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	<title>Täterstrafrecht - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T22:13:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=T%C3%A4terstrafrecht&amp;diff=342979&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mike Krüger: Leerz. fix</title>
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		<updated>2025-09-26T08:52:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerz. fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Täterstrafrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird eine überholte Strafrechtslehre bezeichnet, die nicht eine bestimmte [[Prozessuale Tat|Tat]], sondern einen bestimmten [[Tätertypologie|Tätertyp]] bestraft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rechtslexikon.net/d/t%C3%A4terstrafrecht/t%C3%A4terstrafrecht.htm &amp;#039;&amp;#039;Täterstrafrecht&amp;#039;&amp;#039;] Rechtslexikon.de, abgerufen am 24. Januar 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Einen starken Einfluss gewann das Täterstrafrecht in Deutschland während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] mit der sogenannten normativen Tätertypenlehre der [[Kieler Schule#Strafrecht|Kieler Schule]], die von [[Georg Dahm]] und [[Friedrich Schaffstein]] begründet worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Susanne Hähnchen]]: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Hüthig Jehle Rehm, 2013, ISBN 978-3-8114-6305-9, S. 386.&amp;lt;/ref&amp;gt; Typisch für das Täterstrafrecht war die Anknüpfung an eine bestimmte [[Gesinnungsstrafrecht|Gesinnung]] des Täters. Rechtspolitisch zum Ausdruck kam die willkürliche Bestrafung losgelöst von einem erweisbaren Tatgeschehen im &amp;#039;&amp;#039;[[Gewohnheitsverbrechergesetz|Gesetz gegen gefährliche Gewohnheitsverbrecher]]&amp;#039;&amp;#039; vom 24. November 1933,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1933&amp;amp;page=1120&amp;amp;size=45 RGBl. I S. 995.]&amp;lt;/ref&amp;gt; der &amp;#039;&amp;#039;[[Verordnung gegen Volksschädlinge]]&amp;#039;&amp;#039; vom 5. September 1939,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1939&amp;amp;page=1910&amp;amp;size=45 RGBl. I S. 1679.]&amp;lt;/ref&amp;gt; der Verordnung gegen Gewaltverbrecher (&amp;#039;&amp;#039;Gewaltverbrecherverordnung&amp;#039;&amp;#039;) vom 5. Dezember 1939&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1939&amp;amp;size=45&amp;amp;page=2609 RGBl. I S. 2378.]&amp;lt;/ref&amp;gt; und § 2 des &amp;#039;&amp;#039;Gesetzes zur Änderung des Reichsstrafgesetzbuchs&amp;#039;&amp;#039; vom 4. September 1941,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1941&amp;amp;page=577 RGBl. I S. 549.]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem die Vorschriften über [[Mord (Deutschland)|Mord]] und [[Totschlag (Deutschland)|Totschlag]] im Reichsstrafgesetzbuch neu konzipiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Heghmanns]]: &amp;#039;&amp;#039;Strafrecht für alle Semester. Zur Lehre vom Tätertyp.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin/Wien 2009, 2. Kapitel, Rdnr. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere in § 211 RStGB n.F. wurden die Gesinnungsmerkmale „niedrige Beweggründe“, „Mordlust“, „Habgier“ oder „Heimtücke“ als Voraussetzung für den Tatbestand des Mordes und die Formulierung „Mörder ist, ...“ eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Monika Frommel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung der Tätertypenlehre bei der Entstehung des § 211 StGB im Jahre 1941.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Juristenzeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 1980, S. 559–564.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Präsident des [[Volksgerichtshof]]s [[Roland Freisler]] erläuterte hierzu, dass diese Formulierung der neuen strafrechtlichen Auffassung entsprechen würde, die von einem besonderen Tätertyp des Mörders ausgehe.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anette Grünewald]]: &amp;#039;&amp;#039;Das vorsätzliche Tötungsdelikt.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, 2010, ISBN 978-3-16-150012-1, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gem. § 1 des Gesetzes vom 4. September 1941 verfielen „der gefährliche Gewohnheitsverbrecher“ und „der Sittlichkeitsverbrecher“ der Todesstrafe, „wenn der Schutz der [[Volksgemeinschaft]] oder das Bedürfnis nach gerechter Sühne es erfordern.“ „Der Wucherer“ wurde „in besonders schweren Fällen mit Zuchthaus bestraft “ (§ 3 des Gesetzes vom 4. September 1941).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach § 4 der sog. Volksschädlingsverordnung war die „Ausnutzung des Kriegszustandes“ ein [[Strafschärfungsgrund]], wonach ein Täter „unter Überschreitung des regelmäßigen Strafrahmens mit Zuchthaus bis zu 15 Jahren, mit lebenslangem Zuchthaus oder mit dem Tode“ bestraft wurde, wenn „dies das [[Gesundes Volksempfinden|gesunde Volksempfinden]] wegen der besonderen [[Verwerflichkeit]] der Straftat erfordert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum einen ist es nicht möglich, in einer mit dem [[Strafrechtlicher Bestimmtheitsgrundsatz (Deutschland)|Bestimmtheitsgrundsatz]] zu vereinbarenden Weise einen Tätertypus zu umschreiben, zum anderen muss auch das Handeln „atypischer Täter“ (z. B. des Gelegenheitsdiebes) strafrechtlich fassbar sein. Deshalb hat sich das &amp;#039;&amp;#039;Tatstrafrecht&amp;#039;&amp;#039; durchgesetzt, in dem Gegenstand des Schuldvorwurfs die einzelne Tat ist und Grundlage der Strafe die individuelle Tatschuld ([[Nulla poena sine culpa|Schuldprinzip]]). Persönliche Merkmale des Täters können aber bei der [[Strafzumessung (Deutschland)|Strafzumessung]] eine Rolle spielen, wie die Gesinnung, die aus der Tat spricht, oder das Vorleben des Täters ({{§|46|stgb|juris}} Abs. 2 Satz 2 StGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Jugendstrafrecht (Deutschland)|Jugendstrafrecht]] weist sowohl Elemente des Tatstrafrechts als auch des Täterstrafrechts auf. Es handelt sich insoweit um Tatstrafrecht, als seine Anwendbarkeit die Begehung einer Straftat voraussetzt ({{§|1|jgg|juris}} Abs. 1 JGG), die Bestimmung der Rechtsfolgen weicht im [[Jugendgerichtsgesetz (Deutschland)|Jugendgerichtsgesetz]] aber erheblich von der des allgemeinen Strafrechts ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Roland Hefendehl]]: [https://strafrecht-online.org/lehre/sos-2010/jugendstrafrecht/karteikarten/%C2%A7%204%20-%20Jugendstrafrecht%20als%20T%C3%A4terstrafrecht%20KK%2046-50.pdf &amp;#039;&amp;#039;Jugendstrafrecht als Täterstrafrecht&amp;#039;&amp;#039;] Universität Freiburg, 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl im Verfahren wie auch bei der Wahl der Rechtsfolgenbemessung stehen die Täterpersönlichkeit und der Erziehungsgedanke im Mittelpunkt ({{§|2|jgg|juris}} JGG).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/resource/blob/408078/b40ab56035eded6af31a10cf73ddef48/WD-7-015-08-pdf-data.pdf &amp;#039;&amp;#039;Zum Erziehungsgedanken im Jugendstrafrecht. Begründung, Historie, Stellenwert heute.&amp;#039;&amp;#039;] [[Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages]], Ausarbeitung vom 13. Februar 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Benedikt Hartl: &amp;#039;&amp;#039;Das nationalsozialistische Willensstrafrecht&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2000, ISBN 3-934479-27-8. (Zugl. Regensburg, Univ.-Diss. 2000. [http://www.weissensee-verlag.de/autoren/Hartl/hartl_das_nationalsozialistische_willensstrafrecht_kurz.pdf &amp;#039;&amp;#039;Leseprobe&amp;#039;&amp;#039;])&lt;br /&gt;
* [[Kai Ambos]]: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistisches Strafrecht. Kontinuität und Radikalisierung.&amp;#039;&amp;#039; Nomos 2019, ISBN 978-3-8487-5631-5. [https://www.nomos-shop.de/_assets/downloads/9783848756315_lese01.pdf &amp;#039;&amp;#039;Inhaltsverzeichnis und Vorwort&amp;#039;&amp;#039;]; [http://www.zis-online.com/dat/artikel/2019_5_1293.pdf &amp;#039;&amp;#039;Rezension&amp;#039;&amp;#039;] von Jean Pierre Matus, [[Zeitschrift für Internationale Strafrechtsdogmatik|ZIS]] 2019, S. 320 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Strafrechtslehre|Taterstrafrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanktionenrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafprozessrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsphilosophie|Taterstrafrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mike Krüger</name></author>
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