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	<title>Tabgatsch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T07:06:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tabgatsch&amp;diff=104872&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-26231-5 am 13. Januar 2026 um 06:30 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-13T06:30:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- {{Weiterleitungshinweis|Tuoba|Zur gleichnamigen Gemeinde Tuoba (拖坝乡) im Kreis [[Garzê (Kreis)|Garzê]] siehe [[Tuoba (Garzê)]].}} --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Nirun, Tuyuhun, Yueban, Tuoba Wei.jpg|mini|hochkant=1.2|Tuoba Wei im Osten der Karte, zwischen 330 und 555]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tabgatsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (in chinesischen Quellen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tuoba&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{zh|c=拓拔 oder 拓跋|p=Tuò&amp;amp;#x200A;bá|kurz=1}}), früher oft &amp;#039;&amp;#039;T’o-pa&amp;#039;&amp;#039; transkribiert) waren eine der bedeutendsten [[Stammeskonföderation]]en, die nach dem Zusammenbruch des [[Xiongnu|Xiongnu-Reiches]] entstanden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie große Teile Nordchinas erobert hatten, bezeichnete ihr Name in der Folgezeit bei den Völkern Innerasiens das gesamte China, so in der in den [[Orchon-Runen|Runeninschriften]] vom [[Orchon]] überlieferten [[Alttürkische Sprache|alttürkischen]] Form des Namens &amp;#039;&amp;#039;Tavġaç&amp;#039;&amp;#039;, in [[Byzantinisches Reich|byzantinischen]] Quellen (so bei [[Theophylaktos Simokates]]) &amp;#039;&amp;#039;Taugast (Ταυγὰστ)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;George Coedès: &amp;#039;&amp;#039;Texts of Greek and Latin authors on the Far East.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Texts and translations&amp;#039;&amp;#039; Turnhout 2010, ISBN 978-2-503-53366-7, S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder bei den Arabern &amp;#039;&amp;#039;Tamġaǧ&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;scharlipp&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang-Ekkehard Scharlipp: &amp;#039;&amp;#039;Die frühen Türken in Zentralasien.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 1992, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insofern besteht Ähnlichkeit zur Verallgemeinerung des Namens &amp;#039;&amp;#039;[[Cathay]]&amp;#039;&amp;#039;, mit dem [[Marco Polo]] China bezeichnete, der von den [[Kitan]] abgeleitet ist, die mit ihrer [[Liao-Dynastie]] Nordchina beherrschten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Macht der Tabgatsch erstreckte sich gegen Ende des vierten Jahrhunderts von [[Shanxi]] und [[Hebei]] bis zum [[Gelber Fluss|Gelben Fluss]]. Hier gründeten sie die [[Nördliche Wei-Dynastie]]. Die Herrscher der Tabgatsch waren überwiegend [[Buddhismus|buddhistisch]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;scharlipp&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ethnologisches ==&lt;br /&gt;
Die Tabgatsch werden im Allgemeinen als eine der Untergruppen der mongolisch dominierten [[Xianbei]] (bestehend aus Tuoba ({{zh|kurz=1|t=拓跋|p=Tuò&amp;amp;#x200A;bá}}), Yuwen ({{zh|kurz=1|t=宇文|p=Yǔwén}}), Qifu ({{zh|kurz=1|t=乞伏|p=Qǐfú}}), &amp;#039;&amp;#039;Murong&amp;#039;&amp;#039; ({{zh|kurz=1|t=慕容|p=Mùróng}}) und Duan ({{zh|kurz=1|t=段氏|p=Duànshì}})) bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://depts.washington.edu/silkroad/exhibit/nwei/essay.html &amp;#039;&amp;#039;The Tuoba Xianbei and the Northern Wei Dynasty.&amp;#039;&amp;#039;] auf depts.washington.edu, abgerufen am 30. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wolfram Eberhard]] gab an, dass 60 % der Stämme [[Turkvölker|türkisch]], 35 % [[Mongolen|mongolisch]], mindestens zwei Stämme [[Tungusische Völker|Tungusen]] und ein Stamm [[Indogermanen|indogermanisch]] waren. Der Kernstamm, also der Stamm, in dessen Hand die politische Macht lag, sei türkisch gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Eberhard: &amp;#039;&amp;#039;Der Prozeß der Staatenbildung bei mittelasiatischen Nomadenvölkern&amp;#039;&amp;#039; in: derselbe: &amp;#039;&amp;#039;China und seine westlichen Nachbarn.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1978, ISBN 3-534-06483-6, S. 267–271, S. 268 (erstmals veröffentlicht in: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen und Fortschritte&amp;#039;&amp;#039; Bd. 25 (1949) Nr. 5/6, S. 52–54)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Annemarie von Gabain]] kommt, ausgehend offenbar von ähnlichem Material, zu einem anderen Ergebnis. Ein Drittel des überlieferten Sprachmaterials sei als türkisch erkennbar, ein weiteres Drittel als „mongoloid“, ein anderes wiederum undefinierbar, sie zieht daraus den Schluss, die Sprache der Tabgatsch sei nicht „türkisch“, sondern (gemein-)„altaisch“ gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Annemarie von Gabain: &amp;#039;&amp;#039;Über die Ahnen der Türkvölker. Betrachtungen zu Franz Altheim, &amp;quot;Literatur und Gesellschaft im ausgehenden Altertum&amp;quot;.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Instituts für Orientforschung.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1 (1953), S. 474–479, S. 475/476&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Um 260 gelangten die Tabgatsch im Norden von [[Shanxi]], nördlich der [[Chinesische Mauer|Großen Mauer]], zur Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
315 gründete Tuoba Yilu ({{zh|kurz=1|t=拓拔猗盧|p=Tuòbá Yīlú}}) Daiguo ({{zh|kurz=1|v=代国|t=代國|p=Dàiguó}}), das Reich der Tabgatsch, mit der Hauptstadt Shengle ({{zh|kurz=1|v=盛乐|t=盛樂|p=Shènglè}}), nördlich des heutigen [[Hohhot]]. Dieses Reich soll 119 verschiedene Stämme umfasst haben, von denen ein Teil noch [[Nomade|nomadisch]] lebte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zentralasienforschung.de/Tabgatsch.PDF &amp;#039;&amp;#039;Tabğač – 385–550.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF) auf zentralasienforschung.de, abgerufen am 30. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Aufstieg der Tabgatsch begründete Tuoba Gui ({{zh|kurz=1|t=拓拔珪|p=Tuòbá Guī}}) (386–409), der dem Murong-Clan der Xianbei nacheinander sämtliche Städte wegnahm, seinem Volk eine feste Hauptstadt am Rand der Steppe im Norden von [[Shanxi]], bei Pingcheng, der heutigen Stadt [[Datong]], zuwies, sich selbst zum Kaiser ausrief und die [[Nördliche Wei-Dynastie]] ({{zh|kurz=1|t=北魏|p=Běi Wèi}}) begründete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Britannica&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Wei dynasty – Chinese history [386–534/535] |Sammelwerk=[[Encyclopædia Britannica]] |Datum= |Online=https://www.britannica.com/topic/Wei-dynasty |Abruf=2016-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Wei-Reich erstreckte sich über [[Huabei|Nordchina]], über den Osten der heutigen [[Provinz]]en [[Gansu]] und [[Qinghai]], ferner das heutige Autonome Gebiet [[Ningxia]] der [[Hui-Chinesen|Hui]] bis zum [[Gelbes Meer|Gelben Meer]]. Die 20 Herrscher der Tabgatsch herrschten 170 Jahre lang über Nordchina. Während dieser Zeit nahmen die Wei chinesische Sitten an und wurden so [[Sinisierung|sinisiert]]. Doch mit dem stetigen Zuzug von [[Han-Chinesen]] in das Herrschaftsgebiet der Tabgatsch veränderte sich die Situation: Die herrschende Klasse verarmte langsam und ab 530 begannen bürgerkriegsähnliche Zustände, die von den benachbarten [[Kök-Türken|Göktürken]] ausgenutzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich zerfiel das Reich in zwei Teilreiche, die untereinander verfeindet waren und von zwei Generälen geleitet wurden: Die Östlichen Wei ({{zh|kurz=1|v=东魏|t=東魏|p=Dōng Wèi}}) und die Westlichen Wei ({{zh|kurz=1|t=西魏|p=Xī Wèi}}). Ihnen folgten die Nördliche Qi-Dynastie ({{zh|kurz=1|v=北齐|t=北齊|p=Běi Qí}}); sie umfasste den Osten des einstigen Wei-Reiches, während die Nördliche Zhou-Dynastie ({{zh|kurz=1|t=北周|p=Běi Zhōu}}) den Westen umfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 580 ging das Reich der Tabgatsch unter und sein Gebietsstand wurde der [[Sui-Dynastie]] einverleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herrschaftszeit der Tabgatsch wird im Allgemeinen in drei Phasen eingeteilt:&lt;br /&gt;
* die Zeit der Nördlichen Wei (386–534/535), auch als Wei-Dynastie bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Britannica&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die Zeit der östlichen Dong Wei (534–550) und der westlichen Xi Wei (535–554). Diese entstanden 534/35 als das Reich zwischen zwei rivalisierenden Armeen aufgeteilt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Britannica&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die Zeit der Nördlichen Qi-Dynastie (550–577) und der nördlichen Běi Zhōu-Dynastie (557–581)&lt;br /&gt;
Daher ist auch die Bezeichnung „Tuoba-Wei“ ({{zh|kurz=1|t=拓跋魏|p=Tuòbá Wèi}}) für die Zeitspanne der Tabgatsch üblich geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Wolfram Eberhard&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Toba-Reich Nordchinas. Eine soziologische Untersuchung.&lt;br /&gt;
   |Verlag=E.J. Brill&lt;br /&gt;
   |Ort=Leiden&lt;br /&gt;
   |Datum=1949&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch | BuchID=WOAUAAAAIAAJ}}&lt;br /&gt;
   |OCLC=883933}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Shing Müller&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Gräber der Nördlichen Wei-Zeit: (386–534)&lt;br /&gt;
   |Band=Band 1–3&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=2000&lt;br /&gt;
   |OCLC=644740174}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Shing Müller&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Annette L. Juliano, Judith A. Lerner&lt;br /&gt;
   |Titel=The nomads of the fifth century. The Tuoba Xianbei&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Nomads, traders and holy men along China’s Silk Road.&lt;br /&gt;
   |Reihe=Silk Road studies&lt;br /&gt;
   |NummerReihe=7&lt;br /&gt;
   |Verlag=Brepols&lt;br /&gt;
   |Ort=Turnhout&lt;br /&gt;
   |Datum=2002&lt;br /&gt;
   |ISBN=2-503-52178-9&lt;br /&gt;
   |Seiten=33–44}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Dorothy C. Wong&lt;br /&gt;
   |Titel=The origins of Buddhist steles under the Northern Wei&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Chinese Steles Pre-Buddhist and Buddhist Use of a Symbolic Form&lt;br /&gt;
   |Verlag=University of Hawaii Press&lt;br /&gt;
   |Ort=Honolulu&lt;br /&gt;
   |Datum=2004&lt;br /&gt;
   |ISBN=0-8248-2783-X&lt;br /&gt;
   |Seiten=43 ff.&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch | BuchID=4gNk5HzIIKgC | Seite=43}}&lt;br /&gt;
   |JSTOR=j.ctt6wqsbp}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Mark Lewis&lt;br /&gt;
   |Titel=China between empires. The northern and southern dynasties&lt;br /&gt;
   |Reihe=History of imperial China&lt;br /&gt;
   |Verlag=Belknap Press of Harvard University Press&lt;br /&gt;
   |Ort=Cambridge (Mass.)&lt;br /&gt;
   |Datum=2009&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-0-674-04015-1&lt;br /&gt;
   |Seiten=}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Charles Holcombe&lt;br /&gt;
   |Titel=The Xianbei in Chinese history&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Early Medieval China&lt;br /&gt;
   |Band=19&lt;br /&gt;
   |Nummer=1&lt;br /&gt;
   |Datum=2013&lt;br /&gt;
   |ISSN=1529-9104&lt;br /&gt;
   |Seiten=1–38&lt;br /&gt;
   |Fundstelle=besonders S. 11&amp;amp;nbsp;ff. Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;The Tuoba Xianbei&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1179/1529910413Z.0000000006}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Chang-Chun Yu, Li Xie, Xiao-Lei Zhang, Hui Zhou, Hong Zhu&lt;br /&gt;
   |Titel=Genetic analyses on the affinities between Tuoba Xianbei and Xiongnu populations&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Yi Chuan&lt;br /&gt;
   |Band=29&lt;br /&gt;
   |Nummer=10&lt;br /&gt;
   |Verlag=&lt;br /&gt;
   |Datum=2007-10-29&lt;br /&gt;
   |ISSN=0253-9772&lt;br /&gt;
   |Seiten=1223–1229&lt;br /&gt;
   |PMID=17905712}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4288627-2}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Ethnie in China]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turksprachige Ethnie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-26231-5</name></author>
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