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	<title>Taghaza - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T11:07:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Taghaza&amp;diff=200190&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, ISBN-Format</title>
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		<updated>2025-11-03T19:37:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, ISBN-Format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate |article=/ |NS=23/36/45.26/N |EW=4/59/26.58/W |type=city |region=ML |map=right |mapsize=200}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Taghaza&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tghaza&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Terhazza&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein verlassener Salz-Tagebau in einer &amp;#039;&amp;#039;[[Sabcha|Sebkha]]&amp;#039;&amp;#039;, einem früheren Salzsee der [[Sahara]] im Norden von [[Mali]], 800&amp;amp;nbsp;km nördlich von [[Timbuktu]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Salt selling Mopti Mali.jpg|mini|Steinsalz auf dem Markt in [[Mopti]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Taghaza war einst eine wichtige Station der Handelsroute von [[Sidschilmasa]] nach [[Walata]], bzw. ab etwa 1400 nach Timbuktu. Ihre Bedeutung für den [[Transsaharahandel]] zwischen [[Maghreb]] und [[Westafrika]] beruhte auf dem Umstand, dass sie, auf halbem Weg von Südmarokko zum Niger, ideale Zwischenrast bot, neben dem Vorkommen von qualitativ hochwertigem [[Steinsalz]], das in Blöcken für die Salzversorgung des Viehs nach Westafrika exportiert wurde. Dieses war neben Luxusartikeln aus der Mittelmeerregion ein wichtiger Tauschgegenstand für das Gold aus dem Waldland von [[Guinea]], das über die Reiche der [[Sahelzone]] (siehe: [[Reich von Ghana]], [[Reich von Mali]] und [[Songhaireich]]) gehandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte bis 1600 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Trans-Saharan routes early.svg|mini|Handelsrouten der Westsahara im Zeitraum 1000–1500. Goldfelder sind hellbraun markiert.]]&lt;br /&gt;
Taghaza wurde um 1275 erstmals urkundlich (als &amp;#039;&amp;#039;Taghara&amp;#039;&amp;#039;) vom persischen Geographen [[Zakariya Qazwini]] erwähnt. Er berichtete, die Mauern der Stadt beständen aus Salzplatten, die von Sklaven gewonnen würden. 1352 erreichte nach fünfundzwanzigtägiger Karawanentour der Weltreisende [[Ibn Battūta]], auf dem Weg von Sidschilmasa nach Walata, den Marktflecken Taghaza. Er berichtete, die Hütten der Minensklaven bestünden aus Salzplatten, mit Kamelhäuten als Dachdeckung, und es gebe nur brackiges Wasser, viele Fliegen, aber keine Bäume. Gleichwohl aber würde intensiver Handel um Gold(staub) betrieben.&amp;lt;ref Name=Fischer&amp;gt;Rudolf Fischer, Gold, Salz und Sklaven, S. 113 f. (s. Lit.)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ergiebigkeit der Saline ließ Vermutungen zu, dass Taghaza die bereits von [[Abū ʿUbaid al-Bakrī|al-Bakrī]] beschriebene Salzmine &amp;#039;&amp;#039;Tatental&amp;#039;&amp;#039; gewesen sein könnte.&amp;lt;ref Name=Fischer /&amp;gt; 1375 wurde Taghaza durch Erwähnung im [[Katalanischer Weltatlas|Katalanischen Weltatlas]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:Europe Mediterranean Catalan Atlas.jpeg|Abbildung aus dem Katalanischen Weltatlas, um 1375]] (Wikimedia Commons)&amp;lt;/ref&amp;gt; in Europa bekannt. Im 15. Jahrhundert übernahm das Songhaireich die Kontrolle Taghazas. Um 1510 verbrachte der arabische Geograph [[Leo Africanus]] drei Tage in Taghaza. In seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Descrittione dell’Africa&amp;#039;&amp;#039; („Beschreibung Afrikas“) beklagte er sich über das brackige Brunnenwasser und die prekäre Nahrungsversorgung, die von zwanzig Tagesritten entfernten Lieferquellen abhing. Als es nach 1540 zum Konflikt mit den aus [[Marokko]] stammenden [[Saadier]]n um Taghaza kam, und diese unter [[Ahmad al-Mansur]] 1586 die Salzmine eroberten, gaben die Songhai Taghaza auf und erschlossen stattdessen die in südöstlicher Richtung 150&amp;amp;nbsp;km entfernt gelegene Salzmine von [[Taoudenni]] im &amp;#039;&amp;#039;Tal der Gazellen&amp;#039;&amp;#039;. Bereits fünf Jahre später zerbrach das Songhaireich nach einem Angriff der Saadier. Da nunmehr eine Ordnungsmacht fehlte, die die Handelsrouten sichern konnte, wurde der Transsaharahandel im westlichen Teil der Sahara schwer gestört: Die Hauptroute des Handels verlagerte sich auf die [[Bornustraße]] zwischen dem [[Tschadsee]] und [[Tripolis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte nach 1600 ==&lt;br /&gt;
1828 passierte [[René Caillié]], in Begleitung einer aus Timbuktu kommenden Karawane, die aus 1400 Dromedaren bestand und Sklaven, Gold, Elfenbein, Gummiharz und Straußenfedern transportierte, die Ruinen von Taghaza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 beschrieb der Afrikaforscher [[Théodore Monod (Zoologe)|Théodore Monod]] deren Zustand. 1961 publizierte Raymond Mauny für das &amp;#039;&amp;#039;Institut fondamental d’Afrique noire&amp;#039;&amp;#039; (IFAN) in Dakar eine Bestandsaufnahme der 8 und 4 [[Hektar]] großen, im Abstand von 3&amp;amp;nbsp;km zueinander liegenden Ruinenstätten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methode des Salzabbaus ==&lt;br /&gt;
Taoudenni hingegen liefert weiterhin Salz für die Viehherden der Sahelzone nach Timbuktu. Es wird dort, wie seinerzeit in Taghaza, im Tagebau gewonnen: Unter einer etwa 1,50&amp;amp;nbsp;m dicken Deckschicht aus Lehm und minderwertigem Salz&amp;lt;ref&amp;gt;{{webarchiv |url=http://www.panoramio.com/photo/18580796 |wayback=20131221025557 |text=Foto der Lehm- und Salzschichtungen in einer Minengrube von Taoudenni}}&amp;lt;/ref&amp;gt; befinden sich in Taoudenni bis zu einer Tiefe von 4&amp;amp;nbsp;m qualitativ hochwertige Steinsalzschichten, deren unterste die beste Qualität liefert. Unter extremen Bedingungen werden daraus mit primitiven Werkzeugen etwa 1,25&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;0,50&amp;amp;nbsp;m große und 30&amp;amp;nbsp;kg schwere Steinsalzplatten geschlagen,&amp;lt;ref&amp;gt;Papendieck: [http://www.mali-nord.de/download/pdf/2008_01_Reisebericht_Taoudeni.pdf &amp;#039;&amp;#039;Reise von Timbuktu nach Taoudeni&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 871&amp;amp;nbsp;kB) Dezember 2007, Fotos vom Salzabbau: S. 5+7, Schuldknechtschaft S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; von zumeist in Schuldknechtschaft stehenden Arbeitern. Mit einer &amp;#039;&amp;#039;Azalai&amp;#039;&amp;#039; genannten Karawane werden die Salzbarren in 20 Tagen nach Timbuktu transportiert, wobei ein [[Dromedar]] jeweils vier dieser Salzplatten tragen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Papendieck: [http://www.mali-nord.de/download/pdf/2008_01_Reisebericht_Taoudeni.pdf &amp;#039;&amp;#039;Reise von Timbuktu nach Taoudeni&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 871&amp;amp;nbsp;kB) Dezember 2007, Foto einer Salzkarawane: Seite 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2007 begannen Aktivitäten algerischer und italienischer Erdölfirmen nahe Taoudenni.&amp;lt;ref&amp;gt;Papendieck: [http://www.mali-nord.de/download/pdf/2008_01_Reisebericht_Taoudeni.pdf &amp;#039;&amp;#039;Reise von Timbuktu nach Taoudeni&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 871&amp;amp;nbsp;kB) Dezember 2007, Seite 2: Erdölkonzessionen&amp;lt;/ref&amp;gt; Die heutige Situation im äußersten Norden Malis ist prekär. Hier verlaufen zentrale Transportwege für Drogen aus Südamerika für den europäischen Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Salzkarawanen in der Sahara]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* RenéCaillié: &amp;#039;&amp;#039;Travels through Central Africa to Timbuctoo and across the Great Desert to Morocco, performed in the years 1824-1828&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände. Colburn &amp;amp; Bentley, London 1830. Google Books: [http://books.google.co.uk/books?id=gPMTAAAAIAAJ Volume 1], [http://books.google.co.uk/books?id=u7xjAAAAMAAJ Volume 2.] (englisch)&lt;br /&gt;
* John Hunwick: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopaedia of Islam&amp;#039;&amp;#039;, Band 10, 2. Brill, Leiden 2000, ISBN 90-04-11211-1 (englisch)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Reisen des Ibn Battuta.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben und übersetzt von Horst Jürgen Grün; 2 Bände. Allitera-Verlag, München 2007. ISBN 978-3-86520-229-1 und ISBN 978-3-86520-230-7 (Erste deutsche Übersetzung des Gesamtwerks)&lt;br /&gt;
* Ibn Battuta: &amp;#039;&amp;#039;Die Wunder des Morgenlandes. Reisen durch Afrika und Asien.&amp;#039;&amp;#039; Nach der arabischen Ausgabe von Muhammad al-Bailuni ins Deutsche übertragen, kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Ralf Elger. München 2010, ISBN 978-3-406-60068-5.&lt;br /&gt;
* Dietrich Rauchenberger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Johannes Leo der Afrikaner. Seine Beschreibung des Raumes zwischen Nil und Niger nach dem Urtext.&amp;#039;&amp;#039; (Orientalia biblica et christiana 13) Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-04172-2 (Maßgebliche wissenschaftliche Ausgabe)&lt;br /&gt;
* [[Karl Schubarth-Engelschall]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung Afrikas.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1984 (unvollständige Volksausgabe, aber von einem der besten Kenner der islamischen Afrikaforschung herausgegeben)&lt;br /&gt;
* Raymond Mauny: &amp;#039;&amp;#039;Tableau géographique de l’ouest africain au moyen age&amp;#039;&amp;#039;. Institut français d’Afrique Noire, Dakar 1961, {{OCLC|6799191}} (französisch, mit Karte und Plan der Siedlungen auf Seiten 329+486)&lt;br /&gt;
* Théodore Monod: &amp;#039;&amp;#039;Teghaza, La ville en sel gemme&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;La Nature&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 3025, 15. Mai 1938, S.&amp;amp;nbsp;289–296 (französisch)&lt;br /&gt;
* Hans Ritter: &amp;#039;&amp;#039;Salzkarawanen in der Sahara&amp;#039;&amp;#039;. Atlantis-Verlag, Zürich 1980, ISBN 3-7611-0580-0&lt;br /&gt;
* Rudolf Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Gold, Salz und Sklaven. Die Geschichte der grossen Sudanreiche Gana, Mali und Son Ghau.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, Edition Erdmann, 1986. ISBN 3-522-65010-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Mali]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region Taoudénit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Salzbergbaus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Mali]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Afrika]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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