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	<title>Tabal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T03:47:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Tabal&amp;diff=368890&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Onkelkoeln: typos</title>
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		<updated>2026-04-07T14:58:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typos&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:IvrizRelief.JPG|mini|König Warballawa ehrt den [[Tarḫunt|Wettergott des Weinberges]], İvriz, um 730 v.&amp;amp;nbsp;Chr.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tabal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Ta-ba-li) war ein [[Neo-hethitische Staaten|neo-hethitisches]] Königreich, nordwestlich von [[Malatya]] in der heutigen [[Türkei]]. Seine Herrscher sahen sich als Nachfolger der [[Hethiter|hethitischen]] Großkönige und führten diesen Titel auch in ihren Inschriften, die in [[Luwische Sprache|Hieroglyphenluwisch]] verfasst sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Das Reich Tabal erstreckte sich von [[Kululu]] bis zum [[Göllü Dağ]]. Die Hauptstadt war [[Artulu]]. Tabal lag am Rand der [[Assyrisches Reich#Neuassyrisches Großreich (911 v. Chr. bis 605 v. Chr.)|neo-assyrischen]] Einflusssphäre, und obwohl es der östlichen Großmacht zeitweise tributpflichtig war, kam es nie zu einer wirklichen Kontrolle durch die Assyrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Schwarzer Obelisk|schwarzen Obelisken]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schwarzer Obelisk 11, 108–110.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird es als Nachbar von [[Melid]]du (Melitene) genannt. Es grenzte an das Königreich von [[Tuwana]] ([[Tyana]]) und Hubušna ([[Kybistra]]) sowie an [[Que (Kleinasien)|Que]].&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Kirk Grayson: &amp;#039;&amp;#039;Assyrian Rulers of the Early First Millennium BC II (858-745 BC)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;The Royal Inscriptions of Mesopotamia. Assyrian Periods&amp;#039;&amp;#039; 3). University of Toronto Press, Toronto u.&amp;amp;nbsp;a. 1996, S. 117–119 (No. A.0.102.40 iii,5).&amp;lt;/ref&amp;gt;.Unter [[Sîn-aḫḫe-eriba|Sanherib]] wird berichtet, dass Til-Garimmu an Tabali angrenzte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;E. Dhorme 1932&amp;quot;&amp;gt;E. Dhorme: &amp;#039;&amp;#039;Les Peuples issus de Japhet d’après le chapitre X de la Genèse,&amp;#039;&amp;#039; Syria 13/1, 1932, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Zeit [[Šarru-kīn II.|Sargons II.]] war es Nachbar von [[Hilakku]] ([[Kilikien]]). In den neo-assyrischen Quellen wird es manchmal auch als Bit-Burutas bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
Da in diesem Gebiet bisher kaum Grabungen stattfanden und die Archive von Tabal noch nicht gefunden wurden, ist man für Information auf die spärlichen und sicher parteiischen assyrischen Nachrichten angewiesen. Auch einige wenige [[Urartäisches Reich|urartäische]] Inschriften erwähnen Tabal (das Land der Dynastie von Tuatte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
Tabal entspricht dem [[Bibel|biblischen]] [[Tubal]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. zum Beispiel Fritz Rienecker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon zur Bibel&amp;#039;&amp;#039;, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, 4. Auflage 1962, Lemma Tabal; [[Trevor R. Bryce]]: &amp;#039;&amp;#039;History&amp;#039;&amp;#039;. In: H. Craig Melchert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Luwians. [[Handbuch der Orientalistik|Handbook of Oriental Studies I.68]]&amp;#039;&amp;#039;. Leiden; Boston 2003, S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort wird es meist zusammen mit [[Mesech]] genannt. Da in den assyrischen Quellen oft mehrere Könige von Tabal genannt werden, nehmen Forscher wie [[Seton Lloyd]] an, dass das Wort von den Assyrern benutzt wurde, um einen Bund späthethitischer Fürstentümer zu beschreiben, zu dem dann zum Beispiel auch Meliddu, [[Kummuḫ]]u ([[Kommagene]]), Tuwana und Gurgum ([[Kahramanmaraş]]) gehörten. Damit wäre zum Beispiel auch das [[Felsrelief von İvriz]], das einen König [[Warpalawa]], Herrscher von Tuwana, vor dem Gott [[Luwische Religion#Genuin luwische Gottheiten|Tahunzas]] zeigt, dem Reich Tabal zuzuordnen. Da der Herrscher von Tabal den Titel Großkönig beanspruchte, konnten seine Vasallen zu Recht Könige genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Tuwati I.]], ein Herrscher von Tabal, der sich [[Großkönig]] nannte, und sein Sohn Kikki wurden von [[Salmānu-ašarēd III.|Salmanassar III.]] unterworfen, der 837 v. Chr. in seinem 22. &amp;#039;&amp;#039;palu&amp;#039;&amp;#039; den [[Euphrat]] überschritt und den Tribut der 24 Kleinfürsten von Tabal (die sich „Könige“ nannten) entgegennahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Tukulti-apil-Ešarra III.|Tiglat-pileser III.]] (744–727 v. Chr.) rühmte sich, den Tribut von Tabal entgegengenommen zu haben. Außer Wassurme von Tabal, dem Großkönig, werden Usitti von Atuna, Urbala’a von Tuhana, Tuhamme von Istundi und Wirime von [[Ḫubuškia]] als Könige von Tabal genannt. Um 732 v. Chr. erhob sich Tabal gegen die assyrische Herrschaft, wurde jedoch durch einen assyrischen General erobert, der Wasusarmas (oder Scharumas), den Sohn des Tuwati, als neuen Vasallenkönig einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
718 v. Chr. rebellierte Tabal, zusammen mit Kiakki von Šinuhtu, [[Pisiri]] von [[Karkemiš]] und dem [[Muški]]-Herrscher [[Midas|Mitā]] (Mi-ta-a) und wurde von [[Šarru-kīn II.|Sargon II.]] unterworfen. Er setzte wiederum einen neuen König ein, der eine seiner Töchter heiraten durfte. 713 v. Chr. kam es, wohl durch den Einfluss [[Urartäisches Reich|Urartus]] (Sargon erwähnt einen Boten Ur-sa-as, also [[Rusa I.|Rusas]]) und der Muški zu einem neuerlichen Aufstand, den die Statthalter der Westprovinzen niederwerfen konnten. Nun wurde Tabal zur [[Liste der assyrischen Provinzen|assyrischen Provinz]] gemacht. 705 v. Chr. ist ein weiterer Feldzug Sargons gegen Tabal, Urartu und die Muški belegt. Nach dem Tode Sanheribs fiel Tabal 681 v. Chr. erneut ab. 676 v. Chr. verbündete es sich mit [[Mugallu]], dem König des (ebenfalls im Aufstand begriffenen) Meliddu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wachsende Macht der Muški begann nun auch Tabal zu bedrohen. Um 660 v. Chr. bat eine Gesandtschaft am Hof von [[Aššur-bāni-apli|Assurbanipal]] um assyrischen Schutz. Vermutlich handelte es sich hier um einen Versuch, die beiden Mächte gegeneinander auszuspielen. Mugallu, der König von Tabal, unterwarf sich Assurbanipal zusammen mit dem König von [[Aruad]]. Er umfasste seine Füße und die Tochter seines Herzens wurde Konkubine des assyrischen Königs.&amp;lt;ref&amp;gt;Rassam-Zylinder&amp;lt;/ref&amp;gt; Tabal zahlte einen jährlichen Tribut von „großen Pferden“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;E. Dhorme 1932&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibel ==&lt;br /&gt;
In der Bibel ([[Ezechiel]] {{BB|Hes|32|36}}; {{BB|Hes|38|2,3}}; {{BB|Hes|39|1}}) werden Tubal und Mesech grundsätzlich zusammen genannt, ein Hinweis darauf, dass Tabal und die Muški zu dieser Zeit wohl Verbündete waren, die auch weiter im Süden gefürchtet waren. In den beiden letzten Zitaten wird als ihr Oberherr [[Gog und Magog|Gog]] im Lande Magog genannt, über dessen ethnische Zuordnung keine Einigkeit besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ezechiel {{BB|Hes|27|13}} kommen in der Klage über [[Tyros]] unter den Leuten, die Sklaven und Erz in die Stadt brachten, zusätzlich noch [[Bezeichnungen für die Griechen#Griechen (Γραικοί)|Javan]] (Griechen) hinzu. Damit sind vielleicht die Bewohner der archaischen Handelsniederlassungen in [[Kilikien]] gemeint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Jesaja]] {{BB|Jes|66|19}} nennt in seiner Aufzählung der fernen heidnischen Völker im Norden und Westen (die einst zum Judentum bekehrt werden sollen) Tubal und Javan zusammen. Sowohl [[Genesis (Bibel)|Genesis]] {{BB|Gen|10|2}} als auch 1. Chronik {{BB|1.Chronik|1|5}} zählen Gomer, [[Madai (Bibel)|Madai]], Javan, Tubal, [[Mesech]] und [[Tiras]] hintereinander auf, als die Kinder [[Jafet]]s. Hier ist keine besondere Ordnung zu erkennen, außer dass es sich bei allen um die Bewohner des Nordens oder Nordwestens handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
612 v. Chr. fiel nicht nur das assyrische Reich, sondern auch Anatolien bis zum [[Kızılırmak]] an die [[Meder (Volk)|Meder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herrscher ==&lt;br /&gt;
* 24 Könige, Großkönig [[Tuwati I.]]&amp;lt;ref&amp;gt;Trevor Bryce: &amp;#039;&amp;#039;The World of the Neo-Hittite Kingdoms: A Political and Military History&amp;#039;&amp;#039;. Oxford, New York 2012, S. 141–145, S. 306f.&amp;lt;/ref&amp;gt; (assyrisch Tuatti), um 837 v. Chr. (Salmanasser III.)&lt;br /&gt;
* Kikki, Sohn von Tuwati I.,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryce&amp;quot;&amp;gt;Trevor Bryce: &amp;#039;&amp;#039;The World of the Neo-Hittite Kingdoms: A Political and Military History&amp;#039;&amp;#039;. Oxford, New York 2012, S. 141–145, S. 306.&amp;lt;/ref&amp;gt; um 837 v. Chr. (Salmanasser III.)&lt;br /&gt;
* [[Hartapu]], 8. Jahrhundert v. Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Goedegebuure et al.: TÜRKMEN-KARAHÖYÜK 1: a new Hieroglyphic Luwian inscription from Great King Hartapu, son of Mursili, conqueror of Phrygia. &amp;#039;&amp;#039;Anatolian Studies&amp;#039;&amp;#039; 70 (2020): 29–43; [doi:10.117//S0066154620000022]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Tuwati II.]], um 770 v. Chr./Mitte 8. Jahrhundert v. Chr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryce&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Wasusarma]] (assyrisch Wassurme), Sohn von Tuwati II., ca. 740 bis 730 v. Chr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bryce&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ḫulli, „Sohn eines Niemand“, 730 bis 726 v. Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;Trevor Bryce: &amp;#039;&amp;#039;The World of the Neo-Hittite Kingdoms; A Political and Military History&amp;#039;&amp;#039;. Oxford, New York 2012, S. 141–145, S. 307.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ambaris|Amb(a)ris]], Sohn von Hulli, verheiratet mit Ahat-abištu, einer Tochter Sargon II., ca. 721 bis 713 v. Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;Trevor Bryce: &amp;#039;&amp;#039;The World of the Neo-Hittite Kingdoms; A Political and Military History&amp;#039;&amp;#039;. Oxford, New York 2012, S. 141–145, S. 307.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 713–705 v. Chr. assyrische Provinz&lt;br /&gt;
* Iškallu, ca. 679 v. Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;Trevor Bryce: &amp;#039;&amp;#039;The World of the Neo-Hittite Kingdoms; A Political and Military History&amp;#039;&amp;#039;. Oxford, New York 2012, S. 293.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mugallu/Mukalli, 663, 651 v. Chr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marek-Frei&amp;quot;&amp;gt;Christian Marek, Peter Frei: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Kleinasiens in der Antike&amp;#039;&amp;#039;. München 2010, S. 802.&amp;lt;/ref&amp;gt; unter Assurbanipal&lt;br /&gt;
* ...ussi, Sohn von Mugallu, ca. 640 v. Chr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marek-Frei&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Götter ==&lt;br /&gt;
Aus Inschriften ist der Kult der Wettergottes [[Tarḫunt|Tarhunza]], manchmal auch &amp;#039;&amp;#039;Tarhunza vom Weingarten&amp;#039;&amp;#039; genannt, und der &amp;#039;&amp;#039;[[Kubaba]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Karkemiš]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* O. R. Gurney: &amp;#039;&amp;#039;The Hittites&amp;#039;&amp;#039;. London 1952.&lt;br /&gt;
* Seton Lloyd: &amp;#039;&amp;#039;Ancient Turkey&amp;#039;&amp;#039;. British Museum, London 1989.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fischer Weltgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 3. Frankfurt.&lt;br /&gt;
* Yak Yakar: &amp;#039;&amp;#039;Ethnoarchaeology of Anatolia: Rural Socio-Economy in the Bronze and Iron Ages&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Monograph Series of the Sonia and Marco Nadler Institute of Archaeology&amp;#039;&amp;#039; 17). Tel Aviv, Emery and Claire Yass Publications in Archaeology 2000. ISBN 965-266-011-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Staat (Vorderasien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neo-hethitischer Staat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königreich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Onkelkoeln</name></author>
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