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	<title>Tallöl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T18:56:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tall%C3%B6l&amp;diff=476731&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thymallus styriacus: /* growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0 */</title>
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		<updated>2025-05-27T07:55:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tallöl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (vom &amp;#039;&amp;#039;schwed.:&amp;#039;&amp;#039; tall = Kiefer), auch bekannt als flüssiges [[Kolophonium]], ist ein öliges [[Stoffgemisch]], welches als wichtigstes [[Nebenprodukt]] bei der Herstellung von [[Zellstoff]] (genauer: [[Sulfatverfahren (Papierherstellung)|Sulfat-Zellstoff]], vor allem mit [[Kiefernholz]]) anfällt. Es handelt sich um eine schwarz-gelbe Flüssigkeit, die sich vor allem aus [[Fettsäure]]n (etwa 42 bis 55 %) und [[Harzsäure]]n (etwa 33 bis 47 %) sowie [[Sterine]]n und anderen Stoffen zusammensetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zoebelein&amp;quot;&amp;gt;Stichwort „Tall Oil“ In: Hans Zoebelein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dictionary of Renewable Ressources.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Wiley-VCH, Weinheim und New York 1996, ISBN 3-527-30114-3, S.&amp;amp;nbsp;299.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;chemicalland&amp;quot;&amp;gt;Eintrag [http://www.chemicalland21.com/specialtychem/finechem/TALL%20OIL.htm &amp;#039;&amp;#039;Tall Oil&amp;#039;&amp;#039;] bei chemicalland21.com, abgerufen am 9. Dezember 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zusammensetzung variiert aufgrund der Herkunft aus harzhaltigen Hölzern sehr stark. Trotz des pflanzlichen Ursprungs handelt es sich nicht um ein [[Pflanzenöl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
[[File:Forchem Rauma 2.jpg|thumb|Tallölraffinerie der Forchem in [[Rauma]], Finnland]]&lt;br /&gt;
Tallöl ist ein Nebenprodukt der Zellstoffindustrie, es enthält die bei der Zellstoffkochung freiwerdenden Extraktstoffe des Holzes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rohstoff===&lt;br /&gt;
Neben den Hauptbestandteilen, [[Cellulose]], [[Hemicellulose]] und [[Lignin]], enthält [[Holz]] etwa zwischen 1 und 3 Prozent [[Harz (Material)|Harze]]. Dabei werden verschiedene Harztypen unterschieden: Das in den sogenannten [[Parenchym]]zellen enthaltene Harz besteht aus [[Triglyceride]]n, Fettsäuren, Harzsäuren, [[Sterole]]n und Sterolestern und dient der Speicherung von Nährstoffen. Das in den radialen Harzgängen vorliegende Harz dagegen besteht vor allem aus Harzsäuren und [[Terpene]]n und dient dem Wundverschluss bei Verletzung der Baumrinde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das traditionelle Verfahren zur Gewinnung von Harz aus Bäumen durch Anritzen der Rinde (&amp;#039;&amp;#039;Harzen&amp;#039;&amp;#039;) gewinnt praktisch ausschließlich das Harz aus den Harzgängen. Im Gegensatz dazu wird bei der Zellstofferzeugung mittels des Sulfatprozesses das gesamte Harz gewonnen, also auch der Anteil aus den Parenchymzellen. Dementsprechend enthält das aus der Zellstofferzeugung stammende Harz neben den Harzsäuren auch Fettsäuren und Sterole.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verfahren===&lt;br /&gt;
Die Harze fallen bei der Zellstofferzeugung als [[Seife]]n, den sogenannten [[Tallseife]]n, in der [[Schwarzlauge]] an und werden als solche [[Abscheidung|abgeschieden]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zoebelein&amp;quot; /&amp;gt; Aus diesen Tallseifen wird im ersten Schritt durch Zugabe von [[Schwefelsäure]] das Rohtallöl als schwarze, zähe Flüssigkeit abgeschieden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zoebelein&amp;quot; /&amp;gt; Rohtallöl besteht je nach Herkunft aus 20 bis 65 Prozent Harzsäuren, 15 bis 55 Prozent Fettsäuren und 5 bis 30 Prozent unverseifbaren Anteilen. Die Gewinnung von Rohtallöl kann kontinuierlich oder diskontinuierlich erfolgen, die Ausbeute beträgt zwischen 30 und 40&amp;amp;nbsp;kg/t Zellstoff.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zoebelein&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterverarbeitung und Verwendung ==&lt;br /&gt;
Rohtallöl als solches hat nur beschränkte Anwendung, zum Beispiel als [[Tenside|Emulgatorzusatz]]. Industriell bedeutender sind die durch Fraktionierung aus dem Rohtallöl hergestellten Produkte, vor allem Fettsäuren und Harzsäuren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fraktionierung===&lt;br /&gt;
Für die Fraktionierung gibt es extraktive und destillative Verfahren, wobei sich aber nur die destillativen Verfahren durchgesetzt haben. Die Ansprüche an die Destillation sind hoch, zumal die Produkte einen hohen [[Siedepunkt]] aufweisen und gleichzeitig zur Zersetzung und Polymerisation neigen. Weiters stellt das Ausgangsmaterial durch die enthaltenen Säuren und Schwefelverbindungen und die damit verbundene Korrosivität hohe Anforderungen an die Werkstoffe für die Destillationsanlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Destillation und Raffination===&lt;br /&gt;
Das unbehandelte Tallöl kann zu Tallharz mit einem Kolophonium-Anteil von 10 bis 35 Prozent bei Temperaturen zwischen 200 und 285&amp;amp;nbsp;°C [[Destillation|destilliert]] werden, eine nachfolgende [[Raffination]] ergibt Fraktionen der Tallöl-Fettsäuren mit einem Kolophonium-Anteil von 1 bis 10 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chemicalland&amp;quot; /&amp;gt; Typische Tallöl-Fettsäure-Fraktionen enthalten etwa 1 bis 3 % gesättigte Fettsäuren und einen sehr hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren. Der Anteil der [[Linolsäure]] und (wenig) [[Linolensäure]] liegt bei 45 bis 65 %, [[Ölsäure]] ist zu 25 bis 45 % enthalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zoebelein&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Produkte: Fettsäuren===&lt;br /&gt;
Die Produkte aus der Tallöldestillation finden in der weiterverarbeitenden Industrie vielfältig Verwendung; Tallölfettsäuren (TOFA) können in der Regel für die gleichen Zwecke verwendet werden wie Fettsäuren anderer Herkunft. Sie enthalten unter anderem [[ungesättigte Fettsäuren]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Ölsäure]]) und sind somit eine kostengünstige Quelle für Fettsäuren mit niedrigem Siedepunkt. So finden sie als Alternative zu den Talgfettsäuren (aus tierischen Produkten) Anwendungen in [[Seife]]n.&amp;lt;ref name=&amp;quot;chemicalland&amp;quot; /&amp;gt; Daneben gibt es Anwendungen, bei denen Tallölfettsäuren konkurrenzlos sind, zum Beispiel wird in Europa ein Großteil dieser Fettsäuren als Lackrohstoffe verwendet. Tallölfettsäure enthält nur wenig [[Linolensäure]], was ein Vergilben von weißen Farbstoffen (wie es bei Fettsäuren aus anderer Herkunft vorkommt) verhindert. Weitere Produkte aus Tallölfettsäuren sind Polyamidharze für die Druck- und Klebstoffindustrie und [[Epoxidharz]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Tallharz}}Produkte: Tallharz===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rosin.jpg|mini|rechts|Kolophonium für Streichinstrumente]]&lt;br /&gt;
Tallharz als Ersatz für das direkt aus [[Baumharz]] gewonnene [[Kolophonium]] wird zudem analog dem [[Balsamharz]] verwendet. Ein wesentlicher Teil des Tallharzes geht in die Herstellung von Papierleimungsmitteln auf Naturharzbasis. Dabei werden die Harzsäuren, nachdem sie mit [[Fumarsäure]] oder [[Maleinsäureanhydrid]] nach dem Reaktionstypus einer [[Diels-Alder-Reaktion|Diels-Alder-Addition]] umgesetzt wurden, durch Dispergierung mit Natronlauge und Emulgator in eine etwa dreißigprozentige Dispersion übergeführt. Diese [[Dispersion (Chemie)|Dispersionen]] werden in der Papierproduktion eingesetzt, um das Wasseraufnahmevermögen des Papiers einzustellen. Dadurch wird die Beschreib- und Bedruckbarkeit des Papiers verbessert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem werden große Mengen Tallharz für Klebstoffe und Druckfarben verwendet. Ein weiterer Verbraucher ist die Gummiindustrie, wo Tallharze als Emulgiermittel bei der Herstellung von synthetischem [[Synthetischer Kautschuk|Kautschuk]] verwendet werden. Außerdem werden verhältnismäßig geringe Mengen für die Herstellung von [[Kaugummi]] verwendet. Als Imprägnierung für Holzfußböden findet es zudem in Holzölen Verwendung, ebenso in Holzlasuren. Weitere Anwendungen gibt es im Bereich der Bauchemie, zum Beispiel als Luftporenbildner in Beton. [[Pech (Stoff)|Tallpech]] wird zunehmend als Ersatz für [[Bitumen]] bzw. als emulgierender Zusatzstoff in [[Asphalt]] eingesetzt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;chemicalland&amp;quot; /&amp;gt; es enthält im Gegensatz zu Bitumen keine polycyclischen Aromaten. Tallpech wird auch für gefärbte Asphalte, Fugenmassen, Dichtmassen, Betonemulgatoren verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Patent| Land=DE| V-Nr=10119972| Code=A1| Typ=Patentanmeldung| Titel=Enzymatisches Verfahren zur Herstellung von Fettsäuresterylestern aus Dämpferdestillaten der Fettraffination und Tallöl| A-Datum=2001-04-24| V-Datum=2002-05-23| Erfinder=Klaus Weber, D. Kumar}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tallol}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgemisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Papierherstellung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nachwachsender Rohstoff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thymallus styriacus</name></author>
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