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	<title>Tafilalet - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T04:25:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tafilalet&amp;diff=1501646&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Spyridon am 18. Mai 2025 um 22:41 Uhr</title>
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		<updated>2025-05-18T22:41:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate |article=/ |map=right |NS=31/18//N |EW=4/16//W |type=city |pop=60000 |region=MA-ERR}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ziz river (js).jpg|mini|Wadi Nahr Zīz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tafilalet tinghreras est.jpg|mini|Panorama des Tafilalet vom [[Ksar]] von Tingheras bei Rissani]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tafilalet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tafilalt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|تافيلالت|d=Tāfīlālat}},&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[:ar:تافيلالت|arab. Wikipedia-Artikel]].&amp;lt;/ref&amp;gt; {{tzmS|ⵜⴰⴼⵉⵍⴰⵍⵜ}}) ist die südlichste einer vom [[Wadi]] [[Ziz (Fluss)|Ziz]] durchzogenen Gruppe mehrerer [[Oase]]n in der [[Marokko|marokkanischen]] [[Sahara]]. Diese Oasengruppe ist mit 1380&amp;amp;nbsp;km², 300 Dörfern und bis zu 150.000 Einwohnern die ausgedehnteste der Welt. Der Name Tafilalet bedeutet in der Sprache der [[Berber]] „Land der Hilali“. Hilali werden die Bewohner des Tafilalet genannt, welche von den [[Banū Hilāl]] abstammen, unter ihnen findet sich der Religionsgelehrte und Koranübersetzer [[Muhammad al-Hilali]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Oasengruppe liegt im Osten der Region [[Drâa-Tafilalet]] in den Ausläufern des [[Atlas (Gebirge)|Atlas-Gebirges]]. Die Lage wurde früher mit zehn Kamelkarawanentagen südlich von [[Fès]] angegeben, was heute bei Verwendung eines Kraftfahrzeugs und unter günstigen Bedingungen die Überquerung des gesamten Atlas an einem Tag bedeuten kann. Größte Städte im Tafilalet sind [[Erfoud]] und [[Rissani]]. Das Tafilalet ist in sieben Bezirke gegliedert und hat Zuflüsse aus Seitenwadis, wie dem [[Oued Rheris|Wadi Rheris]]. Der südlichste Teil wird Sebcha Daya ed-Daura genannt. Der frühere Gouverneurssitz von 150 Dörfern lag im heutigen Rissani.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Die traditionelle Wirtschaftsform im Tafilalet war die [[Oase#Oasenwirtschaft|Oasenwirtschaft]] mit der [[Echte Dattelpalme|Dattelpalme]] als Leitpflanze. Da aufgrund der klimatischen Gegebenheiten eine Bodenbewirtschaftung nur mit künstlicher [[Bewässerung]] möglich ist, zeigt sich [[Versalzung|Bodenversalzung]] als eines der größten Probleme für die Produktion agrarischer Güter.&amp;lt;ref&amp;gt;Mohammed El hafyani/Ali Essahlaoui/Mohamed El baghdadi et al. am 8. Januar 2019: [https://link.springer.com/article/10.1007/s12517-018-4202-2 &amp;#039;&amp;#039;Modeling and mapping of soil salinity in Tafilalet plain (Morocco)&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Arab Journal Geosciences&amp;#039;&amp;#039;, 12/35, 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher gewinnen andere Erwerbsquellen an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Handel mit gegerbten Fellen, Straußenfedern, Sklaven, Salz und Goldstaub spielte bereits in der Antike eine große Rolle. Daneben entstanden Kleinhandwerk und Kleinhandel. Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts kam der Tourismus als wichtiger Wirtschaftsfaktor hinzu – seitdem werden auch Güter produziert bzw. gehandelt wie [[Saffian]], Seide und Teppiche. Auch der Handel mit – meist glatt geschliffenen und polierten – Fossilien spielt eine Rolle im Wirtschaftsleben der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Zentrum der Oase Tafilalet liegt die ehemalige Handels- und Universitätsstadt [[Sidschilmasa]]. Sie lag auf der Karawanenroute [[Niger]] – Fès – [[Tanger]] und besteht heute aus einer fünf Meilen langen Ruinenstadt entlang des Zīz. Im 14. Jahrhundert besuchte der berberische Forschungsreisende [[Ibn Battūta]] auf seiner Reise von Fès in das &amp;#039;&amp;#039;Land der Schwarzen&amp;#039;&amp;#039; die Handelsstadt Sidschilmasa. Seit 1648 sandten die Alawiden-Sultane Bürger aus dem nördlichen Marokko als Kolonisten ins Tafilalet. Diese besetzten und befestigten die Dörfer zu [[Ksur]], andere Ksur wurden von den Herrschern selbst in Auftrag gegeben, um hierhin Witwen und andere bei Hofe unliebsame Mitglieder abzuschieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1828 besuchte der französische Afrikaforscher [[René Caillié]] als erster Europäer das Tafilalet. Der deutsche Afrikaforscher [[Gerhard Rohlfs (Afrikaforscher)|Gerhard Rohlfs]] bereiste das Gebiet im Jahr 1864. 1895 veröffentlichte der Autor [[Walter Burton Harris]] sein Werk &amp;#039;&amp;#039;Tafilet&amp;#039;&amp;#039;, in dem das [[Harka (Militär)|Harka]]-[[Reisekönigtum]] des Sultans [[Mulai al-Hassan I.]] beschrieben wird. 1903 ließ [[Charles Jonnart]] das Dorf Zenaga&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Bernard Lugan]] |Titel=Histoire des Algériens : Des origines à nos jours. |Verlag=Éditions Ellipses |Ort=Paris |Datum=2025 |ISBN=978-2-340-09958-6 |Seiten=143}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zerstören, darauf kam es in Tafilalet zu einem Aufstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
Erfoud hat sich zu einer wichtigen Hotelstadt und Drehscheibe für die aus dem Norden (Königsstädte Zentralmarokkos) oder aus dem Westen ([[Agadir]], [[Marrakesch]], Straße der Kasbahs) kommenden Touristen entwickelt. Viele besuchen das Tafilalet in erster Linie wegen der Sanddünen des [[Erg Chebbi]] bei [[Merzouga]]. Aber auch [[Rissani]] mit seinem Markt (&amp;#039;&amp;#039;[[suq]]&amp;#039;&amp;#039;) und der Grabmoschee ([[Marabout]]) von [[Moulay Ali Cherif]], des Gründers der [[Alawiden]]-Dynastie lohnt einen Besuch; die Ksur in der Umgebung von Rissani gehören zum kulturellen Erbe Marokkos. Die fast überall sichtbaren – jedoch in großer Zahl unter einer Pilzkrankheit leidenden – Palmenhaine (&amp;#039;&amp;#039;palmeraies&amp;#039;&amp;#039;) gehören zumeist nicht zum Programm der Touristenmassen und bleiben somit den Individualtouristen vorbehalten.&lt;br /&gt;
Entwicklungspotenziale und Auswirkungen des Tourismus im Tafilalet sind Gegenstand [[Wirtschaftsgeographie|wirtschaftsgeographischer]] Untersuchungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Biernert: &amp;#039;&amp;#039;Wüstentourismus in Südmarokko. Das Beispiel des Tafilalet&amp;#039;&amp;#039;. In: Maghreb-Studien 11, L.I.S.Verlag Passau 1998, ISBN 3-932820-08-8&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Verlauf der [[COVID-19-Pandemie]] gab es zeitweise keinerlei internationale Ankünfte, daher wurden Maßnahmen getroffen zur Förderung des Binnen-Tourismus.&amp;lt;ref&amp;gt;El Hafid Mohamed/Sair Aziz: [http://www.davidpublisher.com/Public/uploads/Contribute/6050113a31be6.pdf &amp;#039;&amp;#039;Moroccan Domestic Tourism: Prioritization as an Inevitable Outcome of Coronavirus&amp;#039;&amp;#039;]. In: Journal of Tourism and Hospitality Management, Nov.-Dec. 2020, Vol. 8, No. 6, p. 235–250&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerhard Rohlfs: &amp;#039;&amp;#039;Reise durch Marokko, Uebersteigung des grossen Atlas, Exploration der Oasen von Tafilet, Tuat und Tidikelt und Reise durch die grosse Wüste über Rhadames nach Tripoli.&amp;#039;&amp;#039; Bremen: J. Kühtmann 1868 {{archive.org|reisedurchmarok00rohl|online}}.&lt;br /&gt;
** Reise durch Marokko. Nachdruck des Originals aus dem Jahre 1868. Verlag der Wissenschaften 2019, ISBN 978-3-95700-086-6&lt;br /&gt;
* Walter Burton Harris: &amp;#039;&amp;#039;Tafilet, journey of exploration.&amp;#039;&amp;#039; London 1895.&amp;lt;ref&amp;gt;Comprehensive Summary &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|text=New Tafilet: Narrative of a Journey of Exploration in the Atlas Mountains and the Oases of the Sahara |url=http://www.ithacapress.co.uk/epages/es109086.sf/en_GB/?ObjectPath=%2FShops%2Fes109086_es120187592164%2FProducts%2F9781859642221 |wayback=20090104055146 }}&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Arnold Betten: &amp;#039;&amp;#039;Marokko. Antike, Berbertraditionen und Islam – Geschichte, Kunst und Kultur im Maghreb.&amp;#039;&amp;#039; DuMont-Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7701-3935-4, S. 307 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tafilalt|Tafilalet}}&lt;br /&gt;
* [http://www.peter-hug.ch/lexikon/Tafilet Meyers Konversations-Lexikon, 1888]&lt;br /&gt;
* [http://www.geogr-helv.net/7/190/1952/gh-7-190-1952.pdf Max Gschwend, 1952: Wasser oder Salz. Das Lebensproblem der Oase Tafilalet] PDF-Datei 18,2 MB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4518066-0|VIAF=244280638}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oase (Marokko)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Marokko)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drâa-Tafilalet]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Spyridon</name></author>
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