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	<title>Syntaktik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T20:35:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Syntaktik&amp;diff=352248&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A02:810D:1800:674:D1E3:2334:D263:7289: /* Beispiel */</title>
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		<updated>2024-08-15T10:03:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beispiel&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Syntaktik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist diejenige Abteilung der [[Semiotik]] (der allgemeinen Zeichenlehre), die mit den Beziehungen eines Zeichens zu anderen Zeichen zu tun hat. Wie oft in der Wissenschaft, bezeichnet der Ausdruck sowohl einen Objektbereich (die Beziehungen zwischen Zeichen) als auch die Lehre davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der Syntaktik wurde von [[Charles W. Morris]]&amp;lt;ref&amp;gt;Morris, &amp;#039;&amp;#039;Foundations of the Theory of Signs&amp;#039;&amp;#039; (1988), S. 23 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; geprägt. Der Begriff setzt eine Theorie vom [[Zeichen]] voraus, wo dieses trilateral, weil durch drei Beziehungen konstituiert ist: Ein Zeichen hat eine Beziehung zu dem, was es bezeichnet (dem [[Denotat]] und Designat), dem Zeichenbenutzer und zu anderen Zeichen. Jede dieser drei Beziehungen begründet ein Teilgebiet der Semiotik: Mit der Beziehung des Zeichens zum Bezeichneten befasst sich die [[Semantik]], mit der Beziehung des Zeichens zu seinem Benutzer die [[Pragmatik (Linguistik)|Pragmatik]] und mit der Beziehung des Zeichens zu anderen Zeichen die Syntaktik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Linguistik]] unterscheidet zwei Arten von Beziehungen zwischen Zeichen: Ein Zeichen hat [[Syntagma|syntagmatische Beziehungen]] zu den Zeichen, mit denen es zu einer Nachricht verbunden ist, und [[Paradigma|paradigmatische Beziehungen]] zu Zeichen, die zum selben Zeichensystem (insbesondere zur selben Sprache) gehören und die in der Nachricht an seiner Stelle stehen könnten. Diese Unterscheidung greift Morris nicht auf. Seine Ausführungen lassen jedoch den Schluss zu, dass seine Syntaktik beide Arten von Beziehungen zum Gegenstand hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Syntaktik wird oft mit der [[Syntax]] verwechselt. Diese ist jedoch ein Teilgebiet der [[Grammatik]] (und somit der [[Linguistik]]), dessen notwendige Ergänzung die [[Morphologie (Linguistik)|Morphologie]] ist. In der Semiotik hingegen kommt die Morphologie nicht vor. Zudem steht die Grammatik neben der [[Phonologie]]; und auch diese hat in der Lehre vom trilateralen Zeichen kein Gegenstück. Offenbar soll Morris’ Syntaktik alle formalen Eigenschaften und Beziehungen von Zeichen erschöpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Terminus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morris verwendet für den Begriff ausschließlich den Terminus &amp;#039;&amp;#039;syntactics&amp;#039;&amp;#039; (Syntaktik), was ein von ihm geprägter Neologismus ist. Das zugehörige Adjektiv lautet bei ihm &amp;#039;&amp;#039;syntactical&amp;#039;&amp;#039;. Die Absicht ist offenbar, sich gegen den (Jahrtausende alten) Terminus &amp;#039;&amp;#039;Syntax&amp;#039;&amp;#039; abzusetzen, dessen Adjektiv auf Englisch überwiegend &amp;#039;&amp;#039;syntactic&amp;#039;&amp;#039; lautet. Diese Absicht wurde in der Rezeption häufig nicht verstanden. In Referaten von Morris’ Zeichentheorie wird der Terminus &amp;#039;&amp;#039;Syntaktik&amp;#039;&amp;#039; oft explizit oder stillschweigend durch &amp;#039;&amp;#039;Syntax&amp;#039;&amp;#039; ersetzt. Eine Umdeutung des Wortes &amp;#039;&amp;#039;Syntax&amp;#039;&amp;#039; im Sinne einer allgemeinen Lehre von formalen Beziehungen zwischen Zeichen war übrigens bereits in [[Rudolf Carnap]]s &amp;#039;&amp;#039;Logischer Syntax der Sprache&amp;#039;&amp;#039; angebahnt, die Morris kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Syntaktik&amp;#039;&amp;#039; wird in allen Spielarten der Semiotik angewandt, so auch in der [[Visuelle Kommunikation|visuellen Kommunikation]] zur Analyse visueller Zeichen ([[Plakat]]e, [[Piktogramm]]e, [[Werbespot]]s, [[Comic]]s und andere). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Zeichen 251 - Verbot für Kraftwagen und sonstige mehrspurige Kraftfahrzeuge, StVO 1992.svg|mini|hochkant=0.8|Verkehrszeichen als Beispiel der Syntaktik]]&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für syntaktische Beziehungen sind [[Verkehrszeichen]]. Das Verkehrszeichen „Fahrverbot für Kraftfahrzeuge“ (rechts) ist beispielsweise zusammengesetzt aus der Verknüpfung eines Grundzeichens (Verbot) und eines Bezugszeichens (Kraftfahrzeug). Diese beiden haben zueinander eine syntagmatische Beziehung. Die Beziehungen dieses Verkehrszeichens zu anderen Verkehrszeichen wie etwa dem Zeichen „Fahrverbot für Lastkraftwagen“ sind seine paradigmatischen Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sinnmäßige Verknüpfung und die Kombinatorik der Bedeutung der beiden Bestandteile des Zeichens sowie seine Gesamtbedeutung ist Aufgabe der Semantik. Die mögliche Auswirkung, die ein solches Zeichen auf den Betrachter hat, ist Sache der [[Pragmatik (Linguistik)|Pragmatik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kommunikationsmodell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Foundations of the Theory of Signs&amp;#039;&amp;#039;. 1938. Deutscher Titel: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Zeichentheorie&amp;#039;&amp;#039;. In: Charles William Morris: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Zeichentheorie, Ästhetik der Zeichentheorie&amp;#039;&amp;#039;. Fischer, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1988. ISBN 3-596-27406-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semiotik]]&lt;/div&gt;</summary>
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