<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Taktschiebeverfahren</id>
	<title>Taktschiebeverfahren - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Taktschiebeverfahren"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Taktschiebeverfahren&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T22:25:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Taktschiebeverfahren&amp;diff=330569&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Taktschiebeverfahren&amp;diff=330569&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-03-08T08:36:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Taktschieben.png|miniatur|hochkant=1.2|Taktschiebeverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Taktanlage.jpg|miniatur|hochkant=1.2|Taktanlage Talbrücke Weißa]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Itztalbruecke 2005-07-24.jpg|miniatur|hochkant=1.2|[[Vorbauschnabel]] der [[Itztalbrücke (A 73)|Itztalbrücke]] bei [[Coburg]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Neckarbrücke Stuttgart-pjt.jpg|miniatur|hochkant=1.2|[[Neckarbrücke (Stuttgart 21)|Neue Neckarbrücke Stuttgart]] nach dem 9. Takt. Der Vorbauschnabel hat das südliche Ufer erreicht (Mai 2018).]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hohlkasten.svg|miniatur|hochkant=1.2|Hohlkastenquerschnitt einer Taktschiebebrücke]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hub-Reibe-Anlage.jpg|miniatur|hochkant=1.2|Hub-Reibe-Anlage: Vorne Schubzylinder, hinten Hubzylinder auf Gleitfläche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Taktschiebeverfahren Gleitlager.jpg|miniatur|Gleitlager: 1 Schieberichtung, 2 Zwischenplatte (Presspapier), 3 Gleitplatte (Kunststoff mit Teflonbeschichtung), 4 Gleitblech, 5 Träger, 6 Zwischenplatte (Gummi), 7 Unterbau. Die Zwischenplatten (2) und Gleitplatten (3) werden links eingezogen und fallen am rechten Ende wieder heraus.]]&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Taktschiebeverfahren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man ein Herstellungsverfahren von Brücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei erfolgt der Bau des zusammenhängenden [[Brücke]]nüberbaus (Mehrfeldträger) abschnittsweise hinter einem [[Widerlager (Brückenbau)|Widerlager]] in einer Fertigungsstätte, die auch als „Taktkeller“ bezeichnet wird. Nach der Fertigstellung eines Brückenabschnittes wird dieser zusammen mit den zuvor hergestellten Abschnitten über den Pfeilern verschoben („eingeschoben“), um den nächsten Abschnitt (Takt) herstellen zu können. Das Verfahren wird insbesondere bei längeren Brücken mit geradem oder nahezu kreisförmigem [[Grundriss]] und mit einheitlichem Kuppen oder Wannenhalbmesser im Aufriss angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ein Vorläufer des Verfahrens war die in den [[Vereinigte Staaten|USA]] beim Bau von [[Trestle-Brücke]]n wie z. B. der [[Portage Bridge]] angewandte Methode, das Baumaterial auf dem bis zur Brücke fertiggestellten Gleis anzuliefern und die Teile mit einem fahrbaren Kran zu ihrem Einbauort hinabzulassen. Sobald der erste Pfeiler fertig war, baute man den Fahrbahnträger und das Gleis zu ihm. Anschließend wurde der nächste Pfeiler gebaut, der wiederum mit dem Gleis verbunden wurde, und so fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1856 erwähnt ein anonymer Autor in einer Fachzeitschrift die beim Bau von [[Gitterträger]]brücken angewandte bisherige Methode, die einzelnen Gitterträger neben der Brücke vorzubereiten und dann mit Wagen über ein leichtes Gerüst an den vorgesehenen Platz zu fahren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|abz|||1856|12|Übersicht der im Bau befindlichen Eisenbahnen in der Schweiz|ALTSEITE=2–7, 133–139|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er schlägt dann vor, &amp;#039;&amp;#039;daß man die ganze Brücke am trockenen Lande zusammenfügt und dann an ihren Platz hinüberschiebt.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|abz|||1856|145|Vorschlag zum Hinüberrollen der Gitterwände ohne Gerüste|ALTSEITE=135, Zeichnung Blatt 29|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vorschlag wurde zwischen 1856 und 1858 von der Fa. [[August Benckiser|Benckiser]] in der Schweiz beim Bau von Gitterbrücken über die [[Thur (Rhein)|Thur]] bei [[Andelfingen ZH]], über die [[Emme]] bei [[Derendingen SO]] sowie über die [[Aare]] bei [[Bern]] realisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Boeyng: &amp;#039;&amp;#039;Die Eisenbahnbrücke über den Rhein zwischen Waldshut und Koblenz. Ein Denkmal der Technikgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Denkmalpflege in Baden-Württemberg]], 19. Jg. 1990, Heft 3, S.&amp;amp;nbsp;135–140. ([https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/nbdpfbw/article/view/13622/7458 PDF-Datei, 1&amp;amp;nbsp;MB])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bau des ersten [[Grandfey-Viadukt]]s bei [[Freiburg im Üechtland|Freiburg]] in der Schweiz zwischen 1857 und 1862 ließ [[Ferdinand Mathieu]], der leitende Ingenieur des französischen Eisen- und späteren Stahlunternehmens [[Schneider Electric|Schneider &amp;amp; Cie.]], [[Le Creusot]], den [[Gitterträger]]balken über sechs bis zu 75 m hohe Pfeiler einschieben. Dabei diente der über das Tal vorgeschobene Gitterträgerbalken als Kran zum Bau des ersten und darauf des jeweils nächsten Pfeilers.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernard Marrey: &amp;#039;&amp;#039;Les Ponts Modernes; 18&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;–19&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; siècles.&amp;#039;&amp;#039; Picard éditeur, Paris 1990, ISBN 2-7084-0401-6, S. 210&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://cnum.cnam.fr/CGI/gplanche.cgi?f/ECCMC6.74/0823/100/835/820/835 Historische Planzeichnung] auf cnum.cnam.fr&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benckiser schob bei der [[Rheinbrücke Waldshut–Koblenz]] (1858–1859) und bei der [[Rheinbrücke Kehl]] (1858–1861) den gesamten Überbau ein. Kurz darauf wurde die Methode von Vorläufern der Unternehmen [[Fives-Lille]] und [[Jean-François Cail|Etablissement Cail]] beim Bau des [[Viaduc de Busseau]] wiederholt und anschließend von Schneider &amp;amp; Cie beim Bau zahlreicher Eisenbrücken in ganz Europa routinemäßig angewendet, u. a. auch bei der ersten [[Stadlauer Ostbahnbrücke]] in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Herstellungsart wurde zunächst insbesondere bei Eisen- und [[Stahlbrücke]]n verwendet. Im [[Spannbeton]]bau wurde erstmals 1962 in [[Venezuela]] die [[Brücke über den Río Caroní]] mit Hilfe von Gleitlagern und einem [[Vorbauschnabel]] eingeschoben. Für den Bau der [[Wildbichler Brücke]], einer Autobahnbrücke über den Inn in [[Kufstein]], optimierten [[Fritz Leonhardt]] und [[Willi Baur]] diese Baumethode und entwickelten die auch heute noch angewendete Technik des Taktschiebeverfahrens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.baumaschine.de/fachzeitschriften/baumaschinen/bauportal_dateien/2005/heft10/a574_582.pdf/at_download/file |wayback=20160115200247 |text=Reinhard Maurer: &amp;#039;&amp;#039;Spannbetonbrücken.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tiefbau.&amp;#039;&amp;#039; 10/2005, S. 577}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Taubertalbrücke]] war die erste in Deutschland nach diesem Verfahren errichtete Brücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung des Verfahrens ==&lt;br /&gt;
Beim Taktschiebeverfahren im Spannbetonbau tritt an Stelle der Herstellung von Brücken auf [[Lehrgerüst|Lehr-]] oder [[Vorschubgerüst]]en eine fabrikmäßige Fertigung in sich wiederholenden Abschnitten. Dabei wird in einer ortsfesten [[Schalung (Beton)|Schalung]] hinter dem [[Widerlager (Brückenbau)|Widerlager]] der Überbau in kurzen Abschnitten (Takten) hergestellt. Die einzelnen Teilstücke werden unmittelbar aneinander betoniert und durch [[Spannstahl#Spannglied|Spannkabel]] miteinander biegefest verbunden. Anschließend wird der erhärtete neue Brückenabschnitt einige Millimeter angehoben und um eine Taktlänge zusammen mit den anderen schon fertiggestellten Takten in Richtung Brückenachse nach vorne verschoben. Dies erfolgt im sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Taktkeller&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Doka |url=https://www.doka.com/de/news/press/201204_Biebelried1 |titel=Automatisierter Taktkeller |sprache=de-DE |abruf=2023-11-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mittels [[Hydraulische Presse|hydraulischer Pressen]] und [[Teflon|PTFE]]-Gleitlagern. Danach wird der nächste Abschnitt an derselben Stelle in derselben Schalung hergestellt. Meist wird ein Takt pro Woche hergestellt. Am vordersten Teilstück wird ein stählerner Vorbauschnabel montiert, um die beim Verschieben bis zum Erreichen der [[Stütze (Bauteil)|Stützen]] auftretenden Kragmomente zu reduzieren. Insbesondere [[Brücke#Hohlkasten|Hohlkastenquerschnitte]] sind für das Taktschieben geeignet.&lt;br /&gt;
Das Verfahren ist wegen seiner kurzen Transportwege, kleinen Geräteparks, guter Schalungs- und Rüstungsausnutzung sowie wiederkehrender Arbeitsvorgänge sehr wirtschaftlich. Nachteilig ist, dass verfahrensbedingt der Querschnitt des Überbaus unverändert bleiben muss und somit die für die größte Spannweite erforderliche Konstruktionshöhe maßgebend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das abschnittsweise Einschieben von Stahlbrücken (man spricht hier auch von „lancieren“) oder Stahlträgern von Verbundbrücken funktioniert in den wesentlichen Schritten analog zum Taktschieben im Spannbetonbau. Im Gegensatz dazu bezieht sich jedoch das Herstellen der Takte nur auf die Montage von Trägerteilen. Die eigentliche Herstellung der Stahlkonstruktion findet in Werkshallen statt. Durch die meist wesentlich geringeren Eigengewichte der Teile ist auch ein Vorbauschnabel oftmals nicht notwendig. Die Teilstücke können hier auch unterschiedliche Längen aufweisen. Die Größe und Masse der Einzelteile ist meist durch das Transportmittel zur Baustelle begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuere Entwicklungen ==&lt;br /&gt;
Mit dem [[Kontaktverfahren (Betonbau)|Kontaktverfahren]] (&amp;#039;&amp;#039;Match Cast&amp;#039;&amp;#039;), wie es bei der [[Talbrücke Schnaittach]] angewendet wurde, ist es erstmals möglich, auch Brückenüberbauten mit veränderlich gekrümmter Achse in Grund- und Aufriss (z.&amp;amp;nbsp;B. eine [[Klothoide]]) herzustellen. Dabei ersetzt ein Näherungspolygon die veränderlich gekrümmte Achse, der die einzelnen Überbautakte wie eine Gelenkkette mit unterschiedlichen Knickwinkeln folgen. Die Taktfertigungsanlage wird dabei im Grundriss verdrehbar und eventuell auch kippbar hergestellt. Beim Anbetonieren eines neuen Taktes an den bereits erstellten Überbauzug werden die Knickwinkel eingestellt, die sich aus der Berechnung des Näherungspolygons ergeben. Der Ausgleich der beim Vorschub auftretenden seitlichen und höhenmäßigen Abweichungen des Überbaus gegenüber der Endposition erfolgt im einfachsten Fall durch querverschiebbare Verschublager auf den Pfeilern, im Fall einer veränderlichen Gradiente durch hydraulisch höhenverstellbare Lager mit einer entsprechenden Steuerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eugen Brühwiler, Christian Menn: &amp;#039;&amp;#039;Stahlbetonbrücken&amp;#039;&amp;#039;. Springer-Verlag Wien 2003, ISBN 3-211-83583-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Incremental launch}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://aspdin.wifa.uni-leipzig.de/studium/Spann_Bruecken/ue_5.pdf | wayback=20070611212545 | text=Bauverfahren für den Brückenbau}} (PDF-Datei; 9,54 MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=S3Kf9e6JgF4 3D-Animation des Taktschiebeverfahrens] auf YouTube&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brückenbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauverfahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>