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	<title>Sympathomimetikum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sympathomimetikum&amp;diff=190612&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gib Senf dazu!: tk kl</title>
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		<updated>2025-11-12T21:59:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sympathomimetika&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sympathikomimetika&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind („den [[Sympathikus]] bewegende“) Arzneimittel, die die Stimulation des sympathischen Nervensystems nachahmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=T. C. Westfall |Titel=Sympathomimetic Drugs and Adrenergic Receptor Antagonists |Sammelwerk=Encyclopedia of Neuroscience |Verlag=Academic Press |Ort=Oxford |Datum=2009 |ISBN=978-0-08-045046-9 |Seiten=685–695 |Online=https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/B9780080450469011566 |DOI=10.1016/b978-008045046-9.01156-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie stimulieren die Erregungsübertragung von [[Adrenozeptoren|adrenergen Rezeptoren]] auf den Sympathikus –&amp;amp;nbsp;einen Teil des [[Vegetatives Nervensystem|vegetativen Nervensystems]], der die nach außen gerichtete Aktionsfähigkeit bei Belastungen erhöht („[[Kampf-oder-Flucht-Reaktion|Fight-or-flight]]“). Dadurch werden eine Erhöhung des Blutdruckes und der Herzfrequenz, eine Erweiterung der Atemwege, eine allgemeine Leistungssteigerung und ein erhöhter Energieverbrauch bewirkt. Auch Euphorie und eine Hemmung des Hungerzentrums im [[Zwischenhirn]] und somit eine Verminderung des Appetits sind weitere Folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1910 beschrieben [[George Barger]] und [[Henry Hallett Dale]] sympathikomimetische (den Sympathikus bewegende), blutdrucksteigernde „Pressoramine“ ([[Adrenalin]] bzw. [[Noradrenalin]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Martini (Mediziner)|Paul Martini]]: &amp;#039;&amp;#039;Über das Wesen und die Behandlung des essentiellen Hochdrucks.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchener Medizinische Wochenschrift&amp;#039;&amp;#039;, 2. Januar 1953, Band 95, Nr. 1, S. 33–42 ([[Otto von Bollinger|O. Bollinger]]-Vorlesung, gehalten in München am 11. Dezember 1952), hier: S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Präparate unterliegen der Rezeptpflicht. Ihre Einnahme sollte grundsätzlich nur unter ärztlicher Kontrolle stattfinden, denn sie stellt einen erheblichen Eingriff in den menschlichen Organismus dar. So haben die meisten Sympathomimetika neben der gewünschten Wirkung, etwa einer Verbesserung der Atmung, auch unterschiedlich ausgeprägte Nebenwirkungen aus dem oben beschriebenen Spektrum; zum Beispiel eine Blutdruckerhöhung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung synthetischer Sympathomimetika ==&lt;br /&gt;
* [[Dobutamin]]: 1975 von [[Ronald R. Tuttle]] und [[John Blakely Mills]] entwickelt&lt;br /&gt;
* [[Ephedrin]]: 1887 erstmals von [[Nagai Nagayoshi]] aus &amp;#039;&amp;#039;Ephedra sinica&amp;#039;&amp;#039; als reines Alkaloid hergestellt&lt;br /&gt;
* [[Oxedrin]] (&amp;#039;&amp;#039;Synephrin&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;Sympatol&amp;#039;&amp;#039;): Von [[Legerlotz]] erstmals synthetisiert; 1930 wurde die Wirkung von [[Gustav Kuschinsky]] untersucht&lt;br /&gt;
* [[Norfenefrin]] (&amp;#039;&amp;#039;Novadral&amp;#039;&amp;#039;)/[[Etilefrin]] (&amp;#039;&amp;#039;Effortil&amp;#039;&amp;#039;): 1970 von [[David J. Triggle]] untersucht&lt;br /&gt;
* [[Isoprenalin]] (&amp;#039;&amp;#039;Aludrin&amp;#039;&amp;#039;): 1938 von Scheidling synthetisiert; die bronchienerweiternde Wirkung wurde 1939 von [[Heribert Konzett]] nachgewiesen&lt;br /&gt;
* [[Fenoterol]] (&amp;#039;&amp;#039;Partusisten&amp;#039;&amp;#039;): Von Mentrup bei [[Boehringer Ingelheim]] synthetisiert, 1962 patentiert und ab 1971 als &amp;#039;&amp;#039;Berotec&amp;#039;&amp;#039;-[[Aerosol|Dosieraerosol]] vermarktet&lt;br /&gt;
* [[Salbutamol]]: 1968 von [[GlaxoSmithKline|Allen &amp;amp; Hanbury]] veröffentlicht&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Wolf-Dieter Müller-Jahncke]], [[Christoph Friedrich (Pharmaziehistoriker)|Christoph Friedrich]], Ulrich Meyer |Hrsg= |Titel=Arzneimittelgeschichte |Auflage=2., überarb. und erw. |Verlag=Wiss. Verl.-Ges. |Ort=Stuttgart |Datum=2005 |ISBN=3-8047-2113-3 |Seiten=167f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Direkte und indirekte Sympathomimetika ==&lt;br /&gt;
Sympathomimetika werden als direkt wirkend (wirken direkt auf α- oder β-Rezeptoren), indirekt wirkend (wirken durch die Bereitstellung von mehr Noradrenalin, das auf α- oder β-Rezeptoren wirkt) oder gemischt wirkend (wirken über beide Mechanismen) klassifiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Direkte Sympathomimetika&amp;#039;&amp;#039; wirken durch Aktivierung von [[Adrenozeptoren]], indem sie die Wirkung der physiologischen [[Botenstoff]]e (Transmitter) [[Adrenalin]] und [[Noradrenalin]] nachahmen. Es existieren Wirkstoffe, die bevorzugt an α-Rezeptoren, an β-Rezeptoren (siehe [[Adrenozeptoren#Einteilung|Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Einteilung&amp;#039;&amp;#039; im Artikel &amp;#039;&amp;#039;Adrenozeptoren&amp;#039;&amp;#039;]]) oder an beiden Rezeptortypen wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Indirekte Sympathomimetika&amp;#039;&amp;#039; sind Substanzen, welche die Konzentration der physiologischen Transmitter im [[Synaptischer Spalt|synaptischen Spalt]] erhöhen. Dies geschieht über eine vermehrte Ausschüttung aus präsynaptischen Nervenenden und über eine Hemmung der Wiederaufnahme. Beispiele sind [[Ephedrin]], das eine Erweiterung der Bronchien und eine Stimulation des Kreislaufes bewirkt, sowie [[Amphetamin]] und seine Derivate wie [[Methylphenidat]] und [[MDMA]] („&amp;#039;&amp;#039;Ecstasy&amp;#039;&amp;#039;“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Trennung zwischen direkter/indirekter α-sympathomimetischer Wirkung oder reiner α&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;/α&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;/β&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;/β&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptorenwirkung ist lediglich tendenziell möglich, da die meisten Wirkstoffe weder strikt noch hochselektiv oder gar ausschließlich einen einzigen Rezeptortyp bevorzugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== α-Sympathomimetika ==&lt;br /&gt;
α-Sympathomimetika binden selektiv an α-[[Adrenozeptoren]] und aktivieren diese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkte α-Sympathomimetika werden heute überwiegend lokal eingesetzt, um eine [[Vasokonstriktion]] (Gefäßverengung) zu bewirken. Sie kommen dabei vor allem in [[Nasenspray]]s zum Einsatz, mit dem Ziel einer Abschwellung der [[Nasenschleimhaut]] bei [[Rhinitis]] (Schnupfen). Wirkstoffe sind [[Naphazolin]], [[Tetryzolin]], [[Tramazolin]], [[Xylometazolin]], [[Oxymetazolin]] und [[Phenylephrin]]. Bei einer oralen Therapie steht auch die blutdruckstabilisierende Eigenschaft im Vordergrund. Menschen mit chronisch erhöhtem Bluthochdruck ([[Arterielle Hypertonie|Hypertonie]]) sollten entsprechende Präparate nur in Absprache mit einem Arzt anwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diverse Wirkstoffe mit indirekter α-sympathomimetischer Wirkung wie Ephedrin oder -derivate (Amphetamine) oder Kokain und -derivate unterliegen in Deutschland der Verschreibungspflicht bzw. dem [[Betäubungsmittelgesetz (Deutschland)|Betäubungsmittelgesetz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
α-Sympathomimetika dürfen nicht an den [[Akren]] (Extremitäten) verabreicht werden, also an Körperspitzen wie Finger, Zehen oder Ohren, da durch die [[Vasokonstriktion]] die Durchblutung in diesen Regionen zum Stillstand kommen kann. Dies kann zu [[Nekrose]] bis hin zur [[Amputation]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== β-Sympathomimetika ==&lt;br /&gt;
In der [[Pneumologie|Lungenheilkunde]] werden vor allem solche Sympathomimetika eingesetzt, die an der Subgruppe der [[Beta-Adrenozeptor|β&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren]] angreifen, wie zum Beispiel [[Fenoterol]] oder [[Salbutamol]]. Um eine systemische Wirkung zu reduzieren, werden die [[Beta-2-Sympathomimetika|β&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Sympathomimetika]] dort meistens zum Inhalieren verabreicht. An der Bronchialmuskulatur entfalten sie insbesondere bei Asthmatikern eine bronchodilatative (atemwegserweiternde) Wirkung. Lang wirksame Sympathomimetika werden in der Lungenheilkunde meistens als Controller bei [[Asthma bronchiale|Asthma]] und [[Chronisch obstruktive Lungenerkrankung|COPD]] eingesetzt, kurz wirksame dagegen als Reliever (auch Bedarfsmedikation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Wirkstoff, der sowohl an β&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;- als auch an β&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Rezeptoren wirkt, ist [[Orciprenalin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sympathomimetika mit Wirkung an α- und β-Rezeptoren ==&lt;br /&gt;
Therapeutisch werden [[Katecholamin]]-Derivate eingesetzt. Das Ausmaß der Aktivierung der Adrenozeptor-Subtypen ist dabei bei den einzelnen Substanzen unterschiedlich, was differenzierte Anwendungen ermöglicht. Wichtige Wirkstoffe sind [[Adrenalin]], [[Noradrenalin]], [[Ameziniummetilsulfat]], [[Etilefrin]], [[Metaraminol]], [[Norephedrin]], [[Oxilofrin]] sowie [[Dopamin]] und dessen Derivate [[Dobutamin]] und [[Dopexamin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Verwendung ==&lt;br /&gt;
Klinisch werden diese Medikamente zur Behandlung von Glaukom, anaphylaktischem Schock, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, Hypotonie, Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, Nasenverstopfung, vorzeitigen Wehen, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Narkolepsie und akutem oder chronischem Asthma eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Reinhard Larsen: &amp;#039;&amp;#039;Anästhesie und Intensivmedizin in Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Springer, Berlin / Heidelberg / New York u.&amp;amp;nbsp;a. 1999, ISBN 3-540-65024-5, S. 42–50 (1. Auflage: 1986).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sympathomimetikum| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Neurologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Pneumologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemikaliengruppe]]&lt;/div&gt;</summary>
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