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	<title>Synergie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Synergie&amp;diff=12933&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2026-02-03T06:15:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Synergie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Synergismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; {{elS|συνεργία|synergía}}, oder {{lang|el|συνεργισμός}} &amp;#039;&amp;#039;[[Liste griechischer Präfixe#S|synergismós]]&amp;#039;&amp;#039;, „die Zusammenarbeit“) bezeichnet das Zusammenwirken von [[Lebewesen]], [[Materie (Physik)|Stoffen]] oder [[Kraft|Kräften]] im Sinne von „sich gegenseitig fördern“ bzw. einen daraus resultierenden gemeinsamen [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Synergien werden [[interdisziplinär]] als [[Erkenntnisobjekt]] in der [[Synergetik]] untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theologie ==&lt;br /&gt;
Der Synergismus ist in der [[Dogmatik|christlichen Dogmatik]] die „Mitwirkung“ des menschlichen [[Wille]]ns bei der [[Rechtfertigung (Theologie)|Rechtfertigung]]. Während des [[Synergistischer Streit|synergistischen Streits]] in der [[Reformation]]szeit warfen die [[Gnesiolutheraner]] [[Philipp Melanchthon]] und seiner Schule vor, Verfechter des Synergismus zu sein. Die strenge Lehre der Gnesiolutheraner, die sich auf [[Martin Luther|Luther]] stützten, hielt an der absoluten Unfähigkeit des natürlichen Willens fest, bei der Rechtfertigung mitzuwirken. Allerdings vertrat Melanchthon primär eine an [[Confessio Augustana#Artikel 18–20: Ethische Konsequenzen der Rechtfertigungslehre|Confessio Augustana Artikel 18]] angelehnte und damit auch von Luther vertretene Position: Der Mensch ist in weltlichen Handlungen frei, „ohne Gnad, Hilf und Wirkung des Heiligen Geistes vermag der Mensch aber nicht Gott gefällig zu werden“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seit 1557 in der deutschen Evangelischen Kirche aufkommenden synergistischen Streitigkeiten hatten dieses Thema zum Inhalt und wurden nach und nach beigelegt. Das spätere Luthertum näherte sich Melanchthons Sicht der Rechtfertigung an, die Mitwirkung des Menschen bei der Rechtfertigung erfolge nicht mit dessen natürlichen, sondern mit den durch die vorbereitende Gnade geschenkten Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
In der [[Wirtschaft]] entstehen [[Synergieeffekt]]e durch [[Skaleneffekt]]e ({{enS|economies of scale}}), [[Verbundeffekt]]e ({{enS|economies of scope}}) und [[Dichtevorteil]]e ({{enS|economies of density}}).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Unternehmensfinanzierung_im_Mittelstand/ADVlDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=synergie+skaleneffekte,+verbundeffekte,+dichtevorteile&amp;amp;pg=PA171&amp;amp;printsec=frontcover Boris Karcher, Joachim Peter, Nick Dimler: &amp;#039;&amp;#039;Unternehmensfinanzierung im Mittelstand.&amp;#039;&amp;#039; 2018, S. 171].&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können durch verschiedene Formen der Zusammenarbeit (z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[Kooperation]] oder [[Kollusion (Ökonomie)|Kollusion]]) angestrebt werden, z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[Joint Venture]]s, durch die [[Fusion (Wirtschaft)|Fusion]] oder den [[Unternehmenskauf]] von zwei oder mehr selbstständigen Unternehmen zu einem Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zusammenarbeitenden [[Wirtschaftssubjekt]]e sind in der Regel bestrebt, ihren [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] zu [[Nutzenmaximierung|maximieren]]. Das kann dazu führen, dass eines von ihnen mehr Nutzen hat als jedes einzelne vor der Kooperation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Spieltheorie]] untersucht mit wissenschaftlichen Methoden Vorgänge, bei denen Nutzeffekte auch implizit (ohne gezielte Planung) auftreten, z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Konkurrenzdruck]]. Theoretische Grundlagen für die Spieltheorie erarbeitete u.&amp;amp;nbsp;a. [[John Forbes Nash, Jr.|John Nash]]; er stellte 1950 das [[Nash-Gleichgewicht]] vor. Dafür erhielt er 1995 den [[Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche [[Marktteilnehmer]] konkurrieren &amp;#039;&amp;#039;und&amp;#039;&amp;#039; kooperieren; dies nennt man [[Coopetition]] oder [[Koopetition]]. Auch ihr [[Marktverhalten]] ist Untersuchungsgegenstand der Spieltheorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pharmakologie ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Synergist (Pharmakologie)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Synergie spricht man auch in der [[Pharmakologie]] (und in der [[Heilkunde]]&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Ernst Stahl: &amp;#039;&amp;#039;Über die Bedeutung des synergischen Prinzips für die Heilkunde.&amp;#039;&amp;#039; Halle 1695; in: [[Bernward Josef Gottlieb]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Georg Ernst Stahl: Über den mannigfaltigen Einfluß von Gemütsbewegungen auf den menschlichen Körper (Halle 1695) / Über die Bedeutung des synergischen Prinzips für die Heilkunde (Halle 1695) / Über den Unterschied zwischen Organismus und Mechanismus (Halle 1714) / Überlegungen zum ärztlichen Hausbesuch (Halle 1703).&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1961 (= &amp;#039;&amp;#039;Sudhoffs Klassiker der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Band 36).&amp;lt;/ref&amp;gt;), wenn zwei gleichzeitig eingenommene [[Medikament]]e ihre [[Pharmakodynamik|Wirkungen]] gegenseitig verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel ist die synergistische Wirkung von [[Sulfonamide]]n und [[Trimethoprim]].&amp;lt;ref&amp;gt;Claus-Jürgen Estler/Harald Schmidt, &amp;#039;&amp;#039;Pharmakologie und Toxikologie&amp;#039;&amp;#039;, Schattauer Verlag, 2007, S. 51; ISBN 978-3794522958&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemie ==&lt;br /&gt;
Auch beim Zusammenwirken von Chemikalien spricht man von synergetischen bzw. synergistischen Effekten, wenn sich die kombinierten Wirkungen potenzieren. Dies geschieht z.&amp;amp;nbsp;B. bei halogenierten [[Flammschutzmittel]]n in Kombination mit Antimonoxid sowie auch bei der Zusammenstellung von [[Raketentreibstoff]]en ([[Raketentreibstoff#Oberth-Effekt|Oberth-Effekt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forstwirtschaft ==&lt;br /&gt;
Eine Bedeutung erhält der Begriff auch im [[Waldbau]], auch als &amp;#039;&amp;#039;Synergismus&amp;#039;&amp;#039;. Er bezeichnet dort die erhöhte Produktivität eines [[Mischbestand]]es auf einem Standort im Vergleich zu einem [[Reinbestand]] bei gleicher Stammzahl. Die Steigerung lässt sich durch bessere Ausnutzung (z.&amp;amp;nbsp;B. durch gestufte Bestandesschicht oder unterschiedliche Ansprüche der verschiedenen Baumarten) oder Verbesserung (z.&amp;amp;nbsp;B. durch bessere Zersetzung der „Mischstreu“) der standörtlichen Gegebenheiten erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophie ==&lt;br /&gt;
Allgemein wird der Begriff in der abstrakteren Bedeutung „Synergieeffekt“ benutzt, wenn Konzepte, Prozesse oder Strukturen sich gegenseitig ergänzen. Diese Verwendung wurde von [[Richard Buckminster Fuller]] maßgeblich mitgeprägt, der damit u.&amp;amp;nbsp;a. in der [[Architektur]] die Eigenschaften seiner &amp;#039;&amp;#039;Domes&amp;#039;&amp;#039; oder [[Geodätische Kuppel|geodätischen Kuppeln]] erklärte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physiologie und Anatomie ==&lt;br /&gt;
Das einfachste Beispiel synergistischer Wirkungen ist das harmonische Zusammenspiel von Muskelgruppen. [[Synergist (Muskel)|Synergistische Muskeln]] sind zum Beispiel alle Muskeln, die an einem bestimmten Gelenk zu ein und derselben Bewegung beitragen, zum Beispiel eine Beugung bewirken, vgl. [[Agonist (Anatomie)|Agonisten]].&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Boss (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Roche Lexikon Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Hoffmann-La Roche AG und Urban &amp;amp; Schwarzenberg, München 1987, ISBN 3-541-13191-8, S. 1660.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus wird in der [[Physiologie]] mit Synergie auch die [[Organisation]] des [[Zentralnervensystem|ZNS]] beschrieben. Damit ist das Zusammenwirken verschiedener Hirnstrukturen gemeint. So ist in der [[Motorik]] bei komplexen Bewegungsabläufen ein Zusammenspiel verschiedener [[Somatotopie|somatotopisch]] gegliederter Hirnareale erforderlich. Solche Hirnareale sind zum Beispiel die verschiedenen [[Projektionsfeld|motorischen Projektionsfelder]] (PS, EPS), [[Stammganglien]], [[Kleinhirn]] usw. Dies ist erforderlich, um Bewegungsabläufe abzustimmen und zu koordinieren. Störungen dieser Abläufe können sich zum Beispiel als [[Ataxie]] oder [[Apraxie]] bemerkbar machen. Ähnlich wie man bei Muskelgruppen Agonisten und Antagonisten unterscheidet, gibt es nicht nur im Nervensystem eine Vielzahl von Systemen, die sich untereinander als Gegenspieler erweisen, so die bereits genannten Systeme PS und EPS in der Motorik, das [[Vegetativum|sympathische und parasympathische Nervensystem]] sowie unterschiedliche z.&amp;amp;nbsp;T. gegenläufige [[biochemisch]]e bzw. [[hormon]]elle Regulierungen, die ebenfalls auf höherer Ebene vom Nervensystem ([[Neurohypophyse]]) aus gesteuert werden. Gegenspieler können unter bestimmten Umständen auch zusammenwirken, da sie ganz unterschiedlichen Steuerungsmechanismen unterliegen. Dieses Phänomen wird in der Physiologie auch als &amp;#039;&amp;#039;Synergismus&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Rein]], [[Max Schneider (Mediziner)|Max Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Physiologie des Menschen.&amp;#039;&amp;#039; 15. Auflage. Springer, Berlin 1964, S. 543, 597, 615.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für einen Synergismus zwischen zwei physiologischen Einflussfaktoren ist Alkoholkonsum in Kombination mit Zigarettenkonsum, wobei sich das Risiko an Krebs zu erkranken vervielfacht gegenüber dem Risiko durch nur einen der beiden Faktoren.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.aerzteblatt.de/archiv/zigarrenrauchen-erhoeht-krebs-und-khk-risiko-2e72308a-0d75-491b-bbf2-a4ec03953754 Zigarrenrauchen erhöht Krebs- und KHK-Risiko]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Ärzteblatt&amp;#039;&amp;#039;. Ausgabe 38, 1999&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Scherübl: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-1916-1466 Tabakrauchen und Krebsrisiko]&amp;#039;&amp;#039;. In: Pneumologie, Band 77 Ausgabe 1, 2023, S. 27–32&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hermann Haken (Physiker)|Hermann Haken]]: &amp;#039;&amp;#039;Synergetik&amp;#039;&amp;#039;. Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 1982, ISBN 3-540-11050-X.&lt;br /&gt;
* Tatjana Petzer, Stephan Steiner (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Synergie : Kultur- und Wissensgeschichte einer Denkfigur&amp;#039;&amp;#039;. Paderborn: Fink, 2016. ISBN 978-3-7705-5896-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Antagonist (Pharmakologie)]]&lt;br /&gt;
* [[Dichtevorteil]]&lt;br /&gt;
* [[Symbiose]]&lt;br /&gt;
* [[Skaleneffekt]]&lt;br /&gt;
* [[Synergiepotenzial]]&lt;br /&gt;
* [[Verbundeffekt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4200199-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abstraktum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharmazie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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