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	<title>Tabula Traiana - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T16:54:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tabula_Traiana&amp;diff=924318&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert, Zitat lt. Quelle</title>
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		<updated>2025-11-04T06:42:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert, Zitat lt. Quelle&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Trajans Marker 2016.jpg|mini|Die Tafel des Kaisers Trajan (Tabula Traiana)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tabula Traiana&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS}} für &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tafel des Traian&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine in den Fels des [[Eisernes Tor|Eisernen Tors]] gemeißelte, dem [[Römisches Reich|römischen]] Kaiser [[Trajan]] gewidmete [[Inschrift]] am Fuße der [[Almăj-Gebirge|Almascher Berge]], in der Nähe der [[Serbien|serbischen]] Ortschaft Golo Brdo westlich von [[Kladovo]] im [[Nationalpark Đerdap]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:TABULA TRAIANA.jpg|mini|Aufnahme von 1908]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am serbischen Ufer der [[Donau]] an der Felswand sichtbare &amp;#039;&amp;#039;Tabula Traiana&amp;#039;&amp;#039; wurde unter dem römischen Kaiser Trajan im Jahre 100&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. anlässlich der Beendigung des Straßenbauabschnittes der römischen (von Historikern [[Donausüdstraße]] genannten) Straße (von den Donauquellen bei Donaueschingen bis Rumänien) von Golubac bis [[Kladovo]] unterhalb der Schlucht des [[Eisernes Tor|Eisernen Tors]] direkt in den Felsen gemeißelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 wurde bei den Bauarbeiten für das gemeinsame [[Kraftwerk Eisernes Tor 1|Kraftwerkprojekt Đerdap]] des damaligen [[Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien|Jugoslawien]] und [[Rumänien]] die Inschrift zusammen mit dem Felsen herausgemeißelt und auf ein höheres Niveau versetzt, um sie zu erhalten. Heute ist sie nur noch vom Wasser aus sichtbar. Der Wasserpegel des [[Eisernes Tor (See)|Đerdapsees]] erreicht seit der Errichtung des Staudamms fast den unteren Rand der Tafel, während die hier als Galerie&amp;lt;ref&amp;gt;In den Fels des Kazan gehauene Öffnungen nahmen eine horizontale Balkenkonstruktion auf, die die 550&amp;amp;nbsp;cm breite Straße abstützte.&amp;lt;/ref&amp;gt; ausgeführte „Trajan-Straße“ heute weit unter dem Wasserspiegel verläuft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Trajan-Straße“, [[Latein|lateinisch]] „via iuxta danubium“, von heutigen Historikern [[Donausüdstraße]] genannt, ist die östliche Verlängerung der schon um 45&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. gebauten römischen Militärstraße, die vom „Donauanfang“ beim [[Kastell Hüfingen]] bei Donaueschingen zunächst nur bis zum [[Donaudurchbruch bei Weltenburg]] oberhalb von [[Kelheim]] führte. Trajan ließ um das Jahr 100 diese strategisch wichtige Straße nach Osten verlängern, nachdem er den als [[Eisernes Tor]] bekannten Donaudurchbruch als vorbereitende Maßnahme für die [[Dakerkriege]] erobert hatte. Die Straße führte bis östlich von Belgrad. Dort hatte Kaiser Trajan für den Nachschub einen Donauhafen anlegen und die [[Trajansbrücke]] über die Donau bauen lassen. Schon vor dem Bau des Kraftwerks war die Donauschlucht am Eisernen Tor so eng, dass zwischen Fluss und Felswand kein Platz für eine Straße war. Trajans Architekt [[Apollodor von Damaskus]] ließ daher an dieser Stelle die Straße über einseitig horizontal im Fels befestigte Balken (eine balkonartige Konstruktion) führen. Die römischen Legionäre schienen so vom gegenüberliegenden Ufer aus gesehen über dem Wasser der Donau zu schweben. Der Bau dieser Straße ist auf der [[Trajanssäule]] in [[Rom]] dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausführung ==&lt;br /&gt;
Die doppeltgeränderte Tabula Traiana, eine &amp;#039;&amp;#039;[[tabula ansata]]&amp;#039;&amp;#039; mit einer Länge von 4,10&amp;amp;nbsp;m und einer Höhe von 1,75&amp;amp;nbsp;m wird zu beiden Seiten von geflügelten [[Genius|Genien]] gehalten, über denen schwebende Delfine zu sehen sind. Bekrönt wird sie von einem Vordach mit rosettengeschmückten [[Kassettendecke|Kassetten]], darüber befindet sich die Darstellung eines Adlers mit geöffneten Schwingen. Rechts und links sind je drei sechsblättrige [[Rosette (Ornamentik)|Rosetten]] als Reliefs in den Stein gehauen. Das Inschriftenfeld war mit [[Stuck]] überzogen und die Buchstaben wurden mit roter Farbe betont; von beiden waren Reste bei der Auffindung erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inschrift ==&lt;br /&gt;
Die einstige Bauinschrift umfasst sechs Zeilen, von denen auch heute noch vier gut lesbar sind. Die Reste der letzten beiden Zeilen wurden ursprünglich von der heute üblichen Lesung abweichend interpretiert:&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|3|8267}}, ursprünglich als &amp;#039;&amp;#039;CIL&amp;#039;&amp;#039; 3, 1699 veröffentlicht, lasen die Bearbeiter in den Zeilen 5 und 6: &amp;#039;&amp;#039;mont[ibus excisis amni]bu[s] / sup[er]at[is viam f]e[cit].&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left: 2em; font-style: italic&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Imp(erator) Caesar divi Nervae f(ilius)&lt;br /&gt;
Nerva Traianus Aug(ustus) Germ(anicus)&lt;br /&gt;
pontif(ex) maximus trib(unicia) pot(estate) IIII&lt;br /&gt;
pater patriae co(n)s(ul) III&lt;br /&gt;
montibus excisi[s] anco[ni]bus&lt;br /&gt;
sublat[i]s via[m r]e[fecit]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzung etwa: „Der Sohn des göttlichen [[Nerva]] und regierender Kaiser, Nerva Traianus Augustus Germanicus, Pontifex Maximus, zum vierten Male Inhaber der [[Tribunizische Gewalt|tribunizischen Gewalt]], Vater des Vaterlandes und zum dritten Mal Konsul, stellte, nachdem er die Berge abgehauen hatte, mit erhobenen Kragbalken &amp;#039;&amp;#039;(ancones)&amp;#039;&amp;#039; die Straße wieder her.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Otto Benndorf]] übersetzte &amp;#039;&amp;#039;anconibus sublatis&amp;#039;&amp;#039; „auf oder mit erhobenen Kragbalken“,&amp;lt;ref&amp;gt;Mitgeteilt bei [[Otto Hirschfeld]]: &amp;#039;&amp;#039;Epigraphische Nachlese zum Corpus Inscriptionum Latinarum volumen III. aus Dacien und Moesien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Band 77,7. 1874, S. 417–420 ([https://archive.org/stream/sitzungsberichte77stuoft#page/417/mode/1up Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Theodor Mommsen]] hingegen „nach Beseitigung der Ecken“. Er wollte in den &amp;#039;&amp;#039;ancones&amp;#039;&amp;#039; im Weg stehende Felsklippen erkennen, die im Rahmen des Straßenbaus beseitigt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Mommsen in: &amp;#039;&amp;#039;[[Prometheus (Illustrierte)|Prometheus]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 4, Nr. 160, 1892, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Erich Swoboda]] verstand &amp;#039;&amp;#039;anconibus sublatis&amp;#039;&amp;#039; so, dass „Traian die Balken und Streben beseitigt hat“.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Swoboda: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen am Obermoesischen Limes.&amp;#039;&amp;#039; Hölder-Pichler-Tempsky, Wien 1939, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Balken und Streben seien laut Swoboda konstruktive Elemente eines ursprünglich tiberischen Straßenbaus gewesen und überflüssig geworden, nachdem durch die trajanischen Arbeiten am Fels die Trassenführung hinreichend verbreitert worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Swoboda: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen am Obermoesischen Limes.&amp;#039;&amp;#039; Hölder-Pichler-Tempsky, Wien 1939, S. 80–88.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lediglich eine weitere Inschrift nennt &amp;#039;&amp;#039;ancones&amp;#039;&amp;#039;, speziell ihre Handwerker, die in der Inschrift als Stifter nach vollbrachter Arbeit auftreten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{AE|2003|1533}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Martin Gabričević übersetzt in seiner Behandlung dieser Inschrift &amp;#039;&amp;#039;ancones&amp;#039;&amp;#039; mit „[[Konsole (Bauwesen)|Konsolen]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Gabričević: &amp;#039;&amp;#039;Strassenbau in der Donja Klisura des Eisernen Tores im Licht der neuentdeckten Inschrift.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arheološki vestnik.&amp;#039;&amp;#039; Band 23, 1972, S. 408–416, zur Inschrift siehe auch den [http://edh-www.adw.uni-heidelberg.de/edh/inschrift/HD011471 Eintrag] in der [[Epigraphische Datenbank Heidelberg|Epigraphischen Datenbank Heidelberg]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Ulrich Instinsky]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Interpretation der Tabula Traiana.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Jahreshefte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 35, Beiblatt, 1943, {{ISSN|0259-1464}}, S. 33–38.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://edh-www.adw.uni-heidelberg.de/edh/inschrift/HD011474 Tabula Traiana]&amp;#039;&amp;#039; in der [[Epigraphische Datenbank Heidelberg|Epigraphischen Datenbank Heidelberg]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://lupa.at/15228 Tabula Traiana]&amp;#039;&amp;#039; bei &amp;#039;&amp;#039;Ubi Erat Lupa&amp;#039;&amp;#039; – Bilddatenbank zu antiken Steindenkmälern der [[Universität Salzburg]]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.mehedinti.info/foto/arhiva/foto/tabula_traiana.jpg | wayback=20070929122635 | text=Foto der Inschrift vor ihrer Versetzung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=44/39/17.00/N |EW=22/18/29.00/E |type=landmark |region=RS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1160740429}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Serbien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Inschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisches Relief]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trajan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marmorrelief]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opština Kladovo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Römische Kaiserzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Felsinschrift]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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