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	<title>Tamanduas - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tamanduas&amp;diff=259919&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DagdaMor: angep</title>
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		<updated>2024-07-01T15:27:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;angep&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Tamanduas&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Tamandua&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[John Edward Gray|Gray]], 1825&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Myrmecophagidae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Ameisenbären&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Vermilingua&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Zahnarme&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Pilosa&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Nebengelenktiere&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Xenarthra&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Überordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Höhere Säugetiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Eutheria&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Bild             = DirkvdM tamandua.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Nördlicher Tamandua (&amp;#039;&amp;#039;Tamandua mexicana&amp;#039;&amp;#039;) im [[Nationalpark Corcovado]] in Costa Rica&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tamanduas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Tamandua&amp;#039;&amp;#039;) sind eine Gattung mit zwei Arten aus der Unterordnung der [[Ameisenbären]] (Vermilingua), die in [[Mittelamerika|Mittel-]] und [[Südamerika]] heimisch ist. Manchmal werden sie auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kleine Ameisenbären&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  bezeichnet. Mit ihrer teils bodenlebenden und teils baumbewohnenden Lebensweise vermitteln sie zwischen dem bodenbewohnenden [[Großer Ameisenbär|Großen Ameisenbären]] und den sich nur in Bäumen aufhaltenden [[Zwergameisenbären]]. Wie diese leben die Tamanduas einzelgängerisch und ernähren sich von staatenbildenden [[Insekten]]. Die beiden Tamanduaarten sind in ihrem Bestand nicht gefährdet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
=== Habitus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Southern Tamandua.jpg|mini|links|hochkant|Südlicher Tamandua (&amp;#039;&amp;#039;Tamandua tetradactyla&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
Tamanduas sind mittelgroße Ameisenbären und mit einer [[Kopf-Rumpf-Länge]] von 47 bis 88 cm und einem 40 bis 67 cm langen Schwanz deutlich kleiner als ihr Verwandter, der [[Großer Ameisenbär|Große Ameisenbär]] (&amp;#039;&amp;#039;Myrmecophaga tridactyla&amp;#039;&amp;#039;). Sie erreichen ein Gewicht von 2 bis 7 kg. Die Grundfarbe des Fellkleides ist beige bis hellbraun. Darauf zeichnet sich eine schwarze Westenzeichnung ab, die an der Schulter beginnt und hinter den Vorderbeinen den Rumpf umschließt; diese Zeichnung ist beim [[Nördlicher Tamandua|Nördlichen Tamandua]] ausgeprägter und hebt sich deutlich von der Grundfarbe ab, beim [[Südlicher Tamandua|Südlichen Tamandua]] ist sie undeutlicher und kann auch fehlen. Ein [[Geschlechtsdimorphismus]] ist kaum ausgebildet und zeichnet sich bei einzelnen [[Population (Biologie)|Populationen]] nur anhand einzelner Schädelmerkmale ab. Wie alle Ameisenbären sind sie durch die lange, enge Schnauze gekennzeichnet, deren Mundöffnung nur bleistiftdick ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Novak 1999&amp;quot; /&amp;gt; Sie sind zahnlos, haben aber eine rund 40 cm lange und dünne Zunge, die mit klebrigem Sekret bedeckt ist und mit der sie ihre Nahrung aufnehmen. Tamanduas tragen an den Vorderfüßen vier Zehen, die mit langen, scharfen Krallen ausgestattet sind, von denen die dritte Kralle stark vergrößert ist; die fünfte Zehe ist nur rudimentär entwickelt. Beim Laufen können die Tiere über die Vorderpfoten nicht abrollen, sondern belasten hier nur die vorderen Spitzen und die Außenseiten, um die langen Krallen zu schonen. Die Hinterfüße haben fünf Zehen mit deutlich kleineren Krallen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Navarette et al. 2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hayssen 2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith 2007&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bertassoni 2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schädel- und Skelettmerkmale ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Tamandua.jpg|mini|Schädel des Südlichen Tamandua]]&lt;br /&gt;
Typisch ist der langgestreckte Schädel mit verlängertem [[Schnauze|Rostrum]], wobei das [[Nasenbein]] – im Gegensatz zum Großen Ameisenbären – nicht die Länge des [[Stirnbein]]s erreicht. Ein weiteres Merkmal sind die nur reduziert ausgebildeten [[Jochbein]]bögen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Navarette et al. 2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hayssen 2011&amp;quot; /&amp;gt; Wie bei einigen anderen [[Nebengelenktiere]]n, etwa den [[Gürteltiere]]n, tritt im vorderen Bereich der Nasenhöhle eine als [[Septomaxilla]] (Os nariale) bezeichnete Knochenbildung auf, die sonst nur bei [[Stammesgeschichte|stammesgeschichtlich]] älteren Säugetieren und [[Reptilien]] vorkommt. Im Gegensatz zu den Gürteltieren ist diese Septomaxilla aber etwas anders und einfacher gebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeller et al. 1993&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Wirbelsäule treten vor allem bei den hinteren Brust- und an den Lendenwirbeln [[Xenarthrisches Gelenk|xenarthrische Gelenke]] auf, Nebengelenke an den seitlichen Dornfortsätzen, die den [[Nebengelenktiere]]n (Xenarthra) ihren Namen gaben. Im vorderen Bewegungsapparat sind mehrere Modifikationen vorhanden, die eine deutlich erhöhte Beweglichkeit zulassen, was vor allem bei der Nahrungssuche und im Abwehrverhalten eingesetzt wird. Hierzu gehören vor allem die Verbreiterung des [[Schulterblatt]]es und des unteren Gelenkendes des [[Oberarmknochen]]s, die weiterhin zusätzliche Ansatzpunkte für eine kräftige Muskulatur bieten und auch die Bewegungsmomente der Vorderbeine erhöhen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Taylor 1978&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tamandua range species.jpg|mini|hochkant|Die Verbreitungsgebiete der zwei Tamanduaarten]]&lt;br /&gt;
Tamanduas kommen in [[Mittelamerika|Mittel-]] und [[Südamerika]] vor. Das Verbreitungsgebiet reicht vom südlichen [[Mexiko]] bis in das nördliche [[Argentinien]] und [[Uruguay]]. Obwohl sie bis in Höhen von 2000 m nachgewiesen werden, sind sie dort seltene Ausnahmen und bevorzugen das Flachland. Eine Vielzahl von Lebensräumen wird von diesen Ameisenbären besiedelt. Neben Regen-, Trocken- und Mangrovenwäldern sind dies auch Baumsavannen und Kulturland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Navarette et al. 2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hayssen 2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith 2007&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bertassoni 2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
=== Territorialverhalten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ameisenbaer Tamandua Panama.gif|mini|links|Nördlicher Tamandua  auf der Finca Bocas del Toro im nördlichen Panama]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tamandúa.JPG|mini|Nördlicher Tamandua]]&lt;br /&gt;
Tamanduas sind sowohl tag- als auch nachtaktiv, ruhen aber in der Mittagszeit. Ihre Aktivitätszeit beträgt etwa acht Stunden pro Tag, wobei sie sich ebenso auf dem Boden wie in den Bäumen fortbewegen. Am Boden sind sie aber eher langsam und unbeholfen, vor allem im Vergleich zum mobileren Großen Ameisenbären. Auch können Tamanduas schwimmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Esser et al. 2010&amp;quot; /&amp;gt; Als territoriale Einzelgänger markieren sie ihre [[Revier (Tier)|Reviere]] mit einem Analdrüsensekret, das auf mehrere Meter einen strengen Geruch verströmt. Der [[Aktionsraum]] eines Tamanduas kann je nach Region zwischen 25 und 375 Hektar schwanken. Ruhezeiten verbringen die Tiere in Baumhöhlen oder verlassenen Tierbauen, zum Beispiel von [[Gürteltiere]]n, die sie gelegentlich auch weiter ausbauen. Viele größere Raubtiere erbeuten gelegentlich Tamanduas, darunter [[Jaguar]]e und [[Harpyie (Vogel)|Harpyien]]. Wird ein Tamandua bedroht, stellt er sich mit dem Rücken zu einem Baum auf die Hinterbeine und versucht, den Angreifer mit Schlägen seiner scharfen Krallen abzuwehren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Navarette et al. 2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hayssen 2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith 2007&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bertassoni 2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
Die Nahrung der Tamanduas besteht fast ausschließlich aus [[Termiten]] und [[Ameisen]] sowie anderen staatenbildenden [[Insekten]]. Der prozentuale Anteil der einzelnen Nahrungskomponenten kann aber regional und individuell sehr unterschiedlich sein. Die Nester werden mit dem Geruchssinn erspürt, mit den scharfen Krallen der Vorderfüße aufgegraben und mit der Zunge geplündert. Dabei sind sowohl in Bäumen als auch am Boden befindliche Nester als Nahrungsressourcen bekannt. Die Fressdauer an den einzelnen Nestern ist aufgrund der chemischen Abwehr der Insekten meist relativ kurz, weswegen über den Tag verteilt mehrere Kolonien aufgesucht werden müssen (beim Nördlichen Tamandua 50 bis 80). Dadurch entnehmen die Tiere nur jeweils eine relativ kleine Menge Insekten, so dass den Kolonien kein bleibender Schaden zugefügt wird. Neben Insekten verzehren Tamanduas gelegentlich als Beikost auch Früchte oder Gräser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Navarette et al. 2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hayssen 2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith 2007&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bertassoni 2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortpflanzung ===&lt;br /&gt;
Männliche Tamanduas finden Weibchen über den Geruch. Ein fortpflanzungsbereites Männchen folgt einem Weibchen eine Weile. Dabei bleiben beide Partner immer wieder stehen und beschnuppern einander. Schließlich besteigt das Männchen das Weibchen, umklammert seinen Rumpf mit den Vorderbeinen und leitet die Kopulation ein. Hiernach geht das Männchen wieder seiner Wege.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Matlaga 2006&amp;quot; /&amp;gt; Über die Tragzeit gibt es widersprüchliche Angaben, die einerseits 130 bis 150 Tage, andererseits 160 bis 190 Tage nahelegen. Es kommt je Wurf nur ein Junges zur Welt. Dieses wird während der Ausflüge der Mutter meistens in einer Baumhöhle zurückgelassen, manchmal aber auch auf dem Rücken umher transportiert. In Gefangenschaft wurden Tamanduas 9½  Jahre alt, das Höchstalter freilebender Tiere ist unbekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Navarette et al. 2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hayssen 2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith 2007&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bertassoni 2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
{{userboxtop|toptext=&amp;lt;small&amp;gt;Innere Systematik der rezenten Ameisenbären nach Delsuc et al. 2012&amp;lt;ref name=&amp;quot;Delsuc et al. 2012&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Klade|style=white-space:nowrap;font-size:75%;line-height:100%&lt;br /&gt;
|label1=&amp;amp;nbsp;[[Vermilingua]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
     |label1=&amp;amp;nbsp;Cyclopedidae&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
     |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Cyclopes]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
     |label2=&amp;amp;nbsp;[[Myrmecophagidae]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
     |2={{Klade&lt;br /&gt;
           |label1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tamandua&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
           |1={{Klade&lt;br /&gt;
                 |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Tamandua mexicana]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                 |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Tamandua tetradactyla]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                 }}&lt;br /&gt;
           |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Myrmecophaga]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
           }}&lt;br /&gt;
      }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{userboxbottom}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gray John Edward 1800-1875.png|mini|hochkant|John Edward Gray (1800–1875)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Tamandua&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gattung (Biologie)|Gattung]] innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Myrmecophagidae]]. Der nächste Verwandte der Tamanduas ist der [[Großer Ameisenbär|Große Ameisenbär]] (&amp;#039;&amp;#039;Myrmecophaga tridactyla&amp;#039;&amp;#039;), der ihr [[Schwestertaxon]] bildet. Etwas entfernter verwandt sind die [[Zwergameisenbären]] (&amp;#039;&amp;#039;Cyclopes&amp;#039;&amp;#039;), die die Familie Cyclopedidae bilden. Beide Familien zusammen formen die [[Ordnung (Biologie)|Unterordnung]] der [[Ameisenbären]] (Vermilingua). Die Trennung der beiden Gattungen &amp;#039;&amp;#039;Tamandua&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Myrmecophaga&amp;#039;&amp;#039; erfolgte nach [[Molekulargenetik|molekulargenetischen]] Untersuchungen im Oberen [[Miozän]] vor etwa 13 Millionen Jahren. &amp;#039;&amp;#039;Cyclopes&amp;#039;&amp;#039; dagegen hatte sich schon im Mittleren [[Eozän]] vor rund 38 Millionen Jahren von dieser Linie abgespalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Delsuc et al. 2004&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Delsuc et al. 2012&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gibb et al. 2015&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute werden zwei Tamanduaarten unterschieden:&lt;br /&gt;
* [[Nördlicher Tamandua]] (&amp;#039;&amp;#039;Tamandua mexicana&amp;#039;&amp;#039; {{Person|[[Henri de Saussure|Saussure]]}}, 1860); [[Mittelamerika]], nordwestliches [[Südamerika]]&lt;br /&gt;
* [[Südlicher Tamandua]] (&amp;#039;&amp;#039;Tamandua tetradactyla&amp;#039;&amp;#039; {{Person|[[Carl von Linné|Linnaeus]]}}, 1758); nördliches und zentrales Südamerika&lt;br /&gt;
Die Unterscheidung der beiden Arten erfolgt zumeist aufgrund äußerer, aber stärker variierender Merkmale. Genetischen Studien aus dem Jahr 2015 zufolge ist die Aufteilung nicht eindeutig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gibb et al. 2015&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gattungsname &amp;#039;&amp;#039;Tamandua&amp;#039;&amp;#039; als Mitglied der Ameisenbären wurde erstmals 1825 von [[John Edward Gray]] verwendet, ohne dass er eine spezielle Art erwähnte; in dieser Publikation betrachtete Gray die Ameisenbären überdies als eine Unterfamilie der [[Gürteltiere]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gray 1825&amp;quot; /&amp;gt; Schon im Jahr 1821 hatte Gray den Begriff „Tamandua“ als [[Taxon|Artepithet]] für &amp;#039;&amp;#039;Myrmecophaga tamandua&amp;#039;&amp;#039; benutzt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gray 1821&amp;quot; /&amp;gt; Die Tamanduas wurden bis in die jüngste Vergangenheit für eine einzige Art gehalten. [[Carl von Linné]] hatte im Jahr 1758 den Südlichen Tamandua als &amp;#039;&amp;#039;Myrmecophaga tetradactyla&amp;#039;&amp;#039; (etwa „vierzehiger Ameisenfresser“) beschrieben. Diesem setzte er weiterhin &amp;#039;&amp;#039;Myrmecophaga tridactyla&amp;#039;&amp;#039;, den Großen Ameisenbären mit drei, und &amp;#039;&amp;#039;Myremcophaga didactyla&amp;#039;&amp;#039;, den Zwergameisenbären mit zwei krallenbewehrten Zehen an jeder Vorderpfote zur Seite. Den heute korrekten, wissenschaftlichen Namen &amp;#039;&amp;#039;Tamandua tetradactyla&amp;#039;&amp;#039; für den vierzehigen (Südlichen) Tamandua führte ebenfalls John Edward Gray im Jahr 1843 ein. Eine Teilung der Tamanduas in zwei Arten erfolgte erst 1975. Für diese Aufspaltung ausschlaggebend waren vor allem anatomische Details im Schädelbau und einzelne äußerliche Merkmale.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wetzel 1975&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Name „Tamandua“ ist aus der [[Tupi-Sprache]] Brasiliens entlehnt und setzt sich aus den Wörtern &amp;#039;&amp;#039;tacy&amp;#039;&amp;#039; („Ameise“) und &amp;#039;&amp;#039;monduar&amp;#039;&amp;#039; („fangen“) zusammen. Nach Europa vermittelt wurde das Wort über das [[Portugiesische Sprache|Portugiesische]] (&amp;#039;&amp;#039;tamanduá&amp;#039;&amp;#039;). Später kreierte Gattungsnamen für den Tamandua wie &amp;#039;&amp;#039;Uroleptes&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Dryoryx&amp;#039;&amp;#039; sind ungültig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hayssen 2011&amp;quot; /&amp;gt; In Brasilien wird der Begriff „Tamandua“ sowohl im Portugiesischen als auch in einigen indigenen Sprachen (hier fast ausschließlich) für den Großen Ameisenbären verwendet, häufige Namen sind dabei &amp;#039;&amp;#039;Tamanduá-bandeira&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tamanduá-guasú&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina et al. 2006&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammesgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Tamandua&amp;#039;&amp;#039; lässt sich [[fossil]] trotz der molekulargenetisch ermittelten, lang zurückliegenden Trennung der Tamanduas vom Großen Ameisenbären erstmals im [[Pleistozän]] Südamerikas nachweisen, auch aus dem [[Holozän]] ist sie recht gut belegt. Als Vorgängerform der beiden genannten Ameisenbärengattungen gilt &amp;#039;&amp;#039;[[Protamandua]]&amp;#039;&amp;#039;, die im [[Santacruzium]] vor rund 16 Millionen Jahren auftritt. In ihrer Größe stellt sie aber eine Mittlerform zwischen &amp;#039;&amp;#039;Tamandua&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Cyclopes&amp;#039;&amp;#039; dar, ihr Habitus ist dabei aber stärker generalisiert. Jünger datiert  &amp;#039;&amp;#039;[[Neotamandua]]&amp;#039;&amp;#039;, die sowohl aus dem Oberen Miozän der [[La-Venta-Formation]] in [[Kolumbien]] als auch aus dem [[Pliozän]] der [[Araucano-Formation]] in [[Argentinien]] nachgewiesen ist. Morphologischen Untersuchungen zufolge ist diese wahrscheinlich näher mit &amp;#039;&amp;#039;Myrmecophaga&amp;#039;&amp;#039; verwandt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hirschfeld 1976&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gaudin et al. 1998&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Menschen und Tamanduas ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tamandua tetradactyla - Jardim Zoológico de Brasília - DSC09859.JPG|mini|Südlicher Tamandua im Zoo von [[Brasília]]]]&lt;br /&gt;
Tamanduas sind in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets relativ häufig. Die [[IUCN]] stuft beide Arten als nicht gefährdet ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Superina et al. 2010&amp;quot; /&amp;gt; Das Fell gilt als wertlos, das Fleisch wird lediglich von wenigen indianischen Völkern gegessen. Auch die Zerstörung des Regenwaldes bereitet den Tamanduas möglicherweise weniger Probleme, da sie auch in [[Sekundärwald|Sekundärwäldern]] und Kulturlandschaften zurechtkommen. Recht häufig sterben Tamanduas allerdings auf Straßen, wo sie von Autos überfahren werden. Während Tamanduas insgesamt also häufig sind, sind sie in einzelnen Ländern doch selten genug, dass sie unter strengen Schutz gestellt wurden. Dies ist in [[Mexiko]], [[Guatemala]], [[Peru]] und [[Argentinien]] der Fall.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Navarette et al. 2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hayssen 2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith 2007&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alessandra Bertassoni: &amp;#039;&amp;#039;Myrmecophagidae (Anteaters).&amp;#039;&amp;#039; In: Don E. Wilson, Russell A. Mittermeier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of the Mammals of the World.&amp;#039;&amp;#039; Volume 8: &amp;#039;&amp;#039;Insectivores, Sloths and Colugos.&amp;#039;&amp;#039; Lynx Edicions, Barcelona 2018, ISBN 978-84-16728-08-4, S. 74–90.&lt;br /&gt;
* [[Virginia Hayssen]]: &amp;#039;&amp;#039;Tamandua tetradactyla.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mammalian Species.&amp;#039;&amp;#039; 43 (875), 2011, S. 64–74.&lt;br /&gt;
* Daya Navarrete, Jorge Ortega: &amp;#039;&amp;#039;Tamandua mexicana.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mammalian Species.&amp;#039;&amp;#039; 43 (874), 2011, S. 56–63.&lt;br /&gt;
* Ronald M. Nowak: &amp;#039;&amp;#039;Walker&amp;#039;s Mammals of the World.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD u. a. 1999, ISBN 0-8018-5789-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Novak 1999&amp;quot;&amp;gt;Ronald M. Nowak: &amp;#039;&amp;#039;Walker&amp;#039;s Mammals of the World&amp;#039;&amp;#039;. Johns Hopkins University Press, 1999, ISBN 0-8018-5789-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Tamandua|Tamanduas}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahnarme]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DagdaMor</name></author>
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