; zu kippen und musste mittels des anderen Traktors wieder aufgerichtet werden. Mit solchen Problemen hatte die Expedition von nun an täglich zu kämpfen. Für die 30 Meilen bis [[Mwenda Mkosi]] brauchte sie zehn Tage. Dort brachen die Bootsanhänger endgültig zusammen, und man musste den Unterbau der Feuerholzanhänger ausschlachten, um wieder ein Transportmittel für &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 106&amp;lt;/ref&amp;gt; Während dieser Arbeiten im [[Kraal]] wurde Tyrer vorausgeschickt, um den weiteren Weg zu erkunden. Die Gruppe hatte sich inzwischen um das Schimpansenjunge Josephine, das Eastwood zugelaufen war, vergrößert.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 107&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach fünf Tagen konnte man wieder aufbrechen&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 112&amp;lt;/ref&amp;gt; und am 2. September 1915 stießen die versprochenen Ochsengespanne zu der Expedition, die beim Ziehen der Bootsanhänger helfen sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 114&amp;lt;/ref&amp;gt; An der Spitze der Kolonne fuhr der Lastwagen, der auch für die Beschaffung von Wasser für die Zugmaschinen zuständig war, dann folgten die afrikanischen Träger, dann eine Gruppe von [[Askari]]s, dann die Familien der Einheimischen und schließlich die Ochsen und die Zugmaschinen mit den beiden Booten. Buschfeuer&amp;amp;nbsp;– eines davon wahrscheinlich durch eine Hygieneaktion des begleitenden Arztes ausgelöst&amp;amp;nbsp;– und Wassermangel gehörten neben den Schwierigkeiten der Piste zu den Problemen, die auftraten. Einen Teil der Strecke begleitete sie der belgische Leutnant Freisleben mit weiteren Askaris, der Gefahren durch die „britischen Amateure“, wie er sie nannte, von seinem Gebiet abwenden wollte. Am 4.&amp;amp;nbsp;September erreichte man [[Mobile Kabantu]].&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt; Anderntags begann der Aufstieg durch die Mitumbas. Auf der größten Brücke, die Lee gebaut hatte und die in zehn Metern Höhe ein ausgetrocknetes Flussbett überquerte, riss am 7.&amp;amp;nbsp;September ein Zugseil und der Anhänger mit der &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; wäre beinahe hinuntergestürzt. Er konnte gerettet werden, doch um die Steigung der Böschung zu überwinden, brauchte man 32 Ochsen und beide Zugmaschinen. Man ging dazu über, die 8 Tonnen schweren Anhänger mit Winden fünfzigmeterweise bergauf zu ziehen, und gelangte schließlich auf die Hochebene der Mitumbakette, die etwa 2.000&amp;amp;nbsp;Meter über dem Meeresspiegel liegt. Am 12.&amp;amp;nbsp;September 1915 begann der Abstieg zum [[Lualaba (Fluss)|Lualabafluss]], der sich als ebenso schwierig erwies. Die Bootsanhänger mussten in kleinen Etappen regelrecht abgeseilt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 127–131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. September kam man in [[Sankisia]] an, wo die Boote wieder auf die Eisenbahn verladen wurden,&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 132&amp;lt;/ref&amp;gt; und am 1.&amp;amp;nbsp;Oktober war man in [[Bukama]]. Als die Boote dort zu Wasser gelassen wurden, um unter Führung eines Dänen namens Mauritzen weiterzufahren, stellte sich heraus, dass das Mahagoniholz ihrer Rümpfe sich in der Hitze verzogen hatte. Die Lecks abzudichten nahm eine Woche in Anspruch.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 135&amp;lt;/ref&amp;gt; Tait wurde mit einigen Askaris vorausgeschickt, um Nahrungsmitteldepots an der Strecke anzulegen und die Transportwannen für die Boote vorauszutransportieren. Am ersten Tag der Flussreise liefen die Boote 14-mal auf Sand- und Schlammbänke auf. Trotzdem entschloss man sich anderntags, zeitweise die Bootsmotoren in Betrieb zu nehmen, um den Insektenschwärmen zu entkommen. Auf der Reise flussaufwärts holte der Konvoi den belgischen Dampfer &amp;#039;&amp;#039;Constantin de Burlay&amp;#039;&amp;#039; ein, dessen Kapitän bald darauf mehr oder weniger zur Unterstützung der Expedition gezwungen wurde. Am 11.&amp;amp;nbsp;Oktober 1915 erreichte man den Zusammenfluss mit dem [[Lufira (Lualaba)|Lufira]].&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 136–145&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem 16. Oktober wurden die &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; in den Leichtern der &amp;#039;&amp;#039;Constantin de Burlay&amp;#039;&amp;#039; transportiert, um ihre Rümpfe vor Felsen und Stromschnellen zu schützen.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 148&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei [[Mulango]] strandete der Dampfer, konnte aber wieder flottgemacht werden. Nachdem er bald darauf aber wieder auf Grund lief, hängte man die Leichter der &amp;#039;&amp;#039;Constantin de Burlay&amp;#039;&amp;#039; an das Flussboot &amp;#039;&amp;#039;Baron Janssen&amp;#039;&amp;#039; an, das zu gelegener Zeit entgegenkam und seine Route gegen Bezahlung änderte. Am 22. Oktober 1915 passierte man [[Kabalo]], wo der belgische Dampfer &amp;#039;&amp;#039;Baron Dhanis&amp;#039;&amp;#039; in Einzelteilen lagerte und darauf wartete, zusammenmontiert zu werden. Am 26.&amp;amp;nbsp;Oktober ging die Reise mit der Eisenbahn weiter bis zum Ende der Strecke bei [[Lukuga]]. Dort traf man Tyrer wieder und marschierte zum See weiter, wo man im Lager der Belgier aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 150–161&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Einsatz auf dem Tanganjikasee ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; blieben zunächst in einem Versteck bei den Bahngleisen, bis ein Hafen für sie gebaut war. Die Belgier hatten zu diesem Zeitpunkt ein Flaggschiff namens &amp;#039;&amp;#039;Dix Tonne&amp;#039;&amp;#039; mit zwei Kanonen und ein Motorboot namens &amp;#039;&amp;#039;Netta&amp;#039;&amp;#039; im Einsatz sowie ein weiteres Fahrzeug mit Außenbordmotor, das der Kommandant Goor, der die belgische Flotte auf dem Tanganjikasee befehligte, als „la vedette“ bezeichnete.&amp;lt;ref&amp;gt;Laut Giles Foden handelte es sich dabei um „einen Boston Whaler mit Außenbordmotor“; &amp;#039;&amp;#039;La Vedette&amp;#039;&amp;#039; verstand Foden als Schiffsnamen. Vgl. Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 165.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner gehörte die &amp;#039;&amp;#039;Alexandre Delcommune&amp;#039;&amp;#039;, die aber von den Deutschen beschossen worden und nicht einsatzfähig war, zum Schiffsbestand der Belgier. Die Deutschen hingegen hatten die beiden Dampfer &amp;#039;&amp;#039;[[Hedwig von Wissmann]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Kingani (Schiff)|Kingani]]&amp;#039;&amp;#039; sowie einige weitere Boote auf dem See. Diese auszuschalten war der Auftrag der &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039;. Die &amp;#039;&amp;#039;Kingani&amp;#039;&amp;#039; wurde am 28.&amp;amp;nbsp;Oktober vor dem Lager gesichtet, es erfolgte jedoch kein Schusswechsel. Anfang Dezember 1915 fuhr der deutsche Kapitän Job Rosenthal mit der &amp;#039;&amp;#039;Kingani&amp;#039;&amp;#039; über den See, schwamm ans Ufer und spionierte das Versteck der &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; aus. Er wurde jedoch gefangen genommen, ehe er zu seinem Schiff zurückkehren und seinen Vorgesetzten Mitteilung machen konnte. Er wurde ins Landesinnere transportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 162–184&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tanganjikasee.jpg|mini|Die &amp;#039;&amp;#039;Kingani&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Weihnachtstagen 1915 wurden die &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; zu Wasser gelassen&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 188&amp;lt;/ref&amp;gt; und in einigen Testfahrten erprobt. Währenddessen schickten die Deutschen den Leutnant zur See Junge mit der &amp;#039;&amp;#039;Kingani&amp;#039;&amp;#039; über den See, um nach dem Verbleib Rosenthals zu forschen.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 190&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des Morgengottesdienstes am 26.&amp;amp;nbsp;Dezember 1915 geriet er ins Blickfeld der Briten. Diese nahmen mit &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; die Verfolgung der &amp;#039;&amp;#039;Kingani&amp;#039;&amp;#039; auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 193&amp;lt;/ref&amp;gt; Junge, der keine schwenkbare Kanone an Bord hatte, musste manövrieren, um das Feuer auf die &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; eröffnen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 195 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schließlich durchschlug eine Granate den Schutzschild seiner Bordkanone. Junge und seine beiden Maate wurden tödlich getroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 197&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;Kingani&amp;#039;&amp;#039; erhielt einen weiteren Treffer und wurde dann von der &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; gerammt, deren Bug dabei erheblichen Schaden nahm. Nun unter dem Kommando Flynns, musste das getroffene und stark nach steuerbord geneigte Boot ans Ufer gesteuert werden. Die toten Deutschen wurden bestattet, die Gefangenen von den Askaris übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt 2006, S. 198–291&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leutnant Cross reparierte die &amp;#039;&amp;#039;Kingani&amp;#039;&amp;#039; und Spicer Simson taufte sie, passend zu seinen beiden anderen Booten, auf den Namen &amp;#039;&amp;#039;Fifi&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Piep-Piep&amp;#039;&amp;#039;) um. Sie erhielt eine Kanone aus belgischem Besitz, während die Sechspfünder, die bisher auf der &amp;#039;&amp;#039;Kingani&amp;#039;&amp;#039; montiert gewesen waren, auf die endlich reparierte und in &amp;#039;&amp;#039;Vengeur&amp;#039;&amp;#039; umbenannte &amp;#039;&amp;#039;Alexandre Delcommune&amp;#039;&amp;#039; überführt wurden. Das Kommando über die &amp;#039;&amp;#039;Vengeur&amp;#039;&amp;#039; erhielt Spicer Simson.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 205&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings wurden sowohl die &amp;#039;&amp;#039;Fifi&amp;#039;&amp;#039; als auch die &amp;#039;&amp;#039;Vengeur&amp;#039;&amp;#039; während eines heftigen Sturmes am 14.&amp;amp;nbsp;Januar 1916 schwer beschädigt. Die &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; waren nach dem Kampf mit der &amp;#039;&amp;#039;Kingani&amp;#039;&amp;#039; noch nicht wieder instand gesetzt worden, und auch die &amp;#039;&amp;#039;Netta&amp;#039;&amp;#039; hatte Schäden. Genau zu diesem Zeitpunkt kam die deutsche &amp;#039;&amp;#039;Hedwig von Wissmann&amp;#039;&amp;#039; unter Kommandant [[Job Odebrecht]] in Sicht, der den Verbleib der &amp;#039;&amp;#039;Kingani&amp;#039;&amp;#039; erkunden sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 218&amp;lt;/ref&amp;gt; Er kehrte ohne Ergebnis zurück und wurde am 8.&amp;amp;nbsp;Februar wieder ausgesandt, um sich auf die Suche zu machen. Am 9. Februar sollte er dann mit der zum [[Hilfsschiff]] umgewidmeten deutschen Passagier- und Frachtschiff [[Liemba (Schiff)|&amp;#039;&amp;#039;Goetzen&amp;#039;&amp;#039;]], von der die Engländer und Belgier noch nicht viel ahnten, zusammentreffen. An diesem Morgen gegen 7.45&amp;amp;nbsp;Uhr sichtete Odebrecht einen Dampfer und ein Motorboot, die ihn verfolgten. Wenig später sah er auch die &amp;#039;&amp;#039;Dix Tonne&amp;#039;&amp;#039; und ein weiteres belgisches Boot,&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden bezeichnete dieses zweite belgische Boot als einen „der belgischen Boston Whalers“. Vgl. Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 221.&amp;lt;/ref&amp;gt; die hinterherfuhren. Die &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; war zu diesem Zeitpunkt nicht einsatzfähig, sie lag nach einem Sturm gesunken im Hafen.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 222&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Job Odebrecht.jpg|mini|Job Odebrecht im Jahr 1945]]&lt;br /&gt;
Odebrecht behielt seinen Kurs bis gegen 9.30&amp;amp;nbsp;Uhr bei und wendete dann scharf nach Backbord. Was er mit diesem Manöver bezweckte, ist nicht ganz klar. Möglicherweise wollte er die feindlichen Schiffe in Reichweite der &amp;#039;&amp;#039;Goetzen&amp;#039;&amp;#039; locken, vielleicht war er auch durch eine [[Fata Morgana]] verwirrt, die sich zu diesem Zeitpunkt über dem See zeigte. Die &amp;#039;&amp;#039;Fifi&amp;#039;&amp;#039;, kommandiert von Spicer Simson, versuchte die &amp;#039;&amp;#039;Hedwig von Wissmann&amp;#039;&amp;#039; einzuholen, war aber zu langsam und wurde von der &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; unter Wainwrights Kommando überholt. Wainwright eröffnete aus einer Entfernung von drei Kilometern das Feuer auf die &amp;#039;&amp;#039;Hedwig von Wissmann&amp;#039;&amp;#039;. Odebrecht schoss mit Granaten aus seinen Bugkanonen zurück. Die beiden Schiffe umkreisten einander etwa eine halbe Stunde, ohne dass sie einander größere Schäden zufügen konnten. Spicer Simson versuchte, das feindliche Schiff von der &amp;#039;&amp;#039;Fifi&amp;#039;&amp;#039; aus zu beschießen, doch sein Zwölfpfünder hatte eine Fehlzündung. Beim zweiten Versuch gelang es ihm aber, die &amp;#039;&amp;#039;Hedwig von Wissmann&amp;#039;&amp;#039; mit einer Granate in den Rumpf zu treffen. Gleich darauf traf er auch den Maschinenraum. Odebrecht befahl seiner Mannschaft, das getroffene Schiff zu verlassen, legte mit seinem Maschinisten einen Sprengsatz in der &amp;#039;&amp;#039;Hedwig von Wissmann&amp;#039;&amp;#039; und versenkte sie.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 225&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die überlebenden Deutschen wurden von der &amp;#039;&amp;#039;Fifi&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; an Bord genommen. Damit war die Mission der &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; eigentlich beendet. Sir Jackson in London kommentierte die Siegesnachricht mit den Worten: „Ich bezweifle, ob je eine taktische Operation von so winzigem Ausmaß eine so große Wirkung auf die Aktivitäten des Feindes gehabt hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 229&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch am Tag nach der Versenkung der &amp;#039;&amp;#039;Hedwig von Wissmann&amp;#039;&amp;#039; war vom belgischen Lager aus die &amp;#039;&amp;#039;Goetzen&amp;#039;&amp;#039; zu sehen. Die Mannschaften machten die &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Fifi&amp;#039;&amp;#039; kampfbereit, doch Spicer Simson verweigerte den Befehl zum Angriff auf das große Schiff.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 240&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch auf weitere Sichtungen der &amp;#039;&amp;#039;Goetzen&amp;#039;&amp;#039; reagierte er nicht anders. Bald darauf verließ er für Monate das Lager. Auch einen telegraphischen Befehl, die &amp;#039;&amp;#039;Goetzen&amp;#039;&amp;#039; anzugreifen, verweigerte er.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 244&amp;lt;/ref&amp;gt; Er kehrte erst am 12.&amp;amp;nbsp;Mai 1916 zum See zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 249&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesem Zeitpunkt planten die Briten gerade den Angriff auf [[Bismarckburg (Deutsch-Ostafrika)|Bismarckburg]] unter Oberstleutnant Murray. Die &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Fifi&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Vengeur&amp;#039;&amp;#039; sollten die Aktion vom Wasser aus unterstützen, doch als sie am 5.&amp;amp;nbsp;Juni vor Bismarckburg eintrafen, ließ Spicer Simson nur zwei Granatschüsse auf die Festung abgeben und brachte die Flottille dann nach [[Kituta]]. Infolgedessen kam es wohl zu einer erbitterten Auseinandersetzung mit Murray, weil die Deutschen über den See flüchten konnten. Spicer Simson verwehrte auch den Belgiern, die am 11.&amp;amp;nbsp;Juni die &amp;#039;&amp;#039;Goetzen&amp;#039;&amp;#039; mit Wasserflugzeugen angegriffen hatten, die Nutzung von &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; sowie ihrer eigenen Flotte. Am 23.&amp;amp;nbsp;August 1916 wurde er für dienstunfähig erklärt&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 255&amp;lt;/ref&amp;gt; und nach London zurückgeschickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Ende der Mission ==&lt;br /&gt;
Manche Mitglieder der Tanganjika-Expedition blieben in Afrika, andere reisten über den [[Luapula (Fluss)|Luapulafluss]] ab. Die &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; wurden der Armee als Transportschiffe überlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 257&amp;lt;/ref&amp;gt; Dr. Hanschell, durch Granatsplitter verletzt und an Malaria erkrankt, nutzte die &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; noch einmal, um über den See zu fahren. Er wurde dann nach Nordrhodesien evakuiert und kehrte 1917 nach England zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 258&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die britische Regierung stellte den Verlauf des Krieges am Tanganjikasee unter besonderer Erwähnung der Mission der &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; in der [[The London Gazette|London Gazette]] vom 13. Juli 1917 dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{London Gazette |issue=30182 |date=1917-07-13 |startpage=7067 |endpage=7072 |supp=ja |accessdate=2013-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während bekannt ist, dass die &amp;#039;&amp;#039;Fifi&amp;#039;&amp;#039; 1924, nicht mehr seetüchtig, im Tanganjikasee versenkt wurde, verliert sich die Spur der beiden Schnellboote weitgehend. Vom Verbleib der &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; scheint niemand etwas zu wissen. Der Hafenverwalter von [[Kigoma (Tansania)|Kigoma]], Musa Hathemani, berichtete im Jahr 2003 [[Giles Foden]], das Wrack der &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; liege vor [[Kabalangabo]]. Foden unternahm Tauchversuche an der ihm bezeichneten Stelle, die etwa sieben Meter vom Ufer entfernt war, konnte jedoch nichts finden. Laut Aussage von Dorfbewohnern war dort aber noch wenige Jahre vor Fodens Besuch ein Wrack zu erkennen, das tatsächlich aus dem Ersten Weltkrieg stammte.&amp;lt;ref&amp;gt;Giles Foden, &amp;#039;&amp;#039;Die wahre Geschichte der African Queen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2006, S. 306 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Expedition mit &amp;#039;&amp;#039;Mimi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Toutou&amp;#039;&amp;#039; wurde mehrfach literarisch verwertet, beispielsweise von [[Alex Capus]] in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;Eine Frage der Zeit&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Giles Foden&lt;br /&gt;
   |Titel=Die wahre Geschichte der African Queen&lt;br /&gt;
   |Verlag=Fischer-Taschenbuch-Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-596-16837-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thornycroft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krieg (Afrika)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Konflikt 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1918]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Editamt</name></author>
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