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	<title>Tagebau Meuro - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T15:31:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tagebau_Meuro&amp;diff=1699609&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mombacher: /* Sanierung und touristische Nutzung */ Aktualisierung Schaufelradbagger (inkl. Beleg), Wartungsbaustein entfernt</title>
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		<updated>2025-05-17T21:43:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sanierung und touristische Nutzung: &lt;/span&gt; Aktualisierung Schaufelradbagger (inkl. Beleg), Wartungsbaustein entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:1999-06-16 30A Braunkohletagebau-Meuro.jpg|hochkant=2|mini|Tagebau Meuro 1999]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tagebau Meuro&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, benannt nach dem [[brandenburg]]ischen Ort [[Meuro (Schipkau)|Meuro]], war ein von 1958 bis 1999 betriebener [[Braunkohle]][[tagebau]] im [[Lausitzer Braunkohlerevier]]. Durch kontrollierte Flutung wurde er im Rahmen der [[Rekultivierung]] in den [[Großräschener See]] umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Der [[Tagebau]] lag in der [[Niederlausitz]] im  &amp;#039;&amp;#039;Niederlausitzer Braunkohlerevier&amp;#039;&amp;#039;. Abgebaut wurde Braunkohle des Lausitzer [[Flöz|Unterflözes]] (2. Lausitzer Flözhorizont), das durch [[Pleistozän|pleistozäne]] [[Erosion (Geologie)|Erosion]] des eiszeitlichen Schmelzwassers in eine Vielzahl von Feldern zerschnitten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tagebau lag nördlich der Stadt [[Senftenberg]] und südlich von [[Großräschen]]. Im Westen begrenzte ihn die  [[Bundesautobahn 13]], im Osten die [[Bahnstrecke Großenhain–Cottbus|Bahnstrecke Priestewitz–Cottbus]] und im Norden die [[Bundesstraße 96]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Friebe abbaufolgemeuro.jpg|mini|Abbaufolge 2. Lausitzer Flöz Tagebau Meuro (Hauptfeld blau, Großräschener Feld rot) auf eine Karte aus dem Jahr 2000 aufgelegt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ilsesee58.jpg|mini|Tagebau Meuro Im Jahr 2008: Die Flächen sind weitestgehend saniert und der Großräschener See füllt sich]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tagebaukante hörlitz.JPG|mini|Blick vom Aussichtsturm Hörlitz auf die ehemalige Tagebaukante]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Klettwitz Denkmal 29.10.10 (z5).JPG|mini|Bergbau-Denkmalzug am Parkplatz des DEKRA Lausitzring]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1958 begannen die Entwässerungsarbeiten. Zwei Jahre später, 1960, erfolgten die Aufschlussarbeiten. Der Tagebau bestand aus dem Hauptfeld und den zwei Teilfeldern [[Hörlitz]] und [[Großräschen]]. Der Aufschluss erfolgte in nordöstlicher Richtung. Von 1965 bis 1970 förderte der Tagebau im Teilfeld Hörlitz, von 1970 bis 1988 im Hauptfeld und anschließend von 1988 bis 1999 im Teilfeld Großräschen Braunkohle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Braunkohlenutzung ==&lt;br /&gt;
Die geförderte Braunkohle wurde an die umliegenden [[Brikettfabrik]]en &amp;#039;&amp;#039;Fortschritt&amp;#039;&amp;#039;, Brieske, Meurostolln, &amp;#039;&amp;#039;Sonne&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Aufstieg&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Rosa-Luxemburg&amp;#039;&amp;#039; sowie an die [[Kohlekraftwerk|Kraftwerke]] Brieske, &amp;#039;&amp;#039;Sonne&amp;#039;&amp;#039;, [[Kraftwerk Jänschwalde|Jänschwalde]] und [[Kraftwerk Schwarze Pumpe|Schwarze Pumpe]] geliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt wurden 300 Millionen Tonnen Rohbraunkohle gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1999-06-16 31A Braunkohletagebau-Meuro.jpg|Eimerkettenbagger im Tagebau Meuro&lt;br /&gt;
 1999-06-16 33A Braunkohletagebau-Meuro.jpg|Eimerkettenbagger im Tagebau Meuro&lt;br /&gt;
 1999-06-16 34A Braunkohleverladeanlage-Meuro.jpg|Braunkohleverladeanlage des Tagebaus Meuro&lt;br /&gt;
 1999-06-16 35A Braunkohlezug-Meuro.jpg|Braunkohlezug bei Meuro&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orts- und Flächeninanspruchnahme ==&lt;br /&gt;
Der Tagebau nahm eine Fläche von 3583 Hektar in Anspruch. 1840 Millionen Kubikmeter Abraum wurden bewegt. Dabei wurden zahlreiche Orte teilweise oder vollständig [[Devastierung|devastiert]]. Die Orte [[Sauo]], [[Rauno]] und [[Reppist]] sowie [[Bückgen]], der spätere Ortsteil Großräschen-Süd, wurden komplett abgebaggert. Einwohner der Orte [[Sedlitz (Senftenberg)|Sedlitz]], hier der Ortsteil [[Anna-Mathilde (Senftenberg)|Anna-Mathilde]], [[Senftenberg]], [[Hörlitz]] sowie aus dem namensgebenden Ort [[Meuro (Schipkau)|Meuro]] mussten teilweise umgesiedelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umsiedelung begann 1960 mit 400 Einwohnern aus Hörlitz und 20 aus Meuro. Umgesiedelt wurden weiterhin die 760 Einwohner von Sauo bis zum Jahr 1971, 60 Einwohner aus Rauno bis zum Ortsabbruch in den Jahren 1983/1984, sowie 170 Einwohner aus Reppist, das 1986/1987 abgebaggert wurde. In Bückgen wurden sogar 2510 Einwohner bis zum Abbruch 1989/90 umgesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Teilortsabbrüche siedelte man von 1983 bis 1987 Teile der Einwohnerschaft Senftenbergs und 685 Einwohner aus Sedlitz um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sanierung und touristische Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Eurospeedway aussichtsturm.JPG|mini|DEKRA Lausitzring]]&lt;br /&gt;
Die [[Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft]] (LMBV) sanierte das Gebiet des ehemaligen Tagebaus. Dabei wurden die gekippten Böschungen abgeflacht, ehemalige Deponien entfernt oder gesichert, sowie Infrastruktur geschaffen und ehemalige Tagebauanlagen rückgebaut. Des Weiteren erfolgte eine Hebung und Reinigung des Tagebauwassers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neu entstandenen Flächen der [[Bergbaufolgelandschaft]] dienen der wirtschaftlichen und touristischen Nutzung. Aus dem ehemaligen Tagebau Meuro entstand durch [[Flutung (Tagebau)|Flutung]] des Restloches bis 2018 der [[Großräschener See]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;jan&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lmbv.de/index.php/Nachrichtenleser/lmbv-grossraeschener-see-nimmt-dank-flutung-immer-weiter-gestalt-an.html |titel=LMBV: Großräschener See nimmt dank Flutung immer weiter Gestalt an. |hrsg=Lausitzer und Mitteldeutsche&lt;br /&gt;
Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH |datum=2018-01-18 |abruf=2018-05-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Januar 2018 lag der Wasserspiegel bei 98,5 m [[Normalhöhennull|ü. NHN]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;jan&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Grossräschener See 002.JPG|mini|Großräschener See, Luftaufnahme (2015)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Großräschener See ist über den [[Ilse-Kanal]] mit dem [[Sedlitzer See]] verbunden, der aus dem [[Tagebau Sedlitz]] entstanden ist. Im Westteil des Tagebaus entstehen der sogenannte [[Ilseweiher]] und der [[Meurosee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem wiederaufgefüllten Gelände des Teilfeldes Hörlitz entstand die Motorrennstrecke [[Lausitzring]]. Die [[Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land]] präsentiert sich am Ufer des zukünftigen Sees in Großräschen an den IBA-Terrassen in einem Ausstellungs- und Informationszentrum. Dieses ist auch Station der [[Europäische Route der Industriekultur|Europäischen Route der Industriekultur]]. Im Jahr 2005 wurde am Großräschener See die Seebrücke, der zukünftige Bootssteg, errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am südwestlichen Rand des Tagebaus steht seit 2003 der [[Bagger 1473|Schaufelradbagger 1473]] (aufgrund der Farbgebung auch &amp;#039;&amp;#039; Blaues Wunder&amp;#039;&amp;#039; genannt). Er war seit 1965 nahezu durchgehend im Tagebau Meuro im Einsatz und blieb als einziges Tagebaugerät vor Ort erhalten. Anfang 2019 wurde jedoch bekannt, dass der Bagger verschrottet werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lr-online.de/lausitz/senftenberg/letzte-reise-fuer-das-blaue-wunder-vom-lausitzring_aid-35592213%3foutput=amp &amp;#039;&amp;#039;Letzte Reise für das „Blaue Wunder“ vom Lausitzring&amp;#039;&amp;#039;.] Lausitzer Rundschau am 11. Januar 2019, abgerufen am 23. Januar 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen dieses Vorhaben regte sich Bürgerprotest und das [[Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum|Landesamt für Denkmalpflege]] setzte den Bagger auf die Landesdenkmalliste. Aufgrund seines fortschreitenden Verfalls, der ein Sicherheitsrisiko darstelle, und weiteren Vandalismusschäden forderten die örtlichen Bürgermeister im August 2024 die Streichung von der Denkmalliste und Verschrottung, oder die Übernahme der Verantwortung durch das Land Brandenburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2024/08/blaues-wunder-tagebau-bagger-denkmalschutz-zukunft.html |titel=Bürgermeister wollen „Blaues Wunder“ aus Denkmalliste streichen lassen |werk=rbb24 |hrsg=Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), Berlin |datum=2024-08-13 |abruf=2025-05-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Literatur ==&lt;br /&gt;
* Otfried Wagenbrecht, Walter Stein: &amp;#039;&amp;#039;Geologische Streifzüge&amp;#039;&amp;#039;, VEB Deutscher Verlag für Grundstoffe, Leipzig, ISBN 3-342-00227-1&lt;br /&gt;
* Günter Bachmann: &amp;#039;&amp;#039;Die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde Sauo&amp;#039;&amp;#039;, VEB Braunkohlekombinat Senftenberg&lt;br /&gt;
* Hellmuth Barthel: Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Geologischer-geomorphischer Überblick&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Lausitz&amp;#039;&amp;#039;, VEB Tourist Verlag, Berlin/Leipzig, 1985&lt;br /&gt;
* Informationstafel der LMBV am Aussichtspunkt Reppist&lt;br /&gt;
* Holger Neumann, Matthias Fiedler: &amp;#039;&amp;#039;Der Tagebau Meuro und die Kohlebahnen um Senftenberg 1960 - 2003&amp;#039;&amp;#039;, Wolfgang Herdam Fotoverlag, Quedlinburg-Gernrode 2024, ISBN 978-3-933178-49-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ostkohle.de/html/meuro.html Darstellung Tagebau Meuro auf www.ostkohle.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.lausitzerbergbau.de/html/tagebau_meuro.html Darstellung Tagebau Meuro auf www.lausitzerbergbau.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tagebau im Lausitzer Braunkohlerevier|Meuro]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Landkreis Oberspreewald-Lausitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europäische Route der Industriekultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Schipkau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stillgelegtes Bergwerk in Brandenburg|Meuro]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergwerk in Europa|Meuro]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51.55829|EW=14.000015|type=landmark|region=DE-BB}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mombacher</name></author>
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