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	<title>Talgdrüse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T06:21:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Talgdr%C3%BCse&amp;diff=67079&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-07-10T15:48:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hair follicle-nb.svg|mini|Haar mit Talgdrüse.&amp;lt;br /&amp;gt;1)&amp;amp;nbsp;Haar 2)&amp;amp;nbsp;Hautoberfläche (&amp;#039;&amp;#039;Stratum corneum&amp;#039;&amp;#039;) 3)&amp;amp;nbsp;Talg 4)&amp;amp;nbsp;Talgdrüse 5)&amp;amp;nbsp;Follikel]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Talgdrüsen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Glandulae sebaceae&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind ca. 1&amp;amp;nbsp;mm große [[Hautdrüse]]n, die ein öliges Sekret (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Talg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Sebum cutaneum&amp;#039;&amp;#039;) produzieren, welches Haut und Haare einfettet und geschmeidig macht. Talgdrüsen sitzen meistens an den [[Haarbalg|Haarbälgen]] (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Glandulae sebacea&amp;#039;&amp;#039;e &amp;#039;&amp;#039;pilorum&amp;#039;&amp;#039;), nur in wenigen Körperregionen sind sie nicht mit den Haaren assoziiert (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Glandulae sebacea&amp;#039;&amp;#039;e &amp;#039;&amp;#039;liberae&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Jens Waschke]], [[Tobias Böckers|Tobias M. Böckers]], Friedrich Paulsen |Titel=Sobotta Lehrbuch Anatomie |Verlag=Elsevier Health Sciences |Datum=2019 |ISBN=978-3-437-09905-2 |Seiten=18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Theodor Heinrich Schiebler|Theodor H. Schiebler]], [[Walter Schmidt (Histologe)|Walter Schmidt]] |Titel=Anatomie: Zytologie, Histologie, Entwicklungsgeschichte, makroskopische und mikroskopische Anatomie des Menschen |Verlag=Springer |Datum=2013 |ISBN=978-3-662-05733-9 |Seiten=208}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der abgesonderte Talg schützt die Haut, schafft das physiologisch saure Hautmilieu, bedingt damit die Hautflora und ermöglicht so einen Schutz der Haut vor Krankheitserregern. Haar und Talgdrüse werden auch zu einer funktionellen Einheit, der &amp;#039;&amp;#039;Haartalgdrüseneinheit&amp;#039;&amp;#039;, zusammengefasst. Die Talgproduktion wird bei Wärme gesteigert, beispielsweise im Sommer, um einer rauen Haut vorzubeugen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einige freie Talgdrüsen sind besondere Bezeichnungen üblich: So werden als &amp;#039;&amp;#039;Zeis-Drüsen&amp;#039;&amp;#039; (nach [[Eduard Zeis]]) kleine einzeln stehende Talgdrüsen des [[Augenlid]]s bezeichnet, &amp;#039;&amp;#039;[[Meibom-Drüse]]n&amp;#039;&amp;#039; (nach [[Heinrich Meibom (Mediziner)|Heinrich Meibom]]) sind verzweigt angelegte alveoläre Talgdrüsen (Glandulae sebaceae tarsales) im Randbereich der Augenlider. [[Fordyce-Drüse]]n sind freie Talgdrüsen in der Mundschleimhaut und im Genitalbereich, weitere freie Talgdrüsen im Bereich von [[Glans penis|Eichel]] und [[Klitoris]] sind die [[Tyson-Drüse]]n.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
Die Talgdrüse ist eine [[Holokrin|holokrine]] Drüse und liegt in der [[Dermis|Lederhaut]]. Sie gehört zu den [[Haarfollikel|Haar-]] und [[Talgdrüsenfollikel]]n und bildet dort ein seitliches Säckchen. Pro Follikel befinden sich bis zu fünf Drüsen. Sie haben keinen eigenen Ausgang, sondern ihr [[Sekret]] wird am Haar entlang auf die Haut geleitet. Den Ausgang nennt man Follikelausgang. Talgdrüsen sind nicht gleichmäßig über den Körper verteilt:&lt;br /&gt;
* Regionen mit vielen Talgdrüsen sind die [[Kopfhaut]], der Genitalbereich, die [[T-Zone]] (im [[Gesicht]]) und die vordere und hintere Schweißrinne am Rumpf.&lt;br /&gt;
* Regionen ohne Talgdrüsen sind die Fußsohlen und Handinnenflächen.&lt;br /&gt;
Die weitaus meisten der Talgdrüsen liegen in der [[Felderhaut]] über die Körperoberfläche verteilt im [[Epithel]] assoziiert mit einer Haaranlage und werden daher auch &amp;#039;&amp;#039;Haarbalgdrüsen&amp;#039;&amp;#039; genannt. Die übrigen, sogenannten &amp;#039;&amp;#039;freien Talgdrüsen&amp;#039;&amp;#039; befinden sich in bestimmten Hautregionen wie Lippen, Nasenöffnungen, Ohröffnungen, Augenlidern, Brustwarzen, Genitalien und Anus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Funktion des Talgs ==&lt;br /&gt;
Talg wird von &amp;#039;&amp;#039;Sebozyten&amp;#039;&amp;#039; (Talgzellen) innerhalb der [[Zelle (Biologie)|Zelle]] (intrazellulär) gebildet und durch Platzen der Zellen an die Hautoberfläche abgegeben ([[Sekretion|holokrine Sekretion]]). Er besteht aus [[Triglyceride]]n, [[Fettsäuren]] und [[Wachs]]estern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Talgdrüsenwand ist ähnlich aufgebaut wie das &amp;#039;&amp;#039;Stratum basale&amp;#039;&amp;#039; (Basalzellschicht) der [[Epidermis (Wirbeltiere)|Epidermis]]. Sie besitzt auch eine Keimschicht, die immer neue Sebozyten (Talg produzierende Zellen) produziert. Die neu entstandenen Zellen wandern in die Mitte der Drüse und beginnen [[Lipide]] (Fette) zu produzieren. Diese sammeln sich in den Zellen an. Wenn sie in der Drüsenmitte angekommen sind, haben sie so viele Lipide angesammelt, dass sie platzen. Die Zellen werden dadurch selbst zum Bestandteil des Talges. Wenn sich dieser Talgbrei dann durch den Follikelausgang auf die Haut schieben will, reißt er beim Hochschieben noch verhornte Zellen von der Follikelwand ab und nimmt diese mit nach oben auf die Haut. Die Hornblättchen stammen also vom &amp;#039;&amp;#039;Stratum corneum disconjunctum&amp;#039;&amp;#039; (→ [[Epidermis (Wirbeltiere)|Epidermis]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge des produzierten Talgs hängt von verschiedenen Faktoren ab:&lt;br /&gt;
* [[Genetik|Veranlagung]]&lt;br /&gt;
* [[Hormon]]e wie [[Dihydrotestosteron]]&lt;br /&gt;
* Geschlecht&lt;br /&gt;
* [[Lebensalter|Alter]]&lt;br /&gt;
* Ernährungszustand (im Hungerzustand ist die Talgproduktion herabgesetzt)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. Harms |Titel=Diät |Sammelwerk=Akne - ein Ratgeber für Patienten |Verlag=Karger |Ort=Basel u. a. |Datum=1997 |ISBN=3-8055-6457-0 |Seiten=59 |Online={{Google Buch |BuchID=21cLttz-PCIC |Seite=59 |Linktext=Volltext}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Umwelteinflüsse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täglich bilden sich auf der Hautoberfläche 1–2&amp;amp;nbsp;g Talg. Der Talg bewahrt die Haut vor Austrocknung. Mit zunehmendem Alter nimmt die Talgproduktion ab, so dass die Haut trockener und verletzlicher wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung des Talgs ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fat structural formulae V3.svg|mini|hochkant|Allgemeine chemische Struktur eines Triglycerids (Gemisch von Triestern des [[Glycerin]]s) – Hauptbestandteil von Talg.]]&lt;br /&gt;
Die Zusammensetzung des Talgs ist von Mensch zu Mensch etwas unterschiedlich. Richtwerte sind:&lt;br /&gt;
* [[Triglyceride]] ca. 43 %&lt;br /&gt;
* [[freie Fettsäuren]] ca. 15 %&lt;br /&gt;
* [[Wachs]]e ca. 23 %&lt;br /&gt;
* [[Squalen]] ca. 15 %&lt;br /&gt;
* [[Cholesterin]] ca. 4 %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Fettmischung kommen noch [[Protein]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erkrankungen ==&lt;br /&gt;
Ist die Produktion gestört, können Hautkrankheiten entstehen. Man unterscheidet [[Seborrhö|Seborrhoiker]] mit übermäßig viel Talgproduktion und [[Sebostase|Sebostatiker]] mit geringer Talgproduktion. Ein Verschluss einer Talgdrüse kann zur Sekretstauung führen. Es kann eine Pore entstehen, in die [[Krankheitserreger]] vermehrt eindringen können. Auf diese Weise kann sich ein [[Mitesser]] bilden. Siehe auch: [[Akne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Veterinärmedizin|Tiermedizin]] kommen bei [[Haushund|Hunden]] und [[Hauskatze|Katzen]] gelegentlich [[Idiopathie|idiopathische]] Entzündungen der Talgdrüsen vor, die zum irreversiblen Verlust der Talgdrüsenfunktion führen können. Man spricht in diesen Fällen von einer [[Sebadenitis]]. Es handelt sich dabei vermutlich um eine [[Erbkrankheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schweißdrüse]]&lt;br /&gt;
* [[Hautschuppe|Desquamation (Abschilferung)]]&lt;br /&gt;
* [[Komedo]] („Mitesser“)&lt;br /&gt;
* [[Atherom]] (Talgzyste, „Grützbeutel“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klaus Mörike u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Biologie des Menschen&amp;#039;&amp;#039;. Quelle &amp;amp; Meyer, Wiebelsheim 2001, ISBN 3-494-01297-0, S.&amp;amp;nbsp;501.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-mainz.de/FB/Medizin/Anatomie/workshop/EM/EMTalgdr.html Talgdrüsen Dr.Jastrows EM-Atlas]&lt;br /&gt;
* [https://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/frontdoor.php?source_opus=1905 Doktorarbeit zu klinischen und histologischen Aspekten des Talgdrüsennaevus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4184383-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Talgdruse}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hautdrüse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drüsengewebe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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