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	<title>Tallit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T05:41:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tallit&amp;diff=77912&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2025-07-12T19:09:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Prayer Shawl.JPG|mini|Tallit, beim Gebet über Kopf und Schultern gelegt. Die vier geknoteten Schaufäden ([[Zizit|Zizijot]]) an den Ecken symbolisieren jeweils die 613 traditionellen [[Mitzwa|Ge- und Verbote]]. Ihre exakte Anzahl wird auf Rabbi [[Simlai]] (Babylonischer [[Talmud]], Makkot 23b-24a) zurückgeführt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tallit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{heS|טַלִּית&amp;amp;lrm;}}, auch als &amp;#039;&amp;#039;Tallith&amp;#039;&amp;#039;, selten als &amp;#039;&amp;#039;Taled&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet; in der [[Aschkenasim|aschkenasischen]] Aussprache &amp;#039;&amp;#039;Talliss, Tallis&amp;#039;&amp;#039;; Plural: &amp;#039;&amp;#039;tallitot&amp;#039;&amp;#039;), auf Deutsch als „Gebetsmantel“ bezeichnet, ist ein jüdischer ritueller Gegenstand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alfred J. Kolatch |Titel=Jüdische Welt verstehen – sechshundert Fragen und Antworten |Auflage=3. |Verlag=Fourier Verlag |Ort=Wiesbaden |Datum=1997 |ISBN=3-925037-68-3 |Seiten=115–120 |Übersetzer=Abraham Kokos, Barbara Höhfeld}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gestaltung der [[Flagge Israels|Flagge des Staates Israel]] basiert auf dem Tallit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussehen ==&lt;br /&gt;
Ein Tallit ist ein meist viereckiges Tuch aus Wolle, Baumwolle, Leinen oder Seide. Tierische (Wolle, Seide) und pflanzliche Textilien (Baumwolle, Leinen) dürfen dabei nicht am selben Tallit verwendet werden, da diese Vermischung ([[schatnes]]) verboten ist. Beide Textilarten dürfen jedoch mit Kunstfasern kombiniert werden. Die Farbe ist meistens weiß oder cremefarben. Oft ist der Tallit mit schwarzen oder blauen Streifen verziert, die häufig aus organischer Textilfarbe bestehen. Der [[Talmud]] besagt im [[Liste der Mischnatraktate|Mischnatraktat]] [[Menachot (Mischnatraktat)|Menachot]] 43b, dass Blau ([[Tekhelet|techelet]]) auf die Farbe des [[Mittelmeer]]es verweise und ein &amp;#039;&amp;#039;Widerschein vom Thron Gottes&amp;#039;&amp;#039; sei, der mit [[Saphir|Saphiren]] geschmückt sein soll. Weil sich das Wissen über die korrekte Herstellung der blauen Farbe in den Wirren der Geschichte verloren hat, ist heute die Anbringung schwarzer Streifen üblich. Zudem ist den Tallitot eine &amp;#039;&amp;#039;Atara&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: [[Diadem]]) aufgenäht. Dies ist ein Band, das die richtige Seite für das Anlegen anzeigt und häufig mit Stickereien verziert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlich für den Tallit sind die Zizijot (Plural von [[Zizit]]). Dies sind vier lange weiße Fäden, die 39-fach geknotet sind und als &amp;#039;&amp;#039;Schaufäden&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden. Die Zahl 39 ist die Summe aus dem Zahlenwert der [[Hebräisches Alphabet|hebräischen Buchstaben]] der Worte &amp;#039;&amp;#039;Adonai Echad&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;der Herr ist einzig&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Simon de Vries|Simon Philip de Vries]] |Titel=Jüdische Riten und Symbole |Auflage=11. |Verlag=Rowohlt Verlag |Ort=Reinbek bei Hamburg |Datum=2010 |ISBN=978-3-499-18758-2 |Seiten=60–63 |Übersetzer=Miriam Sterenzy}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Entscheidend ist die Sichtbarkeit der Fäden, deshalb soll der Tallit nur bei Tageslicht angelegt werden. An jeder der vier Ecken des Tallit befindet sich ein solcher Strang aus vier geknoteten Fäden.&amp;lt;ref&amp;gt;Art. {{Pierer-1857 |Lemma=Tallith |Eintragsnummer=1 |Band=17 |Seite=219|zenoID=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies ist eine Erfüllung des Gebotes aus {{B|Num|15|37-41}} und {{B|Dtn|22|12}}. Dort heißt es, man solle [[Quaste|Quasten]] an den vier Ecken des Gewandes anbringen und sich jedes Mal, wenn man diese sieht, an die Gebote Gottes erinnern, so dass man sie auch erfülle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die notwendige Seitenlänge des Tallit gibt es unterschiedliche Ansichten. Da die [[Halacha]] das Tragen der Zizit verlangt, jedoch keine Vorschriften über den Tallit macht, gibt es Tallitot in der Form von Schals oder von den ganzen Körper bedeckenden Umhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Szal modlitewny z domu Szymona Klugera w Oświęcimiu, MŻ 333-O 01.jpg|mini|Tallit aus dem Haus von Szymon Kluger in [[Oświęcim]]]]&lt;br /&gt;
Im [[Orthodoxes Judentum|Orthodoxen Judentum]] wird der Tallit zum ersten Mal von einem Dreizehnjährigen bei seiner [[Bar Mitzwa]] und danach beim [[Schacharit|Morgengebet]] getragen. Ausnahmen sind die [[Mincha]] des [[Tischa beAv|Tischa beAw]], der 9. Tag des jüdischen Monats &amp;#039;&amp;#039;Aw&amp;#039;&amp;#039;, sowie der Vorabend von [[Jom Kippur]], an dem der Tallit vor dem Aufsagen des [[Kol Nidre]] und noch vor dem Anbruch der Nacht angelegt wird. Dies gilt sowohl für Gebete in der [[Synagoge]] als auch für das private Gebet. Beim Anlegen des Tallit gibt es den Brauch, diesen zuerst über die linke Schulter zu legen und ihn dann kurz oder während des ganzen Gebets über den Kopf zu ziehen. Dabei wird der Tallit-Segen gesprochen. Im Gottesdienst wird die [[Tora]]rolle aus ihrem Aufbewahrungsort, dem [[Toraschrein]], entnommen und nach der Lesung durch die versammelte Gemeinde getragen. Dabei bringen die Umstehenden ihre Schaufäden mit der eingehüllten Torarolle in Berührung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Eliette Abécassis]], Olivier Martel |Titel=L&amp;#039;âme juive |Verlag=Éditions Gründ |Ort=Paris |Datum=2018 |ISBN=978-2-324-02230-2 |Seiten=26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und führen die Fäden danach zum Kuss an die Lippen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einigen [[Aschkenasim|aschkenasischen]] Traditionen tragen nur der Bräutigam und verheiratete Männer den Tallit. Dieser ist Teil der Gaben, welche die Braut ihrem Bräutigam übergibt. Häufig findet der Tallit auch als [[Chuppa|Hochzeitsbaldachin]] Verwendung, der von vier Männern hochgehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erfüllung des oben genannten Gebots, die Zizijot zu tragen, wird unter der Kleidung der [[Tallit Katan]] getragen, so dass nur die vier Zizijot sichtbar sind. In Synagogen liegen für die Gottesdienstbesucher normalerweise Tallitot, zusammen mit [[Siddur]]im und [[Kippa|Kippot]], am Eingang zum Gebetsraum bereit. Andere Gläubige bringen eigene Tallitot mit, wofür im Handel spezielle Täschchen erhältlich sind. In vielen Synagogen können diese in Kästchen hinterlegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gläubiger Jude wird in seinem Tallit bestattet. Die Atara und eine der Zizijot werden vorher entfernt als Zeichen dafür, dass ein Toter keine Gebote ([[Mitzwa|Mitzwot]]) mehr erfüllt. Der Tallit ist damit {{heS|פּסול&amp;amp;lrm;|passul|de=unbrauchbar}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Liberales Judentum|liberalen Judentum]] tragen auch Frauen, die es wünschen, einen Tallit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.juedisches-museum.ch/gebetschal-auf-reisen/ |titel=Gebetsschal auf Reisen: Interview mit Rabbinerin Bea Wyler |datum=2022-06-27 |sprache=de, en, fr |abruf=2022-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Inzwischen gibt es Tallitot in vielen Farben und Designs, oft zum Beispiel mit hebräischen [[Bracha|Segenssprüchen]]. Entscheidend für die [[Halacha|halachische]] Tauglichkeit eines Tallit ist nicht das Aussehen, sondern allein die Zizijot. In liberalen Gemeinden trägt auch ein Mädchen einen Tallit bei ihrer [[Bar Mitzwa|Bat Mitzwa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die [[Samaritaner|samaritanischen]] [[Hohepriester]] tragen einen Tallit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Dieter Philippi&lt;br /&gt;
   |Hrsg=St. Benno Verlag, Leipzig&lt;br /&gt;
   |Titel=Sammlung Philippi – Kopfbedeckungen in Glaube, Religion und Spiritualität&lt;br /&gt;
   |Datum=2009&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-7462-2800-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.chabad.org/multimedia/media.asp?AID=386067 Tallit-Anleitung]&lt;br /&gt;
* [http://www.de.chabad.org/library/article.asp?AID=468993 Die Kabbala des Tallit?]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halacha]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdischer Gottesdienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religiöse Kleidung (Judentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kopfbedeckung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralgegenstand (Judentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männerkleidung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebet (Judentum)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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