<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tailings</id>
	<title>Tailings - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Tailings"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tailings&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T15:36:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tailings&amp;diff=214467&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Meinichselbst: /* Dammbrüche */ akt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tailings&amp;diff=214467&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-03-10T17:21:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Dammbrüche: &lt;/span&gt; akt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tailings&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Englische Sprache|englisch]]) bezeichnet man im [[Bergbau]] feinkörnige Rückstände aus der [[Aufbereitungsanlage|Aufbereitung]] von [[Erz]]en, die zumeist in Form von [[Schlamm|Schlämmen]] vorliegen. Sie werden in der Nähe der [[Bergwerk]]e oder [[Aufbereitungsanlage]]n gelagert, meist in großen, mit Dämmen abgetrennten [[Absetzbecken (Bergbau)|Absetzbecken]]  oder Schlammteichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;at-minerals.com 2018&amp;quot;&amp;gt;[https://www.at-minerals.com/de/artikel/at_Immer_oben_auf_trotz_unter_Tage_Dekanter_im_Bergbau_3205787.html Artikel über Tailings] at-minerals.com, 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft und Wortgebrauch ==&lt;br /&gt;
Im Englischen sind &amp;#039;&amp;#039;tailings&amp;#039;&amp;#039; Rückstände, die bei Verarbeitungsvorgängen wie Zermahlen oder Destillieren anfallen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;collinsdictionary.com&amp;quot;&amp;gt;[https://www.collinsdictionary.com/de/worterbuch/englisch/tailing &amp;#039;&amp;#039;tailing&amp;#039;&amp;#039;] bei &amp;#039;&amp;#039;collinsdictionary.com&amp;#039;&amp;#039;. Siehe unter &amp;#039;&amp;#039;Amerikanisches Englisch&amp;#039;&amp;#039; Bedeutung 1 zum Pluralwort &amp;#039;&amp;#039;tailings&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich um eine Wortbildung zu englisch &amp;#039;&amp;#039;tail&amp;#039;&amp;#039; („Schwanz“),&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.collinsdictionary.com/de/worterbuch/englisch/tailing &amp;#039;&amp;#039;tailing&amp;#039;&amp;#039;] bei &amp;#039;&amp;#039;collinsdictionary.com&amp;#039;&amp;#039;. Siehe &amp;#039;&amp;#039;Wortherkunft von tailing&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei hier das „hintere Ende“ der Verarbeitung gemeint ist, an dem die Rückstände anfallen. Das englische Wort &amp;#039;&amp;#039;tailings&amp;#039;&amp;#039; wird vor allem im Kontext der Erzaufbereitung verwendet, zum Beispiel für [[Rotschlamm]] (englisch &amp;#039;&amp;#039;bauxite tailings&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;red sludge&amp;#039;&amp;#039;), der bei der Gewinnung von [[Bauxit]] als Rückstand anfällt; es wird aber auch bei der Verarbeitung beispielsweise von Getreide verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.merriam-webster.com/dictionary/tailing &amp;#039;&amp;#039;tailing&amp;#039;&amp;#039;] bei merriam-webster.com, Bedeutung 1 (mit dem Hinweis &amp;#039;&amp;#039;usually used in plural&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Englischen ist &amp;#039;&amp;#039;Tailings&amp;#039;&amp;#039; auch im Deutschen ein [[Pluralwort]]. Innerhalb von [[Komposition (Grammatik)|Wortzusammensetzungen]] kann das Plural-s allerdings entfallen. Beispielsweise wird neben &amp;#039;&amp;#039;Tailingsbecken&amp;#039;&amp;#039; auch die Wortform &amp;#039;&amp;#039;Tailingbecken&amp;#039;&amp;#039; mit etwa gleicher Häufigkeit verwendet. Ebenso wird im Englischen neben &amp;#039;&amp;#039;tailings pond&amp;#039;&amp;#039; (deutsch „Tailingsbecken“) auch die Wortform &amp;#039;&amp;#039;tailing pond&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&amp;lt;!-- alles bei Google leicht zu erkennen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem ausführlichen [[Beste verfügbare Techniken|BVT]]-Merkblatt des [[Umweltbundesamt (Deutschland)|Umweltbundesamtes]] zum Management von Bergbauabfällen wurde englisch &amp;#039;&amp;#039;tailings&amp;#039;&amp;#039; mit &amp;#039;&amp;#039;Aufbereitungsrückstände&amp;#039;&amp;#039; übersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Umweltbundesamt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;BVT-Merkblatt zum Management von Bergbauabfällen und Taubgestein. Juli 2004.&amp;#039;&amp;#039; Englisch; einzelne Kapitel auch in deutscher Übersetzung ([https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/419/dokumente/bvt_management-bergbauabfaelle_vv.pdf PDF]; 11,4 MB). In den deutschen Kapiteln kommt das Wort &amp;#039;&amp;#039;Aufbereitungsrückstände&amp;#039;&amp;#039; mehr als 800-mal vor.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begriffsabgrenzung ===&lt;br /&gt;
Zu trennen ist der Begriff vom [[Abraum (Bergbau)|Abraum]], welcher das [[taubes Gestein|taube Gestein]] bezeichnet, welches im Zuge des Bergbaus entfernt wurde, jedoch üblicherweise nur mechanisch und nicht chemisch bearbeitet wurde. Dennoch können auch [[Abraumhalde|Abraum-]] oder [[Bergehalde]]n ökonomische und ökologische Probleme verursachen. Beim Tagebau werden auch über dem abzubauenden Rohstoff befindliche Materialien ([[Deckgebirge]]) sowie zwischen [[Flöz]]en gelegene [[Zwischenmittel]] abgeräumt. Soweit es sich dabei um fruchtbaren [[Mutterboden]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Löß]]) handelt, wird dieses Material für eine spätere [[Rekultivierung]] gelagert, die weit überwiegende Mehrheit wird jedoch verkippt oder zur Verfüllung von [[Tagebaurestloch|Tagebaurestlöchern]] genutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls ähnlich aber nicht deckungsgleich ist der Begriff [[Schlacke (Metallurgie)|Schlacke]], der zumeist einen [[Metallurgie|metallurgischen]] Rest- oder Abfallstoff bezeichnet. Teilweise kann diese als [[Sekundärrohstoff]] (zum Beispiel als Baumaterial) sinnvoll verwendet werden, oftmals lassen angesichts der Belastung mit diversen Schadstoffen die Regularien jedoch ausschließlich die Deponierung zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltgefährdung ==&lt;br /&gt;
Mengenmäßig besonders bedeutsam sind insbesondere [[Rotschlamm]] (aus dem Aluminiumabbau) und [[Phosphorgips]] (aus der Phosphatgewinnung). Bei ersterem ist vor allem dessen hoher [[pH-Wert]] problematisch, da er Schwermetalle in wasserlösliche Formen überführt, die bei neutralem pH-Wert nicht wasserlöslich sind. Phosphorgips hingegen ist – je nach Herkunft – durch seine Belastung mit [[Radium]] ein [[TENORM]]-Problem. Hier sind insbesondere die Vorkommen in Florida zu nennen, welche dort in immer größeren Deponien gelagert werden, da keine andere Nutzung ökonomisch und legal möglich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bill Chappell |url=https://www.npr.org/2023/06/30/1185280180/florida-roads-radioactive-desantis-signs-law |titel=Radioactive waste roads in Florida: Phosphogypsum can be tested in paving : NPR |werk=npr.org |sprache=en |datum=2023-06-30 |abruf=2024-02-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://fipr.floridapoly.edu/about-us/phosphate-primer/phosphogypsum-and-the-epa-ban.php |titel=Phosphogypsum and the EPA Ban |sprache=en |abruf=2023-11-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://milberg.com/news/florida-phosphate-plants-threaten-drinking-water-biodiversity/ |titel=Florida Phosphate Plants Threaten Drinking Water, Biodiversity |sprache=en-US |abruf=2023-11-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwierigkeit bei der Lagerung der Tailings besteht darin, dass die zuvor unter der Erde im Gestein gebundenen Schadstoffe nun zerkleinert – und oft auch chemisch aufgeschlossen und dadurch [[bioverfügbar]] – sind und sich an der Erdoberfläche befinden. Damit sind sie wesentlich mobiler und gelangen leichter in die Umwelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chemikalien und Ressourcenverbrauch ===&lt;br /&gt;
Die Lagerung von Tailings in Absetzbecken kann mit einer hohen [[Umweltverschmutzung|Umweltbelastung]] verbunden sein, da die [[Erzaufbereitung]]srückstände in den Schlämmen auch giftige Stoffe wie [[Quecksilber]] und [[Arsen]] enthalten können. Ein Teil der giftigen Substanzen gelangt durch [[Winderosion|Wind]] und [[Regenerosion|Wetter]] aus den Absetzbecken in die Umwelt. Insbesondere im Zusammenhang mit Säurebildung durch Oxidation des [[Gangart (Geologie)|Gangartminerals]] [[Pyrit]]  besteht die Gefahr, dass die belastete Flüssigkeit in den Boden versickert oder in Flüsse und Seen gelangt (siehe [[Saure Grubenwässer]]).&amp;lt;ref&amp;gt;D. W. Blowes, C. J. Ptacek, J. L. Jambor, C. G. Weisener, D. Paktunc, W. D. Gould, D. B. Johnson (2014): &amp;#039;&amp;#039;The Geochemistry of Acid Mine Drainage.&amp;#039;&amp;#039; In: H. D. Turekian, K. K. Holland (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Treatise on Geochemistry.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Elsevier, Oxford 2014, ISBN 978-0-08-098300-4, S. 131–190.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; B. Dold. Evolution of Acid Mine Drainage Formation in Sulphidic Mine Tailings, Minerals, v. 4, S.&amp;amp;nbsp;621–641. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tailings.info/basics/tailings.htm &amp;#039;&amp;#039;What are tailings? Their nature and production&amp;#039;&amp;#039;] tailings.info&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch bei sehr niedrigen pH-Werten sind einige in neutralem Wasser kaum oder gar nicht lösliche Schwermetalle wasserlöslich, was deren Verbreitung in saurem Wasser deutlich beschleunigt. Vögel und andere Tiere können schwere Gesundheitsschäden erleiden, wenn sie aus Absetzbecken trinken. Zudem bringen sie dadurch Schadstoffe in die [[Nahrungskette]] ein, welche sich im schlimmsten Fall in selbiger [[Bioakkumulation|schrittweise anreichern]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem werden durch die Lagerung in Absetzbecken, die teilweise viele Quadratkilometer einnehmen, natürliche Flächen und große Mengen von Wasser verbraucht. Moderne Aufbereitungstechniken bieten die Möglichkeit, die festen Partikel aus den Schlämmen abzutrennen und sie trocken an der Erdoberfläche zu lagern. Durch die damit verbundene Zurückgewinnung des Prozesswassers wird der Wasser- und Platzbedarf enorm reduziert und die Umweltgefährdung reduziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;at-minerals.com 2018&amp;quot;/&amp;gt; Allerdings hat auch die trockene Lagerung Nachteile, wenn durch fehlende oder unzureichende Abdeckung der Deponie Stäube durch den Wind verfrachtet werden. Dies ist insbesondere in ariden Gegenden ein Problem.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mark L. Witten, Binh Chau, Eduardo Sáez, Scott Boitano, R. Clark Lantz |Titel=Early life inhalation exposure to mine tailings dust affects lung development |Sammelwerk=Toxicology and Applied Pharmacology |Band=365 |Datum=2019 |DOI=10.1016/j.taap.2019.01.009 |PMC=6349506 |PMID=30641074 |Seiten=124–132}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dammbrüche ===&lt;br /&gt;
Katastrophale Schäden können entstehen, wenn die Eindämmung eines Absetzbeckens versagt. Beispiele für [[Dammbruch|Dammbrüche]] aus jüngerer Zeit:&lt;br /&gt;
* Oktober 2010: [[Kolontár-Dammbruch]] in Ungarn mit 10 Todesopfern&lt;br /&gt;
* August 2014: [[Mount-Polley-Dammbruch]] in Kanada&lt;br /&gt;
* November 2015: [[Dammbruch von Bento Rodrigues]] in Brasilien mit 19 Todesopfern&lt;br /&gt;
* Januar 2019: [[Dammbruch von Brumadinho]] in Brasilien mit mindestens 270 bestätigten Todesopfern (Stand November 2023)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Theresa Mentrup |url=https://www.blaetter.de/ausgabe/2024/januar/die-katastrophe-von-brumadinho-und-die-deutsche-verantwortung |titel=Die Katastrophe von Brumadinho und die deutsche Verantwortung |werk=[[Blätter für deutsche und internationale Politik]] |datum=2024-01 |seiten=29–32 |sprache=de |abruf=2025-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der bisher aufgetretenen Dammbrüche werden heute hohe Anforderungen an die Auslegung, den Bau und den Betrieb der Absetzbecken gestellt. Diese sind jedoch von den Gesetzen der jeweiligen Länder und deren Fähigkeit und Bereitschaft, diese auch durchzusetzen, abhängig, sodass nach wie vor nicht hinreichend gesicherte Dämme und Tailings-Teiche existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tailings im Uranbergbau ===&lt;br /&gt;
Auch bei der Aufbereitung von [[Uranerz]] entstehen schlammartige Rückstände, die &amp;#039;&amp;#039;Tailings&amp;#039;&amp;#039; genannt werden. Ihre Menge korreliert direkt mit der Masse des verarbeiteten Erzes, daher fallen weltweit jährlich viele Millionen Tonnen dieser schwach radioaktiven Tailings an. Beim inzwischen immer weiter verbreiteten Verfahren des in-situ-leaching wird das Uran mittels einer Lösungsflüssigkeit direkt aus dem Gestein gelöst – Zerfallsprodukte wie Radium sind in dieser Flüssigkeit nicht löslich (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Radiumsulfat]] bei Verwendung von Schwefelsäure) bzw. können mit den Verfahren, die zur Gewinnung des Urans dienen, nicht [[Fällungsreaktion|gefällt]] werden, und verbleiben daher in der Lagerstätte oder werden mit dem Lösungsmittel zurück gepumpt, wenn dieses wieder verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://large.stanford.edu/courses/2012/ph240/scott1/ |titel=In-Situ Leach Mining of Uranium |abruf=2023-11-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nuclear-power.com/nuclear-power-plant/nuclear-fuel/nuclear-fuel-cycle/uranium-mining-uranium-mines/in-situ-leaching-in-situ-recovery/ |titel=In-situ Leaching - In-situ Recovery |werk=nuclear-power.com |sprache=en-us |abruf=2023-11-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Abtrennung des Urans enthalten die Tailings beim „konventionellen“ Bergbau immer noch den größten Teil der ursprünglich im Gestein vorhandenen [[Aktivität (Physik)|Aktivität]]. Es handelt sich vor allem um die Nuklide [[Radium]]-226, [[Radon]]-222 und [[Blei]]-210 aus der [[Zerfallsreihe]] von Uran-238. Die auf eine Masseneinheit bezogene spezifische Aktivität ist jedoch im Vergleich zu vielen anderen schwachradioaktiven Abfallprodukten gering. Unmittelbare Gesundheitsschäden sind bei sachgemäßer Lagerung daher nicht zu erwarten. Während von der Entdeckung des Radiums bis zu den späten 1930er Jahren (als die [[Entdeckung der Kernspaltung]] schlagartig einen seither anhaltenden Bedarf an Uran erzeugte) selbiges der bedeutend wertvollere Anteil von Uranerzen war, und das Uran oftmals in den Tailings landete, bestehen heute keine Anwendungen von Radium mehr, welche dessen Extraktion aus Tailings ökonomisch rechtfertigen würden. Ein Grund dafür ist auch, dass künstliche Radionuklide aus Teilchenbeschleunigern und Kernspaltungsreaktoren inzwischen natürliches Radium mehr oder weniger vollständig aus seiner einstigen Verwendung als [[Radiopharmakon]] verdrängt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Endlagerung]] der Inhalte der Absetzbecken kann aufgrund deren Ausmaße nur vor Ort erfolgen. Am Beispiel der Sanierung der ehemaligen Betriebsstätten der [[SDAG Wismut]] in [[Thüringen]] und [[Sachsen]] zeigt sich, wie das vonstattengeht. Durch [[Trockenlegung]], Abdeckung und [[Renaturierung]] der Tailings wurde das Risiko der Wettererosion ausgeschlossen. Da eine Abdichtung unterhalb der Tailings nicht erfolgen konnte, bleibt das Risiko des Versickerns radioaktiver Stoffe in den Untergrund. Daher werden engmaschige Umweltkontrollen und Grundwasseraufbereitung durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Landesdirektion Sachsen [https://www.lds.sachsen.de/lds-magazin/?ID=14519&amp;amp;art_param=888]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Das Erbe der Wismut [https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Forum/139/Das_Erbe_der_Wismut_Uranabbau.pdf]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nils Engelke, Robert Klug ([[Flottweg]] Separation Technology): &amp;#039;&amp;#039;Immer oben auf, trotz „unter Tage“ – Dekanter im Bergbau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;AT Mineral Processing Europe.&amp;#039;&amp;#039; 07–08/2018, {{ISSN|2198-3429}} ([https://www.at-minerals.com/de/artikel/at_Immer_oben_auf_trotz_unter_Tage_Dekanter_im_Bergbau_3205787.html online]).&lt;br /&gt;
* [[Umweltbundesamt (Deutschland)|Umweltbundesamt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Beste verfügbare Techniken|BVT]]-Merkblatt zum Management von Bergbauabfällen und Taubgestein. Juli 2004.&amp;#039;&amp;#039; Englisch; einzelne Kapitel auch in deutscher Übersetzung ([https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/419/dokumente/bvt_management-bergbauabfaelle_vv.pdf PDF]; 11,4 MB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.tailings.info/basics/tailings.htm &amp;#039;&amp;#039;What are tailings? Their nature and production.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;tailings.info&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!-- abgerufen am 18. März 2019 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Uranbergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abfall]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Meinichselbst</name></author>
	</entry>
</feed>