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	<title>Tampon - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T15:18:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tampon&amp;diff=39112&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JoKaene: Änderungen von ~2026-10554-15 (Diskussion) auf die letzte Version von JoKaene zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-02-17T04:55:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-10554-15&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-10554-15&quot;&gt;~2026-10554-15&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-10554-15&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-10554-15 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:JoKaene&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:JoKaene (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;JoKaene&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Hygieneprodukt. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Tampon (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tampon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (frz. ‚Pfropf‘, ‚Bausch‘) bezeichnet in der deutschen Sprache einen länglich gepressten [[Watte]]- oder [[Gaze|Mullbausch]], der in der [[Medizin]] für [[Tamponade]]n Verwendung findet. Er dient zur Aufnahme von [[Flüssigkeit]]en (z.&amp;amp;nbsp;B. Speichel bei Zahnbehandlungen), zur Stillung von [[Blutung]]en, zum Zuführen von [[Arzneistoff]]en oder auch als Polsterung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff wird heute meistens für das [[Monatshygiene|Hygieneprodukt]] verwendet, das Frauen zum Auffangen des [[Menstruation]]sbluts nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebrauch ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tampon inserted.svg|mini|Skizze des weiblichen Beckens im Schnitt: Tampon mit Rückholbändchen (lila), Scheide (blau), Gebärmutter (grün), Blase (rot), Mastdarm (gelb), Schambein (grau)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tampon soaked in menstrual blood hanging with fresh tampon.jpg|mini|Unbenutzter und benutzter Tampon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ob-Tampon-A139730.jpg|mini|Tampon in der Einzelverpackung, unten erkennbar das zusammengerollte grüne Rückholbändchen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tampon with applicator.jpg|mini|Tampon mit Einführhilfe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tampon wird mit dem Finger oder einer Einführhilfe in den mittleren Teil der [[Vagina des Menschen|Scheide]] eingeführt, wo es kaum Empfindungsnerven gibt und die Muskulatur ihn an der richtigen Stelle hält. Dort schmiegt sich der Tampon bei Aufnahme von Feuchtigkeit den Scheidenwänden an, indem er sich gleichmäßig ausdehnt. Zur Entfernung ist in den Tampon ein Rückholbändchen eingearbeitet. Tampons werden entweder ohne oder mit Einführhilfe („Applikator“) verkauft. Da das [[Menstruation]]sblut bereits im Körper aufgesaugt wird, gerät es nicht in Verbindung mit Sauerstoff. Auf diese Weise werden sowohl ein hoher Tragekomfort gewährleistet als auch unangenehme Gerüche vermieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;European Disposables and Nonwovens Association&amp;#039;&amp;#039;, ein Zusammenschluss von Vliesstoffherstellern, hat für Europa Richtlinien zur Klassifikation von Tampons nach ihrer Saugfähigkeit erstellt. Durch eine bestimmte Anzahl auf der Verpackungshülle aufgedruckter Tropfensymbole wird diese ausgewiesen; bei nur einem Tropfen sind die enthaltenen Tampons am wenigsten saugfähig, bei sechs am stärksten. Daneben klassifizieren die Tamponhersteller die Größe und Saugfähigkeit oft noch mit Bezeichnungen wie &amp;#039;&amp;#039;Mini&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Normal&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Super&amp;#039;&amp;#039;, diese Skalen sind aber nicht standardisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie andere Hygieneartikel können Tampons Verstopfungen im Abwassersystem verursachen, da sie sich nicht zersetzen, daher sollten sie nicht über die Toilette entsorgt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.klaeranlagenprofi.de/hilfsmenue/gutes-fuer-ihre-klaeranlage/ |text=&amp;#039;&amp;#039;Feuchttücher und Hygieneartikel&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20130910060359}} auf klaeranlagenprofi.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei gefährdeten Toilettensystemen oder in öffentlichen Toiletten liegen daher meistens Beutel zur Entsorgung im Abfalleimer der Toilette bereit (insbesondere in Zügen, Schiffen oder Flugzeugen, aber auch in privaten Toiletten, bei denen elektrische Abwasserpumpen eingesetzt werden müssen, was meistens in Kellern oder Dachböden der Fall ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Toxisches Schocksyndrom ===&lt;br /&gt;
Das Vergessen von Tampons in der Scheide kann in seltenen Fällen zu einem [[Toxisches Schocksyndrom|toxischen Schocksyndrom]] (TSS) führen (umgangssprachlich „Tamponkrankheit“), das von Bakterientoxinen ausgelöst wird, meist von [[Staphylococcus aureus]], auch von [[Streptokokken]]. TSS kann zu schweren Schädigungen führen (Nierenschädigung, Leberfunktionsstörung, Multiorganversagen). Obwohl das Risiko eines TSS gering ist, sollte der Tampon alle vier bis acht Stunden gewechselt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.tampax.ch/de-CH/FragenSieDenExperten/FragenSieDenExpertenArtikel.aspx?ID=Sicherheit-der-Tampons#f |titel=Tamponsicherheit |werk=Tampax.ch |hrsg=Procter &amp;amp; Gamble |datum=2014 |abruf=2015-06-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Qualitätskontrolle ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sy Tampon-Tauchgeraet.jpg|mini|Tampon-Tauchgerät zum Prüfen des Entspiralisierungsvorgangs]]&lt;br /&gt;
Mit Hilfe einer [[Syngina]] (ein Kunstwort aus „synthetische Vagina“) wird das Aufnahmevermögen / Absorptionsvermögen / die Saugstärke eines Tampons ermittelt, während Tampon-Tauchgeräte zum Prüfen der Entspiralisierung im Einsatz sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tamponproduktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tampon Produktionsablauf Tampona.jpg|mini|Grundsätzlicher Aufbau und Materialien eines Tampona-Tampons]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tampon Produktionsablauf ob.jpg|mini|Grundsätzlicher Aufbau und Materialien eines o.b.-Tampons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tampon wird aus einem etwa 250 mm langen und 50 mm breiten [[Viskose]]-[[Watte]]-Streifen plus umgelegten und zugeknoteten Rückholfaden produziert. Als Rohmaterial wird die Viskosewatte zugeführt, welche sich auf einer Rolle (Bobine) mit einem Außendurchmesser von etwa einem Meter befindet, sowie der Rückholfaden, der auf einer in der [[Textilindustrie]] üblichen [[Spule (Rolle)|Spule]] aufgewickelt ist. Beim Tampon der Marke „Tampona“ befindet sich noch am Ende, wo der Rückholfaden herausragt, ein hellblauer, schmaler Extra-Viskosewattestreifen, der das Aufnahmevermögen des Tampons in kritischen Situationen sichern soll. Das Rohmaterial dieses hellblauen Sicherheitsstreifens befindet sich ebenso auf einer in der Textilbranche ähnlichen Spule. Die große Bobine mit der 50 mm breiten Viskosewatte wird abgerollt und nach 250 mm wird ein Stück davon abgeschlagen/zerrupft. Es wird nicht geschnitten, da ein faseriges Ende sich nach dem Wickelvorgang besser an die Watterolle anschmiegt und somit einem Entspiralisieren des Tampons vorbeugt. Zudem entsteht keine harte Kante. Beim Tampona-Tampon wird vorab noch der hellblaue Sicherheitsstreifen an die richtige Stelle platziert und gleichzeitig mit abgeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den modernen [[o.b.]]-Tampons wird noch ein etwa 40 mm breites und 50 mm langes Kunststoffvlies an einem Ende per Siegelschweißung angebracht. Dieses Kunststoffvlies bildet nach dem Wickelvorgang einen schmalen Mantel/breiten Gürtel um den o.b.-Tampon und soll aufgrund seiner seidigen Oberfläche im Vergleich zu der sehr faserigen Viskosewatte das spätere Einführen des Tampons in die Scheide erleichtern. Darüber hinaus verhindert dieses Kunststoffvlies ein Entspiralisieren des o.b.-Tampons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran wird der Rückholfaden um das etwa 250 mm lange und 50 mm breite Viskosewattestück gelegt, abgetrennt und die beiden losen Enden mittels eines „Vakuumknoters“ zugeknotet. Beim Tampona-Tampon liegt der Rückholfaden etwa im Verhältnis 2/3 zu 1/3 am hinteren Ende des 250 mm langen und 50 mm breiten Viskosewattestreifens. Beim o.b.-Tampon liegt er etwa in der Mitte. Der 250 mm lange Tampona-Viskosewattestreifen wird dann mittels einer Zwei-Zinken-Gabel aufgewickelt, so dass sich zum Schluss ein schneckenförmiges rundes Rohteil, die Watterolle, ergibt. Beim o.b.-Tampon greift die Gabel etwa in der Mitte des langen Streifens ein und wickelt so beide Enden gleichzeitig auf. Dieser Vorgang läuft schneller ab, als dies bei der Herstellung des Tampona-Tampons der Fall ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Wickelvorgang wird die Watterolle in das beheizte Presswerkzeug gesteckt und per hohem Druck in Kombination mit einer hohen Temperatur zum eigentlichen Tampon geformt. Das Presswerkzeug (mit seinen meist acht Pressbacken) ist so gefertigt, dass die gewünschte Anzahl und Form der Tamponrillen genau hergestellt/ausgeprägt werden. Nach dem Presswerkzeug werden die geformten Tampons in eine Metallhülse übergeben. Diese befindet sich mit weiteren zahlreichen Hülsen am äußeren Umfang einer größeren Scheibe. Diese dreht sich mit jedem Takt weiter. Während der Stillstandszeit (der kurzen Ruhephase) eines Taktvorganges wird der Rückholfaden aufgewickelt und an das Tamponende angelegt und der Tamponkopf geformt. Gleichzeitig halten die Hülsen die Tampons in Form, da der Formvorgang (quasi ein „Ausbacken/Aushärten“ des Tampons) verhältnismäßig lange dauern muss (rund 1 Minute).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach ist der Tampon fertig und wird im Anschluss daran unmittelbar in Folie einzelverpackt. Das ist sehr wichtig, weil die Rückstellkräfte der gepressten Viskosewatte den noch warmen Tampon sonst wieder aufgehen lassen. Zudem sind einzelverpackte Tampons von der [[Verbraucher]]in hygienischer zu lagern und mitzunehmen. Danach werden die Tampons zur Faltschachtel-[[Verpackungsmaschine]] transportiert und in der gewünschten Anzahl verpackt. Anschließend geht es zum Kartonierer, um verkaufsfähige [[Gebinde]] herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ehemaligen Tampona-Werk in Dülken wurden die Tampons auf Maschinen des Schweizer Herstellers Ruggli mit rund 100 Takten pro Minute hergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ruggli.com/de/produkte/maschinen.html |titel=Maschinen der Ruggli AG Schweiz zur Produktion von Tampons |abruf=2016-11-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die o.b.-Tampons werden im Werk Wuppertal von [[Johnson &amp;amp; Johnson]] auf eigenentwickelten [[Sondermaschine]]n mit sehr hohen Taktzahlen in sehr großen Stückzahlen hergestellt. Allein das o.b.-Werk in Wuppertal produziert jährlich über 2 Milliarden Tampons, die in über 45 Länder exportiert werden (Stand März 2015).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.jnjgermany.de/nc/presse-neu/pr-details-2/article/65-jahre-freiheit-fuer-die-frau.html |titel=Am 13. März 1950 wurde der erste o.b.-Tampon verkauft. |abruf=2016-11-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Tamponproduktion muss unter anderem die [[Luftfeuchtigkeit]] exakt eingehalten werden, da die Viskosewatte zur optimalen Verarbeitung eine genaue Restfeuchtigkeit aufweisen muss. Entsprechende [[Hygrometer]] mit Aufzeichnungsfunktion zur Dokumentation befinden daher überall in den Produktionshallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ägyptische Inschriften lassen darauf schließen, dass bereits zu pharaonischer Zeit eine Art Tampon aus weichen Papyrusblättern benutzt wurde. Im 5. Jahrhundert v. Chr. erwähnt der griechische Arzt [[Hippokrates von Kos|Hippokrates]] Tampons aus mit Stoff umwickelten Holzstückchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tampax&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.tampax.ch/de-CH/ueberTampax/ueberTampax.aspx |titel=Über Tampax –Geschichte von Tampax – Tampax.ch/de |datum=2011-10-16 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20111016234343/http://www.tampax.ch/de-CH/ueberTampax/ueberTampax.aspx |abruf=2024-11-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. November 1931 beantragte der in [[Denver]], Colorado praktizierende Arzt [[Earle Cleveland Haas]] [[Patent]]schutz für den von ihm entwickelten ersten Tampon mit Einführhilfe,&amp;lt;ref name=&amp;quot;DE587230&amp;quot;&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=587230C| Titel=Wattebausch zur Einführung in Höhlungen des menschlichen Körpers| A-Datum=1932-11-19| V-Datum=1933-11-01| Erfinder=Earle Cleveland Haas}}&amp;lt;/ref&amp;gt; den er „[[Tampax]]“ nannte. Tampax bestand aus gepresster Watte, durch die ein Bändchen verlief, welches das Entfernen des Tampons ermöglichte (der sogenannte Rückholfaden). Schon für diese ersten Tampons gab es einen Applikator.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16.&amp;amp;nbsp;Oktober 1933 kaufte die Ärztin Gertrude Tendrich aus Denver für 32.000&amp;amp;nbsp;[[United States Dollar|$]] Patent und [[Marke (Recht)|Markenrecht]] von Haas und gründete die Firma &amp;#039;&amp;#039;Tampax&amp;#039;&amp;#039; zur Massenproduktion von Tampons.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.mum.org/Tampaxpatent.htm |titel=Tampax Patent and history at MUM |abruf=2024-11-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tampax&amp;quot; /&amp;gt; Der Verkauf der Tampons lief zunächst schleppend an, da die zumeist männlichen Apotheker Scheu davor hatten, einen Hygieneartikel für den weiblichen Intimbereich zu führen. Beharrlich hielt sich auch die Vorstellung, man könne durch die Benutzung von Tampons das [[Hymen]] verletzen. Diese Befürchtung ist bis heute weit verbreitet, weswegen sie unter den [[Frequently Asked Questions|FAQs]] auf den Websites der Tamponhersteller erscheint. &amp;#039;&amp;#039;Tampax&amp;#039;&amp;#039; ließ die prospektiven Kundinnen durch Geschlechtsgenossinnen ansprechen und betrieb eine große Werbekampagne, was die Verkaufszahlen schließlich erhöhte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland stieß der deutsche Ingenieur [[Carl Hahn senior|Carl Hahn]] 1947 bei der Lektüre einer amerikanischen Illustrierten auf eine Anzeige für Tampons, die ihn zur Entwicklung eines Tampons für den deutschen Markt anregte. Den entscheidenden Teil des Herstellungsverfahrens ließen sich Hahn und sein Mitarbeiter, der Jurist Heinz Mittag, patentieren: Sie ließen hochelastische Watterollen mittels hohem Druck und Temperatur von einem speziellen Presswerkzeug auf Format pressen. Das Produkt für den deutschen Markt erhielt den Namen &amp;#039;&amp;#039;Ohne [[Damenbinde|Binde]]&amp;#039;&amp;#039;, kurz „[[o.b.|O.&amp;amp;nbsp;B.]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.jnj.de/ueber-uns/storys/kleine-watte-grosse-wirkung.html |titel=Johnson &amp;amp; Johnson in Deutschland : Kleine Watte, große Wirkung |datum=2016-03-04 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160304110621/http://www.jnj.de/ueber-uns/storys/kleine-watte-grosse-wirkung.html |abruf=2024-11-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während in den USA 88 % und in Großbritannien 60 % aller Frauen Tampons mit Einführhilfe verwenden, ist deren Anteil in Deutschland gering.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rosie Spinks |url=https://qz.com/quartzy/1224531/why-american-women-use-applicator-tampons-and-european-women-dont |titel=Why do American women prefer applicator tampons, while the rest of the world’s women don’t? |datum=2018-03-08 |sprache=en |abruf=2024-11-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marke [[Tampax]] wurde von den &amp;#039;&amp;#039;Vereinigten Papierwerken&amp;#039;&amp;#039; des Fürther Unternehmers [[Gustav Schickedanz]] lizenziert und neben der Marke &amp;#039;&amp;#039;Tampona&amp;#039;&amp;#039; im Werk [[Dülken]] bis zu Beginn der 2000er Jahre produziert. Die Marke Tampax wurde mit einer Einführhilfe aus zwei Pappröhrchen unterschiedlichen Durchmessers vertrieben, die bei der Anwendung ineinander geschoben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangszeit wurden Tampons vor allem aus [[Baumwollfaser|Baumwolle]] hergestellt. Mittlerweile wird vornehmlich [[Viskose]] verwendet, die durch spezielle Ausrüstung und Querschnitte saugfähiger gemacht werden kann. Die chemische Zusammensetzung der Viskosefasern, deren Grundbestandteil [[Zellulose]] ist, ähnelt der von Baumwolle, allerdings verhaken sich Viskosefasern nicht miteinander. Neben Tampons aus Viskose sind Biotampons erhältlich, das heißt, Tampons, die nur aus biologisch angebauter Baumwolle bestehen, sowie [[Softtampon]]s aus Schaumstoffschwämmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.familie.de/familienleben/soft-tampons-so-verwendest-du-sie/ |titel=Was ist ein Soft Tampon? |abruf=2024-11-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2002 sind auch sogenannte [[Probiotik|probiotische]] Tampons auf dem Markt, die in der Scheide Milchsäurebakterien abgeben sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.news.de/gesundheit/855225433/probiotische-tampons-tampons-mit-milchsaeure-als-hausmittel-gegen-scheidenpilz-beworben/1/ |titel=Probiotische Tampons: Alles Unsinn! DAS bringen die Milchsäure-Tampons wirklich |datum=2018-06-28 |sprache=de |abruf=2024-11-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Menstruationstasse]]&lt;br /&gt;
* [[Beppy|Menstruationsschwamm]]&lt;br /&gt;
* [[Monatshygiene]]&lt;br /&gt;
* [[Le Tampon]] (geografische Bezeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Magdalena Handlechner |Titel=„Tabu-Werbung“: welche Unterschiede lassen sich in der Rezeption von Tampon-Werbung zwischen Männern und Frauen feststellen? |Reihe=Akademische Abhandlungen zur Kommunikationswissenschaft |Verlag=VWF Verlag für Wissenschaft und Forschung |Ort=Berlin |Datum=2005 |ISBN=3-89700-429-1 |Kommentar=Magisterarbeit Universität Salzburg 2005 |Umfang=137}}&lt;br /&gt;
* [[Sabine Hering]], [[Gudrun Maierhof]]: &amp;#039;&amp;#039;Die unpäßliche Frau. Sozialgeschichte der Menstruation und Hygiene (1860–1985).&amp;#039;&amp;#039; Mabuse, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-933050-99-5 (Erstausgabe: Centaurus, Pfaffenweiler 1991).&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Walter Stolle, Sabine Zinn-Thomas |Titel=Menstruation: Monatshygiene im Wandel von 1900 bis heute. Eine Ausstellung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt in der Außenstelle Lorsch, 26. November 1998 bis 31. Juli 1999 |Verlag=Hessisches Landesmuseum Darmstadt |Ort=Darmstadt |Datum=1998 |ISBN=3-926527-52-8}}&lt;br /&gt;
* Renate Waschek: &amp;#039;&amp;#039;Dieses kleine Stück Watte. Werbung und Tabu am Beispiel Binden und Tampons. Tabu, Tampons und Binden in der Werbung. The Grüne Kraft&amp;#039;&amp;#039;. Löhrbach 1997, ISBN 3-925817-94-8 (= &amp;#039;&amp;#039;Der Grüne Zweig&amp;#039;&amp;#039;, Band 194; [[Werner Pieper]] MedienXperimente).&lt;br /&gt;
* Gerd Holzheimer Das Erotik ABC ISBN 3-455-10385-5 Stichwort Tampon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tampons}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Tampon|TEXT=Literatur über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4466443-6|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Menstruation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hygieneartikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textilie medizinischer Verwendung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JoKaene</name></author>
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