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	<title>Tübinger Schule - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T06:10:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=T%C3%BCbinger_Schule&amp;diff=1032537&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schneid9: /* Evangelische und katholische Tübinger Schule */ Präteritum statt Perfekt</title>
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		<updated>2025-08-07T15:27:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Evangelische und katholische Tübinger Schule: &lt;/span&gt; Präteritum statt Perfekt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit der theologischen Schule, zur Tübinger Platonschule siehe [[ungeschriebene Lehre]], zur [[Tübinger Schule (Romanistik)]] um [[Eugenio Coseriu]] siehe dort.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tübinger Schule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird eine wissenschaftliche Richtung evangelischer und katholischer Theologen bezeichnet, die im 19. Jahrhundert an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]] Grundlagen für die [[Historisch-kritische Methode (Theologie)|historisch-kritische Methode]] der Bibelforschung entwickelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evangelische und katholische Tübinger Schule ==&lt;br /&gt;
Die Tübinger Schule entstand um 1826 im Umkreis des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;evangelischen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Theologen [[Ferdinand Christian Baur]], der 1826 bis 1860 als Professor für Kirchen- und Dogmengeschichte, 1841 und 1842 als Rektor der [[Universität]] [[Tübingen]] wirkte. Baur und seine Schüler erarbeiteten die Grundlagen für die historisch-kritischen Methode der Bibelforschung  des 19. Jahrhunderts. Zu Baurs Schülern gehörten unter anderem: [[David Friedrich Strauß]], [[Johann Tobias Beck]], [[Karl Reinhold von Köstlin]] und Baurs Schüler [[Eduard Zeller]]. Beck lehnte allerdings Baurs spekulative Sichtweise ab und begründete eine stärker biblisch fundierte Schule, während [[Albert Schwegler]] 1841 nach Konflikten mit württembergischen Kirchenbehörden von der Theologie zur Philologie wechselte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Katholische&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Theologen mit ähnlicher Forschungsrichtung wie Baur waren [[Johann Sebastian von Drey]] (1777–1853), [[Johann Adam Möhler]] (1796–1838), [[Johann Baptist von Hirscher]] (1788–1865) sowie [[Franz Anton Staudenmaier]] (1800–1856) und [[Johannes von Kuhn]] (1806–1887). Sie setzten sich kontrovers mit Baur und seinen Schülern auseinander, weshalb die katholische Tübinger Schule deutlich von der evangelischen zu unterscheiden ist. Angeregt durch die Philosophie [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel]]s, befasste sie sich auch mit dem Themenkreis göttliche [[Offenbarung]] vs. menschliche Vernunft. Dabei bemühte sie sich um die Einheit von historischer und spekulativer Theologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die evangelische Tübinger Schule stand in einer jahrelangen, heftigen Auseinandersetzung mit ihrem Tübinger Kollegen [[Heinrich Ewald]]. Der um einen Ausgleich zwischen orthodoxer und liberaler Theologie bemühte [[Albrecht Ritschl (Theologe)|Albrecht Ritschl]] trennte sich letztlich von der &amp;#039;&amp;#039;Tübinger Schule&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1860 griff der anglikanische [[Neutestamentliche Bibelwissenschaft|Neutestamentler]] und Philologe [[Brooke Foss Westcott]] die Methoden Baurs auf und entwickelte eine historisch verschärfte [[Historisch-kritische Methode (Theologie)|kritische Methode]] der Bibelforschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Drei Tübinger Schulen ==&lt;br /&gt;
Manche Historiker unterscheiden sogar &amp;#039;&amp;#039;drei&amp;#039;&amp;#039; Tübinger Schulen:&lt;br /&gt;
# Ältere Tübinger Schule (evangelisch), begründet bereits von [[Gottlob Christian Storr]] (1746–1805). Sie vertrat im Wesentlichen den Kant’schen [[Supranaturalismus]], wonach die göttliche Offenbarung über aller menschlichen Vernunft steht. Daher hat auch in der Forschung die formale Autorität der Bibel ihren Platz.&lt;br /&gt;
# Tübinger Schule (katholisch), schon um 1819 von J.S. Drey begründet, von Möhler und Hirscher weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
# Jüngere Tübinger Schule (evangelisch), um 1826 durch F.C. Baur begründet. Im Gegensatz zu (1) tritt sie für eine von dogmatischen Voraussetzungen freie historisch-kritische Theologie ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert finden die letztgenannten Schulen auch zahlreiche Vertreter unter [[Naturwissenschaft]]lern und Philosophen, etwa [[Carl Friedrich von Weizsäcker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Matthias Adrian/Rainer Kampling: &amp;#039;&amp;#039;Freiheit in Grenzen? Forschung und Konflikte neutestamentlicher Exegeten der „Katholischen Tübinger Schule“ im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Contubernium.&amp;#039;&amp;#039; Band 89). Steiner, Tübingen 2021, ISBN 978-3-515-12892-6.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Zachhuber|Johannes Zachhuber:]] &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Idealismus und Historismus. Theologie als Wissenschaft in der Tübinger Schule und in der Ritschlschule&amp;#039;&amp;#039; (= Arbeiten zur Kirchen- und Theologiegeschichte, Bd. 46). Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2015, ISBN 978-3-374-04156-5. &lt;br /&gt;
* Bauspiess, Martin/Landmesser, Christof/Lincicum, David (Hrsgg.): Ferdinand Christian Baur und die Geschichte des frühen Christentums. Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament - 333. Tübingen, Mohr Siebeck 2014, 2014. ISBN 9783161508097.&lt;br /&gt;
* Michael Kessler, [[Ottmar Fuchs]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Theologie als Instanz der Moderne. Beiträge und Studien zu Johann Sebastian Drey und zur Katholischen Tübinger Schule&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Tübinger Studien zur Theologie und Philosophie&amp;#039;&amp;#039;). 2005, ISBN 978-3-7720-8075-3.&lt;br /&gt;
* [[Matthias Blum]]/Rainer Kampling: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen katholischer Aufklärung und Ultramontanismus. Neutestamentliche Exegeten der „Katholischen Tübinger Schule“ im 19. Jahrhundert und ihre Bedeutung für die katholische Bibelwissenschaft&amp;#039;&amp;#039; (= Contubernium Band 79). Steiner, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-515-10263-6.&lt;br /&gt;
* Stefan Warthmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Katholische Tübinger Schule. Zur Geschichte ihrer Wahrnehmung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Contubernium.&amp;#039;&amp;#039; Band 75). Steiner, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-515-09856-4&lt;br /&gt;
* [https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=115929 Tübinger Schule in Meyers Konversationslexikon]&lt;br /&gt;
* [[Josef Rupert Geiselmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die katholische Tübinger Schule: ihre theologische Eigenart.&amp;#039;&amp;#039; Herder, 1964.&lt;br /&gt;
* Josef Mader: &amp;#039;&amp;#039;Offenbarung als Selbstoffenbarung Gottes: Hegels Religionsverständnis als Anstoß für ein neues Offenbarungsverständnis in der katholischen Theologie des 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Lit, 2000, ISBN 978-3-8258-4309-0.&lt;br /&gt;
* Gerhard Müller: &amp;#039;&amp;#039;Theologische Realenzyklopädie.&amp;#039;&amp;#039; Band 35, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2003, ISBN 3-11-017781-1, S. 676.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Köpf]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisch-kritische Geschichtsbetrachtung: Ferdinand Christian Baur und seine Schüler.&amp;#039;&amp;#039; Thorbecke, Sigmaringen 1994, ISBN 978-3-7995-3234-1 ([https://books.google.at/books?id=0Ze1QGpz_j4C&amp;amp;pg=PA1#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Online-Vorschau]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tubinger Schule}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theologische Schule]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum in Deutschland (19. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schneid9</name></author>
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