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	<title>Tafelaufsatz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T19:04:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tafelaufsatz&amp;diff=1132781&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 11. November 2024 um 15:58 Uhr</title>
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		<updated>2024-11-11T15:58:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Silbertafel Reiss 2 rem.jpg|mini|In der Mitte ist ein Beispiel für einen Tafelaufsatz]]&lt;br /&gt;
Unter einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tafelaufsatz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man einen Teil des Prunkgeschirrs, der in der Regel eine rein dekorative Funktion hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tafelaufsätze entwickelten sich ab der [[Frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]]. Der Tafelaufsatz „ist eine französische Erfindung der 1690er Jahre, die sehr bald auch an anderen Orten nachgemacht worden ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Lemma &amp;#039;&amp;#039;Tafelaufsatz&amp;#039;&amp;#039; in: Hugh Honour und John Fleming: „&amp;#039;&amp;#039;Lexikon Antiquitäten und Kunsthandwerk&amp;#039;&amp;#039;“. 1984. München: C.H. Beck u. Prestel. Digitale Ausgabe: Directmedia Publishing GmbH (2002), S. 602&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese sehr aufwändigen Arbeiten, die auch aus einem Ensemble von Gegenständen bestehen können, wurden in der Regel aus [[Silber]] gefertigt, waren häufig teil[[Vergolden|vergoldet]] oder mit [[Email]]learbeiten verziert. Dabei wurden auch gerne seltene und als exotisch empfundene Materialien wie [[Elfenbein]], [[Perlboote|Nautilus]]gehäuse, [[Seychellenpalme|Seychellennüsse]] oder [[Fossiler Haizahn|Natternzungen]] (das sind versteinerte Haifischzähne) verarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_8865.html |wayback=20071022085116 |text=&amp;#039;&amp;#039;Tafelaufsatz&amp;#039;&amp;#039;}}, In: &amp;#039;&amp;#039;Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die sogenannten Natternkredenzen sollten neben der dekorativen Funktion auch anzeigen, ob die in ihrer Nähe stehenden Speisen Gift enthielten, da sie nach dem Volksglauben in der Nähe von Giftstoffen anfingen zu schwitzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://home.balcab.ch/r.l.sperandio/geschichte_01.html | wayback=20051014173927 |text=Kultur, Geschichte, Traditionen – Essen und Trinken: L’ épreuve – Die Probe von Speis und Trank}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeno.org/Kulturgeschichte/M/York,+B.+von/Lebenskunst/Der+Verkehr+mit+Menschen/Festessen Die Festtafel.] In: B. von York: &amp;#039;&amp;#039;Lebenskunst.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1893.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beliebte Motive waren dabei Brunnen, Festungen, phantastische oder tropische Tiere und Schiffe. Die Schiffe werden auch unter dem Begriff [[Trinkschiff]]e geführt. Im 18. und 19. Jahrhundert kamen Materialien wie Bronze und Porzellan hinzu. Im [[Historismus]] der [[Gründerzeit]] können Tafelaufsätze erheblichen Umfang erreichen und als denkmalhaft aufragende Aufbauten gestaltet sein. Als Teil des Prunkgeschirrs hatten und haben sie häufig repräsentativen Charakter und wurden nicht selten anlassbezogen erstellt&amp;lt;ref&amp;gt; „&amp;#039;&amp;#039;Nobles Geschenk der badischen Gemeinden für das Großherzogspaar. Silberner Tafelaufsatz zur Goldenen Hochzeit“&amp;#039;&amp;#039;. Wolfgang Wiese. In: „&amp;#039;&amp;#039;Schlösser Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;“. Staatsanzeiger für Baden-Württemberg. Stuttgart 2000, {{ISSN|0943-5298}}, S. 14–16&amp;lt;/ref&amp;gt; oder verwendet. Ein Beispiel hierfür wäre die Tafelzier bei der von der Stiftung [[Haus Seefahrt]] alljährlich veranstalteten [[Schaffermahlzeit]] in Bremen, bei der der Tafelschmuck aus [[Plastik (Kunst)|Kleinplastiken]] – Segelboote unter vollen Segeln, Ruderboote auf hoher See – aus Silber besteht. Erst mit den Reformbewegungen in der [[Angewandte Kunst|angewandten Kunst]] um 1900 wurde der monumentale Tafelaufsatz durch die [[Jardinière]] abgelöst, jene länglich gestreckte oder ovale Blumenwanne, die Blumen und frisches Grün in die Tafeldekoration bringt und der Vorliebe jener Jahre für florale Motive besonders entsprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen der berühmtesten Tafelaufsätze schuf der Hofgoldschmied [[Johann Melchior Dinglinger]] zwischen 1701 und 1708 für [[August der Starke|August den Starken]]. Er stellt den &amp;#039;&amp;#039;„Hofstaat zu Delhi am Geburtstag des Großmoguls [[Aurangzeb|Aurang-Zeb]]“&amp;#039;&amp;#039; dar, mit 137 Personen und zusätzlichen Tieren, verziert mit 5223 Diamanten, 189 Rubinen, 175 Smaragden, einem Saphir und 53 Perlen. Der König gab dafür 58.485&amp;amp;nbsp;Reichstaler aus, was dem Jahressold von 1000 Beamten entsprach.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Syndram: &amp;#039;&amp;#039;Prunkstücke des Grünen Gewölbes zu Dresden.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Seemann, Leipzig 2006, ISBN 3-86502-150-6, S. 118–121.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Stück ist seit seiner Vollendung im Dresdner [[Grünes Gewölbe|Grünen Gewölbe]] ausgestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Centrepieces (tableware)|Tafelaufsatz|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Centro de flores (Porcelana Buen Retiro, MAN 1982-85-5) 02.jpg|Spanischer Tafelaufsatz aus Porzellan, 18. Jh.&lt;br /&gt;
File:Burghley nef.jpg|Französischer Tafelaufsatz aus dem 16. Jh.&lt;br /&gt;
File:1503 Schlüsselfelder Schiff anagoria.JPG|[[Schlüsselfelder Schiff]], um 1500&lt;br /&gt;
File:Nymphenburg Tafelaufsatz Garten BNM.jpg|Tafelaufsatz in Form eines Gartens, Nymphenburger Porzellan, 18. Jh.&lt;br /&gt;
File:Großer Speisesaal 02.jpg|Tafel mit Tafelaufsatz aus Nymphenburger Porzellan&lt;br /&gt;
File:Der Thron des Großmogul.jpg|&amp;#039;&amp;#039;„Hofstaat zu Delhi am Geburtstag des Großmoguls [[Aurangzeb|Aurang-Zeb]]“&amp;#039;&amp;#039; von [[Johann Melchior Dinglinger]] (1708)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Melitta Kunze-Köllensperger: &amp;#039;&amp;#039;Idylle in Porzellan. Kostbare Tischdekoration aus Meissen.&amp;#039;&amp;#039; Seemann, Leipzig 1996, ISBN 3-363-00655-1.&lt;br /&gt;
* Barbara Lehne: &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Tafelaufsätze vom Ende des 15. bis Anfang des 17. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; tuduv-Verlagsgesellschaft, München 1985, ISBN 3-88073-172-1 (Zugleich: München, Universität, Dissertation, 1983).&lt;br /&gt;
* Hildegard Wiewelhove: &amp;#039;&amp;#039;Tischbrunnen. Forschungen zur europäischen Tafelkultur.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft, Berlin 2002, ISBN 3-87157-114-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essgeschirr]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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