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	<title>Takine - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Takine&amp;diff=272588&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gert Voigt: /* Systematik */</title>
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		<updated>2026-04-12T15:25:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Systematik&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Takine&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Budorcas&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Brian Houghton Hodgson|Hodgson]], 1850&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Ziegenartige&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Caprini&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = &lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Antilopinae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Hornträger&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Bovidae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Stirnwaffenträger&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Pecora&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Wiederkäuer&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Ruminantia&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Sichuan Takin Juvenile 159.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Sichuan-Takin]] (&amp;#039;&amp;#039;Budorcas tibetana&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Takine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Budorcas&amp;#039;&amp;#039;) sind eine in [[Asien]] lebende [[Säugetier]]gattung aus der Gruppe der [[Ziegenartige]]n (Caprini). Andere deutsche Namen, vor allem in älterer Literatur, sind &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rindergemse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gnuziege&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die auf die fast [[rinder]]artige Gestalt der Tiere hindeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Takin 1427.JPG|miniatur|links|[[Goldtakin]] (&amp;#039;&amp;#039;B. bedfordi&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
Takine sind stämmige, plump wirkende Tiere. Sie erreichen eine [[Kopf-Rumpf-Länge]] von 1 bis 2,4 Metern, der Schwanz ist 7 bis 12 Zentimeter lang und die [[Widerrist|Schulterhöhe]] beträgt 70 bis 140 Zentimeter. Das Gewicht beträgt 150 bis 400 Kilogramm. Beide Geschlechter tragen relativ massive Hörner, die entfernt an die der [[Gnus]] erinnern. Diese wachsen nahe am Scheitelpunkt des Kopfes, ragen zunächst nach außen, um sich dann nach hinten und oben zu biegen. Die [[Fell]]farbe ist regional verschieden und reicht von golden ([[Goldtakin]]) über rot-gelbliche Brauntöne ([[Sichuan-Takin]]) bis zu grau-rotbraun ([[Bhutan-Takin|Bhutan-]] und [[Mishmi-Takin]]). Ein dunkler [[Aalstrich]] läuft über den Rücken und ist bei allen Arten bis auf den Goldtakin gut abgesetzt sichtbar. Das Winterfell des Sichuan-Takins ist deutlich dunkler als im Sommer und verfügt über schwarze Tönungen. Variationen treten als [[Sexualdimorphismus]] bei den beiden südlichen Unterarten einerseits durch die kontrastreichere Färbung der Männchen und andererseits durch die Hornspitzen adulter Weibchen, die stark nach hinten geschwungen sind, auf. Unterhalb des Kinns ist das Fell zu einem Bart verlängert. Die Beine sind vergleichsweise kurz und kräftig, die Hufe breit. Diese sind mit insgesamt fünf Klauen ausgestattet, von denen die 3. und 4. die Hauptklauen sind, die normalerweise das Gewicht tragen, wobei jedoch besonders die 2. und 5. im Vergleich zu verwandten Arten gut entwickelt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Takin range.jpg|miniatur|Verbreitungsgebiet der Takine]]&lt;br /&gt;
[[Datei:063 - Baby Takin (Thimphu).jpg|miniatur|Zwei Takinjungtiere]]&lt;br /&gt;
Beheimatet sind die Takine in den gebirgigen Regionen der östlichen Ausläufer des [[Himalaya]]s, so im nordöstlichen [[Indien]], [[Bhutan]], Nord-[[Myanmar]] sowie im südwestlichen [[Volksrepublik China|China]], wo sie das östliche [[Tibet]] sowie Teile der Provinzen [[Gansu]], [[Shaanxi]], [[Sichuan]] und [[Yunnan]] bewohnen. Das Höhenniveau liegt je nach Region zwischen 1500 und 3500 Metern über dem Meeresspiegel. Eine deutliche Migration der Tiere und damit verbundene unterschiedliche Höhentendenzen verdeutlicht den Unterschied zwischen Sommer- (bis zu 4000 Meter) und Winterzeit, in der meist Talregionen mit durchschnittlich 1000 Metern über dem Meeresspiegel aufgesucht werden. Die stetig von Felsen umgebenen Lebensräume stellen neben ausgedorrten Grasländern auch Nadelwälder und subtropische Gebiete dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise und Ernährung ==&lt;br /&gt;
Takine begeben sich vor allem am frühen Morgen und am späten Nachmittag auf Nahrungssuche, bei kühlerem Wetter auch tagsüber. Es werden oft feste Pfade genutzt, die unter anderem zu wichtigen Salz- und Mineralquellen führen. Im Sommer bilden sie große Herden, die bis zu 300 Tiere umfassen und aus Weibchen, Jungtieren und jungen Männchen bestehen. Alte Böcke sind einzelgängerisch und schließen sich im Spätsommer nur zur Paarung kurz einer Herde an. Zum Winter hin lösen sich die Herden in viele kleinere Verbände auf, die nur drei bis zwanzig Tiere groß sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Nahrung sind im Sommer Blätter von Sträuchern und Bäumen, im Winter notgedrungen Zweige und Nadelblätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
Im nördlichen Verbreitungsgebiet liegt die Paarungszeit zwischen Juni und August, die Geburtensaison zwischen Februar und März. Nach einer sieben- bis achtmonatigen Tragzeit bringt das Weibchen meist ein einzelnes Jungtier zur Welt, Zwillinge sind selten. Das Junge kann seiner Mutter schon nach wenigen Tagen folgen und nimmt nach ein bis zwei Monaten erstmals feste Nahrung zu sich. Endgültig entwöhnt wird es mit rund neun Monaten, die Geschlechtsreife tritt mit 2,5 Jahren ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
{{userboxtop|toptext=&amp;lt;small&amp;gt;Innere Systematik der Caprini nach Zurano et al. 2019&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zurano et al. 2019&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Klade|style=white-space:nowrap;font-size:75%;line-height:100%&lt;br /&gt;
|label1=&amp;amp;nbsp;[[Caprini]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
   |label1=&amp;amp;nbsp;Pantholopina&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
   |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Pantholops]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |2={{Klade&lt;br /&gt;
      |label1=&amp;amp;nbsp;Ovibovina&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
      |1={{Klade&lt;br /&gt;
         |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Ovibos]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
         |2={{Klade&lt;br /&gt;
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         }}&lt;br /&gt;
      |label2=&amp;amp;nbsp;Caprina&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
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                  }}&lt;br /&gt;
               }}&lt;br /&gt;
            }}&lt;br /&gt;
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               }}&lt;br /&gt;
            |2={{Klade&lt;br /&gt;
               |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Pseudois]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
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                  |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Hemitragus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
                  }}&lt;br /&gt;
               }}&lt;br /&gt;
            }}&lt;br /&gt;
         }}&lt;br /&gt;
      }}&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{userboxbottom}}&lt;br /&gt;
Die Stellung der Takine in der Systematik der [[Ziegenartige]]n war lange Zeit ungeklärt. Aufgrund eines ähnlich massiven Körperbaus und gewisser Übereinstimmungen im Bau des Schädels wurde manchmal der [[Moschusochse]] als ihr nächster Verwandter betrachtet, der heute der Untertribus der Ovibovina zugerechnet wird. Untersuchungen der [[Mitochondriale DNA|mitochondrialen DNA]] sprechen jedoch dafür, dass die Takine näher mit den [[Schafe]]n verwandt sind und somit zur Untertribus der Caprina gehören. Ihre Ähnlichkeit mit dem Moschusochsen stellt demnach ein Beispiel [[Konvergenz (Biologie)|konvergenter Evolution]] dar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Groves et al. 1997&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ropiquet et al. 2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden vier rezente Formen unterschieden, die je nach Auffassung eine oder bis zu vier Arten bilden. Im ersteren Fall wird die Art als „Takin“ (&amp;#039;&amp;#039;Budorcas taxicolor&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet mit dem Mishmi-Takin als [[Nominotypisches Taxon|Nominatform]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wilson 2005&amp;quot; /&amp;gt; Das Vier-Arten-Modell wurde im Jahr 2011 von [[Colin Peter Groves]] und [[Peter Grubb (Zoologe)|Peter Grubb]] im Rahmen einer Revision der Huftiere vorgestellt. Es fand im gleichen Jahr auch Einzug in den zweiten Band des Standardwerkes &amp;#039;&amp;#039;[[Handbook of the Mammals of the World]]&amp;#039;&amp;#039;. Als Basis für ihre Einschätzung nutzten Groves und Grubb neben schädelanatomischer Merkmale auch e[[Genetik|genetische]] Studien aus dem Jahr 2003, bei denen [[Volksrepublik China|chinesische]] Wissenschaftler die Existenz wenigstens drei eigenständiger Linien bestätigen konnten, die etwa mit den morphologisch bestimmten Formen übereinstimmten (Mishmi-Takin, Sichuan-Takin, Goldtakin; der Bhutan-Takin wurde in der Studie nicht berücksichtigt).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Li et al. 2003&amp;quot; /&amp;gt; Demzufolge gliedert sich die Gattung der Takine folgendermaßen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Groves et al. 2011&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Groves et al. 2011b&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Goldtakin]] (&amp;#039;&amp;#039;Budorcas bedfordi&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Thomas}}, 1911); kommt nur im [[Qin Ling|Qinling-Gebirgszug]] in der chinesischen Provinz Shaanxi vor. Besonders auffällig ist das golden glänzende Fell, das bei Jungtieren erst mit Erreichen der Geschlechtsreife auftritt. Diese Art gilt als selten und war in den 1990er Jahren nur noch mit etwa 5000 Exemplaren vorhanden. Insgesamt sind im Verbreitungsgebiet 13 Nationalparks vorhanden.&lt;br /&gt;
* [[Mishmi-Takin]] (&amp;#039;&amp;#039;Budorcas taxicolor&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Hodgson}}, 1850); bewohnt das südöstliche Tibet, den Südwesten der chinesischen Provinz Yunnan sowie die angrenzenden Teile des nordöstlichen Indiens und des nördlichen Myanmars. Die Bejagung ist die Hauptbedrohung dieser Art. Sie ist ebenfalls selten.&lt;br /&gt;
* [[Sichuan-Takin]] (&amp;#039;&amp;#039;Budorcas tibetana&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Milne-Edwards}}, 1874); besetzt den östlichen Teil des Hochlands von Tibets, wo die Verbreitung von den Min-Bergen über Sichuan und Gansu südlich bis zu den [[Qionglai Shan|Qionglai-Bergen]] westlich Chengdus (Sichuan) bis zur Provinz Yunnan führt. Dort teilt er sich seinen Lebensraum unter anderem mit dem Großen Panda und den [[Goldstumpfnase]]n, welche durch ihre Popularität heute in insgesamt 20 Nationalparks dieser Region vertreten sind.&lt;br /&gt;
* [[Bhutan-Takin]] (&amp;#039;&amp;#039;Budorcas whitei&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Lydekker}}, 1907); kommt in Bhutan und angrenzenden Regionen Indiens und Chinas vor. Sie sind dem Mishmi-Takin sehr ähnlich, die Hörner stehen jedoch näher beieinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben wurde im Jahr 1948 mit &amp;#039;&amp;#039;Budorcas taxicolor lichii&amp;#039;&amp;#039; eine weitere Form beschrieben, die allerdings ausgestorben ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Young 1948&amp;quot; /&amp;gt; Ihr Status ist in diesem Modell unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{userboxtop|toptext=&amp;lt;small&amp;gt;Innere Systematik der Takine nach Yang et al. 2022&amp;lt;ref name=&amp;quot;Yang et al. 2022&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Klade|style=white-space:nowrap;font-size:75%;line-height:100%&lt;br /&gt;
|label1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Budorcas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
   |label1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Budorcas taxicolor]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
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      }}&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{userboxbottom}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Takine Profile.jpg|miniatur|a.) &amp;#039;&amp;#039;B. bedfordi&amp;#039;&amp;#039;, b.) &amp;#039;&amp;#039;B. tibetana&amp;#039;&amp;#039;, c.) &amp;#039;&amp;#039;B. taxicolor&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
In einer weiteren genetischen Studie aus dem Jahr 2022 unterscheiden die beteiligten Wissenschaftler lediglich zwei Arten mit insgesamt vier Unterarten. Die beiden Hauptlinien hatten sich den Untersuchungen zufolge erst im ausgehenden [[Mittelpleistozän]] vor rund 231.000 Jahren getrennt, was etwa mit der Hochphase der vorletzten [[Kaltzeit]] übereinstimmt. Die Aufspaltung der beiden Linien datiert dann in das folgende [[Jungpleistozän]] vor 103.000 beziehungsweise vor 56.000 Jahren. Nach diesem Zwei-Arten-Modell gilt folgende Aufteilung:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Yang et al. 2022&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Budorcas taxicolor]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:* [[Mishmi-Takin]] (&amp;#039;&amp;#039;B. t. taxicolor&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Hodgson}}, 1850)&lt;br /&gt;
:* [[Bhutan-Takin]] (&amp;#039;&amp;#039;B. t. whitei&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Lydekker}}, 1907)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Budorcas tibetana]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:* [[Goldtakin]] (&amp;#039;&amp;#039;B. t. bedfordi&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Thomas}}, 1911);&lt;br /&gt;
:* [[Sichuan-Takin]] (&amp;#039;&amp;#039;B. t. tibetana&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Milne-Edwards}}, 1874)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren gibt es eine fossile Art:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Young 1948&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neas et al. 1987&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Budorcas teilhardi]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Young}}, 1948&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stammesgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Budorcas&amp;#039;&amp;#039; wird erstmals im ausgehenden [[Pliozän]] vor rund 4 Millionen Jahren fassbar. Einzelne Funde stammen aus [[Yuci]] bei [[Taiyuan]] in der nordchinesischen Provinz [[Shanxi]]. Diese frühen Takine waren noch relativ generalisiert, die Hörner hatten gerundete Basen und endeten mit einer zusätzlichen Krümmung an der Spitze. Die Funde wurden 1938 zuerst von [[Teilhard de Chardin]] publiziert und zehn Jahre später von [[Chung-Chien Young]] unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Budorcas teilhardi]]&amp;#039;&amp;#039; wissenschaftlich erstbeschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Young 1948&amp;quot; /&amp;gt; Subfossil liegt zusätzlich noch die Form &amp;#039;&amp;#039;Budorcas (taxicolor) lichii&amp;#039;&amp;#039; vor. Sie wurde an der [[Archäologie|archäologischen]] Fundstelle von Houchiachuang bei [[Anyang (Henan)|Anyang]] in der nordchinesischen Provinz [[Henan]] entdeckt und datiert in die Zeit der [[Shang-Dynastie]] etwa um 1000 v. Chr. Gefunden wurde ein Hornpaar, das den Hörnern der heutigen Arten ähnelt, vor allem dem Sichuan-Takin. Allerdings sind die Hörner der subfossilen Form kleiner und die Spitzen etwas anders geschwungen. Das gegenwärtig nächste Vorkommen gehört zum Goldtakin. Möglicherweise stellt &amp;#039;&amp;#039;Budorcas (taxicolor) lichii&amp;#039;&amp;#039; einen der letzten Vertreter der Takine dar, der nördlich des [[Gelber Fluss|Gelben Flusses]] vorkam.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Young 1948&amp;quot; /&amp;gt; Einzelne spätere Hinweise finden sich noch in Form von Eingravierungen auf Silberbeschlägen, so etwa aus dem [[Kurgan (Grabhügel)|Kurgan]] VI des Gräberfeldes von [[Noin Ula]] in der Mongolei, das dem 1. Jahrhundert v. Chr. angehört, hier wird jedoch auch eine Interpretation als [[Yak]] in Betracht gezogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brentjes 1969&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neas et al. 1987&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Takine und Mensch ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Budorcas taxicolor taxicolor - Zoo Frankfurt.jpg|miniatur|Mishmi-Takin (&amp;#039;&amp;#039;B. taxicolor&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
Hauptbedrohungen für die Takine sind die Zerstörung des Lebensraums und die Bejagung. Die [[IUCN]] listet die Art als gefährdet (&amp;#039;&amp;#039;vulnerable&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem in nicht wissenschaftlichen Quellen stößt man immer wieder auf die Behauptung, das [[Goldenes Vlies|Goldene Vlies]] aus der griechischen [[Argonautensage]] sei das Fell eines Takins gewesen. Dies rührt wohl von der Feststellung, dass eine Takin-Art tatsächlich ein annähernd goldfarbenes Fell hat. Allerdings dürfte dieses Tier den antiken Griechen kaum bekannt gewesen sein, so dass dieser Zusammenhang mehr als unwahrscheinlich ist.&lt;br /&gt;
In zoologischen Gärten werden heute insgesamt drei Arten der Takine gehalten. Die erste Haltung wurde 1909 im [[Zoo London]] verzeichnet. Eine besonders erfolgreiche Zucht beherbergt der [[Tierpark Berlin]], der nach eigener Aussage der weltweit einzige Zoo ist, der drei Formen zeigt und züchtet (Gold-, Mishmi- und Sichuan-Takin).&amp;lt;ref name=&amp;quot;TB&amp;quot; /&amp;gt; Die Takin-Zucht im Rahmen der [[Europäische Erhaltungszuchtprogramme|Europäischen Erhaltungszuchtprogramme]] (EEP) wird von Denis Michaux im Parc Animalier d&amp;#039;Auvergne koordiniert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://strapi.eaza.net/uploads/2024_10_EEP_overview_12de46f9a4.pdf |titel=EAZA Ex-situ Programme overview. August 2025 |hrsg=European Association for Zoos and Aquariums (EAZA) |datum=2025 |seiten=13 |format=PDF; 496&amp;amp;nbsp;kB |sprache=en |abruf=2025-09-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ronald M. Nowak: &amp;#039;&amp;#039;Walker&amp;#039;s Mammals of the World.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore (MD) 1999, ISBN 0-8018-5789-9.&lt;br /&gt;
* [[Colin Groves|Colin P. Groves]], David M. Leslie Jr.: &amp;#039;&amp;#039;Family Bovidae (Hollow-horned Ruminants).&amp;#039;&amp;#039; In: Don E. Wilson, [[Russell A. Mittermeier]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of the Mammals of the World.&amp;#039;&amp;#039; Volume 2: &amp;#039;&amp;#039;Hooved Mammals.&amp;#039;&amp;#039; Lynx Edicions, Barcelona 2011, ISBN 978-84-96553-77-4, S. 713–714.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Groves et al. 1997&amp;quot;&amp;gt;Pamela Groves, Gerald F. Shields: &amp;#039;&amp;#039;CytochromeBSequences Suggest Convergent Evolution of the Asian Takin and Arctic Muskox.&amp;#039;&amp;#039; Molecular Phylogenetics and Evolution 8 (3), 1997, S. 363–374, {{ISSN|1055-7903}}, {{DOI|10.1006/mpev.1997.0423}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ropiquet et al. 2005&amp;quot;&amp;gt;A. Ropiquet, A. Hassanin: &amp;#039;&amp;#039;Molecular phylogeny of caprines (Bovidae, Antilopinae): the question of their origin and diversification during the Miocene.&amp;#039;&amp;#039; Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research 43 (1), 2005, S. 49–60.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Groves et al. 2011&amp;quot;&amp;gt;Colin Groves, Peter Grubb: &amp;#039;&amp;#039;Ungulate Taxonomy.&amp;#039;&amp;#039; Johns Hopkins University Press, 2011, S. 1–317 (S. S. 108–280).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Groves et al. 2011b&amp;quot;&amp;gt;Colin Groves, David M. Leslie Jr.: &amp;#039;&amp;#039;Family Bovidae (Hollow-horned Ruminants).&amp;#039;&amp;#039; In: Don E. Wilson, [[Russell A. Mittermeier]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of the Mammals of the World.&amp;#039;&amp;#039; Volume 2: &amp;#039;&amp;#039;Hooved Mammals.&amp;#039;&amp;#039; Lynx Edicions, Barcelona 2011, ISBN 978-84-96553-77-4, S. 444–779.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wilson 2005&amp;quot;&amp;gt;Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder: &amp;#039;&amp;#039;Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference.&amp;#039;&amp;#039; Johns Hopkins University Press, 2005 ([https://www.departments.bucknell.edu/biology/resources/msw3/browse.asp?id=14200762 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Li et al. 2003&amp;quot;&amp;gt;Ming Li, Fuwen Wei, Pamela Groves, Zoujian Feng und Jinchu Hu: &amp;#039;&amp;#039;Genetic structure and phylogeography of the takin (Budorcas taxicolor) as inferred from mitochondrial DNA sequences.&amp;#039;&amp;#039; Canadian Journal of Zoology 81, 2003, S. 462–468.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Young 1948&amp;quot;&amp;gt;Chung-Chien Young: &amp;#039;&amp;#039;Budorcas, a new element in the proto-historic Anyang fauna of China.&amp;#039;&amp;#039; American Journal of Sciences 246, 1948, S. 157–164.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neas et al. 1987&amp;quot;&amp;gt;John F. Neas, Robert S. Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Budorcas taxicolor.&amp;#039;&amp;#039; Mammalian Species 277, 1987, S. 1–7 ({{Webarchiv |url=http://www.science.smith.edu/msi/pdf/i0076-3519-277-01-0001.pdf |wayback=20130425175030 |text=&amp;#039;&amp;#039;archivierte Kopie.&amp;#039;&amp;#039; |format=PDF; 905&amp;amp;nbsp;kB |()=[]}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;TB&amp;quot;&amp;gt;[http://www.tierpark-berlin.de/de/aktuelles/news/artikel/takin-kindergarten-im-tierpark-eroeffnet &amp;#039;&amp;#039;Takin-Kindergarten im Tierpark eröffnet&amp;#039;&amp;#039;] Pressemitteilung des Tierpark Berlin vom 6. April 2016, aufgerufen am 12. Dezember 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brentjes 1969&amp;quot;&amp;gt;Burchard Brentjes: &amp;#039;&amp;#039;Tschiru, Blauschaf und Takin auf altorientalischen Darstellungen.&amp;#039;&amp;#039; Säugetierkundliche Mitteilungen 17, 1969, S. 201–203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Yang et al. 2022&amp;quot;&amp;gt;Lin Yang, Fuwen Wei, Xiangjiang Zhan, Huizhong Fan, Pengpeng Zhao, Guangping Huang, Jiang Chang, Yinghu Lei und Yibo Hu: &amp;#039;&amp;#039;Evolutionary conservation genomics reveals recent speciation and local adaptation in threatened takins.&amp;#039;&amp;#039; Molecular Biology and Evolution 39 (6), 2022, S. msac111, [[doi:10.1093/molbev/msac111]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zurano et al. 2019&amp;quot;&amp;gt;Juan P. Zurano, Felipe M. Magalhães, Ana E. Asato, Gabriel Silva, Claudio J. Bidau, Daniel O. Mesquita und Gabriel C. Costa: &amp;#039;&amp;#039;Cetartiodactyla: Updating a time-calibrated molecular phylogeny.&amp;#039;&amp;#039; Molecular Phylogenetics and Evolution 133, 2019, S. 256–262.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Budorcas taxicolor|Takine (&amp;#039;&amp;#039;Budorcas&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
| Year           = 2006&lt;br /&gt;
| ID             = 3160&lt;br /&gt;
| ScientificName = Budorcas taxicolor&lt;br /&gt;
| YearAssessed   = 1996&lt;br /&gt;
| Assessor       = Caprinae Specialist Group&lt;br /&gt;
| Download       = 11. Mai 2006&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ultimateungulate.com/Artiodactyla/Budorcas_taxicolor.html Informationen und Verbreitungskarte bei ultimateungulate.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ziegenartige]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gert Voigt</name></author>
	</entry>
</feed>