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	<title>Sympathikotonie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T02:08:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sympathikotonie&amp;diff=395917&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zallun: Formulierung korrigiert</title>
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		<updated>2024-02-10T14:52:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Formulierung korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Bei der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sympathikotonie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Synonym: &amp;#039;&amp;#039;Ergotropie&amp;#039;&amp;#039;) ist das Gleichgewicht oder [[Tonus|Spannungsverhältnis]] (lat. Tonus = Spannung) zwischen [[Sympathikus]] und [[Parasympathikus]] zu Gunsten des Sympathikus verschoben. Sympathikus und Parasympathikus sind Anteile des [[vegetatives Nervensystem|vegetativen Nervensystems]]. Das Gegenteil der Sympathikotonie ist die [[Vagotonie]] (Vagotonie und Sympathikotonie wurden 1909 durch [[Hans Eppinger junior]] und [[Leo Hess]] aufgestellt&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physiologische Grundlagen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Autonomes Nervensystem|autonome Nervensystem]], bestehend aus [[Sympathikus]] und [[Parasympathikus]], reguliert unwillkürlich die wichtigsten grundlegenden Funktionen im menschlichen Körper. Insbesondere sind dies die Kreislaufregulation mit [[Blutdruck]] und [[Herzfrequenz]], die Magen- und Darmtätigkeit, die Entleerung von Blase und Enddarm, die Schweißsekretion und sexuelle Funktionen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.thieme.de/de/neurologie/sop-autonome-stoerungen-154398.htm |titel=Autonome Störungen |werk=Neurologie up2date 01/2020 |hrsg=Georg Thieme Verlag |datum=2020-01 |sprache=de-DE |abruf=2023-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sympathikus aktiviert bei Einwirkung von Stressreizen alle Notfallfunktionen des Organismus, die diesen in eine erhöhte Handlungsbereitschaft versetzen: Puls und Blutdruck steigen an, der Blutglukosespiegel steigt, um eine rasch verfügbare Energiequelle zu erschließen, das Aufmerksamkeitsniveau wird gesteigert. Ist die Situation vorüber, gewinnt der Parasympathikus die Oberhand: Puls und Blutdruck verlangsamen sich, die im Blut zirkulierende Glukose sinkt wieder ab. Der Organismus ist auf Ruhe geschaltet, um Erholung für zukünftige Ereignisse zu gewährleisten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Emily Scott-Solomon, Erica Boehm, Rejji Kuruvilla |Titel=The sympathetic nervous system in development and disease |Sammelwerk=Nature Reviews. Neuroscience |Band=22 |Nummer=11 |Datum=2021-11 |Sprache=en |ISSN=1471-0048 |DOI=10.1038/s41583-021-00523-y |PMC=8530968 |PMID=34599308 |Seiten=685–702}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiten Schwankungsbereich des „Normalen“ oder „Gesunden“ überwiegt bei einzelnen Individuen häufig die eine oder andere Komponente. Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sympathikotoniker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; befindet sich ständig auf einem leicht erhöhten Niveau der Reaktionsbereitschaft, während der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vagotoniker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stärkere Reize benötigt, um die Notfallfunktionen des Sympathikus zu aktivieren. Die Eigenschaft, eher sympathikoton bzw. vagoton zu regulieren, ist konstitutionell bedingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist des Weiteren beeinflussbar: Regelmäßiger [[Ausdauersport]] verändert die Reaktionslage des Organismus nachhaltig in Richtung Vagotonie.&lt;br /&gt;
Medikamente können ebenfalls das konstitutionelle Gleichgewicht zwischen Sympathikus und Parasympathikus verändern, zumindest solange der Wirkstoff im Körper aktiv ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Patrick J. Mueller |Titel=Exercise training and sympathetic nervous system activity: evidence for physical activity dependent neural plasticity |Sammelwerk=Clinical and Experimental Pharmacology &amp;amp; Physiology |Band=34 |Nummer=4 |Datum=2007-04 |Sprache=en |ISSN=0305-1870 |DOI=10.1111/j.1440-1681.2007.04590.x |PMID=17324153 |Seiten=377–384}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Bezüge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sympathikomimetika]] haben einen stimulierenden Effekt auf den Sympathikus. Sie werden in direkte (Adrenalin und Noradrenalin), sowie indirekte Sympathomimetika (Stoffe vom [[Koffein]]- oder [[Phenethylamine|Phenethylamin]]-Typ)  eingeteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pschyrembel.de/Sympathomimetika/K0M1A |titel=Sympathomimetika |werk=Pschyrembel Online |sprache=de |abruf=2023-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie werden unter anderem bei [[Asthma]], [[Rhinitis|Schnupfen]], zur [[Blutstillung]], Blutdruckerhöhung oder zur [[Schock (Medizin)#Therapie|Schockbehandlung]] eingesetzt ([[Adrenalin]], [[Etilefrin]]).  Gegenteilig wirkt die Gruppe der [[Sympatholytika]], also der Stoffe die den Sympathikus oder einzelne Wirkbereiche hemmen oder gänzlich unterbinden. Der Sympathikus wirkt im Körper über zwei große Gruppen von Rezeptoren, den Alpha- und den Betarezeptoren. Insbesondere letztere sind häufiger Angriffspunkt von Medikamenten, den [[Betablocker]]n. Sie verringern die Aufnahmefähigkeit des Herzens gegenüber Reizen des Sympathikus und verändern damit die Reaktionslage in Richtung Vagotonie. Das ist vor allem bei [[Hypertonie]] (Bluthochdruck) und chronischer [[Tachykardie]] erwünscht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/sympathomimetika/12606 |titel=Sympathomimetika |hrsg=Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg |sprache=de |abruf=2023-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sympathikotonie und Vagotonie sind keine krankhaften Zustände, sondern beschreiben die gegensätzlichen Endpunkte im Regulationsbereich des vegetativen Nervensystems gesunder Individuen. Dennoch gibt es eine Reihe von Alltagsbeschwerden, die in Zusammenhang mit diesen Reaktionstypen bekannt sind. Sympathikotoniker erröten leicht, haben leicht zittrige Hände, oft schweißfeucht, schnellen Puls und sind in der Tendenz leichter erregbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/sympathikotonie/12591 |titel=Sympathikotonie |hrsg=Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg |sprache=de |abruf=2023-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellt ein hoher Sympathikotonus ein ernstes Problem dar, kann eine [[Endoskopische transthorakale Sympathektomie|Sympathektomie]] erwogen werden, zum Beispiel bei verstärktem Schwitzen ([[Hyperhidrose|Hyperhidrosis]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Tanja Schlereth |url=https://www.aerzteblatt.de/archiv/63004/Hyperhidrose-Ursachen-und-Therapie-von-uebermaessigem-Schwitzen |titel=Hyperhidrose – Ursachen und Therapie von übermäßigem Schwitzen |werk=Dtsch Arztebl Int 2009; 106(3): 32-7; [[DOI:10.3238/arztebl.2009.0032]] |hrsg=Deutscher Ärzteverlag GmbH, Redaktion Deutsches Ärzteblatt |datum=2009-01-16 |sprache=de |abruf=2023-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeinmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kardiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zallun</name></author>
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