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	<title>Talar - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T04:50:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Talar&amp;diff=22532&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sagwassersepp: /* Universitätsangehörige */Sortierung, Ergänzung Gesamtfeier TH Deggendorf</title>
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		<updated>2026-01-21T19:40:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Universitätsangehörige: &lt;/span&gt;Sortierung, Ergänzung Gesamtfeier TH Deggendorf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt das Kleidungsstück. Zu den Orten siehe [[El Talar]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F020455-0005, Heidelberg, Kanzler Erhard erhält Ehrendoktor.jpg|miniatur|[[Ludwig Erhard]] 1965 im Talar]]&lt;br /&gt;
[[Datei:daggeru.jpg|miniatur|Graduierung in den USA]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Talar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein weit[[ärmel]]iges, [[knöchel]]langes [[Oberbekleidung|Obergewand]], das von [[Professor]]en, [[Absolvent]]en, [[Geistliche]]n und [[Jurist]]en getragen wird, [[promoviert]]e Personen tragen dazu zumeist einen [[Doktorhut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird in [[Österreich]] die [[Robe]] von [[Richter]]n und [[Anwalt|Anwälten]] ebenso als Talar bezeichnet wie in Deutschland die [[Amtstracht]] von (vor allem [[Protestantismus|protestantischen]]) Geistlichen und [[Rabbiner]]n. Seinen historischen Ursprung hat der Talar als akademische Kleidung an [[Mittelalterliche Universität|mittelalterlichen Universitäten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hyacinthe_Rigaud;_Count_d&amp;#039;Argenson.jpg|mini|rechts|[[Marc-Pierre d’Argenson]] in Talar und Soutane eines Mitglieds der [[Académie des sciences]] mit der Ordensdekoration des [[Ordre royal et militaire de Saint-Louis]]]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Talar&amp;#039;&amp;#039; wurde im 16. Jahrhundert aus [[mittellatein]]isch &amp;#039;&amp;#039;talare&amp;#039;&amp;#039; oder {{laS|talaria|de=knöchellanges Gewand}} ([[Neutrum]] [[Plural]] von &amp;#039;&amp;#039;talaris&amp;#039;&amp;#039;, Adjektiv von {{Lang|la|talus|de=Knöchel}}) als Bezeichnung der [[Schaube]] der Gelehrten entlehnt. Sie entstand aus der &amp;#039;&amp;#039;Supertunika&amp;#039;&amp;#039;, unter der bis ins 18. Jahrhundert noch die &amp;#039;&amp;#039;Subtunika&amp;#039;&amp;#039; getragen wurde, aus der sich die [[Soutane]] entwickelte.&lt;br /&gt;
Ursprünglich eine Tracht der [[Universität]]sangehörigen, wurde sie im 17. Jahrhundert auch nach dem Universitätsabschluss von Philosophen, Ärzten, Juristen und Priestern (entsprechend ihrem Abschluss an der [[Artistenfakultät|Artistischen]], [[Medizinische Fakultät|Medizinischen]], [[Rechtswissenschaft|Juristischen]] und [[Theologische Fakultät|Theologischen Fakultät]]) als [[Berufskleidung]] getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Universitätsangehörige ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Freie Universitaet Berlin - Talare.jpg|mini|Talare der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]], als Folge der [[68er-Bewegung]] nicht mehr getragen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jacob1207b.JPG|mini|Akademische Tracht in den USA (2004)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universitätsangehörige tragen Talare nur bei besonderen, feierlichen Anlässen wie etwa Verleihungen von [[Ehrentitel]]n, Amtseinführungen oder Jubiläen. Aus den Farben ist ersichtlich, welcher [[Fakultät (Hochschule)|Fakultät]] der Träger angehört. An der Universität Bonn z.&amp;amp;nbsp;B. ist die Farbe der medizinischen Fakultät scharlachrot, die der landwirtschaftlichen Fakultäten grün, die der juristischen purpurrot ([[karmin]]rot), die der philosophischen Fakultät dunkelblau (sog. Preußischblau/[[Berliner Blau]]), Naturwissenschaften/Mathematik/Pharmazie hell-/lichtblau, die der Theologen violett. An der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]] wurden für die evangelisch-theologische Fakultät die Farbe Violett, für die juristische Purpur, die medizinische Scharlachrot und die philosophische Dunkelblau festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Traditionen im Deutschsprachigen Bereich ===&lt;br /&gt;
Jede der alten deutschen Universitäten zwischen Freiburg und Kiel hatte zudem einen eigenen, unverkennbaren Talar. Am deutlichsten ist dies am Talar des Rektors zu sehen, der z.&amp;amp;nbsp;B. an der Universität Bonn ein „langer, goldgestickter Mantel von purpurfarbenem Sammet“ mit dazu passendem [[Barett]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende der Tradition in Deutschland ===&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre]], die die angeblich oft konservative Grundeinstellung der talartragenden Professoren und die ihrer Meinung nach fehlende Aufarbeitung der Rolle der Professoren im [[Nationalsozialismus]] mit dem [[Slogan]] &amp;#039;&amp;#039;[[Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren]]&amp;#039;&amp;#039; geißelte, führte zur Abschaffung der Talare&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Dennis Hormuth]] |url=https://uniquellen.hypotheses.org/27 |titel=Textile Tradition: Talare |werk=Universitäten - Geschichte - Quellen |sprache=de-DE |abruf=2021-06-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Talare wurden in der Folge der Protestaktion in Hamburg nicht wieder genutzt und befinden sich als Archivgut im [[Universitätsarchiv Hamburg]] oder sind Teil von Ausstellungen. Studenten an deutschen Hochschulen tragen im Normalfall während ihres gesamten Studiums und auch bei Abschlussfeiern keine Talare mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tradition der Wiener Universität ===&lt;br /&gt;
Einen anderen Weg ging die [[Universität Wien]]. Kaiser Joseph II. hatte die Talare bereits 1784 abgeschafft. 1927 wurden diese auf Anregung von [[Hans Uebersberger]] wieder eingeführt. Dabei tragen katholische Theologen Goldgelb, evangelische Theologen lichtviolett, Juristen purpur, Mediziner Lindengrün und Philosophen Dunkelblau. Der Entwurf stammt von [[Rudolf Bacher]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Mühlberger: &amp;#039;&amp;#039;Aus der Universitätschronik 1884-1984&amp;#039;&amp;#039; In: Hermann Fillitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Universität am Ring.&amp;#039;&amp;#039; Christian Brandstätter Verlag &amp;amp; Edition, Wien 1984, ISBN 3-85447-118-1, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederbelebung in Deutschland seit 2000 ===&lt;br /&gt;
An einigen deutschen Hochschulen gibt es den 2000ern Tendenzen zur Wiederbelebung der Talartradition. Hierbei handelt es sich jedoch meist jedoch weniger um eine Wiederbelebung der vorher genannten Traditionen im deutschsprachigen Bereich, als um eine Übernahme von Abschlussfeiertraditionen aus dem angloamerikanischen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eine der ersten Institutionen in Deutschland führte die Fakultät für Informatik und Wirtschaftsinformatik der [[Hochschule Karlsruhe]] im Jahr 2000 das Tragen von Talaren durch die Absolventen ihrer Masterstudiengänge ein und hat dies seitdem beibehalten. Da einfache Talare in Deutschland zu dieser Zeit nicht lieferbar waren, mussten diese extra aus den USA eingeführt werden. 2005 veranstaltete die [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn]] erstmals eine Abschlussfeier im amerikanischen Stil mit 2500 Gästen. Für die rund 700 teilnehmenden Absolventen (von insgesamt 2000 Absolventen des Abschlusssemesters) war das Tragen eines schwarzen Talars, einer farbigen [[Schärpe]] und eines viereckigen [[Barett]]s mit Anhänger ([[Quaste]]) (&amp;#039;&amp;#039;[[Doktorhut]]&amp;#039;&amp;#039;) Pflicht. Auch die Verleihung eines Doktorgrades findet hier wieder im Talar statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Entwicklungen sind vor allem an Privathochschulen und im Bereich der Wirtschaftswissenschaften zu beobachten (z.&amp;amp;nbsp;B. an der [[Handelshochschule Leipzig]], [[HSBA Hamburg School of Business Administration]], [[Hochschule Fresenius]], [[Welfenakademie Braunschweig]], [[EBS Universität für Wirtschaft und Recht]], an der Fakultät BWL der [[Universität Mannheim]], am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main]], an der Fakultät Wirtschaft der [[Duale Hochschule Baden-Württemberg|Dualen Hochschule Baden-Württemberg]], am Institut für Wirtschaftsrecht an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]]) und der [[BSP Business School Berlin]]. Ebenso führt seit 2020 die [[Technische Hochschule Deggendorf]] eine Abschlussfeier für die gesamte Hochschule nach entsprechender Tradition durch.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://th-deg.de/Studierende/Nach%20dem%20Studium/alumni-graduiertenfeier-einladung-2019.pdf Einladung Gradiertenfeier 2019], th-deg.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Traditionen im angloamerikanischen Bereich ===&lt;br /&gt;
Ein gänzlich anderes Verhältnis zum Talar herrscht dagegen in vielen anderen Ländern der Welt wie im [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten von Amerika]], [[Südafrika]] oder [[Polen]]. In den USA ist das Tragen des Talars bereits beim Abschluss der [[High School]] üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA gibt es einen festen Code, aus dem auch der [[Rangordnung|Rang]] erkennbar ist. Es wird immer die Robe der Fakultät getragen, die den Träger promoviert hat. Die Länge des Talars (engl. &amp;#039;&amp;#039;gown&amp;#039;&amp;#039;) und die Weite der [[Ärmel]] sind fest geregelt. Drei Streifen am Ärmel dürfen nur von Personen getragen werden, denen ein [[Doktor]]grad verliehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistliche ==&lt;br /&gt;
=== Römisch-katholische Kirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lambert-van-den-Bos-Schauplatz-des-Krieges MG 9490.tif|mini|[[Christoph Bernhard von Galen]] im Talar]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Talar&amp;#039;&amp;#039; ist ein knöchellanges, meist schwarzes Gewand. Er gehört zur [[Chorkleidung]], die von [[Priester (Christentum)|Priestern]], [[Ministrant]]en und anderen [[Liturgischer Dienst|liturgischen Diensten]] getragen werden kann. Darüber wird ein [[Chorhemd]] oder, von höheren Geistlichen, ein [[Rochett]] getragen. Regional – vorwiegend in [[Österreich]] – wird auch das schwarze Alltagsgewand der Priester, die [[Soutane]], &amp;#039;&amp;#039;Talar&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Priesteramtskandidat]]en war in der Vergangenheit üblich, den Talar als Alltagsgewand zu tragen. Die Absolventen des [[Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum de Urbe|Germanicums]] waren an ihren roten Talaren zu erkennen, weshalb man sie auch „Frati rossi“ nannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ministranten ist der Talar manchmal in der liturgischen Tagesfarbe gehalten. Mancherorts wird auch zwischen Sonn- und Feiertagen, an denen rote Talare getragen werden, und den übrigen Zeiten oder Tagen im Kirchenjahr unterschieden, an denen der schwarze Talar genommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evangelische Kirchen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Max F. Frommel.jpg|miniatur|hochkant|[[Max Frommel]] im Talar]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Talar&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet im Protestantismus das schwarze Gewand des [[Pfarrer]]s im Gottesdienst. Ursprünglich als [[Amtstracht]] eingeführt, wird der Talar heute ausschließlich als [[liturgische Kleidung|gottesdienstliches Kleidungsstück]] getragen. Die Talare sind je nach [[Landeskirche]] im Detail unterschiedlich gestaltet, zum Beispiel mit Steh- oder Umlegekragen oder mit Samtbesatz (z.&amp;amp;nbsp;B. in Bayern). Zum Talar werden [[Beffchen]] oder (in den [[Hansestadt|Hansestädten]]) eine [[Halskrause (Mode)|Halskrause]] getragen ([[Hamburger Ornat|Hamburger]] bzw. [[Lübecker Ornat]]). Vor allem in lutherischen Kirchen setzt sich in letzter Zeit auch die [[Stola (Liturgische Kleidung)|Stola]] durch, die in der jeweiligen [[Liturgische Farbe|liturgischen Farbe]] zusätzlich oder anstelle des Beffchens über dem Talar getragen wird.&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit im europäischen Protestantismus in Bezug auf die Amtstracht stellt der Schweizer Kanton [[Graubünden]] mit dem offenen [[Scaletta-Mantel]] (Bündner Talar) dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Talar wurde 1811 durch eine [[Kabinettsorder]] [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|König Friedrich Wilhelms III.]] in [[Preußen]] für (christliche wie jüdische) Geistliche, Richter und andere königliche Beamte eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Königlich-Preußische Kabinettsordre vom 20. März 1811; zitiert bei: Walter Lotz: &amp;#039;&amp;#039;Das hochzeitliche Kleid. Zur Frage der liturgischen Gewänder im evangelischen Gottesdienst&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Im Dienst der Kirche.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6, {{ZDB|978716-1}}). Stauda-Verlag, Kassel 1949, S.&amp;amp;nbsp;40&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Reformationszeit waren im Bereich der lutherischen Kirchen die Messgewänder häufig in Gebrauch geblieben. Liturgische Kleidung wird in den evangelischen Kirchen zu den [[Adiaphora]] gerechnet, d.&amp;amp;nbsp;h. sie sind nicht verboten, aber auch nicht heilsnotwendig. [[Martin Luther]] trug selbst zu den Abendmahlsfeiern noch Messgewänder, bei der Predigt aber die schwarze Schaube der damaligen theologischen Universitätsprofessoren. Nach der Einführung in Preußen hat sich der Talar schrittweise auch in den übrigen evangelischen [[Landeskirche]]n Deutschlands durchgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ehrenamtliche Prediger ([[Prädikant]]en) tragen in der [[Evangelische Kirche im Rheinland|Rheinischen]], [[Evangelische Kirche von Westfalen|Westfälischen]], [[Evangelische Kirche in Mitteldeutschland|Mitteldeutschen]] und [[Evangelische Landeskirche in Baden|Badischen Landeskirche]] den Pfarrertalar. In der [[Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck|Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck]] tragen die Prädikanten einen eigenen Prädikantentalar (schwarzer Talar preußischer Form mit V-Ausschnitt ohne Schalkragen), ebenfalls in der [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern|Bayerischen Landeskirche]] (schwarzer Talar mit Quetschfalten, V-Ausschnitt mit rotem Schalkragen). Den Prädikanten der [[Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers|Hannoverschen Landeskirche]] ist das Tragen eines Talars, der in Länge und Form vom Pastorentalar leicht abweicht, freigestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Talar und Beffchen stehen im Prinzip unter dem Schutz des §&amp;amp;nbsp;132a des [[StGB]] (Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen).&amp;lt;ref&amp;gt;Friedemann Merkel: &amp;#039;&amp;#039;Schwarz – oder heller? Zur Amtstracht evangelischer Pfarrer.&amp;#039;&amp;#039; In: Heinrich Riehm (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Frieder Schulz. Freude am Gottesdienst.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag, Heidelberg 1988, S.&amp;amp;nbsp;219–227, 233.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Tragen des schwarzen Talars wird der informativ-(be-)lehrende Charakter des evangelischen Gottesdienstes betont, bei dem die Verkündigung des Wortes Gottes in der Predigt im Mittelpunkt steht. Gleichzeitig tritt durch die Kleidung die Person der Liturgen in den Hintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da im Laufe der Zeit auch in den evangelischen Kirchen zusehends der „Feiercharakter“ der Gottesdienste in den Vordergrund gerückt ist, wird vermehrt über den Talar nachgedacht. Als Zeichen der Verbindung von Lehre und Feier erlauben einige Landeskirchen mittlerweile das Tragen der Stola zum Talar. Mancherorts werden in lutherischen Gemeinden Talar und Beffchen zu besonderen Anlässen wie Taufe oder Weihnachten auch vollständig durch [[Albe]] und Stola ersetzt. In der Regel ist hierzu (z.&amp;amp;nbsp;B. in der [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern|Evangelischen Kirche in Bayern]]) ein Beschluss des örtlichen Leitungsorgans (Kirchenvorstand, Presbyterium, Kirchengemeinderat) erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche|Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche]] (SELK) sind Talar und Albe (mit Stola) in Gebrauch, wobei sich eine Entwicklung weg vom Talar und hin zu Albe und Stola abzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.selk.de/index.php/a-z/lexikon-b Online-Lexikon der SELK, Art. &amp;#039;&amp;#039;Beffchen&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Änderungen der gottesdienstlichen Gewandung bedürfen dort der Zustimmung der Gemeindeversammlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juristen ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Robe}}&lt;br /&gt;
In Österreich wird die Amtstracht von Richtern, [[Staatsanwalt|Staatsanwälten]] und Anwälten als „Talar“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestattungswesen ==&lt;br /&gt;
In der Fachsprache der [[Bestatter]] wird auch das sogenannte [[Totenhemd]], die Bekleidung des Verstorbenen im [[Sarg]], als Talar bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martha Bringemeier: &amp;#039;&amp;#039;Priester- und Gelehrtenkleidung. Tunika - Sutane, Schaube - Talar. Ein Beitrag zu einer geistesgeschichtlichen Kostümforschung&amp;#039;&amp;#039;. Münster 1974 ([https://www.lwl.org/voko-download/BilderNEU/422_Bringemeier.pdf Volltext als PDF])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4184376-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berufskleidung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amtstracht (christliche Geistliche)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liturgische Bekleidung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hemd]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sagwassersepp</name></author>
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