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	<title>Tagebau Reichwalde - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tagebau_Reichwalde&amp;diff=1561700&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;J budissin am 23. Januar 2026 um 09:46 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-23T09:46:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Bergwerk&lt;br /&gt;
|UNTERNEHMEN              = [[LEAG (Unternehmen)|LEAG]]&lt;br /&gt;
|ABBAUTECHNIK             = Tagebau&lt;br /&gt;
|BETRIEBSJAHRE_VON        = 1980&lt;br /&gt;
|BETRIEBSJAHRE_BIS        = spätestens 2038 (gemäß Kohleverstromungsbeendigungsgesetz)&lt;br /&gt;
|ROHSTOFF1                = [[Braunkohle]]&lt;br /&gt;
|LAGERFORM1               = Flöz&lt;br /&gt;
|LAGERNAME1               = 2. Lausitzer Flöz&lt;br /&gt;
|LAGERMÄCHTIGKEIT1        = 9–12&amp;amp;nbsp;m&lt;br /&gt;
|GRÖSSTE_TIEFE            = 85&amp;amp;nbsp;m&lt;br /&gt;
|FÖRDERUNG                = Bis 12 Mio.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vattenfall-20101215&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://corporate.vattenfall.de/newsroom/pressemeldungen/pressemeldungen-import/probebetrieb-an-kohlebandanlage-in-reichwalde-startet |text=&amp;#039;&amp;#039;Probebetrieb an Kohlebandanlage in Reichwalde startet.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20151225113700}} Vattenfall, 15. Dezember 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD              = 51.405898&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD               = 14.701337&lt;br /&gt;
|REGION-ISO               = DE-SN&lt;br /&gt;
|STANDORT                 = [[Reichwalde]]&lt;br /&gt;
|GEMEINDE                 = [[Boxberg/O.L.]]&lt;br /&gt;
|GEMEINDE2                = [[Rietschen]]&lt;br /&gt;
|NUTS3_BEZEICHNUNG        = Landkreis&lt;br /&gt;
|NUTS3_1                  = [[Landkreis Görlitz]]&lt;br /&gt;
|REVIER                   = [[Lausitzer Braunkohlerevier]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagebau Reichwalde 1.JPG|mini|Blick in den wieder aktivierten Tagebau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagebau Reichwalde Förderband.JPG|mini|Neue Förderanlage des Tagebaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Braunkohletagebau Reichwalde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{hsbS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rychwałdska brunicowa jama&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}) ist ein [[Tagebau]] der [[LEAG (Unternehmen)|Lausitz Energie Bergbau AG]] im Südosten des [[Lausitzer Braunkohlerevier]]s in [[Sachsen]] und wurde nach dem Ort [[Reichwalde]] in der Gemeinde [[Boxberg/O.L.]] ([[Landkreis Görlitz]]) benannt. Der Tagebau wurde in den 1980er Jahren eröffnet und dient ausschließlich der Versorgung des nahegelegenen [[Kraftwerk Boxberg|Kraftwerkes Boxberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Das bisherige Abbaugebiet des Tagebaus erstreckt sich auf einer Fläche von 7 mal 4,5 Kilometern zwischen dem [[Truppenübungsplatz Oberlausitz]] und der [[Bahnstrecke Berlin–Görlitz]] im Norden, der Gemeinde [[Rietschen]] im Osten, dem umgeleiteten Lauf des [[Weißer Schöps|Weißen Schöps]] und dem Ort [[Reichwalde]] im Süden sowie [[Kringelsdorf]] und [[Boxberg (Oberlausitz)|Boxberg]] im Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tagebaugebiet gehört heute zu den Gemeinden Rietschen und Boxberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Braunkohle ==&lt;br /&gt;
Die Braunkohle lagert im Tagebau Reichwalde bis zu 85 Meter unter der Erdoberfläche. Das Flöz hat eine Mächtigkeit von neun bis zwölf Metern. Die Vorräte belaufen sich auf 366 Millionen Tonnen Braunkohle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1980 wurde mit der Erschließung des östlichsten Tagebaus im Lausitzer Revier begonnen. Südlich des bereits seit 1973 fördernden [[Tagebau Nochten|Tagebaus Nochten]] wurde in einem dichter besiedelten Gebiet mit der Feldentwässerung begonnen. 1987 erfolgte die erste Braunkohleförderung in Reichwalde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Förderung wurde 1999 aus Rentabilitätsgründen gestundet. 2007 begannen die Arbeiten für die Wiederinbetriebnahme, die laut Vattenfall etwa 350 Millionen Euro kosteten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://corporate.vattenfall.de/newsroom/pressemeldungen/pressemeldungen-import/im-tagebau-reichwalde-geht-modernste-f60-in-betrieb |text=&amp;#039;&amp;#039;Im Tagebau Reichwalde geht modernste F60 in Betrieb.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20151225113701}} Vattenfall, 6 April 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem wurden alle Fördergeräte erneuert, darunter auch die Förderbrücke [[F60]]. Seit Anfang April 2010 wurden in Reichwalde wieder Abraummassen umgesetzt um die notwendige Kohlefreilage für den Grubenbetrieb zu schaffen. Im Dezember 2010 wurde die Braunkohleförderung wieder aufgenommen, geplant war der Abbau bis Mitte der 2040er Jahre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vattenfall-20101215&amp;quot; /&amp;gt; Bedingt durch den [[Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland|Kohleausstieg in Deutschland]], der bis 2038 abgeschlossen sein soll, ist davon auszugehen, dass die Förderung eher endet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. April 2018 geriet das offengelegte Kohleflöz in Brand. Das Feuer erreichte schnell eine Ausdehnung von bis zu 2000 × 100 Metern und brannte über mehrere Tage, da der Brand durch den herrschenden Wind immer wieder angefacht wurde. Bei dem mehrere Tage andauernden Brand wurden das Kohleförderband auf einer Länge von mehreren hundert Metern sowie mehrere Feuerwehrfahrzeuge bei der Brandbekämpfung beschädigt. Als Maßnahme gegen den Brand unternahm der Betreiber LEAG die Zuschüttung der brennenden Fläche mit Hilfe der Abraumförderbrücke. Warum es zu diesem Brand kommen konnte, war zunächst unklar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.sz-online.de/nachrichten/erneut-brand-im-tagebau-reichwalde-3925303.html |titel=Erneut Brand im Tagebau Reichwalde |werk=[[Sächsische Zeitung]] |datum=2018-04-26 |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180426213618/http://www.sz-online.de/nachrichten/erneut-brand-im-tagebau-reichwalde-3925303.html |archiv-datum=2018-04-26 |abruf=2018-04-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mdr.de/sachsen/bautzen/tagebau-brand-reichwalde-planierraupen-loeschen-100.html |titel=Tagebau-Canyon wirkte bei Windstärke 8 wie ein Kamin |hrsg=[[Mitteldeutscher Rundfunk]] |datum=2018-04-28 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180429024414/https://www.mdr.de/sachsen/bautzen/tagebau-brand-reichwalde-planierraupen-loeschen-100.html |archiv-datum=2018-04-29 |abruf=2018-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kohleförderung wurde am 25. Mai 2018 wieder aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leag.de/de/news/details/kohlefoerderung-im-tagebau-reichwalde-beginnt-wieder/ |titel=Kohleförderung im Tagebau Reichwalde beginnt wieder |hrsg=[[LEAG (Unternehmen)|LEAG]] |datum=2018-05-25 |abruf=2018-07-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orts- und Flächeninanspruchnahme ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Altliebel 2011 4.JPG|mini|Beräumtes Tagebauvorfeld am ehemaligen Standort des Dorfes [[Altliebel]] (2011)]]&lt;br /&gt;
Dem Tagebau Reichwalde musste in den 1980er Jahren die gesamte Gemeinde [[Wunscha]] ({{hsbS|Wunšow}}) mit ihren Ortsteilen [[Publick]] &amp;#039;&amp;#039;(Publik)&amp;#039;&amp;#039;, [[Reichwalder Schäferei]] &amp;#039;&amp;#039;(Mosty)&amp;#039;&amp;#039; und [[Schadendorf (Wüstung)|Schadendorf]] &amp;#039;&amp;#039;(Pakosnica)&amp;#039;&amp;#039; weichen. Insgesamt wurden hier 173 Einwohner umgesiedelt. Außerdem wurden der natürliche Lauf des [[Weißer Schöps|Weißen Schöps]], der Zusammenfluss mit dem [[Schwarzer Schöps|Schwarzen Schöps]] und große Teile der Reichwalder Teiche überbaggert und zerstört. Der Fluss selbst wurde umgelegt und passierte den Tagebau nun als Kanal an dessen Nordkante. Um den Tagebau in nordöstlicher Richtung fortführen zu können, wurde der Weiße Schöps bis 2014 nochmals verlegt, so dass er nun südlich des Tagebaus dem Schwarzen Schöps zufließt und in diesen kurz vor Reichwalde mündet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leag.de/fileadmin/user_upload/pdf/LEAG_Standortflyer_TB_Nochten-Reichwalde_.pdf |titel=Standortflyer Tagebaue Nochten/Reichwalde |hrsg=LEAG |format=PDF |offline=ja |abruf=2018-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erweiterung des Tagebaus in östliche Richtung wurden die seit Jahren im Braunkohleschutzgebiet befindlichen Ortschaften [[Mocholz]], [[Viereichen]], Zweibrück und [[Altliebel]] zwischen 1993 und 1995 evakuiert und danach abgebaut. Der vorübergehende Betriebsstopp von 1999 führte jedoch dazu, dass die Orte bis 2013 nicht abgebaggert waren, sondern als Wüstungen weiter auffindbar. Ein großer Teil der Einwohner hatte die Siedlungen schon vor der Evakuierung verlassen. Von der Weiterführung des Betriebes in Reichwalde sind auch die Teiche bei [[Hammerstadt (Rietschen)|Hammerstadt]] betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle evakuierten bzw. abgebaggerten Dörfer gehörten zum zentralen [[Sorbisches Siedlungsgebiet|Siedlungsgebiet der Sorben]] und hatten noch in den 1880er Jahren einen Anteil von über 90 % sorbischsprachigen Einwohnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
Im Tagebau Reichwalde werden verschiedene Abbaugeräte und -techniken zur Freilegung und Gewinnung der Rohbraunkohle eingesetzt. Hierbei sind im Einsatz&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.ostkohle.de/html/reichwalde.html&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geräte im Vorschnittbetrieb ===&lt;br /&gt;
* [[Absetzer]] 1121 A2Rs-B&amp;amp;nbsp;10000.110&lt;br /&gt;
* [[Schaufelradbagger]] 1571 SRs&amp;amp;nbsp;2000&amp;amp;nbsp;+&amp;amp;nbsp;VR&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geräte im Brückenbetrieb ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Afb 35 F60 2012-07-30.jpg|mini|Förderbrücke F60 Nr. 35]]&lt;br /&gt;
* [[Abraumförderbrücke]] 35 [[F60]]&lt;br /&gt;
* [[Eimerkettenbagger]] 1302 Es&amp;amp;nbsp;3750&lt;br /&gt;
* Eimerkettenbagger 1305 Es&amp;amp;nbsp;3750&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geräte im Grubenbetrieb ===&lt;br /&gt;
* Eimerkettenbagger 341 ERs&amp;amp;nbsp;710&lt;br /&gt;
* Eimerkettenbagger 365 ERs&amp;amp;nbsp;710&lt;br /&gt;
* Schaufelradbagger 1534 SRs&amp;amp;nbsp;1301&lt;br /&gt;
* Schaufelradbagger 1575 SRs&amp;amp;nbsp;702&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geräte auf dem Kohlelagerplatz (zusammen mit Tagebau Nochten) ===&lt;br /&gt;
* Kombiniertes Halden-Gerät 1815 KSs&amp;amp;nbsp;8800&lt;br /&gt;
* Kombiniertes Halden-Gerät 1825 KSs&amp;amp;nbsp;12000&lt;br /&gt;
* [[Rückladegerät]] 2003 RE&amp;amp;nbsp;1800&lt;br /&gt;
* Rückladegerät 2004 RE&amp;amp;nbsp;1800&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transport der Kohle ==&lt;br /&gt;
Seit 2010 wird die Braunkohle aus Reichwalde direkt über eine 13,5 Kilometer lange Bandanlage zum Kohlelagerplatz am Kraftwerk Boxberg befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste deutscher Braunkohletagebaue]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der aktiven Bergwerke in Deutschland#Braunkohle-Tagebaue|Liste der aktiven Bergwerke in Deutschland, Abschnitt Braunkohle-Tagebaue]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ostkohle.de/html/reichwalde.html Bilder vom Tagebau auf ostkohle.de]&lt;br /&gt;
* zeit.de vom 14. September 2020: [https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-08/kohleausstieg-lausitz-strukturwandel-tagebau-arbeitsmarkt-braunkohle/komplettansicht Reportage]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:LEAG-Tagebau|Reichwalde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Landkreis Görlitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Rietschen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Boxberg/O.L.)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwerk in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwerk in Sachsen|Reichwalde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;J budissin</name></author>
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