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	<title>Tagebau Profen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tagebau_Profen&amp;diff=2555895&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leuni: Änderung 266414791 von Knoerz rückgängig gemacht; &quot;In der Geologie ist die Deckschicht, eine Schicht unmittelbar oberhalb der gerade betrachteten Schicht (beispielsweise der Lagerstätte).&quot; Auf dem Foto ist keine Deckschicht zu sehen, sondern Abraum, damit ist das eine Halde.</title>
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		<updated>2026-04-22T18:37:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/266414791&quot; title=&quot;Spezial:Diff/266414791&quot;&gt;266414791&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Knoerz&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Knoerz&quot;&gt;Knoerz&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; &amp;quot;In der Geologie ist die Deckschicht, eine Schicht unmittelbar oberhalb der gerade betrachteten Schicht (beispielsweise der Lagerstätte).&amp;quot; Auf dem Foto ist keine Deckschicht zu sehen, sondern Abraum, damit ist das eine Halde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Bergwerk&lt;br /&gt;
|UNTERNEHMEN= [[MIBRAG]]&lt;br /&gt;
|ABBAUTECHNIK= Tagebau&lt;br /&gt;
|BETRIEBSJAHRE_VON= 1941&lt;br /&gt;
|BETRIEBSJAHRE_BIS= 2035&lt;br /&gt;
|ABRAUM= 20–26 Mio.&lt;br /&gt;
|ROHSTOFF1= [[Braunkohle]]&lt;br /&gt;
|LAGERFORM1= Flöz&lt;br /&gt;
|LAGERNAME1= Böhlener Oberflöz&lt;br /&gt;
|ROHSTOFF2= [[Braunkohle]]&lt;br /&gt;
|LAGERFORM2= Flöz&lt;br /&gt;
|LAGERNAME2= Thüringer Hauptflöz&lt;br /&gt;
|ROHSTOFF3= [[Braunkohle]]&lt;br /&gt;
|LAGERFORM3= Flöz&lt;br /&gt;
|LAGERNAME3= Sächsisch-Thüringisches Unterflöz&lt;br /&gt;
|FÖRDERUNG= 7,5 Mio.&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD= 51.131592395082585&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD= 12.180919647216797&lt;br /&gt;
|REGION-ISO= DE-ST&lt;br /&gt;
|STANDORT= [[Profen]]&lt;br /&gt;
|GEMEINDE= [[Hohenmölsen]]&lt;br /&gt;
|GEMEINDE2= [[Elsteraue]]&lt;br /&gt;
|GEMEINDE3= [[Zeitz]]&lt;br /&gt;
|GEMEINDE4= [[Elstertrebnitz]]&lt;br /&gt;
|NUTS3_BEZEICHNUNG= Landkreis&lt;br /&gt;
|NUTS3_1= [[Burgenlandkreis]]&lt;br /&gt;
|NUTS3_2= [[Landkreis Leipzig]]&lt;br /&gt;
|REVIER= [[Mitteldeutsches Braunkohlerevier]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tagebau Profen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Braunkohletagebau]] rund neun Kilometer nordöstlich von [[Zeitz]] und drei Kilometer westlich von [[Pegau]]. Etwa 75 Prozent der beanspruchten Flächen liegen im [[Burgenlandkreis]] in [[Sachsen-Anhalt]] und 25 Prozent im [[Landkreis Leipzig]] in [[Sachsen]]. Der [[Aufschluss (Bergbau)|Aufschluss]] des [[Tagebau]]s begann im Jahr 1941 in der Nähe von [[Profen]]. Der heutige Betreiber ist die im Jahr 1994 privatisierte [[Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH]] (MIBRAG), seit 2012 ein Tochterunternehmen der [[EP Energy|EP Energy a.s.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Derzeitiger Betrieb ==&lt;br /&gt;
Der Tagebau erstreckt sich heute über drei Abbaufelder: &amp;#039;&amp;#039;Profen-Süd&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schwerzau&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Domsen&amp;#039;&amp;#039;. Es handelt sich um einen kombinierten Band-LKW-Tagebau, in dem drei [[Kohleflöz]]e abgebaut werden. Die geförderte Kohle entstand vor 45 bis 20 Millionen Jahren. Zur Freilegung des Hauptflözes muss neben dem [[Abraum (Bergbau)|Abraum]] eine fünf bis zehn Meter starke [[Quarzit]]einlagerung beseitigt werden. Der Abtransport des Abraums erfolgt über ein Drei-Schnitt-[[Förderband]]. Das [[Metamorphes Gestein|metamorphe Gestein]] wird durch [[Sprengung]] aufgelockert und mittels Hydraulikbagger sowie Frontschaufellader auf Schwerlastkipper (85&amp;amp;nbsp;t Nutzlast) verladen. Der zwischen dem Ober- und Unterflöz anstehende Mittelabraum gelangt über Förderbänder zum [[Absetzer]]. Die Abraummassen werden seit dem Jahr 1999 auf einer [[Halde]] innerhalb des Tagebaus verkippt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pro Jahr fallen 20 bis 26 Millionen Kubikmeter Abraum an. Dem steht eine jährliche Kohleförderung von etwa 7,5 Millionen Tonnen gegenüber. Als Großgeräte sind verschiedene [[Eimerkettenbagger]], [[Absetzer]], [[Schaufelradbagger]] und [[Rückladegerät]]e im Einsatz. Die Förderbänder haben eine Gesamtlänge von 36 km. Das Fassungsvermögen des Kohlemisch- und Stapelplatzes (KMS) beträgt 400.000 Tonnen. Hier wird die Rohbraunkohle zerkleinert, gemischt und zwischengelagert. Der Weitertransport der Braunkohle zur [[Kraft-Wärme-Kopplung|Wärmeerzeugung]], [[Elektrische Energieerzeugung|elektrischen Energieerzeugung]] und [[Kohleveredlung|Veredlung]] erfolgt per Bahn und LKW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Tagebaubetrieb ist eine ständige [[Wasserhaltung (Bergbau)#Wasserhebung|Wasserhebung]] notwendig. Abgepumpt werden pro Minute bis zu 120 Kubikmeter [[Grubenwasser]], das seit dem Jahr 2017 über eine Wasserreinigungsanlage am Rande des Tagebaus behandelt und in die [[Weiße Elster]] geleitet wird. Gegenwärtiger Hauptabnehmer der Braunkohle aus dem Tagebau Profen ist nach Angaben des Betreibers das [[Kraftwerk Schkopau]] in Sachsen-Anhalt. Dieses [[Braunkohlekraftwerk]] liefert Strom und [[Prozesswärme]] an verschiedene mitteldeutsche Standorte der [[Dow Olefinverbund|Dow Olefinverbund GmbH]] sowie in das öffentliche [[Stromnetz]] und in das [[Bahnstrom|Netz der Deutschen Bahn]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mibrag.de/wg-inhalte/uploads/MIBRAG-Besucherinformation-Tagebau-Profen-2019.pdf &amp;#039;&amp;#039;Tagebau Profen.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 2,0&amp;amp;nbsp;MB) Besucherinformationen der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Stand 2019), abgerufen am 29. April 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mibrag.de/geschaeftsfelder/bergbau/tagebau-profen &amp;#039;&amp;#039;Tagebau Profen.&amp;#039;&amp;#039;] Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (Stand 2022), abgerufen am 29. April 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das von der [[MIBRAG]] beziehungsweise ihrer alleinigen Gesellschafterin [[EP Energy]] betriebene [[Industriekraftwerk Wählitz]] ist an das [[Werkbahn]]netz des Tagebaus Profen angeschlossen und wird täglich mit zwei Zügen Rohbraunkohle beliefert. Ein weiterer Hauptabnehmer war das [[Kraftwerk Deuben]], das nach zahlreichen Protesten und Störfällen am 7. Dezember 2021 vom Netz genommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussagen von Umweltaktivisten und Mitgliedern des [[Deutscher Bundestag|deutschen Bundestages]] zufolge, beliefert die MIBRAG mit Braunkohle aus dem Tagebau Profen seit dem Jahr 2012, offiziell nach unternehmenseigenen Angaben seit 2014, die Braunkohlekraftwerke in [[Komořany u Mostu]] und [[Opatovice nad Labem]] in [[Tschechien]], wo der Betrieb von Braunkohletagebauen im Jahr 2022 vollständig eingestellt werden soll und schon seit 2012 unfreiwillige bergbauliche Grundabtretungen nicht mehr zulässig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.klima-allianz.de/fileadmin/user_upload/Dateien/Daten/Publikationen/Hintergrund/2015_11_Rechtsgutachten_zur_Rechtswidrigkeit_von_Braunkohleexporten.pdf Rechtsgutachten vom 28. Oktober 2015] Klima-Allianz Deutschland, abgerufen am 17. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.epcoaltrading.cz/de/produkte/mibrag/ Konzernangaben zur MIBRAG] EP Coal Trading, abgerufen am 17. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/038/1803819.pdf &amp;#039;&amp;#039;Braunkohlelieferungen in die Tschechische Republik.&amp;#039;&amp;#039;] Deutscher Bundestag Drucksache 18/3819, abgerufen am 17. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagebau Profen 1996.jpg|mini|Tagebau Profen, 1996]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagebau Profen.jpg|mini|Tagebau Profen, 2018]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagebau Profen-Süd.jpg|mini|Abbaufeld Profen-Süd, 2006]]&lt;br /&gt;
[[Datei:AP-Schwerzau1.JPG|mini|Abbaufeld Schwerzau, 2009]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbunden mit der [[Industrialisierung]] stieg in Mitteldeutschland gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Nachfrage nach heimischer Kohle für den [[Hausbrand (Brennstoff)|Hausbrand]], vor allem aber für die wachsende Anzahl von Fabriken stark an. Verkehrsgünstig an der [[Bahnstrecke Leipzig–Probstzella|Bahnstrecke Leipzig-Zeitz]] gelegen, eröffnete in rund vier Kilometer Entfernung vom Haltepunkt [[Profen]] die &amp;#039;&amp;#039;Waldauer Braunkohlen-Industrie AG&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1908 die [[Untertagebau|Tiefbaugrube]] &amp;#039;&amp;#039;Bunge-Nebe&amp;#039;&amp;#039; bei [[Queisau]]. Zwei Jahre später baute das Unternehmen eine [[Brikettfabrik]] in Profen mit sechs [[Presse (Fertigungsmaschine)|Umformpressen]] und einer [[Nasspressstein]]anlage. Die Fabrik wurde zunächst über eine [[Luftseilbahn]] mit Rohbraunkohle aus der &amp;#039;&amp;#039;Grube Bunge-Nebe&amp;#039;&amp;#039; beliefert. Noch zu [[Deutsche Demokratische Republik|DDR-Zeiten]] trugen die [[Brikett]]s aus Profen die Prägung &amp;#039;&amp;#039;Waldau&amp;#039;&amp;#039;. Damit war ersichtlich, dass die installierten Pressen von 1910 unverändert viele Jahrzehnte in Betrieb blieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LMBV-Profen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.agreement-berlin.de/wp-content/uploads/2017/04/doku-19_Profen.pdf &amp;#039;&amp;#039;Profen.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[LMBV]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsches Braunkohlenrevier, Wandlungen und Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;, Heft 19, Senftenberg 2016. S. 6. Abgerufen am 15. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Heiko Gösel: [http://www.droyssig.de/site/Forstkurier/2015/062015oPo5/page.pdf &amp;#039;&amp;#039;Weißenborner Heimat. Echo vergangener Zeiten.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF) In: &amp;#039;&amp;#039;Forstkurier&amp;#039;&amp;#039;, Weißenborn 2015, S. 17. Abgerufen am 15. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Waldauer Braunkohlen-Industrie AG wurde 1911 von der [[Werschen-Weißenfelser Braunkohlen AG]] übernommen, die sich 1924 mit der Aktiengesellschaft der [[Anhaltische Kohlenwerke|Anhaltischen Kohlenwerke]] (AKW) zuerst im Rahmen einer Verwaltungsgemeinschaft und 1940 vollständig vereinte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://purl.org/pressemappe20/folder/co/043680 &amp;#039;&amp;#039;Werschen-Weißenfelser Braunkohlen AG Geschäftsberichte von 1924 bis 1940.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 13. Mai 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den AKW gehörte der Großtagebau in [[Wählitz]], von wo aus die Brikettfabrik in Profen ab 1930 über werkseigene Kohlebahnen beliefert wurde. 1930 folgte die Schließung der &amp;#039;&amp;#039;Grube Bunge-Nebe&amp;#039;&amp;#039; bei Queisau. Im Mai 1938 gelangten die Aktien der Werschen-Weißenfelser Braunkohlen AG und der Anhaltischen Kohlenwerke in den Mehrheitsbesitz von [[Friedrich Flick]]. Rund acht Monate später begannen in Profen die Arbeiten zur Errichtung einer hochmodernen [[Schwelerei]] im [[Lurgi]]-Spülgasverfahren, die 1940 in Betrieb ging. Zur gleichen Zeit fiel der Entschluss, in der unmittelbaren Umgebung einen neuen Großtagebau zu eröffnen. Dieser sollte in Konkurrenz zur hochtechnisierten [[Grube Otto-Scharf|Otto-Scharf Grube]] der [[A. Riebeck’sche Montanwerke]] ([[IG Farben]]) stehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LMBV-Profen&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bähr_159&amp;quot;&amp;gt;Johannes Bähr, Axel Drecoll, Bernhard Gotto, Kim Christian Priemel, Harald Wixforth: &amp;#039;&amp;#039;Der Flick-Konzern im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, 2012, S. 159. ISBN 978-3-486-58683-1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1941 begannen die [[Entwässerung]]sarbeiten für den [[Aufschluss (Bergbau)|Aufschluss]] des neuen Tagebaus. Parallel entstand eine weitere Werksbahn nach Wählitz. Über diese Verbindung erfolgte der Transport des ersten [[Abraum (Bergbau)|Abraums]] aus Profen zur Verkippung im ausgekohlten Teil des Tagebaus Wählitz II, später auch „Quarzitkippe“ genannt. Schon bei der ersten Abraumbeseitigung, die ab 1943 begann, stießen die Bagger auf [[Tertiärquarzit]], der sich als spezifisch für das unter der Oberfläche liegende [[Gebirge (Bergbau)|Gebirge]] im Raum Profen herausstellte. Während der [[NS-Diktatur]] sowie der [[SED-Diktatur]] spielten Begleitrohstoffe grundsätzlich eine untergeordnete Rolle, soweit bei der Gewinnung der Braunkohle keine Verzögerungen eintraten. Nach 1990 wurden die früheren Quarzitkippen von der Bergbauindustrie als „Zwischenlager“ bezeichnet, und die verschütteten Gruben zur „Rohstoffsicherung“ erneut geöffnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LMBV-Profen&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Dieter Stoll, Christian Niemann-Delius, Carsten Drebenstedt, Klaus Müllensiefen: &amp;#039;&amp;#039;Der Braunkohlentagebau. Bedeutung, Planung, Betrieb, Technik, Umwelt.&amp;#039;&amp;#039; Springer Science &amp;amp; Business Media, 2008, S. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bähr_159&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1944 nahm der Tagebau Profen seinen Betrieb auf. Wie von den damaligen [[Geologe]]n bei der [[Exploration (Geologie)|Exploration]] korrekt ermittelt, zeichnete sich die Rohbraunkohle in den erschlossenen Gebieten mit einem [[Bitumen]]anteil von bis zu 70 Prozent aus. Die Profener Schwelerei [[Kohleveredlung|veredelte]] die Kohle zu [[Teer|Schwelteer]], den unter anderem das im Jahr 1939 von der [[Braunkohle-Benzin AG]] (BRABAG) fertiggestellte [[Hydrierwerk Zeitz]] in [[Synthetischer Kraftstoff|synthetische Kraftstoffe]] umwandelte. Trotz der kriegswichtigen Produktion stand eine [[Devastierung]] von Orten für den Tagebau Profen zu dieser Zeit nicht zur Diskussion und wurde auch nicht in Erwägung gezogen. Vielmehr existierten ab 1942 beim [[Bergamt]] Zeitz konkrete Pläne zur [[Wiederurbarmachung]] der Tagebaufläche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://recherche.landesarchiv.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=2278852 &amp;#039;&amp;#039;Wiederurbarmachung von Bergbauflächen der Anhaltischen Kohlenwerke, Gruppe Zeitz&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Landesarchiv Sachsen-Anhalt&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 16. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im April 1945 in Profen einrückenden [[Streitkräfte der Vereinigten Staaten]] schenkten dem Tagebau wenig Beachtung. Dies änderte sich am 1. Juli 1945. Gemäß dem [[Zonenprotokoll]] rückten an diesem Tag die US-Streitkräfte aus Mitteldeutschland ab und überließen das Gebiet im Tausch gegen [[West-Berlin]] der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungsmacht]]. Deren [[Rote Armee]] war für die nun einsetzenden Enteignungen und [[Demontage (Reparation)|Demontagen]] verantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Möller: &amp;#039;&amp;#039;Amerikanische Besetzung des Leipziger Südraumes durch das V. US Corps im April 1945.&amp;#039;&amp;#039; Arps, 2006, S. 59, 74.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zur nahegelegenen Grube Otto-Scharf bei [[Köttichau]], deren Tagebauausrüstung von sowjetischen Beutekommandos zwischen Juli und November 1945 vollständig abtransportiert wurde, hielten sich die Demontagen in Profen in Grenzen. Hier ging die [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland]] (SMAD) sehr schnell auf eine Entnahme der von ihr erhobenen [[Deutsche Reparationen nach dem Zweiten Weltkrieg|Reparationsansprüche]] aus der laufenden Produktion über.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Neitmann]], [[Jochen Laufer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Demontagen in der Sowjetischen Besatzungszone und in Berlin 1945 bis 1948. Sachthematisches Archivinventar.&amp;#039;&amp;#039; BWV Verlag, 2014, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus-Peter Meinicke, Klaus Krug, Uwe Gert Müller: &amp;#039;&amp;#039;Industrie- und Umweltgeschichte der Region Sachsen-Anhalt.&amp;#039;&amp;#039; Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2003, S. 27 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. November 1946 folgte die Enteignung und Überführung der Anhaltischen Kohlenwerke in eine [[Sowjetische Aktiengesellschaft]] (SAG Maslo). Ein Betriebsteil davon wurde das „Kombinat Profen“ mit dem Tagebau Profen, der Kippfelder Wählitz I und II sowie den Brikettfabriken in Profen, Wählitz und [[Köpsen]]. Das Kombinat produzierte für die folgenden sechs Jahre nahezu ausschließlich für die [[UdSSR]]. Im April 1952 gestattete die [[SMAD]] der [[DDR]] den etappenweisen „Rückkauf“ der Braunkohlewerke Profen. Jedoch wurden erst nach dem [[Aufstand des 17. Juni|Volksaufstand vom 17.&amp;amp;nbsp;Juni 1953]] die Reparationsleistungen vollständig eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LMBV-Profen&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christiane Künzel: &amp;#039;&amp;#039;Verwaltung Sowjetische [Staatliche] Aktiengesellschaften in Deutschland (SAG).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Horst Möller]], Alexandr O. Tschubarjan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;SMAD-Handbuch. Die Sowjetische Militäradministration in Deutschland 1945–1949.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg-Verlag, 2009, S. 388–395.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1953 bis 1955 erfolgte der Bau einer Werksbahn zwischen Profen und dem [[VEB Braunkohlenwerk Deuben|VEB Braunkohlenwerk ‚Erich Weinert‘ in Deuben]].&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.agreement-berlin.de/wp-content/uploads/2017/04/doku-20_Werkbahnen-Mideu.pdf &amp;#039;&amp;#039;Werkbahnen im mitteldeutschen Braunkohlenbergbau.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[LMBV]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsches Braunkohlenrevier, Wandlungen und Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;, Heft 20, Senftenberg 2016. S. 6, abgerufen am 15. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1952 begann mit dem Aufschluss des sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Sachsenfeldes&amp;#039;&amp;#039;, westlich von [[Elstertrebnitz]], die Erweiterung des Tagebaus. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, wiesen alle nach 1945 neu eröffneten Kohlefelder erhebliche Defizite auf. Die fortan gewonnene Kohle führte zeitweise zu großen Leistungseinbrüchen in den Weiterverarbeitungswerken Profen und Deuben. Die Zumischung von Teerrückständen aus den Schwelereien zeigte nur bedingt eine Qualitätsverbesserung.&amp;lt;ref&amp;gt;Bergakademie Freiberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Freiberger Forschungshefte. Reihe A.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, 1963, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell konnte festgestellt werden, dass die Braunkohle einen relativ hohen Wassergehalt von 48 bis 60 Prozent besitzt. Nur etwa 35 bis 50 Prozent sind verbrennbares Material (Reinkohle). Bis zu 16 Prozent der verbrannten Rohbraunkohle bleiben als [[Asche]] und [[Schlacke (Verbrennungsrückstand)|Schlacke]] zurück. Der hohe Wassergehalt führt zu einem vergleichsweise niedrigen [[Heizwert]]. Als zentraler Nachteil erwies sich jedoch der [[Schwefel]]gehalt: Neben dem [[Tagebau Vereinigtes Schleenhain|Tagebau Schleenhain]] hat die Kohle aus dem Tagebau Profen deutschlandweit den höchsten Schwefelgehalt von 1,7 Prozent. Ein hoher Schwefelgehalt führt grundsätzlich zu höherem Verschleiß in den Kraftwerken sowie zu höherem Aufwand und höheren Kosten für die [[Rauchgasreinigung]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=&lt;br /&gt;
 |url=http://www.lee-lsa.de/uploads/media/Agora_Die-deutsche-Braunkohlenwirtschaft_WEB-2.pdf&lt;br /&gt;
 |titel=Die deutsche Braunkohlenwirtschaft |titelerg=(Studie)&lt;br /&gt;
 |werk=Agora Energiewende&lt;br /&gt;
 |seiten=23–25&lt;br /&gt;
 |datum=2017&lt;br /&gt;
 |sprache=de&lt;br /&gt;
 |abruf=2019-03-13&lt;br /&gt;
 |format=&lt;br /&gt;
 |offline=2024-09-28&lt;br /&gt;
 |archiv-url=&lt;br /&gt;
 |archiv-datum=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem erschwert ein ungünstiges Abraum-Kohle-Verhältnis von durchschnittlich 7:1 sowie großflächig eingelagerte Quarzitbänke bei allen nach 1945 neu eröffneten Abbaufeldern im Tagebau Profen die Gewinnung der Braunkohle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LMBV-Profen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1968 wurde der Tagebau Profen nebst angeschlossener Tagebaue und Fabriken in das [[VEB Braunkohlenwerk Deuben|VEB Braunkohlenwerk ‚Erich Weinert‘ Deuben]] integriert. Ein Jahr später erfolgte die Schließung der Profener Schwelerei. Nach der Auskohlung der alten Abbaufelder, begann im September 1971 zeitgleich der Aufschluss der neuen Tagebaue Profen-Nord und Profen-Süd. Die Felder durchlief ein Millionen Jahre altes [[Deckgebirge]] mit massiven Quarzitschichten, die mit der bisher verwendeten Baggertechnik nicht durchbrochen werden konnte. Die Beseitigung übernahm eine neu gegründete &amp;#039;&amp;#039;Hauptabteilung Bohr- und Sprengtechnik&amp;#039;&amp;#039; mit rund 100 Beschäftigten und eigens für den Tagebau Profen ausgebildeten [[Sprengmeister]]n. In den 1980er-Jahren erreichte der Jahresverbrauch an Sprengmitteln eine Größenordnung von rund 1100 Tonnen. Damit war das Braunkohlenwerk Deuben mit seinen Tagebauen Profen-Nord und Profen-Süd einer der größten zivilen Sprengstoffverbraucher der DDR. Die Förderung von Braunkohle erreichte 1977 mit rund 5,4 Millionen Tonnen im Tagebau Profen-Nord und 1989 mit rund 12 Millionen Tonnen im Tagebau Profen-Süd ihre Höhepunkte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LMBV-Profen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1990 wurde die Brikettfabrik Profen geschlossen. Das VEB Braunkohlenwerk Deuben ging zunächst in eine Aktiengesellschaft im Eigentum der [[Treuhandanstalt]] über und erhielt die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft|Mitteldeutsche Braunkohlenwerke AG]]&amp;#039;&amp;#039; (MIBRAG). Nach mehreren [[Unternehmenskauf|Übernahmen]] befindet sich das Unternehmen als [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|Gesellschaft mit beschränkter Haftung]] seit dem Jahr 2012 vollständig im Besitz der [[EP Energy|EP Energy a.s.]], ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der tschechischen [[Energetický a Průmyslový Holding]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://braunkohle.de/182-0-Mitteldeutsches-Braunkohlenrevier-1990-2017.html |wayback=20190228003936 |text=&amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsches Braunkohlenrevier 1990–2017&amp;#039;&amp;#039;}} [[DEBRIV]], abgerufen am 17. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der planmäßigen Auskohlung endete Anfang 1991 der Betrieb im Tagebau Profen-Nord. Seitdem führt die MIBRAG den Tagebau Profen-Süd als Tagebau Profen mit den Abbaufeldern Profen-Süd/D1 sowie Schwerzau und Domsen weiter. Im Jahr 2017 gab der Betreiber bekannt, dass Profen-Süd/D1 noch über 1,3 Millionen Tonnen Rohbraunkohle verfüge und bis 2021/2022 ausgekohlt sein soll. Das im Jahr 2006 eröffnete Abbaufeld Schwerzau hatte nach Unternehmensangaben 2017 noch einen Inhalt von 41 Millionen Tonnen und soll bis zum Jahr 2024 ausgebaggert werden. Der Aufschluss des 888 Hektar großen Abbaufelds Domsen begann 2016; hier rechnet die MIBRAG damit, bis zum Jahr 2035 insgesamt 82 Millionen Tonnen Rohbraunkohle abbaggern zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mz-web.de/weissenfels/entwicklung-abbaufeld-domsen-im-tagebau-profen-2238320 &amp;#039;&amp;#039;Entwicklung Abbaufeld Domsen im Tagebau Profen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Mitteldeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 4. April 2013, abgerufen am 17. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2023-01 |url=https://www.halle.ihk.de/blob/halihk24/standortpolitik/fallback1417685869570/3879954/e14c1ea43907312ff8b7c177669523e9/Mibrag-data.pdf |text=MIBRAG-Präsentation Rohstofftag Sachsen-Anhalt 29. August 2017 (S. 7.)}} [[IHK]] Halle, abgerufen am 17. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.supersonntag-web.de/wisl_s-cms/_supersonntag/7309/Zeitz/58525/Wenn_Bodo_nicht_mehr_baggern_darf___Kohleausstieg_fuer_das_Jahr_2038_geplant.html &amp;#039;&amp;#039;Wenn Bodo nicht mehr baggern darf - Kohleausstieg für das Jahr 2038 geplant.&amp;#039;&amp;#039;] Wochenspiegel-Verlag, abgerufen am 17. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Stilllegung des Veredelungswerkes in Deuben im Dezember 2021 wurde auch die Werkbahn von Profen nach Deuben eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Kohlenbahn Profen–Deuben eingestellt |Sammelwerk=eisenbahn magazin |Nummer=3 |Datum=2022 |Seiten=23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Motorsport ===&lt;br /&gt;
Das Tagebaugelände wurde seit Anfang der 2000er Jahre auch für [[Motorsport]]wettbewerbe genutzt. Bis zur Erweiterung der betrieblichen Rahmenbedingungen (Umverlegung von Förderbändern sowie Strom- und Wasserleitungen)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://magazin.baboons.de/sport-reports/rallye/das-aus-fuer-die-baja-deutschland-aber &amp;#039;&amp;#039;Das Aus für die Baja Deutschland - Aber...&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;magazin.baboons.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; fand dort bis 2017 jährlich die [[Baja Deutschland]] sowie das &amp;#039;&amp;#039;Offroad Sommerfestival&amp;#039;&amp;#039; der OF Series statt. Im Jahr 2015 war der Tagebau beispielsweise Startpunkt und Austragungsort der ersten Etappen der [[Rallye Breslau]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://rallye-international.com/Documents/Newsletters/Newsletter-Baja-2018-DE.pdf |titel=BAJA Deutschland: Eine Ära geht zu Ende... |werk=rallye-international.com |datum=2018-02 |sprache=de |abruf=2024-09-28 |format=PDF |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180814200931/http://rallye-international.com/Documents/Newsletters/Newsletter-Baja-2018-DE.pdf |archiv-datum=2018-08-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://atv-quad-magazin.com/breslau-500-race-folgt-baja-deutschland/ |titel=Breslau 500 Race folgt Baja Deutschland |werk=atv-quad-magazin.com |datum=2018-02-20 |sprache=de |abruf=2024-09-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mercedes-fans.de/magazin/news/rallye-breslau-polen-2015-unimog-und-zetro-siegreich-drei-erste-plaetze-bei-extrem-ofroad-rallye.8924 &amp;#039;&amp;#039;Rallye Breslau Polen 2015: Unimog und Zetro siegreich - Drei erste Plätze bei Extrem-Offroad Rallye.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;mercedes-fans.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mz.de/lokal/zeitz/motorsport-in-profen-offroad-event-startet-im-tagebau-2107982 &amp;#039;&amp;#039;Motorsport in Profen: Offroad-Event startet im Tagebau.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Mitteldeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 28. Mai 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20170928062618/http://www.baja-deutschland.de/de/facts/ &amp;#039;&amp;#039;Fakten zur Baja Deutschland 2017&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;baja-deutschland.de&amp;#039;&amp;#039; (archiviert)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
BAJA 300 Powerdays 2013 (10072410314).jpg|Start und Zieleinlauf der Baja 300 Powerdays 2013&lt;br /&gt;
BAJA 300 Powerdays 2013 (10069584095).jpg|Ein Teil der Strecke unterhalb einer [[Halde]] im [[Flöz|Braunkohleflöz]]&lt;br /&gt;
BAJA 300 Powerdays 2013 (10069825746).jpg|[[VW Race Touareg]] in Resten von Braunkohleflöz im Tagebau Profen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abraumkippe Pirkau ==&lt;br /&gt;
Zum VEB Braunkohlenwerk Deuben gehörte der Tagebau Pirkau, der im Jahr 1945 in Betrieb ging und unmittelbar an den Tagebau Profen südwestlich grenzte. Nachdem im Jahr 1968 der Tagebau Profen in das VEB Braunkohlenwerk Deuben integriert wurde, bildeten die beide Tagebaue faktisch eine Einheit. Im Jahr 1971 fiel der Entschluss, nicht den Tagebau Pirkau weiter nach Osten in Richtung [[Draschwitz (Elsteraue)|Draschwitz]], sondern den Tagebau Profen nach Süden in Richtung [[Döbris]] und Draschwitz zu treiben. Daraus entstand das Abbaufeld Profen-Süd, womit im Jahr 1974 der Abbau im Tagebau Pirkau endete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab diesem Zeitpunkt gehörte der stillgelegte Tagebau Pirkau auch formell zum Tagebaugebiet Profen und wurde als [[Abraumhalde|Abraumkippe]] genutzt. Die vollständige Verfüllung des Tagebaus Pirkaus mit Abraum aus dem Tagebau Profen-Süd beziehungsweise dem Baufeld Süd/D sollte ursprünglich bis 1988/89 erfolgen. Tatsächlich begann die Verfüllung erst im Jahr 1985. Die Außenkippe Pirkau wurde vom Tagebau Profen bis zum Jahr 2000 betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Staatskanzlei Sachsen-Anhalt (Hrsg.): [http://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/profen.pdf &amp;#039;&amp;#039;Teilgebietsentwicklungsprogramm für den Planungsraum Profen.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 0,2&amp;amp;nbsp;MB), 5. Juni 1996, S. 1297 f., abgerufen am 18. September 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;LMBV-Profen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zerstörte Ortschaften ==&lt;br /&gt;
Nach 1945 erreichte der Braunkohlenabbau eine neue Dimension. Zur Energieerzeugung setzte die DDR nahezu ausschließlich heimische Braunkohle ein. Die Maximierung der Fördermengen führte zur Inanspruchnahme riesiger Flächen. Orte, die in den Kohlefeldern lagen, wurden konsequent abgebaggert. Die größte Zahl der Ortsabbrüche und Umsiedlungen in Mitteldeutschland fiel daher in die Zeit der DDR. Jahrhunderte alte Gutshöfe, Kirchen und Kulturdenkmale wurden zerstört, Friedhöfe entweiht, ganze Wälder gerodet, Flüsse und Bäche verlegt, kanalisiert oder eingedeicht. Der Abbau der Braunkohle erfolgte in der DDR praktisch ohne Rücksicht auf Menschen oder Umweltbelange.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.archiv-verschwundene-orte.de/de/ausstellung/themen/umsiedlung/67878 &amp;#039;&amp;#039;Umsiedlungen: Politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in der DDR.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv verschwundener Orte&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 16. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Dieter Stoll, Christian Niemann-Delius, Carsten Drebenstedt, Klaus Müllensiefen: &amp;#039;&amp;#039;Der Braunkohlentagebau: Bedeutung, Planung, Betrieb, Technik, Umwelt.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 2008, S. 442 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Braunkohlenbergbau hat das Landschaftsbild im Raum Profen nachhaltig verändert. Im Zeitraum von 1947 bis heute erfolgte in mehreren Etappen die [[Devastierung]] von 20 Orten beziehungsweise Ortsteilen. Mehr als 6000 Menschen mussten ihre Heimat verlassen. Die Mehrheit der Betroffenen wurde in neu errichtete Stadtteile in Hohenmölsen und Zeitz umgesiedelt. In der folgenden Übersicht sind die abgebaggerten Orte im Tagebau Profen aufgeführt, einschließlich der Abraumkippe Pirkau.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.agreement-berlin.de/wp-content/uploads/2017/04/doku-18_Zeitz-Weissenfels.pdf &amp;#039;&amp;#039;Zeitz/Weißenfels.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[LMBV]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsches Braunkohlenrevier, Wandlungen und Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;, Heft 18, Senftenberg 2016. S. 13, abgerufen am 18. März 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;LMBV-Profen&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Links zu den Orten siehe dort weitere Belege.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;|Ort&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;|Umgesiedelte Einwohner&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;|Beginn der Umsiedlung/Jahr&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;|Devastierung/Jahr&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;|Umgemeindung der Flur/Jahr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pirkau (Zeitz)|Pirkau]] (Alt-Pirkau)|| 360 || 1947 || 1951 || 1951&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Streckau]] || 700 || 1953 || 1954 || 1954&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Mutschau]] || 1033 || 1955 || 1957 || 1958&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Köttichau]] || 795 || 1960 || 1962 || 1963&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Stöntzsch]] || 760 || 1963 || 1966 || 1965&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Elstertrebnitz]] (teilweise) || 110 || 1963 || 1963 || ohne&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pegau]] (teilweise) || 114 || 1963 || 1964 || ohne&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Döbris]] || 615 || 1965 || 1967 || 2009&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Domsen]] (Siedlung) || 30 || 1967 || 1968 || 1998&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Queisau]] || 187 || 1977 || 1979 || 1981&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Steingrimma]] || 178 || 1980 || 1981 || 1981&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Dobergast]] || 285 || 1983 || 1984 || 1985&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Schwerzau]] || 38 || 1994 || 1996 || 1996&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Draschwitz (Elsteraue)|Draschwitz]] (Zechenhaus) || 15 || 1994 || 1994 || ohne&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bösau]] || 86 || 1997 || 2001 || 1998&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Deumen]] || 157 || 1997 || 2002 || 1998&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Mödnitz]] || 65 || 1997 || 2005 || 1998&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Domsen]] || 173 || 1997 || 2009 || 1998&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Grunau (Hohenmölsen)|Grunau]] || 109 || 1997 || 2009 || 1998&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Großgrimma]] || 224 || 1997 || 2009 || 1998&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachnutzung ==&lt;br /&gt;
Auf einem Teil der [[Innenkippe]] des Tagebaus haben die MIBRAG und die [[Getec-Gruppe]] 2017 den [[Windpark]] &amp;#039;&amp;#039;Hohlenmölsen-Profen&amp;#039;&amp;#039; mit einer Leistung von insgesamt 28,8 [[Megawatt]] in Betrieb genommen. Errichtet wurden neun [[Windenergieanlage]]n des Typs [[Siemens Gamesa|Siemens]] &amp;#039;&amp;#039;SWT-3.2-113&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{YouTube |id=hzYdb-ZVkWs |titel=Der neue Windpark Hohenmölsen-Profen |abruf=2022-05-27 |uploader=RegioTV Borna |upload=2018-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf weiteren [[Rekultivierung]]sflächen plant die MIBRAG die Errichtung des Windparks &amp;#039;&amp;#039;Profen II&amp;#039;&amp;#039; mit einer Leistung von insgesamt 60 Megawatt und investiert rund 70 Mio. Euro. Im Juli 2024 erhielt die MIBRAG die Genehmigung nach [[Bundes-Immissionsschutzgesetz]] zur Errichtung und zum Betrieb der Anlagen des Typs [[GE Wind Energy]] 6.0-164. Das prognostizierte jährliche [[Regelarbeitsvermögen]] der zehn Windenergieanlagen soll bei 160&amp;amp;nbsp;[[Wattstunde|GWh]] liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leag.de/de/news/details/genehmigung-fuer-60-mw-windpark-auf-rekultivierten-tagebauflaechen-erteilt/ |titel=Genehmigung für 60-MW-Windpark auf rekultivierten Tagebauflächen erteilt |hrsg=LEAG |datum=2024-07-05 |abruf=2025-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Vergleich liefert ein Block des Kraftwerks Schkopau mit 450 MW ca. 1500&amp;amp;nbsp;GWh pro Jahr. Die LEAG wechselte 2025 den Anlagentyp zugunsten der [[Vestas Wind Systems|Vestas]] V162-6,2 MW.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste deutscher Braunkohletagebaue]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der aktiven Bergwerke in Deutschland#Braunkohle-Tagebaue|Liste der aktiven Bergwerke in Deutschland, Abschnitt Braunkohle-Tagebaue]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Braunkohletagebaue des Mitteldeutschen Braunkohlereviers}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Elsteraue)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Pegau)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Tagebau im Mitteldeutschen Braunkohlerevier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwerk in Sachsen-Anhalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Burgenlandkreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwerk in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Landkreis Leipzig)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leuni</name></author>
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