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	<title>Tagebaurestloch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T11:19:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tagebaurestloch&amp;diff=86960&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Coyote III: typo</title>
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		<updated>2025-09-21T13:21:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Big Hole Kimberley.jpg|miniatur|„[[The Big Hole]]“, Tagebaurestloch der Kimberley-Diamantenmine in [[Südafrika]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tagebaurestloch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Vertiefung in der Erdoberfläche als Folge der Gewinnung [[Mineral|mineralischer]] [[Rohstoff]]e ([[Braunkohle]], [[Erz]], [[Sand]], [[Kies]]) im [[Tagebau]]. Von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tagebausee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tagebaurestsee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; spricht man, wenn das Restloch nach Ende des Abbaus vollläuft. Auch [[Ziegelteich]]e (Lehmlöcher) zählen definitionsgemäß hierzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Schotter- und Sandabbau im [[Nassabbau (Lockergestein)|Nassabbau]] spricht man dagegen nicht von einem Tagebaurestloch, sondern von einem [[Baggersee]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rekultivierung ==&lt;br /&gt;
Das Volumen des Tagebaurestlochs umfasst theoretisch das Massendefizit aus Rohförderung und verwertbarer Förderung, nachdem der Tagebau mit dem nicht verwertbaren Material ([[Abraum (Bergbau)|Abraum]]) verfüllt wurde. Endgültig stillgelegte Tagebaue müssen [[Rekultivierung|rekultiviert]] werden. Als [[Bergbaufolgelandschaft]] kann das Tagebaurestloch entweder:&lt;br /&gt;
* durch Fremdmaterial (z.&amp;amp;nbsp;B. Tunnel-Ausbruch, Kraftwerksasche, Bauschutt) gänzlich [[Versatz (Bergbau)|verfüllt]],&lt;br /&gt;
* zu einer [[Deponie]] ausgebaut oder&lt;br /&gt;
* [[Flutung (Tagebau)|geflutet]] werden.&lt;br /&gt;
=== Flutung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland ist nach der Stilllegung des Tagebaus die Flutung des Restloches die vorherrschende Variante, da in den oft ebenen Tagebaurevieren meist hohe natürliche [[Grundwasser]]stände herrschen und aufgrund hoher Umweltauflagen Fremdmaterial oft nur in geringem Umfang eingebracht werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Tagebaurestlöcher werden mit Grund- oder [[Oberflächenwasser]] geflutet. Wird die [[Grundwasserabsenkung]], welche zum Betrieb des Bergbaus als [[Wasserhaltung (Bergbau)|Wasserhaltung]] notwendig war, nach dessen Ende eingestellt, steigt der Grundwasserspiegel über den Boden des Restlochs hinaus an und es bildet sich langsam ein Stillgewässer. Teilweise wird zur Beschleunigung des Verfahrens auch Wasser aus dem [[Vorfluter]] oder [[Sümpfung]]swasser noch aktiver Tagebaue verwendet. Die [[Gewässergüte]] des entstehenden Sees hängt dabei auch von Art und Geschwindigkeit der Flutung ab. Bei einer entsprechenden Rekultivierung der Uferzonen (Abflachung und Verfestigung der Uferzonen, um Rutschungen zu verhindern, Bepflanzung) können hochwertige [[Naherholungsgebiet|Erholungslandschaften]] entstehen. Auf diese Weise entstanden zum Beispiel Teile des Naherholungsgebiets [[Naturpark Rheinland]] westlich von [[Köln]], das [[Leipziger Neuseenland]], das [[Lausitzer Seenland]] oder der [[Blausteinsee]] nördlich von [[Eschweiler]]. Auch die Restlöcher [[Tagebau Garzweiler|Garzweiler]], [[Tagebau Hambach|Hambach]] und [[Tagebau Inden|Inden]] im Rheinland sollen geflutet werden. Die Kosten und [[Ewigkeitslasten]] werden dabei teilweise vom Betreiber des ehemaligen Bergbaus aufgebracht – inzwischen auch durch Rücklage dafür vorgesehener Beträge auf Treuhandkonten –, gerade im Falle von [[Altbergbau]] ohne Rechtsnachfolger oder Insolvenz ohne entsprechend gegen Insolvenz gesicherte Rücklagen jedoch oft von der Allgemeinheit getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mitteldeutschland und der Lausitz ist dafür die [[LMBV]] zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wasserchemismus von Restseen ===&lt;br /&gt;
Restseen, die nach dem Braunkohle-Tagebau oder Erzabbau entstehen, weisen häufig einen extremen [[Hydrochemie|Wasserchemismus]] auf. Ein zentrales Umweltproblem stellt dabei das Auftreten von [[Säure|sauren]] [[Grubenwasser|Grubenwässern]] dar. Diese entstehen durch die [[Oxidation]] von [[Schwefelverbindungen]], etwa aus [[Pyrit]] oder [[schwefel]]haltigen Kohleresten, wobei [[Schwefelsäure]] gebildet wird. [[Bakterien|Bakterielle]] Aktivitäten und komplexe chemische Prozesse führen dazu, dass der [[pH-Wert]] in solchen Gewässern oft auf Werte zwischen 2 und 4 sinkt. Infolge dieser Versauerung werden aus dem [[Ausgangsgestein (Boden)|Muttergestein]] größere Mengen an Metallen wie [[Aluminium]], [[Mangan]] und [[Eisen]] gelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne ausreichende Sanierungsmaßnahmen sind diese Restseen über Jahre hinweg weder für die [[Fische|Fischfauna]] noch für die Nutzung als [[Badesee]] geeignet. Stattdessen bilden sich [[Biozönose]]n spezialisierter Organismen, die an die extremen Bedingungen angepasst sind. Um diesen Zuständen entgegenzuwirken, ist häufig über viele Jahre hinweg menschliches Eingreifen erforderlich. Während der Flutung der Tagebaurestlöcher werden daher Stoffe wie Kalk ([[Calciumcarbonat]]), [[Natronlauge]] (Natriumhydroxid) oder seltener [[Natriumcarbonat]] eingebracht, um die Schwefelsäure zu neutralisieren und den pH-Wert zu stabilisieren. Zusätzlich sorgen Zu- und Abflussleitungen für Verdünnung und [[Sauerstoff]]austausch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gelungenes Beispiel für eine erfolgreiche Sanierung ist der [[Senftenberger See]] im Lausitzer Seenland in Brandenburg, der heute eine sehr gute Wasserqualität und einen hohen Fischreichtum aufweist.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.lmbv.de/technologien/verbessern-der-wasserqualitaet/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Panorama|050816-See-in-Flutung-Klinge.jpg|1080|Flutung des [[Klinger See|Tagebaurestlochs bei Klinge]] ([[Niederlausitz]])}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagebaurestloch.jpg|[[Concordiasee (Seeland)|Tagebaurestloch von Nachterstedt]]&lt;br /&gt;
Ranau-Sabah-MamutCopperMine-03.jpg| Saurer Restsee der [[Mamut Copper Mine]] in Sabah, Malaysia&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor= |url=https://www.wismut.de/de/nl-ronneburg_tagebau-lichtenberg.php |titel=Der Tagebau Lichtenberg |werk=wismut.de |hrsg=Wismut GmbH |datum= |zugriff=2017-11-21}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor= |url=https://www.tripadvisor.de/ShowUserReviews-g187400-d4458076-r220477019-Markkleeberger_See-Leipzig_Saxony.html |titel=Vom Tagebaurestloch zum Erholungsgebiet |werk=tripadvisor.de |hrsg= |datum=2014-08-08 |zugriff=2017-11-21}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor= |url=https://www.lmbv.de/index.php/Flutungsstand.html |titel= Flutungsstand Bergbaufolgeseen |werk=lmbv.de |hrsg=LMBV |datum= |zugriff=2017-11-21}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor= |url=http://www.mz-buergerreporter.de/themen/tagebaurestloch.html |titel=Tagebaurestloch |titelerg=Themensuche |werk=mz-buergerreporter.de |hrsg=Mitteldeutsche Zeitung |datum= |archiv-url=http://web.archive.org/web/20171201032810/http://www.mz-buergerreporter.de/themen/tagebaurestloch.html |zugriff=2021-01-14 |sprache=}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Nixdorf,  Hemm, Schlundt, Kapfer, Krumbeck |url=https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/1996.pdf |titel=Braunkohlentagebauseen in Deutschland. Gegenwärtiger  Kenntnisstand  über  wasserwirtschaftliche  Belange von Braunkohlentagebaurestlöchern |werk=umweltbundesamt.de |hrsg= |datum=2000-05-31 |abruf=2021-01-14 |format=PDF |sprache=}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor= |url=https://www.lopp.de/de/tagebaurestloch-nachterstedt.html |titel=Überschusswasserableitung aus Tagebaurestlochkomplex Nachterstedt |werk=lopp.de |hrsg= |datum= |zugriff=2017-11-21}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor= Elfi Schurtzmann, Detlef Valtink |url=https://www.mz-web.de/aschersleben/salzlandkreis-sicherheitssperre-fuer-tagebaurestloch-in-frose-8393920 |titel=Salzlandkreis Sicherheitssperre für Tagebaurestloch in Frose |werk=mz-web.de |hrsg=Mitteldeutsche Zeitung |datum=2009-08-10 |zugriff=2017-11-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Titel=Beiträge zur Umweltverträglichkeitsuntersuchung Flutung Tagebaurestloch Mücheln/Geiseltalsee | Verlag=Diplomarbeiten Agentur | Datum=1998 | Ort=Hamburg | Autor=Heiko Geitner | ISBN=978-3838609768}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tagebautechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stillgewässer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tagebaurestsee|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Coyote III</name></author>
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