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	<title>Sympathikus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T23:17:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sympathikus&amp;diff=78832&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Wortherkunft */</title>
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		<updated>2025-06-01T04:57:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wortherkunft&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sympathikus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (griechisch-lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Sympathicus&amp;#039;&amp;#039;) oder das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sympathische Nervensystem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist neben dem [[Parasympathikus]] und dem [[Enterisches Nervensystem|enterischen Nervensystem]] (Darmnervensystem) ein Teil des [[Vegetatives Nervensystem|vegetativen Nervensystems]] (auch autonomes Nervensystem genannt). Die meisten Organe werden von den ersten beiden Systemen gesteuert, die als Gegenspieler einander ergänzend wirken und dadurch eine äußerst feine [[Willkür (Medizin)|unwillkürliche]] Regulation der Organtätigkeit ermöglichen. Der Sympathikus hat im Rahmen dieser Gesamtsteuerung meist eine [[Sympathikotonie|ergotrope Wirkung]] (im Gegensatz zur [[Vagotonie|trophotropen Wirkung]] des Parasympathikus), das heißt, er erhöht die nach außen gerichtete Aktionsfähigkeit bei tatsächlicher oder gefühlter Belastung („[[Fight-or-flight]]“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gray839-d.png|400px|mini|Das vegetative Nervensystem&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rot: Nerven des Sympathikus, blau: Nerven des Parasympathikus.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anatomie ==&lt;br /&gt;
Die Zellkörper der so genannten ersten [[Neuron]]e des peripheren Sympathikus (sympathische Wurzelzellen) sind im [[Rückenmark|Brust- und Lendenmark]] lokalisiert (&amp;#039;&amp;#039;thorako-lumbales System&amp;#039;&amp;#039;). Übergeordnete Zentren des Sympathikus sind [[Hypothalamus]], [[Hirnstamm]] und [[Formatio reticularis]], die Impulse auf die sympathischen Wurzelzellen im Rückenmark senden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wurzelzellen liegen im Seitenhorn des Rückenmarks und bilden den [[Nucleus intermediolateralis]]. Sie senden ihre Fasern zu Nervenzellansammlungen neben der [[Wirbelsäule]], den Paravertebralganglien, die untereinander verbunden sind und in ihrer Gesamtheit den [[Grenzstrang|sympathischen Grenzstrang]] (&amp;#039;&amp;#039;Truncus sympathicus&amp;#039;&amp;#039;) darstellen. Dieser reicht auch in den Bereich der [[Halswirbelsäule]] (dort &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Halssympathikus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Braun: &amp;#039;&amp;#039;Tipps für die Stationsarbeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Jörg Braun, Roland Preuss (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klinikleitfaden Intensivmedizin.&amp;#039;&amp;#039; 9. Auflage. Elsevier, Urban &amp;amp; Fischer, München 2016, ISBN 978-3-437-23763-8, S. 1–28, hier: S. 7 f. (&amp;#039;&amp;#039;Kopf- und Hirnnerven&amp;#039;&amp;#039;, insbesondere zum [[Horner-Syndrom]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;) und des [[Kreuzbein]]s. Beim Menschen gibt es drei Halsganglien: das obere ([[Ganglion cervicale superius]]), das mittlere ([[Ganglion cervicale medium]]), welches inkonstant ist, und das untere Halsganglion ([[Ganglion cervicale inferius]]). In den paravertebralen Ganglien werden dann die meisten Fasern des Sympathikus auf ein zweites Neuron umgeschaltet. Der [[Neurotransmitter]] ist dabei (wie beim Parasympathikus) das [[Acetylcholin]]. Das zweite (postganglionäre) Neuron überträgt seine Impulse auf das Zielorgan mittels [[Noradrenalin]], welches in den Perikaryen der postganglionären Neurone synthetisiert wird. Ausnahmen sind die Übertragung der Impulse an Schweißdrüsen und Nebennierenmark. Diese erfolgt ebenfalls durch Acetylcholin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Axone verlassen den Grenzstrang ohne Umschaltung und ziehen zu den prävertebralen Ganglien im Bereich der [[Aorta]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Ganglion coeliacum]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Ganglion mesentericum superius]], [[Ganglion mesentericum inferius]]&amp;#039;&amp;#039;) oder zu Ganglien in der Wand der zu versorgenden Organe ([[intramural]]e Ganglien).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Der Begriff wurde von dem dänischen (aber in Paris tätigen) Anatomen [[Jacob Winslow]] (&amp;#039;&amp;#039;Winsløw&amp;#039;&amp;#039;, 1669–1760) erstmals im Zusammenhang mit Nerventätigkeit verwendet und in seinem Lehrbuch &amp;#039;&amp;#039;Exposition anatomique de la structure du corps humain&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal|last=Olry |first=R.| title=Winslow’s contribution to our understanding of the cervical portion of the sympathetic nervous system | journal=J Hist Neurosci | year= 1996 | volume= 5 | issue= 2 | pages= 190–196 | pmid=11619046 | doi=10.1080/09647049609525666 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er leitet sich von den [[Altgriechische Sprache|altgriechischen]] Wörtern συμπαθεῖν &amp;#039;&amp;#039;sympatheín&amp;#039;&amp;#039; „mitleiden“ und συμπάθεια &amp;#039;&amp;#039;sympátheia&amp;#039;&amp;#039; „Mitempfindung“ ab und wurde in dieser Weise auch bereits von dem altgriechischen Arzt [[Hippokrates von Kos|Hippokrates]] (um 460–370 v. Chr.) gebraucht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Corpus Hippocraticum]]: &amp;#039;&amp;#039;Vorschriften&amp;#039;&amp;#039; 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der altgriechische Arzt [[Galenos]] (um 129–216 n. Chr.) ging von einer Art Mitfühlen zwischen verschiedenen Körperteilen aus (Siehe auch den medizingeschichtlichen Begriff der [[Sympathie (Medizin)|Sympathie]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Stanley Finger: &amp;#039;&amp;#039;Minds behind the brain. A history of the pioneers and their discoveries&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, 2000, ISBN 0-19-518182-4, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Triepel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Anatomischen Namen. Ihre Ableitung und Aussprache&amp;#039;&amp;#039;. Bearbeitet von [[Robert Herrlinger]]. 26. Auflage. Verlag von J. F. Bergmann, München 1962, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den modernen Begriff „sympathisches Nervensystem“ prägte der englische  Physiologe [[John Newport Langley]], der am Ende des 19. Jahrhunderts auch den Begriff des [[Autonomes Nervensystem|autonomen Nervensystems]] einführte, mit seinen Arbeiten über die Auswirkung von Nikotininjektionen in paravertebrale Ganglien auf Herz, Blutdruck, Niere und andere Organsystem.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Kienbaum, Jürgen Peters: &amp;#039;&amp;#039;Sympathisch vermittelte Kreislaufregulation während Allgemeinanästhesie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anästhesiologie Intensivmedizin Notfallmedizin Schmerztherapie.&amp;#039;&amp;#039; Band 36, Nr. 5, Mai 2001, S. 268–275, hier: S. 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paraganglien ==&lt;br /&gt;
Das größte sympathische [[Paraganglion]] ist das [[Nebenniere#Nebennierenmark|Nebennierenmark]]. Hier ist das zweite Neuron eine &amp;#039;&amp;#039;neuroendokrine Zelle&amp;#039;&amp;#039;, die ihren Transmitter an das [[Blut]] abgibt, also als [[Hormon]] freisetzt. Über den Blutkreislauf bindet es dann an die adrenergen Rezeptoren der Zellen der Effektororgane, z. B. Herz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionelle Aspekte ==&lt;br /&gt;
Zielgewebe des Sympathikus sind vor allem die [[glatte Muskulatur]] der [[Blutgefäß]]e und [[Drüse]]n. Wie die übrigen Anteile des vegetativen Nervensystems steuert der Sympathikus lebenswichtige Vorgänge. Diese Regulation erfolgt weitgehend ohne bewusste Wahrnehmung und kann kaum willentlich beeinflusst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sympathikus bewirkt insgesamt eine Leistungssteigerung des Organismus (Ergotropie). Er versetzt den Körper in hohe Leistungsbereitschaft, bereitet ihn auf [[Fight-or-flight|Angriff oder Flucht]] oder andere außergewöhnliche Anstrengungen vor (→&amp;amp;nbsp;[[Stressreaktion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er steigert:&lt;br /&gt;
* [[Herz]]tätigkeit&lt;br /&gt;
* [[Blutdruck]]&lt;br /&gt;
* Durchblutung und [[Tonus]] der [[Herzmuskel|Herz-]] und [[Skelettmuskulatur]]&lt;br /&gt;
* [[Glykolyse]] (Bereitstellung von Energie durch Abbau von [[Kohlenhydrate]]n)&lt;br /&gt;
* [[Stoffwechsel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hemmt dafür andere, für die unmittelbare Aktivität nicht unbedingt erforderliche Vorgänge, wie z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Darm]]tätigkeit. In der Haut, Darm und insbesondere den Nieren verringert er die Durchblutung, indem er dort die Gefäße [[Vasokonstriktion|verengt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Berlit: &amp;#039;&amp;#039;Klinische Neurologie&amp;#039;&amp;#039;, Springer, 2012, ISBN 978-3-642-16920-5, [https://books.google.de/books?id=9PkfBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA483&amp;amp;redir_esc=y&amp;amp;hl=de S. 483].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Erwin-Josef Speckmann, Jürgen Hescheler, Rüdiger Köhling: &amp;#039;&amp;#039;Physiologie&amp;#039;&amp;#039;. 6. Auflage. Urban&amp;amp;Fischer, München 2013, ISBN 978-3-437-41319-3, S. 676.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem hat er Einfluss auf die:&lt;br /&gt;
* [[Lunge]]nfunktion (Erweiterung der [[Bronchialsystem|Bronchien]])&lt;br /&gt;
* [[Harnblase|Blasenfunktion]] (bewirkt die [[Kontinenz (Medizin)|Kontinenz]])&lt;br /&gt;
* [[Geschlechtsorgan]]e (bewirkt u.&amp;amp;nbsp;a. die [[Samenerguss|Ejakulation]] beim Mann und den [[Orgasmus]] bei der Frau)&lt;br /&gt;
* inneren [[Augenmuskel]]n (Pupillenerweiterung, [[Mydriasis]])&lt;br /&gt;
* [[Sekretion]] der [[Drüse]]n (Steigerung der [[Schweißdrüse]]nsekretion und [[Adrenalin]]ausschüttung im [[Nebennierenmark]], Minderung der [[Speicheldrüse|Speichel-]] und [[Bauchspeicheldrüse]]nsekretion).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Substanz, die den Sympathikus erregt, wirkt sympathomimetisch („den Sympathikus bewegend“)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Martini (Mediziner)|Paul Martini]]: &amp;#039;&amp;#039;Über das Wesen und die Behandlung des essentiellen Hochdrucks.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchener Medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. 33–42 ([[Otto von Bollinger|O. Bollinger]]-Vorlesung, gehalten in München am 11. Dezember 1952), hier: S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wird [[Sympathomimetikum]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ältere Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Günter Clauser]]: &amp;#039;&amp;#039;Vegetative Störungen und klinische Psychotherapie.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Heilmeyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 1218–1297, hier S. 1218–1229 (&amp;#039;&amp;#039;Die Organisation des vegetativen Nervensystems&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[René Leriche (Mediziner)|René Leriche]], [[René Fontaine]]: &amp;#039;&amp;#039;Chirurgie du sympathique.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rev. neurol.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 1929, S. 1046 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ganglioneurom]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Katecholaminforschung]]&lt;br /&gt;
* [[Horner-Syndrom]]&lt;br /&gt;
* [[Nervus petrosus profundus]]&lt;br /&gt;
* [[Sympathektomie]] ([[Denervierung]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurobiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vegetatives Nervensystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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