<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Taboriten</id>
	<title>Taboriten - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Taboriten"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Taboriten&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T16:58:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Taboriten&amp;diff=76525&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;LennBr: Bild hinzugefügt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Taboriten&amp;diff=76525&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-10-21T08:46:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hussite banner (Taborites).png|mini|Banner des Felddorfes Tábor in hypothetischen Farben]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tabor.png|mini|hochkant=0.5|Wappen von Tábor bis 1437]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Taboriten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (tschechisch: &amp;#039;&amp;#039;táboriti&amp;#039;&amp;#039;) gehörten, wie die [[Orebiten]], zum radikalen und besonders militanten Flügel der [[Hussiten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1420 gründeten sie mit etwa 4000 Anhängern in Südböhmen die Stadt [[Tábor]]. Sie wollten dort nach dem Vorbild der christlichen [[Urgemeinde]] leben. Die Taboriten verwarfen Zeremoniell, [[Priester (Christentum)|Priesteramt]] und -gewänder sowie den Dienst an [[Reliquie]]n und Bildern, die [[Heilige]]nverehrung, den [[Eid]], das [[Seelenamt]], das [[Fasten]] und einige der [[Sakrament]]e wie die [[Beichte]], aber nicht die [[Taufe]] und das [[Eucharistie|Abendmahl]]. Anders als die Orebiten lehnten sie Kontakte zur [[römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] nicht vollständig ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hussitenkriege ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolf_Liebscher_-_Táboři_dobývají_Prachatic.jpg|mini|Die Taboriten erobern [[Prachatice]]]]&lt;br /&gt;
In den [[Hussitenkriege]]n erlangten die Taboriten einige bedeutende Siege. Der Anführer der Orebiten, der Adlige [[Jan Žižka]] von Trocnov (1360–1424) spielte dabei als Führer des gemeinsamen Heeres der Taboriten und Orebiten eine bedeutende Rolle. Auch seine Nachfolger, der Taborit [[Andreas Prokop]] und [[Matthias Louda von Klumtschan]], waren erfolgreiche Feldherren. Als die [[Kalixtiner]] in den Schoß der katholischen Kirche zurückgekehrt waren, kam es am 30. Mai 1434 zur [[Schlacht von Lipan]], in der sich die gemäßigten Hussiten mit kaiserlichen Truppen gegen die Streitkräfte der Taboriten und Orebiten durchsetzten. Damit war deren Einfluss gebrochen. [[Ulrich II. von Rosenberg]] schlug 1435 bei [[Křeč]] die Taboriten in der letzten Schlacht der Hussitenkriege. In der Folge wurden die fast 20&amp;amp;nbsp;Jahre andauernden Kriege durch Verhandlungen beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theologie ==&lt;br /&gt;
Die theologisch-theoretische Grundlage der Taboriten war das [[Matthäusevangelium]]. Die in {{B|Mt|17|1–12}} erzählte Erhöhung Jesu auf einem unbenannten Berg legten die Taboriten (wie andere christliche Gruppen auch) auf den [[Berg Tabor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Taboriten zeichneten sich durch einen einfachen Lebensstil mit schlichter Kleidung auch für Priester aus. Sie erwarteten aufgrund [[Apokalypse|apokalyptischer]] Visionen und Vorahnungen die baldige Errichtung des „Reichs Christi auf Erden“ und das folgende [[Jüngstes Gericht|jüngste&amp;amp;nbsp;Gericht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage in der [[Schlacht am Weißen Berg]] konnten sich die Bekenner der taboritischen Lehre nur noch im Verborgenen treffen. Die meisten flüchteten ins Ausland, vorwiegend in deutsche Städte mit religiöser Toleranz. In [[Böhmen]] und [[Mähren]] blieben trotz Verfolgungen durch Gegenreformation und Kommunismus einige Gemeinden erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem kaiserlichen Edikt durften die Gemeinden ab 1816 auch offiziell unter dem Namen „Unitas fratrum“ (Brüderliche Einheit, tsch. Jednota Bratrská) in den Ursprungsländern Böhmen und Mähren tätig sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch == &lt;br /&gt;
* [[Adamiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Norman Cohn (Historiker)|Norman Cohn]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Ringen um das [[Millenarismus|Tausendjährige Reich]]. Revolutionärer Messianismus im Mittelalter und sein Fortleben in den modernen totalitären Bewegungen&amp;#039;&amp;#039;. Francke, Bern 1961; darin das Kapitel „Der Anarcho-Kommunismus in Böhmen“, S. 199&amp;amp;nbsp;ff. Mehrere ab 1988 auch mit deutschem Titel veränderte Neuauflagen: ISBN 3-499-55472-0 (1988), ISBN 3-451-04638-5 (1998) und ISBN 3-86756-032-3 (2007).&lt;br /&gt;
* Ralf Höller: &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf bin ich. Rebellen und Revolutionäre aus sechs Jahrhunderten&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-7466-8054-9; darin S. 11–38: Jan Žižka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4184315-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hussitische Bewegung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;LennBr</name></author>
	</entry>
</feed>