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	<title>Tamarillo - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tamarillo&amp;diff=145911&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Botanische Geschichte */ Halbgeviertstrich</title>
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		<updated>2026-02-01T10:21:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Botanische Geschichte: &lt;/span&gt; Halbgeviertstrich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Tamarillo&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Solanum betaceum&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Antonio José Cavanilles|Cav.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Solanum&amp;#039;&amp;#039; sect. &amp;#039;&amp;#039;Pachyphylla&lt;br /&gt;
| Taxon2_LinkName  = Solanum sect. Pachyphylla&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Sektion&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Nachtschatten&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Solanum&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Nachtschattengewächse&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Solanaceae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Nachtschattenartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Solanales&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Euasteriden I&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Menton_-_Val_Rahmeh_04.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Tamarillo (&amp;#039;&amp;#039;Solanum betaceum&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tamarillo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baumtomate&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Solanum betaceum&amp;#039;&amp;#039;, [[Synonym (Taxonomie)|Syn.]]: &amp;#039;&amp;#039;Cyphomandra betacea&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Cav.) Sendtn.}}) ist eine [[Art (Biologie)|Art]] aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der [[Nachtschatten]]. Bekannt ist die Tamarillo vor allem durch die kleine, eiförmige rote oder gelbe [[Frucht]], derentwegen sie [[Kultivierung|kultiviert]] wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Habitus ===&lt;br /&gt;
Tamarillo sind kleine, zwei bis sieben Meter hohe, [[Immergrüne Pflanze|immergrüne]] [[Baum|Bäume]], deren Stämme dicht mit unverzweigten, drüsigen und undrüsigen [[Trichome]]n behaart sind. Der Stamm verzweigt [[Sprossachse#Sympodiale Verzweigung|sympodial]] nach meist vier, seltener auch nach drei Blattansätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die papierartigen [[Laubblätter]] mit starkem Geruch stehen an 3 bis 25&amp;amp;nbsp;cm langen Blattstielen, die Länge der Blätter kann der Breite entsprechen oder bis zum 1,5-fachen reichen, die Größe liegt dabei im Bereich von 7 bis 40&amp;amp;nbsp;× 6 bis 35&amp;amp;nbsp;cm. Die Form der Blätter ist eiförmig, an der Basis herzförmig bis geöhrt, so dass 1,5 bis 6&amp;amp;nbsp;cm lange Lappen entstehen. Die Blattspitze ist zugespitzt, der Rand ist ganzrandig. Die Behaarung der Blätter ist auf der achszugewandten (adaxialen) Seite spärlicher als auf der achsabgewandten (abaxialen) Seite, nur an den Blattadern und am Blattstiel ist auch hier die Behaarung dichter. Die [[Wurzel (Pflanze)|Wurzeln]] dringen nicht sehr weit ins Erdreich ein (Flachwurzler).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütenstände und Blüten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Cyphomandra betacea1.jpg|mini|Blütenstand einer Tamarillo]]&lt;br /&gt;
Die verzweigten oder unverzweigten, lockeren und hängenden [[Blütenstand|Blütenstände]] sind 2,5 bis 15&amp;amp;nbsp;cm lang und bestehen aus zehn bis 50 zwittrigen Blüten, sie sind leicht bis stark behaart. Der Blütenstandsstiel hat eine Länge von 1,5 bis 9&amp;amp;nbsp;cm, die Spindel ist 2 bis 8&amp;amp;nbsp;cm lang und die leicht haarigen Blütenstiele haben während der Blüte eine Länge von 10 bis 20&amp;amp;nbsp;mm, werden bei Fruchtreife zwischen 15 und 50&amp;amp;nbsp;mm lang und stehen etwa 3 bis 10&amp;amp;nbsp;mm auseinander. Knapp oberhalb der Basis sind die Blütenstiele deutlich unterteilt (Gelenk), so dass das kurze Stück nur eine Länge von 1 bis 3&amp;amp;nbsp;mm besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fünfzähligen, duftenden [[Blüte]]n entwickeln sich zunächst als ellipsoide bis eiförmige Knospen mit stumpfer bis zugespitzter Spitze. In der Blüte besitzt der mehr oder weniger behaarte, drüsige, becherförmige und kleine, grüne [[Kelchblätter|Kelch]] einen Radius von 3 bis 5&amp;amp;nbsp;mm, die dreieckigen Kelchlappen sind 1 bis 2&amp;amp;nbsp;× 2 bis 3&amp;amp;nbsp;mm groß, fleischig, stumpf bis abgeschnitten, an der Spitze zugespitzt. Die [[Kronblätter|Blütenkrone]] ist rosa-weißlich, dicklich bis fleischig, hat einen Durchmesser von 2 bis 2,5&amp;amp;nbsp;cm. Die kurze Kronröhre ist etwa 2 bis 3&amp;amp;nbsp;mm lang, die sich an der Kronröhre anschließenden, zurückgelegten Kronlappen sind eilanzettlich, unbehaart und am Rand filzig, an der Basis 2,5 bis 4&amp;amp;nbsp;mm breit und 7 bis 12&amp;amp;nbsp;mm lang. Die fünf kurzen Staubblätter besitzen lange Antheren und kurze Staubfäden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Staubblatt#Aufbau|Theken]] der blassgelben und engstehenden, aufrechten [[Anthere]]n, sind jeweils etwa 5 bis 6&amp;amp;nbsp;× 2 bis 2,5&amp;amp;nbsp;mm lang und lanzettlich. Sie öffnen sich durch Poren, die adaxial (der Achse zugewandt) und distal (am Ende der Anthere) liegen. Der Konnektiv genannte, sterile Mittelteil der Anthere ist dick und gelb-orange, 4,5 bis 5&amp;amp;nbsp;× 1 bis 2&amp;amp;nbsp;mm lang und dreieckig. Es ist auf der abaxialen (achsabgewandten) Seite etwas kürzer als die Spitzen der Theka, an der Basis sind beide in etwa gleich lang oder die Theken sind etwas länger, an der adaxialen (achszugewandten) Seite fehlt das Konnektiv. Die [[Pollen]]körner sind oval und dreilappig, besitzen eine körnige Oberfläche und weisen eine Vielzahl feiner Stachel auf. Der oberständige, zweikammerige [[Fruchtknoten]] ist unbehaart, der [[Griffel (Botanik)|Griffel]] ist ebenfalls kahl, rund und 5 bis 6&amp;amp;nbsp;× 0,5 bis 1&amp;amp;nbsp;mm groß und steht damit etwa 1 bis 2,5&amp;amp;nbsp;mm über die [[Staubblätter]] hinaus. Die [[Narbe (Botanik)|Narbe]] ist kopfig und es ist ein kleiner [[Diskus (Botanik)|Diskus]] vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blütenkronen öffnen sich meist gegen Mittag, gegen Abend umhüllen die Kronblätter wieder die Antheren und den Griffel, was dann für weitere zwei bis drei Tage wiederholt wird, bis die Blüte sich letztmals schließt. Befruchtete Blüten beenden diesen Zyklus meist etwas eher als unbefruchtete. Das Aufspringen der Antheren geschieht spätestens gleichzeitig mit dem Öffnen der Blütenkronen, meist etwas eher. Dabei wird der Pollen nicht sofort freigegeben, sondern bei Berührung oder Druck durch eine Pore an der Spitze der Anthere in einer Pollenwolke abgesondert. Die Befruchtungswahrscheinlichkeit des Griffels steigt wenige Tage vor dem Öffnen der Blüte an und nimmt dann ab dem ersten Tag nach dem ersten Öffnen der Blüte innerhalb von fünf bis acht Tagen ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SolSource&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lewis99a&amp;quot;&amp;gt;D. H. Lewis, J. A. Considine: &amp;#039;&amp;#039;Pollination and fruit set in the tamarillo (Cyphomandra betacea (Cav.) Sendt.) 1. Floral biology.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;New Zealand Journal of Crop and Horticultural Science.&amp;#039;&amp;#039; Volume 27(2), 1999, S.&amp;amp;nbsp;101–112, [[doi:10.1080/01140671.1999.9514086]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Bestäubungsstrategie und die ursprünglichen Bestäuber der Art ist bisher wenig bekannt, es wird vermutet, dass es sich bei &amp;#039;&amp;#039;Solanum becateum&amp;#039;&amp;#039; um eine Pflanze mit „Pollenblüten“ handelt, nicht wie bei anderen nahe verwandten Arten um „Parfümblüten“, die vor allem von männlichen Bienen des Tribus [[Euglossini]] wegen der von der Blüte abgesonderten Duftstoffe besucht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sazima93&amp;quot;&amp;gt;Marlies Sazima, Stefan Vogel, Andrea Cocucci und Gerlinde Hausner: &amp;#039;&amp;#039;The perfume flowers of Cyphomandra (Solanaceae): pollination by euglossine bees, bellows mechanism, osmophores, and volatiles.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Plant Systematics and Evolution.&amp;#039;&amp;#039; Volume 187, 1993, S.&amp;amp;nbsp;51–88, {{DOI|10.1007/BF00994091}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beobachtungen über Bestäuber gibt es von kultivierten Exemplaren aus Neuseeland, wo die [[Westliche Honigbiene]] (&amp;#039;&amp;#039;Apis mellifera&amp;#039;&amp;#039;), die [[Dunkle Erdhummel]] (&amp;#039;&amp;#039;Bombus terrestris&amp;#039;&amp;#039;) sowie die [[Gartenhummel]] (&amp;#039;&amp;#039;Bombus hortorum&amp;#039;&amp;#039;) die Blüten besuchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lewis99a&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Früchte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Tamarillos im Anschnitt(janek2005).jpg|mini|Tamarillo aufgeschnitten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:樹番茄 Tamarillo or Tree tomato - panoramio.jpg|mini|Tamarillos]]&lt;br /&gt;
Die gelben bis orangefarbenen, roten oder violetten, etwas matten Früchte sind zweikammerige, feste [[Beere]]n (Panzerbeere) mit einer Größe von 4 bis 10&amp;amp;nbsp;× 3 bis 5&amp;amp;nbsp;cm, sind ellipsoid oder eiförmig und besitzen eine abgerundete bis spitzere Spitze. Ihnen haftet der beständige Kelch an und sie weisen oftmals dunklere Streifen oder Flecken auf, sie sind kahl und mit einigen [[Steinzelle]]n durchsetzt. In ihnen befinden sich viele abgeflachte, rundliche, teils fein weißlich behaarte, hell- bis rotbraune und harte, teils knapp geflügelte Samen, mit einer Größe von etwa 3 bis 4&amp;amp;nbsp;mm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SolSource&amp;quot;&amp;gt;[http://www.nhm.ac.uk/research-curation/projects/solanaceaesource/taxonomy/description-detail.jsp?spnumber=1301 &amp;#039;&amp;#039;Solanum becateum&amp;#039;&amp;#039;] Beschreibung bei &amp;#039;&amp;#039;PBI Solanum: A worldwide treatment&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 5. August 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.flora.sa.gov.au/efsa/lucid/Solanaceae/Solanum%20species/key/Australian%20Solanum%20species/Media/Html/Solanum_betaceum_(syn._Cyphomandra_betacea).htm &amp;#039;&amp;#039;Solaneum betaceum&amp;#039;&amp;#039;] bei Electronic Flora of South Australia, abgerufen am 9. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Samen liegen in einer wässrigen [[Schleimstoffe|Mucilage]], das sukkulente Fruchtfleisch, die Pulpe, ist relativ dünn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tamarillobäume haben eine Lebenserwartung von bis etwa 12 Jahren,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jaime Prohens, Fernando Nuez |Titel=The Tamarillo (Cyphomandra betacea): A Review of a Promising Small Fruit Crop |Sammelwerk=Small Fruits Review |Band=1 |Nummer=2 |Datum=2001|DOI=10.1300/J301v01n02_06 |Seiten=43–68}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die erste Blüte entsteht in der ersten Verzweigung des Sprosses in etwa 1 bis 1,5&amp;amp;nbsp;m Höhe in einem Alter von acht bis zehn Monaten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heiser99&amp;quot;&amp;gt;C. Heiser, G. Anderson: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.hort.purdue.edu/newcrop/proceedings1999/v4-379.html „New“ solanums].&amp;#039;&amp;#039; In: J. Janick: &amp;#039;&amp;#039;Perspectives on new crops and new uses.&amp;#039;&amp;#039; ASHS Press, Alexandria, VA (USA). 1999. S.&amp;amp;nbsp;379–384.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen und Habitat ==&lt;br /&gt;
Lange Zeit waren keine wildwachsenden Populationen der Tamarillo bekannt, seit Ende der 1960er Jahre berichteten einzelne Botaniker jedoch von Populationen, die wild im Süden [[Bolivien]]s und den gegenüberliegenden Regionen des nordwestlichen [[Argentinien]]s vorkommen sollen. Einige botanische Expeditionen, die zwischen 1998 und 2000 stattfanden, konnten belegen, dass es sich aller Wahrscheinlichkeit nach bei diesen Populationen um wildwachsende Exemplare der Art handelt und nicht um verwilderte, ursprünglich kultivierte Pflanzen. [[Morphologie (Biologie)|Morphologisch]] bestehen keine Unterschiede zwischen den wilden und kultivierten Exemplaren der Art, was auf eine noch nicht lange zurückliegende Kultivierung hinweist, wahrscheinlich um den Zeitpunkt des Eintreffens [[Christoph Kolumbus]]’ in Amerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SolSource&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tamarillo wachsen am besten in Gebieten mit Temperaturen zwischen 18 und 22&amp;amp;nbsp;°C, die eine jährliche Niederschlagsmenge von 600 bis 800&amp;amp;nbsp;mm aufweisen. Dies entspricht in etwa den klimatischen Bedingungen, wie sie in den [[Anden]] in einer Höhe zwischen 1800 und 2000&amp;amp;nbsp;m vorkommen. Bei kurzen Frösten sterben jüngere Zweige und Blätter der Pflanze ab, hält der Frost jedoch nicht über längere Zeit an, überleben die stärkeren Äste und der Hauptstamm der Pflanze. Zu hohe Temperaturen und längere Trockenperioden beeinträchtigen den Blüten- und Fruchtansatz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;neglected&amp;quot;&amp;gt;J. E. Hernández Bermejo, J. León: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://www.fao.org/docrep/t0646e/T0646E0i.htm#Tree%20tomato%20(Cyphomandra%20betacea) |text=Neglected crops: 1492 from a different perspective |wayback=20140307114503 |archiv-bot=2023-01-19 06:55:51 InternetArchiveBot}}.&amp;#039;&amp;#039; Food and Agriculture Organization of the United Nations, Rom, 1994. ISBN 92-5-103217-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
[[Molekularbiologie|Molekularbiologischen]] Untersuchungen zufolge wird die Art innerhalb der Gattung Nachtschatten (&amp;#039;&amp;#039;Solanum&amp;#039;&amp;#039;) in die sogenannte „Cyphomandra-[[Kladistik|Klade]]“ eingeordnet. Sie enthält neben den Arten der ehemaligen Gattung &amp;#039;&amp;#039;Cyphomandra&amp;#039;&amp;#039; die &amp;#039;&amp;#039;Solanum&amp;#039;&amp;#039;-Sektionen &amp;#039;&amp;#039;[[Solanum sect. Pachyphylla|Pachyphylla]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Cyphomandropsis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Glaucophyllum&amp;#039;&amp;#039;. Merkmale, die alle Arten innerhalb der Cyphomandra-Klade gemein haben, sind der verholzende, strauchige oder baumartige Habitus und oftmals vergrößerte, beziehungsweise deutlich ausgeprägte Antheren-Konnektive oder Antherenunterseiten. Bisher wurde ebenfalls bei allen untersuchten Arten auffällig große [[Chromosom]]en festgestellt. Die Beziehungen zu anderen Kladen innerhalb der Gattung ist bisher noch ungeklärt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bohs05&amp;quot;&amp;gt;Lynn Bohs: &amp;#039;&amp;#039;Major Clades in Solanum based on ndhF Sequence Data.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Solanaceae: [[William D’Arcy|William G. D’Arcy]] Memorial&amp;#039;&amp;#039; V. Hollowell et al.: Monographs in Systematic Botany from the Missouri Botanical Garden, 2005, S.&amp;amp;nbsp;27–49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultivierung und Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tamarillos(janek2005).jpg|mini|Tamarillo-Früchte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Solanum betaceum fruits.JPG|mini|Tamarillo-Früchte am Baum]]&lt;br /&gt;
Obwohl die Ursprünge der Art im Süden Boliviens und Nordwesten Argentiniens liegen, liegt das Hauptverbreitungsgebiet heute im Nordwesten Südamerikas (z.&amp;amp;nbsp;B. Kolumbien). Eingeführt wurde die Pflanze in Mittelamerika, Mexiko und der Karibik. Kommerzielles Hauptanbaugebiet ist jedoch [[Neuseeland]], wo auch Züchtungen und Kreuzungen mit nahe verwandten Arten wie &amp;#039;&amp;#039;[[Solanum maternum]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Solanum roseum]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Solanum unilobum]]&amp;#039;&amp;#039; vorgenommen werden. 1993 wurden in Neuseeland etwa 200 [[Hektar]] Land zur Kultivierung von Tamarillos genutzt, von denen etwa 2000 Tonnen Früchte geerntet werden konnten. 87 % der neuseeländischen Exporte gingen in die [[USA]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Muggleston94&amp;quot;&amp;gt;Sue Muggleston: &amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv|text=Feijoa and Tamarillo Cultivars |url=http://www.hortnet.co.nz/publications/science/feijtam.htm |wayback=20070704095032 }}&amp;#039;&amp;#039;. The Horticulture and Food Research Institute of New Zealand Limited, 1994.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin wird die Tamarillo in [[Spanien]], [[Portugal]], [[Frankreich]], [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]], den [[Niederlande]]n, [[Italien]], auf den [[Kanarische Inseln|Kanaren]], in [[Ghana]], [[Äthiopien]], [[Demokratische Republik Kongo|DR Kongo]], [[Uganda]], [[Tansania]], [[Simbabwe]], [[Südafrika]], [[Indien]], [[Sri Lanka]], [[Bhutan]], [[Sumatra]], [[Java (Insel)|Java]], [[Neuguinea]], [[Neukaledonien]], [[Australien]] und in den USA angebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SolSource&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte werden vor allem in Lateinamerika im rohen und gekochten Zustand gegessen, wobei jedoch die äußere Haut einen unangenehmen Geschmack aufweisen und etwas fest sein kann. Die äußere Schicht des saftigen Fruchtfleisches kann etwas fad und geschmacklos sein, aber das innere Fruchtfleisch, das die ebenfalls essbaren Samen umhüllt, ist weich, saftig und süßherb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;crfg&amp;quot;&amp;gt;California Rare Fruit Growers, Inc.: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://www.crfg.org/pubs/ff/tamarillo.html |wayback=20200507184630 |text=Tamarillo Fruit Facts |archiv-bot=2023-01-19 06:55:51 InternetArchiveBot }}.&amp;#039;&amp;#039; 1996. Abgerufen am 5. August 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Verwendung als Obst, bei der die Tamarillo halbiert und gezuckert mit einem Löffel gegessen werden kann, sind weitere Verwendungsmöglichkeiten verbreitet: Als Füllung oder Beilage zu Fleisch, als Saft, in Brotaufstrichen und verschiedenen Süßspeisen, als Marmelade oder in [[Chutney]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Morton87&amp;quot;&amp;gt;[[Julia F. Morton]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.hort.purdue.edu/newcrop/morton/tree_tomato.html Tree Tomato].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Fruits of warm climates.&amp;#039;&amp;#039; 1987, S.&amp;amp;nbsp;437–440.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Fruchtsaft wird auf [[Madeira]] (Portugal) inzwischen auch zur Herstellung vom traditionellen [[Poncha]] verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Foodspotting&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv| url=http://www.foodspotting.com/places/306269-venda-velha-funchal/items/450031-poncha-de-tomate-ingl-s| wayback= 20160304122432| text=&amp;#039;&amp;#039;Poncha de Tomate Inglês&amp;#039;&amp;#039; auf foodspotting.com}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Früchte bestehen zu 82,7 bis 87,8 % aus Wasser, etwa 1,5 % Eiweiß, 10,3 % Kohlenhydraten und 0,06 bis 1,28 % Fett.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Morton87&amp;quot; /&amp;gt; Sie enthalten zudem die Vitamine [[Retinol|A]], [[Pyridoxin|B&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;]], [[Ascorbinsäure|C]] und [[Tocopherol|E]] sowie [[Eisen]], [[Magnesium]] und [[Calcium]] als Spurenelemente sowie Ballaststoffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;neglected&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blätter der Pflanze werden in der [[ecuador]]ianischen Volksmedizin als Mittel gegen Halsschmerzen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SolSource&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Die Früchte werden meistens {{lang|es|&amp;#039;&amp;#039;tomate de árbol&amp;#039;&amp;#039;}} ([[Spanische Sprache|spanisch]]), {{lang|pt|&amp;#039;&amp;#039;tomate de árvore&amp;#039;&amp;#039;}} ([[Portugiesische Sprache|portugiesisch]]) oder {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;tree tomato&amp;#039;&amp;#039;}} ([[Englische Sprache|englisch]]) genannt, was dem deutschen Begriff „Baumtomate“ entspricht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SolSource&amp;quot; /&amp;gt; Der Begriff „Tamarillo“ wurde mit der Kultivierung in Neuseeland eingeführt, hat selbst jedoch keine weitere Bedeutung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heiser99&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Art-[[Epitheton]] &amp;#039;&amp;#039;betaceum&amp;#039;&amp;#039; leitet sich vom [[Lateinische Sprache|lateinischen]] {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;betaceus&amp;#039;&amp;#039;}} ab, was im [[Spätlatein]] der Name der [[Rote Bete|Roten Bete]] (&amp;#039;&amp;#039;Beta vulgaris&amp;#039;&amp;#039;) war und sich hier auf die Farbe der Früchte bezieht. Der ehemalige Gattungsname &amp;#039;&amp;#039;Cyphomandra&amp;#039;&amp;#039; leitet sich vom [[Griechische Sprache|griechischen]] &amp;#039;&amp;#039;kyphoma&amp;#039;&amp;#039; (Buckel, Höcker) und &amp;#039;&amp;#039;aner&amp;#039;&amp;#039; (Genitiv &amp;#039;&amp;#039;andros&amp;#039;&amp;#039;) ab und weist auf das verdickte Konnektiv der männlichen Blütenorgane ([[Antheren]]) hin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Genaust&amp;quot;&amp;gt;Helmut Genaust: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen.&amp;#039;&amp;#039; 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Birkhäuser, Basel/Boston/Berlin 1996, ISBN 3-7643-2390-6 (Nachdruck ISBN 3-937872-16-7).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Art wurde 1799 erstmals durch [[Antonio José Cavanilles]] als &amp;#039;&amp;#039;Solanum betaceum&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Anales de Historia Natural&amp;#039;&amp;#039; Band 1 Seite 44–45 erstbeschrieben. 1845 transferierte [[Otto Sendtner]] die Art in eine eigene Gattung namens &amp;#039;&amp;#039;Cyphomandra&amp;#039;&amp;#039;, in die zuletzt etwa 40 Arten eingeordnet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hunziker&amp;quot;&amp;gt;[[Armando Hunziker|Armando T. Hunziker]]: &amp;#039;&amp;#039;The Genera of Solanaceae.&amp;#039;&amp;#039; Gantner, Ruggell, Liechtenstein 2001. ISBN 3-904144-77-4, S.&amp;amp;nbsp;320.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1995 wurde die Gattung durch [[Lynn Bohs]] wieder mit den Nachtschatten (&amp;#039;&amp;#039;Solanum&amp;#039;&amp;#039;) vereint&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bohs95&amp;quot;&amp;gt;[[Lynn Bohs]]: &amp;#039;&amp;#039;Transfer of Cyphomandra (Solanaceae) and Its Species to Solanum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Taxon.&amp;#039;&amp;#039; Volume 44, Nummer 4, 1995, S.&amp;amp;nbsp;583–587, {{DOI|10.2307/1223500}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;, was zunächst vor allem durch morphologisch arbeitende Botaniker nicht anerkannt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hunziker&amp;quot; /&amp;gt; Inzwischen wurde die Wiedereingliederung durch verschiedene [[Molekularbiologie|molekularbiologische]] Arbeiten bestätigt und wird allgemein anerkannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SolSource&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*  [[Marilena Idžojtić]]: &amp;#039;&amp;#039;Dendrology.&amp;#039;&amp;#039; Academic Press, 2019, ISBN 978-0-444-64175-5, S. 220.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Solanum betaceum|Tamarillo (&amp;#039;&amp;#039;Solanum betaceum&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* [https://tropical.theferns.info/viewtropical.php?id=Solanum+betaceum &amp;#039;&amp;#039;Solanum betaceum&amp;#039;&amp;#039;] bei Useful Tropical Plants.&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
| Year           = 1998&lt;br /&gt;
| ID             = 34636&lt;br /&gt;
| ScientificName = Solanum betaceum&lt;br /&gt;
| YearAssessed   = 1998&lt;br /&gt;
| Assessor       = World Conservation Monitoring Centre&lt;br /&gt;
| Download       = 2013-09-19&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|22. August 2007|35828429}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nachtschatten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tomate als Thema]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exotische Frucht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
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