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	<title>T-Stoff - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T01:25:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=T-Stoff&amp;diff=2685251&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Zweiter Weltkrieg */ Dateigröße angepasst</title>
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		<updated>2024-01-05T22:15:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zweiter Weltkrieg: &lt;/span&gt; Dateigröße angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;T-Stoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Abkürzung und meist als [[Deckname]] genutzte Bezeichnung für ein [[Stoffgemisch|Chemikaliengemisch]] bzw. für [[Derivat (Chemie)|Derivate]]. Die Bedeutung wechselte mit dem Zeitraum der Begriffsverwendung und kann daher nur im jeweiligen Zusammenhang interpretiert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erster Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Im Ersten Weltkrieg wurden mit „T-Stoff“ Verbindungen der Gruppe der [[Xylylbromide]] bezeichnet, die ähnlich wie [[Bromaceton]] (damals auch „B-Stoff“ genannt) als [[Reizstoff]] wirken und als [[Augenkampfstoff]]e verwendet wurden. Der Name rührt her vom Chemiker Hans Tappen, der diese Verwendung im November 1914 der [[Oberste Heeresleitung|Obersten Heeresleitung]] vorschlug. Mit dem Stoff gefüllte „T-Granaten“ wurden im Januar 1915 erstmals an der Ostfront eingesetzt. Da sie dort und später an der Westfront ohne nennenswerte Wirkung blieben, wurde dieser Kampfstoff bald durch Chlorgas, Phosgen und weitere ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Margit Szöllösi-Janze: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Haber, 1868–1934: Eine Biographie.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, 1998, ISBN 3-406-43548-3, S. 323.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Timo Baumann: &amp;#039;&amp;#039;Giftgas und Salpeter. Chemische Industrie, Naturwissenschaft und Militär von 1906 bis zum ersten Munitionsprogramm 1914/15.&amp;#039;&amp;#039; Inaugural-Dissertation, Philosophische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, vorgelegt im März 2008, S. 16, 209, 248. [https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-19485/YPERN(1)-PDFA.pdf uni-duesseldorf.de] (PDF; 3,4&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Bezeichnung „T-Stoff“ für einen Oxidator verwendet, der in dem Triebwerk [[Walter HWK 109-509]] eingesetzt wurde, das in den Raketenflugzeugen [[Messerschmitt Me&amp;amp;nbsp;163]] und [[Bachem Ba&amp;amp;nbsp;349]] zum Einsatz kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T-Stoff bestand aus einer Mischung von 80 % [[Wasserstoffperoxid]] und geringen Mengen von [[8-Hydroxychinolin]]. Wasserstoffperoxid ist ein starkes Oxidationsmittel, das von der Wehrmacht auch für den Gasgenerator der [[Aggregat 4|A-4]]-Rakete eingesetzt wurde. Auch in den ersten Versionen der [[R-7]]-Trägerrakete und der [[Redstone (Rakete)|Redstone]] wurde Wasserstoffperoxid im Gasgenerator eingesetzt. Dort wurde es mit [[Kaliumpermanganat]] kombiniert, das den immer vorhandenen Eigenzerfall beschleunigt. Die einzige Trägerrakete, die Wasserstoffperoxid als Oxidator einsetzte, war die britische [[Black Arrow (Rakete)|Black Arrow]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Leitenberger: [https://www.bernd-leitenberger.de/raktreib2.shtml &amp;#039;&amp;#039;Chemische Raketentreibstoffe Teil 2.&amp;#039;&amp;#039;] bernd-leitenberger.de, o. J.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Eigenzerfall ist das Hauptproblem von hochkonzentriertem Wasserstoffperoxid. Schon bei der Anwesenheit kleiner Spuren von [[Nickel]] nimmt er zu, wobei die dabei freiwerdende Wärme die Reaktion beschleunigt. Auch andere Metalle wirken als Katalysator.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Leitenberger: &amp;#039;&amp;#039;Diamant und Black Arrow.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 978-3-8391-6642-0, S. 61–64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher wurde [[8-Hydroxychinolin]] als Stabilisator zugesetzt, eine Substanz, die auch als Komplexbildner Metallspuren bindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Me 163 wurde T-Stoff zusammen mit dem Verbrennungsträger [[C-Stoff]] (eine Mischung aus 57 % [[Methanol]], 30 % [[Hydrazinhydrat]] und 13 % Wasser) eingesetzt. Die Kombination war [[hypergol]], entzündet sich daher beim Kontakt von selbst. Der Verbrennungsdruck betrug 24 [[Technische Atmosphäre|Atmosphären]] (etwa 24.000&amp;amp;nbsp;hPa). Das Triebwerk Walter HWK 109-509 war im Schub zwischen 5 und 15&amp;amp;nbsp;kN regelbar. Die Treibstoffvorräte begrenzten die maximale Brenndauer aber auf rund 5&amp;amp;nbsp;Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
T-Stoff ist sehr aggressiv und zerfrisst in kürzester Zeit viele organische Materialien. Die Piloten bestiegen die Maschinen in einem säurefesten Spezialanzug, der jedoch „nur psychologischer Natur“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die großen Luftschlachten des Zweiten Weltkrieges – Flugzeuge, Erfolge, Niederlagen.&amp;#039;&amp;#039; Neuer Kaiser-Verlag, Klagenfurt 1993, ISBN 3-7043-6029-5, S. 221–225.&amp;lt;/ref&amp;gt; war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Substanzen mit Decknamen „Stoff“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tstoff}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luftfahrtkraftstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgemisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kampfstoffklasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Augenkampfstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gaskrieg im Ersten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deckname]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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