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	<title>Tacuinum sanitatis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-01T12:42:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Autorenbild Ibn Botlan.jpg|mini|Ibn Butlan (links) und zwei seiner Schüler (Wiener Tacuinum fol. 4)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Melones dulces (Wiener Tacuinum).jpg|mini|Landmann bei der Melonenernte (Wiener Tacuinum fol. 21)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Caseus vetus.jpg|mini|Alter Käse. Sog. Pariser Tacuinum, vielleicht Südwestdeutschland zwischen 1434 und 1450 (Paris BNF, Ms. Latin 9333, fol. 58v)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tacuinum sanitatis (in medicina)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Name mehrerer [[Mittelalter|mittelalterlicher]] Kodizes (&amp;#039;&amp;#039;Tacuina sanitatis&amp;#039;&amp;#039;), die ein [[Regimen sanitatis|Gesundheitsregimen (Regimen sanitatis)]] in Form eines [[Synopse|synoptischen]] Tabellenwerkes darstellen. Ihre Grundlage ist das Werk {{arF|تقويم الصحة|w=[[Taqwim as-sihha]]|d=taqwīm aṣ-ṣiḥḥa}} aus dem 11. Jahrhundert des [[Nestorianismus|nestorianischen]] Arztes [[Ibn Butlan]]. Taqwim as-sihha (ins [[Latein]]ische als &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum sanitatis&amp;#039;&amp;#039; übernommen) bedeutet „tabellarische Übersicht der Gesundheit“, da die Seiten im [[Arabische Sprache|arabischen]] Original in regelmäßige Felder aufgeteilt sind. Da dies an ein Schachbrett erinnert, erhielt die erste deutsche Ausgabe im Jahr 1533 den Titel &amp;#039;&amp;#039;Schachtafelen der Gesuntheyt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Tacuinum sanitatis in medicina. Codex Vindobonensis Series nova 2644 der Österreichischen Nationalbibliothek, Graz: [[Akademische Druck- und Verlagsanstalt]] 2004 Kommentar S. 7 (Name, Anlage und Verfasser des vollständigen Werkes) ISBN 3-201-01831-7&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ibn Butlān, Ibn Dschezla: &amp;#039;&amp;#039;Schachtafelen der Gesundheyt.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt und erweitert von Michael Herr, Neudruck der Ausgabe Straßburg (Hans Schott) 1533, mit einem Nachwort von Marlit Leber und Elfriede Starke, Weinheim an der Bergstraße 1988, insbesondere S. 3–12. Hans Schott hatte 1531 bereits die lateinische Fassung drucken lassen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernest Wickersheimer]]: &amp;#039;&amp;#039;Les Tacuini Sanitatis et leur traduction allemande par Michael Herr.&amp;#039;&amp;#039; Genf 1950 (= &amp;#039;&amp;#039;Bibliothèque d&amp;#039;Humanisme et Renaissance&amp;#039;&amp;#039;, XII).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ibn Butlan stellt in diesem Gesundheitsregeln vermittelnden Regimen den Objekten der &amp;#039;&amp;#039;[[Diätetik#Geschichte der Diätetik|sex res non naturales]]&amp;#039;&amp;#039; tabellarisch ihre Eigenschaften gegenüber, woraus sich ein übersichtliches Nachschlagewerk für Fragen einer gesunden Lebensführung ergibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Becela-Deller: &amp;#039;&amp;#039;Ruta graveolens L. Eine Heilpflanze in kunst- und kulturhistorischer Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; (Mathematisch-naturwissenschaftliche Dissertation Würzburg 1994) Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1998 (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 65). ISBN 3-8260-1667-X, S. 134 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Text basiert auf der antiken und mittelalterlichen [[Humoralpathologie]] und erläutert, welche Nahrungsmittel, Gegebenheiten der menschlichen Umwelt und Gemütszustände (Zorn, Freude etc.) die &amp;#039;&amp;#039;Stoicheia&amp;#039;&amp;#039; „trocken“, „feucht“, „kalt“ und „warm“ aufweisen und für welche Personengruppen und in welchen Gegenden sie nützlich sind. [[Knoblauch]] zum Beispiel, sei „warm“ und „trocken“ und erzeuge „grobe und scharfe Säfte“. Er nütze gegen Skorpion- und Schlangenbisse, sowie gegen Würmer. Empfehlenswert sei er für geschwächte Naturen und in kalten Gegenden.&amp;lt;ref&amp;gt;Tacuinum sanitatis in medicina. Kommentar S. 66 (Transkription und deutsche Übersetzung)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Jahreszeit Herbst dagegen sei „gemäßigt kalt im 2. Grad“ und vermehre „melancholische Säfte“. Dem sei mit Bädern abzuhelfen. Nützen würde er Kindern und Jugendlichen in warmen und feuchten Gegenden.&amp;lt;ref&amp;gt;Tacuinum sanitatis in medicina, Kommentar S. 92&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben und Inhalte ==&lt;br /&gt;
Eine erste lateinische Übersetzung des &amp;#039;&amp;#039;Taqwim as-sihha&amp;#039;&amp;#039; aus dem [[Arabische Sprache|Arabischen]] erfolgte in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Der Übersetzer ist unbekannt, aber aufgrund eines Hinweises in einer venezianischen Handschrift des 14. Jahrhunderts muss man ihn wahrscheinlich im Umfeld von König [[Manfred von Sizilien]] (1258–1266) in [[Palermo]] suchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WS&amp;quot;&amp;gt;Wolfram Schmitt: &amp;#039;&amp;#039;Geist und Überlieferung der Regimina Sanitatis&amp;#039;&amp;#039;, in L. Cogliati Arano: &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum Sanitatis – Das Buch der Gesundheit&amp;#039;&amp;#039;, S. 32&amp;lt;/ref&amp;gt;  Diese Übersetzung wurde in zahlreichen Handschriften verbreitet; insgesamt 17 Handschriften&amp;lt;ref&amp;gt;Regina Hadraba: &amp;#039;&amp;#039; Tacuinum sanitatis in medicina Codex Vindobonensis Series nova 2644 der Österreichischen Nationalbibliothek – Studien&amp;#039;&amp;#039;, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; sind erhalten, deren älteste aus dem 13. Jahrhundert stammt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WS&amp;quot;/&amp;gt; Ab dem Ende des 14. Jahrhunderts entstanden mehrere bebilderte Fassungen. Diese Handschriften wendeten sich weniger an ein Fachpublikum, sondern waren als Hausbücher für das gehobene Bürgertum und den Adel&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Dinzelbacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Sexualität: Vom Arzt empfohlen, von der Kirche geduldet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizin im Mittelalter. Zwischen Erfahrungswissen, Magie und Religion&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Spektrum der Wissenschaften. Spezial: Archäologie Geschichte Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Band 2.19), 2019, S. 66–69, hier: S. 66–68.&amp;lt;/ref&amp;gt; gedacht und dienten wohl ebenso sehr dem ästhetischen Genuss wie der Gesundheitsbelehrung.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Schmitt: &amp;#039;&amp;#039;Geist und Überlieferung der Regimina Sanitatis&amp;#039;&amp;#039;, in L. Cogliati Arano: &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum Sanitatis – Das Buch der Gesundheit&amp;#039;&amp;#039;, S. 35&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegenüber den zahlreichen bilderlosen Textfassungen wurden in den bebilderten Handschriften die Bilder so beherrschend, dass der Text in den Hintergrund trat und erheblich gekürzt und umgestaltet wurde. Man kennt bisher neun solcher Bilderhandschriften, darunter eine italienische Übersetzung aus dem 15. Jahrhundert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1380 illustrierte [[Giovannino de’ Grassi]] in Norditalien eine solche gekürzte Fassung. Die 169 Bilder sind Federzeichnungen, von denen einige teilweise oder ganz [[Aquarell|aquarelliert]] sind. Im Vergleich zu diesen elegant und gekonnt ausgeführten Zeichnungen erscheinen die anderen Versionen von Ende des 14. Jahrhunderts deutlich derber. Aufbewahrungsort ist die [[Universität Lüttich|Universitätsbibliothek]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Lüttich]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Tacuinum sanitatis in medicina. Kommentar S. 10 (Die Bild- und Textfassungen des Tacuinum)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handschrift Nouvelle Acquisition Latine 1673 der Bibliothèque Nationale, Paris, wurde zwischen 1380 und 1390 in Pavia oder Mailand geschrieben. Sie enthält 103 illustrierte Folios, von denen die ersten beschädigt sind, mit insgesamt 205 Illustrationen.&amp;lt;ref&amp;gt;Beschreibung: [https://archivesetmanuscrits.bnf.fr/ark:/12148/cc69994c Beschreibung: BNS Archives et manuscrits NAL 1673]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b105380445/f33.item Abbildungen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;er Tacuinum (Hs. 2644) entstand Ende des 14. Jahrhunderts in der [[Lombardei]], vielleicht in [[Verona]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://data.onb.ac.at/rec/AC14244778 Katalogeintrag der ÖNB Wien]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Vergangenheit wurde fälschlicherweise vermutet, dass der Codex im Besitz der Veroneser Familie Cerruti war. Historisch dokumentiert ist, dass das Manuskript bis 1407 im Besitz des [[Liste der Bischöfe von Trient|Trentiner Fürstbischofs]] [[Georg von Liechtenstein]] war.&amp;lt;ref&amp;gt;Francesca Pomarici: &amp;#039;&amp;#039;I Tacuina sanitatis miniati: un’idea troppo bella per durare.&amp;#039;&amp;#039; In: Fondazione Centro italiano di studi sull’alto Medioevo (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;La medicina nel basso Medioevo: tradizioni e conflitti. Atti del 55. Convegno storico internazionale, Todi, 14-16 ottobre 2018.&amp;#039;&amp;#039; Fondazione Centro italiano di studi sull’alto Medioevo, Spoleto 2019, S. 371, Fußnote 17 ([https://www.academia.edu/42783397/I_tacuina_sanitatis_miniati_unidea_troppo_bella_per_durare Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Es befand sich unter den Besitztümern, die Herzog [[Friedrich IV. (Tirol)|Friedrich IV. von Österreich]] nach der Vertreibung des Bischofs 1407 konfiszierte und fortschaffte.&amp;lt;ref&amp;gt;Angela Trentini: &amp;#039;&amp;#039;Una fonte per la storia dell’alimentazione e della medicina: il Tacuinum sanitatis del vescovo Georg von Liechtenstein.&amp;#039;&amp;#039; In:&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Studi trentini. Storia&amp;#039;&amp;#039; Nr. 95/1 (2016), S. 144–145 ([https://heyjoe.fbk.eu/index.php/stusto/article/view/4396/4397 PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter den späteren Besitzern war Graf [[Ludwig I. (Württemberg-Urach)|Ludwig I. von Württemberg-Urach]]. Diese Ausgabe wird heute in der [[Österreichische Nationalbibliothek|Österreichischen Nationalbibliothek]] aufbewahrt und ist bekannt als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hausbuch der Cerruti&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sogenannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paris&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;er &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum sanitatis&amp;#039;&amp;#039; entstand zwischen 1434 und 1450 wohl in Südwestdeutschland für Graf [[Ludwig I. (Württemberg-Urach)|Ludwig I. von Württemberg-Urach]] und befindet sich heute in der [[Bibliothèque nationale de France]].&amp;lt;ref&amp;gt;Faksimile: &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum sanitatis. Edición facsímíl del Tacuinum sanitatis cuyo original se conserva en la Bibliothèque nationale de France en París, bajo la signatura Ms. Lat. 9333&amp;#039;&amp;#039;, Alain Touwaide, Eberhard König, Carlos Miranda García-Tejedor [trad.], Barcelona 2007–2009. Zu der Handschrift: Otto Pächt: &amp;#039;&amp;#039;Eine wiedergefundene Tacuinum-Sanitatis-Handschrift&amp;#039;&amp;#039;. In: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst [3. Folge] 3/4 (1952/53), S. 172–180.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Elena Berti-Toesca: &amp;#039;&amp;#039;Il Tacuinum Sanitatis della Biblioteca Nazionale di Parigi.&amp;#039;&amp;#039; Bergamo 1937.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist schwierig, die als &amp;#039;&amp;#039;Theatrum Sanitatis&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete Handschrift zu datieren, die sich jetzt in der [[Biblioteca Casanatense]] in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Rom]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;Luisa Cogliati Arano: &amp;#039;&amp;#039;Das Tacuinum Sanitatis in der Kunstgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, in: L. Cogliati Arano (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum Sanitatis – Das Buch der Gesundheit&amp;#039;&amp;#039;, München 1976, S. 37-46, hier S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wahrscheinlich entstand sie zwischen 1390 und 1400.&amp;lt;ref name=PDJ&amp;gt;Harry S. Paris, Marie-Christine Daunay, Jules Janick: &amp;#039;&amp;#039;The Curbitaceae and Solanaceae illustrated in medieval manuscripts known as the Tacuinum Sanitatis&amp;#039;&amp;#039;. Annals of Botany, 103(2009), S. 1187-1205, Table I, S. 1189.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde vermutet, dass das Pariser Tacuinum auf die Wiener Fassung zurückginge, aber nach einem Vergleich der Handschriften in Wien, Paris und Rom lässt sich mit großer Sicherheit sagen, dass die Pariser Fassung vor der Wiener und jener in Rom entstanden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Luisa Cogliati Arano: &amp;#039;&amp;#039;Das Tacuinum Sanitatis in der Kunstgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, in: L. Cogliati Arano (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum Sanitatis – Das Buch der Gesundheit&amp;#039;&amp;#039;, München 1976, S. 37-46, hier S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den 1450er Jahren&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDJ&amp;quot; /&amp;gt; stammt die Handschrift &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum Sanitatis ms. Leber 1088&amp;#039;&amp;#039; in der Bibliothèque Municipale von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Rouen]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Sie enthält anstatt der 205 Bilder im Wiener Tacuinum nur 114 Abbildungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde noch eine Art Taschenbuchausgabe des &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum Sanitatis&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, die als Codex 2396 in der Österreichischen Nationalbibliothek aufbewahrt wird. Sie ist vermutlich venezianischen Ursprungs und zeigt jeweils 4 Bilder in kleinerem Format auf jeder Seite; 129 dieser Bildchen sind koloriert, die restlichen als Federzeichnung stehen gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gibt es mindestens fünf Herbarien mit Bildern von Pflanzen im Garten oder auf dem Feld, in denen Texte vorkommen, die auf Ibn Butlan zurückgehen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDJ&amp;quot; /&amp;gt; z.&amp;amp;nbsp;B.&lt;br /&gt;
Ms. C. 67 in der Universitätsbibliothek von Granada mit 66 Miniaturen aus dem &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum&amp;#039;&amp;#039; und&lt;br /&gt;
Codex 5264 der Österreichischen Nationalbibliothek, in dem 146 Miniaturen mit denen aus dem &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum&amp;#039;&amp;#039; übereinstimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Regina Hadraba: &amp;#039;&amp;#039; Tacuinum sanitatis in medicina Codex Vindobonensis Series nova 2644 der Österreichischen Nationalbibliothek – Studien&amp;#039;&amp;#039;, S. 17–18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Illustrationen der &amp;#039;&amp;#039;Tacuina-sanitatis&amp;#039;&amp;#039;-Tradition stammen aus dem &amp;#039;&amp;#039;Codex Palatinus 586&amp;#039;&amp;#039;, einer Version des &amp;#039;&amp;#039;[[Circa instans]]&amp;#039;&amp;#039;, andere finden sich im &amp;#039;&amp;#039;Codex Casanatensis 459&amp;#039;&amp;#039;, einer daraus abgeleiteten Circa-instans-Version wieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Becela-Deller: &amp;#039;&amp;#039;Ruta graveolens L. Eine Heilpflanze in kunst- und kulturhistorischer Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; (Mathematisch-naturwissenschaftliche Dissertation Würzburg 1994) Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1998 (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 65). ISBN 3-8260-1667-X, S. 242.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben einer ausführlichen bebilderten Rezeptsammlung enthalten die von 1895 bis 1905 wiederentdeckten Kodizes Ratschläge zur Gesundheit, sowie Wissenswertes zu Pflanzen und zum Ackerbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleiche ==&lt;br /&gt;
Die römische Handschrift stellt in ihrer Bilderwelt vor allem, ähnlich wie Illustrationen eines [[Kräuterbuch]]s, die Pflanze in den Mittelpunkt, während die Pariser Ausgabe eher das höfische und die Wiener Handschrift (das „Hausbuch der Cerutti“) eher genreartig das bürgerliche Leben darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Julius von Schlosser]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein veronesisches Bilderbuch und die höfische Kunst des XIV. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen des allerh. Kaiserhauses.&amp;#039;&amp;#039; (Wien) 1895, S. 144–230.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gaudia (Lüttich, Hs. 1041).jpg|Gaudia (Freude). Lüttich, Hs. 1041, um 1380&lt;br /&gt;
Datei:Gaudia (Cod. Vind. ser. nov. 2644).jpg|Gaudia. Wien, ser. nov. 2644, um 1390&lt;br /&gt;
Datei:55-aspetti di vita quotidiana, gioia,Taccuino Sanitatis, Cas.jpg|Gaudia. [[Biblioteca Casanatense]], Rom (15. Jh.)&lt;br /&gt;
Datei:Turteltauben (Tacuinum, Wien HS 2644).jpg|Turtures (Turteltauben) Wien, ser. nov. 2644, um 1390&lt;br /&gt;
Datei:34-caccia tortore,Taccuino Sanitatis, Casanatense 4182..jpg|Turtures. Biblioteca Casanatense, Rom (15. Jh.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Esskultur im Mittelalter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedruckte Ausgaben ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tacuini sanitatis Elluchasem Elimithar medici de Baldath de sex rebus non naturalibus, earum naturis, operationibus et rectificationibus […] recens exarati.&amp;#039;&amp;#039; Hans Schott, Straßburg 1531.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Faksimiles ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum sanitatis in medicina: Codex Vindobonensis series nova 2644 der Österreichischen Nationalbibliothek.&amp;#039;&amp;#039; I–II, kommentiert, transkribiert und ins Deutsche übersetzt von [[Franz Unterkircher]], mit einer englischen Übersetzung des lateinischen Textes von Heide Saxer und Charles H. Talbot. Graz 1967 (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Codices selecti phototypice impressi.&amp;#039;&amp;#039; 6-6*).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum sanitatis: Codex 2396 der Österreichischen Nationalbibliothek.&amp;#039;&amp;#039; I–II, kommentiert von Joachim Rössl und Heinz Konrad, Beschreibung der Miniaturen und Vorzeichnungen von Hermamm Julius Herrmann. Graz 1984 (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Codices selecti phototypice impressi.&amp;#039;&amp;#039; 78-78*), ISBN 3-201-01258-0.&lt;br /&gt;
* Luis García Ballester et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Santo Tomás de Cantimpré&amp;#039;&amp;#039;, [[Faksimile]] von Codex C67. Universidad, Granada 1973. Enthält 11 Manuskripte aus dem [[Liber de natura rerum (Thomas von Cantimpré)|&amp;#039;&amp;#039;Liber de natura rerum&amp;#039;&amp;#039;]] von [[Thomas von Cantimpré]] sowie das &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum Sanitatis&amp;#039;&amp;#039;, Kommentar in Spanisch und Englisch.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum Sanitatis / Bibliothèque nationale de France, Paris / Ms. Lat 9333&amp;#039;&amp;#039;, Barcelona 2007, ISBN 978-84-96400-40-5. Kommentarband mit Beiträgen von Alain Touwaide, Eberhard König, Carlos Miranda Garcia-Tejedor. M. Moleiro.&lt;br /&gt;
* Silvia Panini (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historia Plantarum – Ms 459 Biblioteca Casanatense&amp;#039;&amp;#039;. Panini, Modena-Rom 2001, ISBN 88-8290-067-3&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theatrum Sanitatis, Biblioteca Casanatense, Signatur Ms. 4182&amp;#039;&amp;#039;. M. Moleiro Editor, S.A., Barcelona 1999, ISBN 978-84-88526-45-8. Kommentarband mit Beiträgen von José Maria López Piñero, Felipe Jerez Moliner in Spanisch und übersetzt ins Englische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Franz Unterkircher: &amp;#039;&amp;#039;Das Hausbuch der Cerruti nach der Handschrift der Österreichischen Nationalbibliothek.&amp;#039;&amp;#039; (Vollständige Wiedergabe der Miniaturen des Codex Vindobonensis SN 2644 “Tacuinum sanitatis in medicina” der Österreichischen Nationalbibliothek, Übertragung aus dem Lateinischen und Nachwort von Franz Unterkircher) Harenberg, Dortmund 1979; 2. Auflage ebenda 1989 (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Die bibliophilen Taschenbücher.&amp;#039;&amp;#039; Band 130), ISBN 978-3-88379-130-2.&lt;br /&gt;
* Franz Unterkircher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum sanitatis in medicina&amp;#039;&amp;#039; (Codex Vindobonensis S. n. 2644). Akademische Druck- und Verlagsanstalt (&amp;#039;&amp;#039;Glanzlichter der Buchkunst&amp;#039;&amp;#039;, Band 13), Graz 2004, ISBN 978-3-201-01831-9.&lt;br /&gt;
* N. N.: &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum Sanitatis&amp;#039;&amp;#039; (Codex Vindobonensis 2396). Akademische Druck- und Verlagsanstalt (&amp;#039;&amp;#039;Glanzlichter der Buchkunst&amp;#039;&amp;#039;, Band 26), Graz 2019, ISBN 978-3-201-02039-8.&lt;br /&gt;
* Luisa Cogliati Arano (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum Sanitatis. Das Buch der Gesundheit&amp;#039;&amp;#039;, mit einer Einführung von [[Heinrich Schipperges]] und Wolfram Schmitt, München 1976, ISBN 3-7765-0212-6.&lt;br /&gt;
* Wolfram Schmitt: &amp;#039;&amp;#039;‚Tacuinum sanitatis‘.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1377 f.&lt;br /&gt;
* Regina Hadraba: &amp;#039;&amp;#039; Tacuinum sanitatis in medicina Codex Vindobonensis Series nova 2644 der Österreichischen Nationalbibliothek – Studien&amp;#039;&amp;#039;, Wien 2011 [https://utheses.univie.ac.at/detail/15655 Diplomarbeit]&lt;br /&gt;
* Franco Maria Ricci (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Theatrum Sanitatis. Liber magistri. Ububchasym de Baldach, Codice Casanatense 4182&amp;#039;&amp;#039;, (3 Bände,  italienische und spanische Ausgabe). Franco Maria Ricci Editore srl, Fontanellato 1969&lt;br /&gt;
* Harry S. Paris, Marie-Christine Daunay, Jules Janick: &amp;#039;&amp;#039;The Cucurbitaceae and Solanaceae illustrated in medieval manuscripts known as the Tacuinum Sanitatis&amp;#039;&amp;#039;, Annals of Botany 103(2009),  1187–1205, online verfügbar über www.aob.oxfordjournals.org&lt;br /&gt;
* Christina Becela-Deller: &amp;#039;&amp;#039;Ruta graveolens L. Eine Heilpflanze in kunst- und kulturhistorischer Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; (Mathematisch-naturwissenschaftliche Dissertation Würzburg 1994) Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1998 (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 65). ISBN 3-8260-1667-X, S.&amp;amp;nbsp;134–138 und 242.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Medicina Magica – Methaphysische Heilmethoden in spätantiken und mittelalterlichen Handschriften.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1978, ISBN 3-201-01077-4.&lt;br /&gt;
* Kathleen Hoeninger: &amp;#039;&amp;#039;The Illuminated Tacuinum Sanitatis Manuscripts from Northern Italy ca. 1380-1400: Sources, Patrons, and the Creation of a New Pictorial Genre.&amp;#039;&amp;#039; In: Jean Ann Givens, Karen Reeds, Alain Touwaide (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Visualizing Medieval Medicine and Natural History, 1200-1550&amp;#039;&amp;#039;. Aldershot, UK: Ashgate, 2006,  S. 51–81.&lt;br /&gt;
* Richard Friebe: &amp;#039;&amp;#039;Zu viel Glück ist auch nicht gut&amp;#039;&amp;#039;, in:  [http://images.moleiro.com/prensa/02_01_2011_Frankfurter_Allgemeine__Tacuinum_Sanitatis.pdf| &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung&amp;#039;&amp;#039;, 2. Januar 2011, Nr. 52, S. 55]&lt;br /&gt;
* Marie.Christine Daunay, Jules Janick, Harry Paris: &amp;#039;&amp;#039;Tacuinum Sanitatis: Horticulture and health in the late Middle Ages&amp;#039;&amp;#039;, in &amp;#039;&amp;#039;Chronica Horticulturae&amp;#039;&amp;#039; 49(2009), S. 22-29 ([https://www.researchgate.net/publication/311136679_Tacuinum_Sanitatis_Horticulture_and_health_in_the_late_Middle_Ages PDF])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Kräuterbücher#Ibn Butlan|Taqwim es-sihha}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://data.onb.ac.at/rec/AC14244778 Digitalisat des sog. Wiener Tacuinum, Verona um 1380/1400]&lt;br /&gt;
* [https://archivesetmanuscrits.bnf.fr/ark:/12148/cc773750 Digitalisat des süddeutschen Tacuinum in der BNF Paris]&lt;br /&gt;
* [http://wwwg.uni-klu.ac.at/kultdoku/kataloge/02/html/173.htm Kärntner Landesausstellung im Schloss Ferlach]&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-giessen.de/gloning/tx/herr1533.htm Schachtafelen der Gesuntheyt (Tacuin sanitatis). Straßburg 1533. Teil II: Regelbuch]&lt;br /&gt;
* [https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b105072169 BnF Archives et Manuscrits - Ibn Butlân, Tacuinum sanitatis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilderhandschrift (14. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilderhandschrift (15. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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