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	<title>Tafelklavier - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T05:19:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tafelklavier&amp;diff=50890&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: /* Weblinks */ -1 kaputt</title>
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		<updated>2025-09-25T20:16:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; -1 kaputt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tafelklavier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine frühe Bauform des [[Klavier]]s, bei der die [[Saite]]n horizontal quer und/oder schräg zu den Tasten  verlaufen. Diese Konstruktion ermöglicht eine rechteckige Gestaltung des Gehäuses in Form eines Tisches („Tafel“); es wurde jedoch nicht als Tisch verwendet. Es beansprucht weniger Raum als ein [[Flügel (Musikinstrument)|Flügel]]. Die Idee dieser speziellen Bauform war nicht neu, sondern wurde schon in der [[Renaissance]] bei [[Clavichord]] und [[Virginal]] angewandt. Auch das [[Pantaleon (Musikinstrument)|Pantaleon]], ein barockes &amp;#039;&amp;#039;Tafelclavier&amp;#039;&amp;#039; mit [[Hammermechanik]], hat diese Bauform.&lt;br /&gt;
[[Datei:Tafelklavier.jpg|mini|Tafelklavier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tafelklaviere waren insbesondere im 19. Jahrhundert sehr beliebt. Berühmte Musiker wie [[Franz Schubert]], [[Clara Schumann]], [[Robert Schumann]], [[Richard Wagner]] und [[Franz Liszt]] spielten und komponierten ihre Werke auf Tafelklavieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1850 wurden Tafelklaviere zunehmend industriell gefertigt. Die ersten Instrumente mit Streben, Rahmen und Anhangplatten aus Metall entstanden, um die immer größer werdende Saitenspannung abzufangen. Dadurch wurden die Instrumente immer schwerer. Was vorher durch kleine Familienbetriebe gefertigt wurde, wurde jetzt teilweise mit bis zu 600 Mitarbeitern (z.&amp;amp;nbsp;B. [[John Broadwood &amp;amp; Sons]]) in Serie hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Weiterentwicklung von [[Klavier]]en mit senkrechtem Saitenbezug ([[Giraffenklavier]], [[Lyraflügel]], [[Pianino]], piano droit, Upright etc.) kam das Tafelklavier in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts allmählich aus der Mode und wurde in Europa nach 1870 kaum noch hergestellt. In den USA überlebte das Tafelklavier in handwerklicher Herstellung noch bis  ca. 1900, zuletzt industriell 1888 in Serie gefertigt bei [[Steinway &amp;amp; Sons]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauformen ==&lt;br /&gt;
[[Musikinstrumentenbau]]er experimentierten mit verschiedenen Bauvarianten und Materialien, sodass ein Tafelklavier so viel wie ein [[Flügel (Musikinstrument)|Flügel]] kosten konnte. Für den Korpus wurden von edlem Vollholz (z.&amp;amp;nbsp;B. Kirsche) bis zu preiswerterem, furniertem Nadelholz alle Qualitätsstufen verbaut. Zu unterscheiden sind dabei (mindestens) folgende Bauformen:&lt;br /&gt;
* Saitenverlauf&lt;br /&gt;
** In den meisten Fällen übernimmt das Tafelklavier den Saitenverlauf vom Vorläufer Clavichord: tiefste Basssaite vorne (diagonal von hinten links nach vorne rechts), höchste Diskantsaite hinten.&lt;br /&gt;
** Selten ist die umgekehrte, vom [[Spinett]] übernommene Bauart: tiefste Basssaite hinten, höchste Diskantsaite vorne.&lt;br /&gt;
** Vom zunächst tendenziell parallelsaitigen Bezug geht man in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mehr und mehr zu einem strahlenförmigen Bezug über – in Einzelfällen so stark, dass die höchsten Diskantsaiten (wie beim Flügel) in Tastenrichtung verlaufen. Der kreuzsaitige Bezug wurde u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Schiedmayer]] auch in Tafelklaviere gebaut, hat sich bei diesem Instrumententyp allerdings nicht durchgesetzt.&lt;br /&gt;
* Mechanik&lt;br /&gt;
** Gleichberechtigt während der gesamten Zeit des Auftretens des Tafelklaviers sind sich jeweils weiterentwickelnde [[Stoßzungenmechanik#Stoßzungenmechanik|Stoß-]] („englische“) und [[Wiener Mechanik#Prellmechanik|Prell-]] („deutsche“ bzw. „Wiener“) Mechaniken.&lt;br /&gt;
** In seltenen Fällen treten Mechanik-Sonderformen auf, so etwa gebaut von [[Jean-Henri Pape]], Paris&lt;br /&gt;
* Pedale / Veränderungen&lt;br /&gt;
** Wie die Hammerflügel haben Tafelklaviere des 18. Jahrhunderts keine Pedale, sondern unter dem Instrumentenboden angebrachte Kniehebel, durch deren Bedienung sich die Veränderungen bewirken lassen.&lt;br /&gt;
** Typisch für Tafelklaviere wurde später – von Sonderformen abgesehen – die geringe Anzahl von Pedalen. Grundsätzlich üblich ist das &amp;#039;&amp;#039;Forte&amp;#039;&amp;#039;-Pedal zur Aufhebung der Saitendämpfung, welches häufig auch das einzige Pedal am Instrument darstellt.&lt;br /&gt;
** Im Gegensatz zu Flügel und Klavier ist beim Tafelklavier der Bau der „Verschiebung“, d.&amp;amp;nbsp;h. des [[Una corda|&amp;#039;&amp;#039;Una-Corda&amp;#039;&amp;#039;]]-Pedals (oft als &amp;#039;&amp;#039;Piano&amp;#039;&amp;#039;-Pedal bezeichnet) problematisch, da der Abstand der Saiten zueinander vom Bass bis zum Diskant kontinuierlich abnimmt. Ein Piano-Effekt ist stattdessen – in Adaption von Cembalo bzw. Spinett – durch eine dem [[Lautenzug]] verwandte Abdämpfung der Saite unmittelbar an ihrem Anfang (Verringerung der sich bildenden Obertöne) möglich.&lt;br /&gt;
** Weitere Veränderungen konnten sein: Schweller (vor allem bei englischen Tafelklavieren; um einen Teil des Deckels anzuheben bzw. abzusenken und damit zusätzliche Lautstärkenunterschiede zu erzeugen); Suboktavkoppel (beim Kölner Wilhelm Constantin Schiffer, um 1795); der [[Register (Musik)#Klavier|Fagottzug]] etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;[[Eric Feller Collection]]&amp;#039;&amp;#039; beherbergt eine der größten privaten Sammlungen historischer Tafelklaviere des 18. und frühen 19. Jahrhunderts in Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ericfeller.de/ |titel=Startseite |sprache=de |abruf=2022-11-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das [[Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg]] zeigt Tafelklaviere unter anderem von [[Hornung &amp;amp; Møller]], Jacob und Abraham Kirckman (Kirkman), Christian Baumann, [[John Broadwood]], Christian Heinrich Schröder und Johann Christopher Krogmann aus der Zeit von 1777 bis 1847.&lt;br /&gt;
* Mit 13 Tafelklavieren aus der Zeit zwischen 1771 und 1875 bietet das Pianomuseum [[Haus Eller]] einen Überblick über ein Jahrhundert Tafelklavierbau.&lt;br /&gt;
* Im Schloss Homburg in [[Triefenstein]] ist ein Tafelklavier von [[Johann Christoph Jeckel]] aus dem Jahre 1770 zu sehen. Es ist mit großem Aufwand dekoriert. Für die [[Marketerie]] des Instruments verarbeitete Jeckel [[Echte Walnuss#Holz|Nussbaum]], [[Zwetschge]], [[Ahorn]], Rosenholz ([[Palisander]]) und [[Padouk]], die [[Klaviatur]] ist kunstvoll mit [[Ebenholz]] und [[Bein (Werkstoff)|Bein]] belegt. Sein Umfang ist F1-f3. Inv. Nr. 6.&lt;br /&gt;
* Im [[LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte]] in [[Münster]] ist ein Tafelklavier von Julius [[Julius Blüthner Pianofortefabrik GmbH|Blüthner]] mit der Seriennummer 453 aus der Zeit um 1860 überliefert. Es war in früheren Jahren im Erbdrostenhof zu Münster in Verwendung.&lt;br /&gt;
* Im Piano-Museum zu Braunschweig befindet sich ein 1856 von Zeitter &amp;amp; Winkelmann, Braunschweig, gefertigtes Tafelklavier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anschlag ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Giustini 01.jpg|mini|Titelblatt von Lodovico Giustinis &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;Sonate da cimbalo di piano e forte detta volgarmente di martelletti&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;, [[Florenz]] [[1732]]]]&lt;br /&gt;
Das Tafelklavier, dessen Entwicklung Hand in Hand mit der des [[Hammerflügel]]s ging, ermöglichte, wie dieser, im Vergleich zum Cembalo eine neue Art des Anschlags und der Gestaltung im Bereich von Dynamik und Klangdifferenzierung. Diese wird durch einen kleinen modulierbaren „Hammer“ ermöglicht, durch den die Saite angeschlagen wird, im Unterschied zum „Dorn“ des Cembalos, der die Saite anreißt. Der Hammer bestand in der Frühzeit aus Holz, das mit Leder überzogen wurde und war wesentlich schmaler und leichter als bei den Tafelklavieren des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
[[Lodovico Giustini]] komponierte 1732 ausdrücklich für diesen neuen modulationsfähigen Anschlag [12] &amp;#039;&amp;#039;SONATE da Cimbalo di piano, e forte detto volgarmente di martelletti&amp;#039;&amp;#039;. Es handelt sich um das erste überlieferte Werk ausdrücklich für Hammerklavier (oder Hammerflügel).&lt;br /&gt;
Der Name des Instruments variierte in seiner Frühzeit. &amp;#039;&amp;#039;Cimbalo di piano, e forte&amp;#039;&amp;#039; wurde es von Giustini genannt und &amp;#039;&amp;#039;volgarmente di martelletti&amp;#039;&amp;#039; („mit Hämmerchen angeschlagen“). &amp;#039;&amp;#039;[[Pantaleon (Musikinstrument)#Pantaleon-Clavier|Pantaleon]]&amp;#039;&amp;#039; wurde es nach dem mit Schlägeln geschlagenen Konzert-Hackbrett des [[Pantaleon Hebenstreit]] (1668–1750), eines Musikers der [[Dresden]]er Hofkapelle, genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Boje Schmuhl|Boje E. Hans Schmuhl]], Monika Lustig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Bauweise des Tafelklaviers&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Michaelsteiner Konferenzberichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 68.) Wißner, Augsburg 2006, ISBN 3-89639-528-9.&lt;br /&gt;
* [[Conny Restle|Konstantin Restle]]: &amp;#039;&amp;#039;Bartolomeo Christophori und die Anfänge des Hammerclaviers. Quellen, Dokumente und Instrumente des 15. bis 18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Editio Maris, München 1991, ISBN 3-925801-07-3, S. 252ff.&lt;br /&gt;
* Christian Schulze Pellengahr: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte historischer Musikinstrumente im Kreis Coesfeld am Beispiel eines denkmalgeschützten Tafelklaviers aus der Dresdener Werkstatt von Eduard Voigt (1817–1892).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichtsblätter des Kreises Coesfeld.&amp;#039;&amp;#039; 2005 (30. Jahrgang), S. 75–92.&lt;br /&gt;
* [[Christoph Dohr]]: &amp;#039;&amp;#039;Eine innovative Pianoforte-Manufaktur zu Beginn der Kölner Franzosenzeit. Wilhelm Constantin Schiffer im Spiegel seiner erhaltenen Tafelklaviere.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Musik im französischen Köln&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur rheinischen Musikgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 173). Kassel 2010, ISBN 978-3-87537-325-7, S. 201–228.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4604062-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saitenklavier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlaginstrument]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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