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	<title>Takenplatte - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T01:17:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Takenplatte&amp;diff=347904&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Marcuse7: Begriff in einer Bildbeschreibung verlinkt</title>
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		<updated>2025-09-23T08:22:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Begriff in einer Bildbeschreibung verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tak Consolatrix afflictorum Méchela.jpg|miniatur|Takenplatte mit dem Bildnis der [[Trösterin der Betrübten|Consolatrix afflictorum]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Takenplatten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Abdeckplatten“, vom lat. tegere = bedecken, abdecken) sind [[Gusseisen|gusseiserne]] Platten, die in [[Bauernhaus|Bauernhäusern]] bis ins 19. Jahrhundert als Bestandteil einer Takenheizung in eine Aussparung der Feuerwand zwischen Küche und [[Stube]] eingemauert wurden. Sie leiteten die Wärme des offenen Feuers in der Küche (über dem der Kochkessel hing) zur Stube. Um die Wärme besser regulieren zu können, stellte man im gegenüberliegenden Raum, also zumeist in der Stube, einen sogenannten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Takenschrank&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; vor die Platte. Dieser Schrank war oft reich verziert und bildete einen wichtigen Schmuck in der Stube wohlhabender Bauern. Bei einer weit verbreiteten Form besaß der Schrank oben zwei Türen, darunter ein querrechteckiges Fach mit Tür und unten, vor der Takenplatte, wiederum Türen, die manchmal durchbrochen gearbeitet waren. Hinter den oberen Türen wurde Geschirr aufbewahrt, das querrechteckige Fach über der Takenplatte diente angeblich zum Warmhalten von Speisen oder zum Gehenlassen von [[Hefeteig]]. Durch Öffnen oder (teilweises) Schließen der unteren Türen konnte die Wärmezufuhr in die Wohnstube reguliert werden. Als Ende des 19. Jahrhunderts [[Herd]]e auch auf dem Land üblich wurden und das offene Feuer verschwand, verloren die Takenplatten ihre Funktion. Sie blieben aber mit den Takenschränken oft in situ erhalten und wurden häufig erst bei Modernisierungen nach dem Zweiten Weltkrieg entfernt. Viele Platten fanden eine Zweitverwendung z. B. als Abdeckung von Jauchegruben, allerdings wurden sie schon bald von Sammlern gesucht und im Antiquitätenhandel angeboten. Takenplatten weisen zumeist ein querrechteckiges Format auf und besitzen keinen glatten Rand wie seitliche [[Ofenplatte]]n. Sie werden aber trotzdem oft mit diesen oder mit [[Kaminplatte]]n verwechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Tradition]] der Takenheizung ist auf einen eng begrenzten geografischen Raum beschränkt. Takenplatten wurden nur in [[Eisenhütte]]n der ostbelgischen  [[Provinz Luxemburg|Provinz Luxembourg]], [[Lothringen]]s, [[Luxemburg]]s, der [[Eifel]], des [[Hunsrück]]s und des heutigen [[Saarland]]es hergestellt. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden sie in der [[Geschichte der Dillinger Hütte|Dillinger Hütte]] produziert. Weitere wichtige Hütten befanden sich in [[Trier-Ehrang/Quint|Quint]], heute ein Stadtteil von [[Trier]], und in [[Schloss Weilerbach (Eifel)|Weilerbach]] bei [[Bollendorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten bekannten Platten stammen aus dem späten 15. Jahrhundert. Bis zur [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] zeigten die Taken- und die mit ihnen verwandten (und in den gleichen Hütten hergestellten) [[Zimmerofen|Ofenplatten]] meist [[Bibel|biblische]] oder [[Heraldik|heraldische]] Motive, später auch [[Mythologie|mythologische]] oder [[Allegorie|allegorische]] Darstellungen. Dabei unterscheidet sich das Themenspektrum deutlich zwischen katholischen, protestantischen und jüdischen Haushalten. Sie sind daher auch Objekte der [[Volkskunst]]. Als Vorlage für die hölzernen [[Model]] nach denen die Platten gegossen wurden, dienten häufig [[Druckgrafik]]en bekannter Künstler. Viele Model wurden jahrzehntelang verwendet, so dass sich längst überholte Stilformen noch lange halten konnten, auch kombinierte man oft Model, die thematisch oder stilistisch eigentlich nicht zusammenpassten oder benutzte beschädigte Model einfach weiter. In der Spätzeit des Takenplattengusses, also zu Beginn des 19. Jahrhunderts, wurden manchmal auch andere Gegenstände als Model verwendet, wie [[Kruzifix]]e oder [[Rosenkranz|Rosenkränze]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute werden Takenplatten oft zur Verschönerung von Innen- und Außenbereichen von Bauernhöfen und Wohnhäusern genutzt und sind begehrte Sammlungsobjekte, im Antiquitätenhandel werden daher häufig Nachgüsse angeboten. Für den Laien sind diese nicht leicht zu erkennen; ein Merkmal ist oft die geringere Stärke, auch fehlen auf der Rückseite meist die charakteristischen Spuren, die beim Glätten des flüssigen Eisens in der offenen Form entstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutende Ausstellungen von Takenplatten finden sich im [[Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof]] in [[Konz]], im Eisenmuseum [[Jünkerath]], im [[Stadtmuseum Simeonstift Trier]], im Nationalmuseum Luxemburg, im [[Historisches Museum der Stadt Luxemburg|Historischen Museum der Stadt Luxemburg]], im Museé Gaumais in [[Virton]] und im Rathaus der Stadt [[Düsseldorf]]. Takenheizungen sind in vielen Bauernhausmuseen und [[Freilichtmuseum|Freilichtmuseen]] im Verbreitungsgebiet der Takenplatten zu besichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karlheinz von den Driesch: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Ofen-, Kamin- und Takenplatten im Rheinland.&amp;#039;&amp;#039; Reihe Werken und Wohnen. Volkskundliche Untersuchungen im Rheinland (Band 17). Köln 1990.&lt;br /&gt;
* Sigrid Theisen: &amp;#039;&amp;#039;Geheimnisvolle Takenplatten. Eisenkunstguß im Städtischen Museum Simeonstift.&amp;#039;&amp;#039; (Museumsdidaktische Führungstexte 6), Trier 1982.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Stove plates|Takenplatten}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kaminplattensammlung-kremer.de Sammlung Kremer, beinhaltet auch viele allgemeine Infos zu diesen Platten]&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4237174-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teil einer Heizungsanlage]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wärmeübertrager]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstguss]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Marcuse7</name></author>
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