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	<title>Taepyeongso - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bertramz: k</title>
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		<updated>2026-04-18T06:21:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;k&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Koreanischer Name |Bild= |Hangeul=태평소 |Hanja=太平簫 |Mr=taep’yŏngso |Rr=taepyeongso}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Korea-Taepyeongso-01.jpg|mini|Taepyeongso-Spieler vor dem [[Gyeongbokgung]]-Palast in [[Seoul]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Taepyeongso&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;taep’yŏngso&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;soaenap, swaenap, hojŏk, hojeok, nallari,&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Holzblasinstrument]] mit einem kurzen [[Doppelrohrblatt]], das in der [[Koreanische Kultur|koreanischen Musik]] gespielt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Der in ganz Asien verbreitete Typ von Kegel[[oboe]]n gehört zur alten, in Persien entstandenen Blasinstrumentengruppe der &amp;#039;&amp;#039;[[Sornay (Musikinstrument)|surnai]].&amp;#039;&amp;#039; Gemeinsame Kennzeichen sind die dreiteilige Bauform und der laute, schrille Klang, der die Verwendung dieser Oboen wie auch des &amp;#039;&amp;#039;taepyeongso&amp;#039;&amp;#039; auf im Freien gespielte Musik beschränkt. Aus dem [[Persische Sprache|persischen]] Wort &amp;#039;&amp;#039;surnai&amp;#039;&amp;#039; leitet sich der Name für die indische Oboe &amp;#039;&amp;#039;[[shehnai]]&amp;#039;&amp;#039; ab. Die häufig mit einer Zylindertrommel zusammen gespielte Oboe gelangte als &amp;#039;&amp;#039;[[zurna]]&amp;#039;&amp;#039; in die Militärmusik des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]], als &amp;#039;&amp;#039;serune&amp;#039;&amp;#039; nach Malaysia und Sumatra und als &amp;#039;&amp;#039;[[suona]]&amp;#039;&amp;#039; in die chinesische Volksmusik. Auch die koreanische Alternativbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;soaenap&amp;#039;&amp;#039; ist hiervon abgeleitet. Über China gelangte der &amp;#039;&amp;#039;surnai&amp;#039;&amp;#039;-Typ während der [[Goryeo]]-Dynastie im 10. bis 14. Jahrhundert nach Korea. Die &amp;#039;&amp;#039;surnais&amp;#039;&amp;#039; unterscheiden sich in den einzelnen Regionen nur durch Details der Form und die an die jeweilige Musikkultur angepasste Stimmung voneinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;taepyeongso&amp;#039;&amp;#039; besteht aus einem Metall[[Instrumentenmundstück|mundstück]] (&amp;#039;&amp;#039;chorong mok&amp;#039;&amp;#039;) aus Kupfer oder Messing, in das ein kurzes Doppelrohrblatt (&amp;#039;&amp;#039;chwigu&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039;hyŏ&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;sŏ&amp;#039;&amp;#039;) gesteckt ist, und einem konischen hölzernen Melodierohr (&amp;#039;&amp;#039;gwandae&amp;#039;&amp;#039;) von drei bis vier Zentimetern Durchmesser mit sieben Grifflöchern an der Vorderseite und einem mit dem linken Daumen abgedeckten Loch an der Rückseite. Die unteren ein oder zwei Grifflöcher werden häufig nicht benutzt. Beim Spielen setzen die Lippen am breiten Rand (&amp;#039;&amp;#039;dong-gu&amp;#039;&amp;#039;) des Mundstücks an und umschließen das Rohrblatt. Das Rohrblatt besteht traditionell aus einem Schilfgras, das getrocknet und geschliffen wird, überwiegend werden jedoch [[Trinkhalm]]e aus Plastik verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Aaron Francis, 2008, S. 25 f&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Melodierohr kann aus unterschiedlichen Holzarten wie dem Zitrusfruchtbaum [[Yuzu]] (&amp;#039;&amp;#039;juja&amp;#039;&amp;#039;), der [[Chinesische Jujube|chinesischen Jujube]] (&amp;#039;&amp;#039;daechu&amp;#039;&amp;#039;) oder dem Holz des [[Maulbeeren|Maulbeerbaums]] gefertigt werden. Vorne ist ein breiter abnehmbarer Schalltrichter (&amp;#039;&amp;#039;dongpallang&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;nabal t’ong&amp;#039;&amp;#039;) aus Kupfer, Messing oder Zinn aufgesteckt. Der Tonumfang beträgt über zwei Oktaven und wird mit as&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; bis es&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; angegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Keith Howard: &amp;#039;&amp;#039;Korea. A. Traditionelle koreanische Musik. III. Instrumente.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;MGG Online&amp;#039;&amp;#039;, Dezember 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Heutige Instrumente sind mit 30 bis 32 Zentimetern Länge kürzer als früher.&amp;lt;ref&amp;gt;Hesselink: &amp;#039;&amp;#039;P’ungmul, South Korean Drumming and Dance&amp;#039;&amp;#039;. S. 62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spielweise und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Taepyeongso&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „große Friedenspfeife“, &amp;#039;&amp;#039;hojeok&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „Holzblasinstrument der Fremden“ (allgemein für „die Leute von [[Xinjiang]]“) und &amp;#039;&amp;#039;nallari&amp;#039;&amp;#039; ist ein lautmalerischer Ausdruck, der nur im Bereich der Volksmusik verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert C. Provine u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Garland Encyclopedia of World Music.&amp;#039;&amp;#039; Band 7. Routledge, New York / London 2002, S. 828&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der übernommenen chinesischen Klassifikation der [[acht Klänge]] gehört es zu den Bambus-Instrumenten, eine neuere koreanische Klassifikation von 1983 rechnet es zu den Holzinstrumenten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2018-03 |url=http://www.gugak.go.kr:8888/eng/aboutg/pdf/45.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;2. Wind Instruments&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;Theoretical Perspectives on Korean Traditional Music: An Introduction.&amp;#039;&amp;#039; National Center for Korean Traditional Performing Arts&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz des &amp;#039;&amp;#039;taepyeongso&amp;#039;&amp;#039; ist wie bei der überwiegenden Zahl der asiatischen Surnais wegen seines lauten, schrillen Klanges auf die Verwendung im Freien beschränkt. Für die Kammermusik und das Zusammenspiel mit anderen Melodieinstrumenten ist es ungeeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es spielte die Melodie in der Marschmusik bei der königlichen Prozession &amp;#039;&amp;#039;Daechwita.&amp;#039;&amp;#039; Das chinesisch-koreanische Wort &amp;#039;&amp;#039;chwita&amp;#039;&amp;#039; heißt „blasen und schlagen“, die Vorsilbe &amp;#039;&amp;#039;dae-&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „groß“. Damit ist das Zusammenspiel zwischen dem Blasinstrument und einigen zweifelligen Fasstrommeln (&amp;#039;&amp;#039;buk&amp;#039;&amp;#039;) gemeint, die an einem Band vor dem Körper getragen werden. Diese laute Spielergruppe ging vor dem König, während ihm eine Formation nachfolgte, in der das leisere, aus Bambus gefertigte Doppelrohrblattinstrument &amp;#039;&amp;#039;[[Piri (Musikinstrument)|piri]]&amp;#039;&amp;#039; melodieführend war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die koreanische Militär- und Prozessionsmusik heißt zusammenfassend &amp;#039;&amp;#039;Koch&amp;#039;wi&amp;#039;&amp;#039;, sie wurde am Königshof bei zeremoniellen Anlässen und während der Reisen des Herrschers gespielt. Im Lauf der Zeit wechselten die Besetzungen und deren Stärke, das Orchester bestand jedoch immer aus Blas- und Schlaginstrumenten. Schriftlich erwähnt wird dieses Ensemble in einer Urkunde von 238 n. Chr. Wandmalereien in Gräbern in der Nähe von [[Pjöngjang]] datieren in das 4. Jahrhundert. Zur Zeit der [[Joseon-Dynastie]] wurden Preislieder auf den Dynastiegründer von einem Bläser-Schlagzeug-Ensemble begleitet. Nach einem koreanischen, musikwissenschaftlichen Werk von 1984 besteht das Orchester aus mehreren &amp;#039;&amp;#039;taepyongso&amp;#039;&amp;#039;, den Trommeln &amp;#039;&amp;#039;yonggo&amp;#039;&amp;#039;, [[Schneckenhorn|Schneckentrompeten]], [[Gong]]s (&amp;#039;&amp;#039;ching&amp;#039;&amp;#039;) und [[Paarbecken]] (&amp;#039;&amp;#039;chabara&amp;#039;&amp;#039;). Die Melodien werden ausschließlich von den &amp;#039;&amp;#039;taepyongso&amp;#039;&amp;#039; gespielt, während die Trompeten einen Klangteppich aus [[Bordun]]tönen hinzufügen. Hier ergibt sich eine Parallele zur [[Osmanisches Reich|osmanischen]] Militärmusik ([[Mehterhâne]]), wie sie im 17. Jahrhundert beschrieben wurde. Nach der koreanischen Mythologie war mit der Zerstörung der Blasinstrumente und der Trommeln des Palastorchesters auch der Herrscher entmachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Suppan]]: &amp;#039;&amp;#039;Von einer Melodie, die „auch feigen Seelen den Busen hebt“. Historische Dokumente zur „Türkischen Musik“ und die koreanische Militärmusik „Tae-ch’it’a“.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Rüdiger Schumacher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von der Vielfalt musikalischer Kultur. Festschrift für [[Josef Kuckertz]]. Zur Vollendung des 60. Lebensjahres.&amp;#039;&amp;#039; (Wort und Musik. Salzburger Akademische Beiträge) Ursula Müller-Speiser, Anif/Salzburg 1992, S. 542 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei buddhistischen Tanzritualen wird die &amp;#039;&amp;#039;taepyongso&amp;#039;&amp;#039; zusammen mit einer Fasstrommel, einem großen Gong (&amp;#039;&amp;#039;[[Jing (Gong)|jing]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Zimbel]]n und gelegentlich noch mit einer langen geraden [[Naturtrompete]] aus mehreren Blechrohren (&amp;#039;&amp;#039;nabal&amp;#039;&amp;#039;) und einer Schneckentrompete (&amp;#039;&amp;#039;nagak&amp;#039;&amp;#039;) gespielt. Es wird auch in der schamanischen Ritualmusik &amp;#039;&amp;#039;Sinawi&amp;#039;&amp;#039; eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Aaron Francis, 2008, S. 28 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Korean music-Nongak-03.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Taepyeongso&amp;#039;&amp;#039;-Spieler in einer [[Pungmul]]-Tanzgruppe]]&lt;br /&gt;
Das Haupteinsatzgebiet der &amp;#039;&amp;#039;taepyeongso&amp;#039;&amp;#039; ist die weltliche Unterhaltungsmusik. Dazu gehören die aus der bäuerlichen Tradition stammenden Volkstheater, Tänze und Lieder, die [[Pungmul]], seltener &amp;#039;&amp;#039;Nong-ak&amp;#039;&amp;#039; genannt werden. Sie wurden früher nur von Männern bei der kollektiven Arbeit auf den Feldern und bei Dorffesten in ritualisierter Form aufgeführt. Das zentrale Element der Musik ist der Rhythmus, der von Trommeln, die vor dem Körper hängen, oder von in den Händen getragenen Tamburinen von den Tänzern selbst produziert wird. Dazu kann als Melodieinstrument ein &amp;#039;&amp;#039;taepyeongso&amp;#039;&amp;#039; kommen. Die Truppe wird von einem Spieler mit einem kleinen flachen Messinggong (&amp;#039;&amp;#039;[[kkwaenggwari]]&amp;#039;&amp;#039;) angeführt. In veränderter Form haben die traditionellen ländlichen Aufführungen in einem städtischen Rahmen bis heute überlebt. Waren früher Zuschauer und Teilnehmer nicht voneinander zu unterscheiden, so treten mittlerweile professionell agierende, herumreisende Musiker und Tänzer auf, die auch akrobatische Kunststücke aufführen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nathan Hesselink: {{Toter Link |datum=2018-03 |url=http://www.gugak.go.kr:8888/eng/aboutg/pdf/musicofkorea_09.PDF |text=&amp;#039;&amp;#039;Folk Musik: Instrumental. Pungmul and Samulnori&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB). In: Byong Won Lee, Yong-shik Lee (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Music of Korea.&amp;#039;&amp;#039; National Center for Korean Traditional Performing Arts, Seoul 2007, S. 99&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Aaron Francis: [https://open.library.ubc.ca/soa/cIRcle/collections/ubctheses/24/items/1.0066569 &amp;#039;&amp;#039;Drinking Straws and Shaman Melodies. A Historical and Analytical Study of the Taepyeongso.&amp;#039;&amp;#039;] (Magisterarbeit) University of British Columbia, Vancouver 2008&lt;br /&gt;
* Nathan Hesselink: &amp;#039;&amp;#039;P’ungmul, South Korean Drumming and Dance.&amp;#039;&amp;#039; The University of Chicago Press, Chicago/London 2006, S. 61–63&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.pablosalcedo.org/es/taepyeongso_es.html Pablo Salcedo: &amp;#039;&amp;#039;Taepyeongso.&amp;#039;&amp;#039;] Abbildung&lt;br /&gt;
* [http://iaworldmusic.pbworks.com/Korea &amp;#039;&amp;#039;Music of Korea.&amp;#039;&amp;#039;] jaworldmusic; Hörprobe: auf &amp;#039;&amp;#039;Poongmul&amp;#039;&amp;#039; klicken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Doppelrohrblattinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Koreanische Musik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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