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	<title>TTY-Schnittstelle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T03:54:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=TTY-Schnittstelle&amp;diff=640217&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Docosanus: + Link</title>
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		<updated>2024-04-28T15:39:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;TTY-Schnittstelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine ältere und technisch relativ einfache [[serielle Schnittstelle]]. Sie arbeitet asynchron und verwendet zur Datenübertragung eine [[Stromschnittstelle|Stromschleife]] mit typischerweise 20&amp;amp;nbsp;mA [[Elektrischer Strom|Linienstrom]]. Daher wird sie auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;20-mA-Stromschleifen-Schnittstelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. als {{EnS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;20-mA current loop interface&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}} bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schummy&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Harald Schummy |Titel=Meßtechnik mit dem Personal Computer: Meßdatenerfassung und - verarbeitung |Auflage=3.|Verlag=Springer-Verlag |Jahr=2013 |Seiten=28 |ISBN=9783642935282 |Online={{Google Buch |BuchID=yWqNBwAAQBAJ| Seite=28 |Hervorhebung=Current Loop}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelt wurde sie in den 1960er Jahren zur Ansteuerung elektromechanischer [[Fernschreiber]] über größere Entfernungen. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;TTY&amp;#039;&amp;#039; ist eine Abkürzung der englischen Bezeichnung „Teletypewriter“ oder „Teletype“ für Fernschreiber, abgeleitet von der Bezeichnung der Firma [[Teletype Corporation|Teletype Corporation, Inc.]], einem [[Vereinigte Staaten|amerikanischen]] Unternehmen, das über Jahrzehnte führender Entwickler und marktbeherrschender Hersteller im Segment der Fernschreiber war. Die TTY-Schnittstelle wurde in Folge von der [[Nachrichtentechnik]] auf den [[Computer]]bereich als Schnittstelle zu preiswerten [[Peripheriegerät]]en zur Datenein- oder Datenausgabe übertragen. Besonders erfolgreich verbreitete sich die Schnittstelle auch überall dort, wo eine [[galvanische Trennung]] der gekoppelten Geräte erforderlich ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schürmann&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernd Schürmann |Titel=Rechnerverbindungsstrukturen: Bussysteme und Netzwerke |Verlag= Vieweg &amp;amp; Sohn Verlag |Jahr=1997 |Seiten=212 |ISBN=9783528055622 |Online={{Google Buch |BuchID=7RTMBgAAQBAJ| Seite=212 |Hervorhebung=galvanische Trennung}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei langlebigen Geräten der [[Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik]] wird sie teilweise noch heute verwendet, meist zur Anbindung von Protokolldruckern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schnittstelle ist nicht [[Normung|genormt]], wird aber weitgehend einheitlich als [[Industriestandard]] gehandhabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Entwickelt und eingeführt wurde sie mit den ab 1963 von &amp;#039;&amp;#039;Teletype Corporation&amp;#039;&amp;#039; produzierten Fernschreibermodellen [[Teletype Modell 33|Teletype&amp;amp;nbsp;33]] und&amp;amp;nbsp;35. Beide wichen von den bis dahin typischen Fernschreibern ab, die mit einer größeren [[Stromstärke]] von in der Regel 40&amp;amp;nbsp;mA bei {{nowrap|ca.&amp;amp;thinsp;60 V}} Leerlaufspannung betrieben wurden und [[Baudot-Code#Der Baudot-Murray-Code (CCITT-2)|Baudot-Code]] zur Datenübermittlung verwendeten. Bei den beiden neuen Modellen und ihren Nachfolgern wechselte Teletype auf 20 mA und setzte statt des Baudot-Code den von ihr selbst maßgeblich mitentwickelten [[ASCII]] ein. Die Fernschreiber kamen zunächst im &amp;#039;&amp;#039;Teletypewriter eXchange Service&amp;#039;&amp;#039; (TWX) zum Einsatz, dem bereits 1931 eingeführten und technisch kontinuierlich weiterentwickelten Fernschreibernetz der [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Bekanntheit erlangten die Geräte aber vor allem durch ihre massenhafte Verwendung als Ein- und Ausgabegeräte an Computern. Fernschreiber galten als robust und zuverlässig. In vielen Unternehmen waren sie ohnehin schon vorhanden und über die Massenproduktion deutlich billiger in der Anschaffung, als speziell für den Einsatz am Computer entwickelte Eingabeterminals und Drucker. Sowohl die TTY-Schnittstelle als auch der ASCII konnten sich schnell als Standard bei Computern durchsetzen. Erst gegen Ende der 1970er Jahre wurde TTY durch [[RS-232]] als serielle Standard-Schnittstelle abgelöst, die ebenfalls in den 1960er Jahren, jedoch von vornherein für den Computereinsatz entwickelt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik == &lt;br /&gt;
Eine Definition der TTY-Schnittstelle findet sich in der [[Comité Consultatif International Téléphonique et Télégraphique|CCITT]]-Empfehlung V.31.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scholze&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rainer Scholze |Titel=Einführung in die Mikrocomputertechnik |Auflage=3.|Verlag=Springer-Verlag |Jahr=2013 |Seiten=263 |ISBN=9783322940988 |Online={{Google Buch |BuchID=DNOdBgAAQBAJ| Seite=263 |Hervorhebung=CCITT-Empfehlung}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Teil 1 des Entwurfs zu einer DIN&amp;amp;nbsp;66258, der erstmals 1981 erschien und bis 1986 nochmal überarbeitet wurde, war eine „20 mA-Schnittstelle“ näher beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wittgruber&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friedrich Wittgruber |Titel=Digitale Schnittstellen und Bussysteme |Auflage=2. |Verlag=Springer-Verlag |Jahr=2013 |Seiten=53 |ISBN=9783663016151 |Online={{Google Buch |BuchID=3OK0BgAAQBAJ| Seite=53 |Hervorhebung=TTY}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Verabschiedung des Entwurfs als verbindliche Norm kam es dann aber nicht mehr. Elektrisch wurde die TTY- oder 20-mA-Stromschnittstelle weltweit mehr oder weniger einheitlich gehandhabt. Bei Geräten verschiedener Hersteller kam es allerdings häufiger vor, dass die Kontaktstifte unterschiedlich belegt waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schürmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Schnittstelle sind lediglich zwei Leitungen erforderlich. Im Ruhezustand fließt ein konstanter Strom von 20 mA, der als logische „1“ interpretiert wird, jede Unterbrechung des Stromflusses steht für eine logische „0“. Nur eines der beiden verbundenen Geräte darf Strom in die Datenleitung einspeisen, also „aktiv“ sein, die Gegenstelle ist zwingend „passiv“. Im Computerbereich waren schon bald vier Leitungen üblich, zwei Leitungen Sendestromsschleife und zwei als Empfangsstromschleife, für gleichzeitiges Senden und Empfangen (Duplexbetrieb). Von Teletype war eine maximale Übertragungsrate von 110&amp;amp;nbsp;[[Baud]] vorgesehen. Für modernere Auslegungen der Schnittstelle wird teilweise 4800 Baud als technisch sinnvolles Maximum der Übertragungsgeschwindigkeit betrachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schürmann&amp;quot; /&amp;gt; Nach anderen Quellen sind auch 9600 Baud bei einer maximalen Entfernung von bis zu 1000 m zwischen den verbundenen Geräten möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ekbert Hering]], Klaus Bressler, Jürgen Gutekunst: &amp;#039;&amp;#039;Elektronik für Ingenieure&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage. Springer Verlag, 2001, ISBN 978-3-540-41738-5, S. 580 ({{Google Buch |BuchID=xD8FBgAAQBAJ| Seite=580 |Hervorhebung=1000 m}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Einsatzgebiete ==&lt;br /&gt;
Die Schnittstelle wurde auf zahlreiche weitere Einsatzgebiete übertragen, dabei aber mehr oder weniger deutlich abgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil eine Datenübertragung über Stromschleife im Vergleich zu spannungsgeführten Signalen wie bei RS-232 deutlich weniger störungsanfällig ist, wurden TTY-Schnittstellen auch im industriellen Bereich eingesetzt. In der Regel verwendete man aber ein anderes Datenformat (statt 7 Datenbits, 1 [[Paritätsbit]] und 2 [[Stoppbit]]s meist 8 Datenbits und 1 Stoppbit) und höhere [[Datenübertragungsrate]]n als von Teletype Corporation maximal vorgesehen war. Auch die [[Siemens]]-[[Speicherprogrammierbare Steuerung]]en (SPS) der [[Simatic]]-Baureihe „S5“ waren mit TTY als Programmierschnittstelle ausgestattet. Zur Anbindung der Geräte an Computer mit RS-232-Schnittstelle war die sogenannte „Köster-Box“ als gängiges Zubehör zur [[Umsetzer|Umsetzung]] erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders häufig war die TTY-Schnittstelle bei [[Messgerät]]en anzutreffen, weil dort regelmäßig, vor allem im medizinischen Bereich, eine Potentialtrennung bzw. galvanische Trennung der gekoppelten Systeme erforderlich ist. Bei Stromschleifenschnittstellen lässt sich die Anforderung ohne besonderen Aufwand über den Einsatz von [[Optokoppler]]n als Sende- und Empfangsbausteine erfüllen. Zum Teil verfügen in diesem Bereich oft sehr langlebige Geräte bis heute noch über TTY-Anschlüsse. Meist sind einfache, aber besonders robuste Protokolldrucker darüber angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[EIA-422]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schnittstelle (Hardware)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Docosanus</name></author>
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