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	<title>Svenskhuset - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Svenskehuset.jpg|mini|Svenskhuset auf [[Spitzbergen (Insel)|Spitzbergen]] (2010)]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Svenskhuset&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Svenskehuset&amp;#039;&amp;#039;, {{deS|Schwedisches Haus}}) ist eines der ältesten erhaltenen Gebäude [[Spitzbergen (Inselgruppe)|Spitzbergens]] und eng verknüpft mit der Geschichte der wissenschaftlichen Erkundung und wirtschaftlichen Ausbeutung des Archipels im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Es steht als „historisch-archäologische Stätte“ unter [[Denkmalschutz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kulturminnesøk&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bau des Svenskhuset ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kapp Thordsen IMG 7065 svenskhuset rk 93051.JPG|mini|Lage des Svenskhuset am [[Kap Thordsen]]]]&lt;br /&gt;
1864 fand der [[Finnlandschweden|finnlandschwedische]] Polarforscher [[Adolf Erik Nordenskiöld]] am [[Kap Thordsen]] am [[Isfjorden]] [[Phosphorit]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roll 1993&amp;quot; /&amp;gt; Auf seine Initiative wurde die Aktiengesellschaft &amp;#039;&amp;#039;AB Isfjorden&amp;#039;&amp;#039; gegründet, an der er selbst Anteile hielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barr&amp;quot; /&amp;gt; Unternehmensziele der Gesellschaft waren der Abbau des Phosphorits und seine Verarbeitung zu [[Düngemittel]]. Als erstes Gebäude der künftigen Bergarbeitersiedlung errichtete der Bergingenieur [[Per Öberg]] (1842–1934) 1872 am Kap Thordsen das –&amp;amp;nbsp;heute Svenskhuset genannte&amp;amp;nbsp;– zweistöckige Haus, das in [[Göteborg]] vorgefertigt worden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Orwin&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prestvold 2003&amp;quot; /&amp;gt; Es steht 700&amp;amp;nbsp;m vom Ufer des Isfjorden entfernt auf einem Plateau, das zum Strand 30&amp;amp;nbsp;m steil abfällt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barr&amp;quot; /&amp;gt; Zur Überwindung des [[Kliffküste|Kliffs]] gab es eine [[Materialseilbahn]] und eine Treppe mit Geländer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prestvold 2003&amp;quot; /&amp;gt; Das Haus wurde komplett eingerichtet und mit [[Proviant]] und [[Brennstoff|Brennmaterial]] versorgt. Mit dem Abbau des Phosphorits wurde aber niemals begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Tragödie von 1872/73 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:A E Nordenskiold.jpg|mini|181px|links|Adolf Erik Nordenskiöld]]&lt;br /&gt;
{{Positionskarte+&lt;br /&gt;
 |Norwegen Svalbard und Jan Mayen&lt;br /&gt;
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 |caption=Lage von Svenskhuset, Velkomstpynten und Gråhuken im [[Spitzbergen (Inselgruppe)|Spitzbergen-Archipel]]&lt;br /&gt;
 |places={{Positionskarte~&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
Im Herbst 1872 waren vor [[Velkomstpynten]] und [[Gråhuken]] im Norden der Insel Spitzbergen sechs Schiffe norwegischer [[Robbenjagd|Robbenjäger]] vom Eis eingeschlossen. Da die Nahrung zum Überwintern nicht ausreichte, ging eine Abordnung ca. 50&amp;amp;nbsp;km über das Eis zu Nordenskiöld, der zur selben Zeit eine Expedition auf der anderen Seite des [[Wijdefjord]]s leitete, und bat ihn um Hilfe. Nordenskiöld besaß jedoch nicht die Mittel, alle Jäger zu versorgen. Daraufhin wurde vereinbart, dass sich einige der Männer zum Svenskhuset aufmachen sollten, wo –&amp;amp;nbsp;wie Nordenskiöld wusste&amp;amp;nbsp;– ausreichend Essen, Kohle und Gerätschaften lagerten. 17 Männer ohne eigene Familie wurden ausgewählt und mit Ruderbooten ausgesetzt. Für die 350&amp;amp;nbsp;Kilometer lange Reise benötigte die Crew sieben Tage und erreichte ihr Ziel am 14. Oktober 1872.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NRK 2008&amp;quot; /&amp;gt; Anfang November brach ein schwerer Sturm das Eis am Velkomstpynten auf,&amp;lt;ref name=&amp;quot;NYTimes&amp;quot; /&amp;gt; so dass 38 Robbenfänger auf den zwei befreiten Schiffen &amp;#039;&amp;#039;Pepita&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Jacobine&amp;#039;&amp;#039; entkommen konnten. Nur der erfahrene Skipper Johan Mattilas Johannesen blieb mit dem jungen Gabriel Anderssen bei den weiterhin am Gråhuken eingefrorenen Schiffen. Sie wohnten an der Küste in einer notdürftigen Behausung aus zwei umgestürzten Booten und [[Segeltuch]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Trinks 2000&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lønø 1972&amp;quot; /&amp;gt; Beide starben an [[Skorbut]] und wurden von Nordenskiöld im Sommer 1873 beerdigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prestvold 2009&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab drei vergebliche Versuche, die Männer im Svenskhuset aus ihrer Misere zu befreien. Am 21. November lief das Dampfschiff &amp;#039;&amp;#039;Albert&amp;#039;&amp;#039; in [[Hammerfest]] aus, kehrte aber am 14. Dezember zurück, ohne Erfolg gehabt zu haben. Ebenso scheiterte die &amp;#039;&amp;#039;Isbjørn&amp;#039;&amp;#039; Anfang Januar 1873. Der dritte Versuch wurde von der Bremer Reederei Rosenthal unternommen. Sie rüstete den Schraubendampfer &amp;#039;&amp;#039;[[Groenland (Schiff)|Groenland]]&amp;#039;&amp;#039; aus, der [[Kristiansand]] geführt von Kapitän Jacob Melsom (1824–1873) am 28. Januar verließ,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krause 2006&amp;quot; /&amp;gt; am 7. März aber bei Alkhornet am Eingang des Isfjorden abdrehen musste. Erst im Juni 1873 erreichte Ole Barth Tellefsen (1836–1906) mit der &amp;#039;&amp;#039;Elida&amp;#039;&amp;#039; das Svenskhuset.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lønø 1972&amp;quot; /&amp;gt; Er fand außerhalb des Hauses fünf Leichen, die in eine [[Persenning]] eingewickelt waren. An der von innen verschlossenen Tür hing eine Nachricht, die vor dem Betreten warnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NRK 2008&amp;quot; /&amp;gt; Im Hausinneren lagen vier Leichen verstreut auf Stühlen, Betten und im Flur, sechs weitere in einem Nebenraum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMJ 2009&amp;quot; /&amp;gt; Insgesamt wurden von der Expedition 15 Leichen gefunden, die nach draußen gebracht und in einem Grabbett beerdigt wurden. Zwei weitere Leichen in einem Doppelgrab wurden einige Jahre später von einer Forschergruppe entdeckt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMJ 2009&amp;quot; /&amp;gt; Einer der Robbenjäger, Carl Albrigtsen, hatte während seines Aufenthaltes im Haus ein Tagebuch geführt. Der erste Hinweis auf eine Krankheit findet sich in der Eintragung vom 9. Dezember. Kurz vor Weihnachten waren fast alle Männer im Haus krank. Die ersten beiden starben am 19. Januar 1873 und wurden von den anderen begraben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMJ 2009&amp;quot; /&amp;gt; Der letzte Tagebucheintrag Albrigtsens ist für den 19. April 1873 verzeichnet. Darunter findet sich ein unverständlicher Eintrag in einer anderen Handschrift.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NYTimes&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine beachtliche Menge an übriggebliebenen Essensvorräten und Heizmaterial schloss die Möglichkeit aus, dass der Tod der Männer auf [[Unterernährung]] oder [[Hypothermie|Unterkühlung]] zurückzuführen war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Norsk Nettskole&amp;quot; /&amp;gt; Es wurde deshalb lange Zeit angenommen, dass sie an Skorbut starben, einer [[Ascorbinsäure|Vitamin-C]]-[[Hypovitaminose|Mangelkrankheit]], die in den [[Polargebiet]]en weit verbreitet ist. Allerdings hatte Axel Envall, Nordenskiölds Arzt, die Robbenfänger vor ihrer Abreise über die Gefahren dieser Krankheit und die notwendigen Vorsorgemaßnahmen aufgeklärt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMJ 2009&amp;quot; /&amp;gt; Deshalb wurde ihnen der Vorwurf gemacht, ignorant gewesen zu sein und fahrlässig gehandelt zu haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NYTimes&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren kamen Zweifel daran auf, dass die Männer im Svenskhuset tatsächlich an Skorbut gestorben seien. Der [[Anthropologe]] [[Owen Beattie]] (* 1949) hatte in den 1980er Jahren nachgewiesen, dass die größte Katastrophe der Polarforschung, der Untergang der [[Franklin-Expedition]] in den Jahren 1845 bis 1848, auch auf eine [[Bleivergiftung]] zurückzuführen war, die sich die Teilnehmer durch den Verzehr von Konservennahrung zugezogen hatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beattie&amp;quot; /&amp;gt; Frühe [[Konservendose]]n, die im 19. Jahrhundert für Nahrungsmittel gebräuchlich waren, bestanden aus [[Verzinnen|verzinntem]] [[Eisenblech]], das um eine [[Zylinder (Geometrie)|zylindrische]] Form gebogen wurde, wobei die Enden etwas überlappten. Die Naht wurde innen und außen verlötet,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beattie&amp;quot; /&amp;gt; wobei der [[Blei]]anteil des [[Lot (Metall)|Lots]] bis zu 50 % betragen konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nettavisen 2007&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 beantragten der Arzt Ulf Aasebø und der Historiker Kjell Kjær eine Genehmigung zum Öffnen der Gräber, um die Todesursache der Opfer zu ergründen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nettavisen 2007&amp;quot; /&amp;gt; Sie hegten den Verdacht, dass die Robbenjäger wie die Teilnehmer der [[Franklin-Expedition]] an Bleivergiftung und nicht an Skorbut gestorben waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NRK 2008&amp;quot; /&amp;gt; Zunächst wurde der Antrag von der norwegischen Denkmalschutzbehörde [[Riksantikvaren]] abgelehnt, aber nachdem genauere Angaben zum wissenschaftlichen Zweck und zur methodischen Verfahrensweise gemacht wurden, stellte die Behörde die Genehmigung im Juli 2008 aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Svalbardposten 2008&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forscher hielten sich vom 7. bis 9. August 2008 am Kap Thordsen auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Svalbardposten 2008&amp;quot; /&amp;gt; Im Gemeinschaftsgrab wurden gefrorene Leichen gefunden. Die Körper waren so gut konserviert, dass es die Expedition unterließ, sie weiter zu untersuchen. Sowohl die Genehmigung als auch ethische Bedenken ließen es nicht zu, Proben zu entnehmen. Diese wurden stattdessen aus den skelettierten Überresten der zwei in einem flachen Doppelgrab beerdigten Männer entnommen. An den Knochen waren keine typischen Spuren des Skorbut erkennbar. Auch [[Botulismus]] konnte als Todesursache ausgeschlossen werden. Dagegen fanden die Forscher eine deutlich erhöhte Bleikonzentration in der Knochensubstanz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMJ 2009&amp;quot; /&amp;gt; An den im Umfeld des Hauses zahlreich gefundenen Konservendosen war die innere Lötnaht klar ausgeprägt. &amp;#039;&amp;#039;{{&amp;quot; |Viele Dosen hatten „Eiszapfen“ von Lötmittel an den Seiten.}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMJ 2009&amp;quot; /&amp;gt; Aasebø und Kjær kamen deshalb zu dem Schluss, dass eine akute Bleivergiftung als wahrscheinlichste Ursache der Tragödie im Svenskhuset angenommen werden muss. Die Befunde entkräfteten den Verdacht, die Männer hätten fahrlässig gehandelt. Laut Kjær half die wissenschaftliche Expedition, postum die [[Reputation]] der Männer wiederherzustellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NRK 2008&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsstation im Ersten Internationalen Polarjahr 1882/83 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nils.Ekholm.png|mini|181px|links|Nils Gustaf Ekholm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ipy-thordsen2 plate-01.jpg|mini|[[Polarlicht]] über dem Svenskhuset, 1882]]&lt;br /&gt;
Auf Anregung [[Carl Weyprecht]]s kamen die Polarforschung betreibenden Nationen überein, zwischen dem 1. August 1882 und dem 31. August 1883 koordinierte wissenschaftliche Beobachtungen, vor allem auf den Gebieten der [[Meteorologie]] und des [[Erdmagnetismus]], vorzunehmen. Dazu wurden zwölf Forschungsstationen in der [[Arktis]] und zwei in der [[Subpolare Klimazone|Subantarktis]] eingerichtet. Schweden beschloss, seine Station auf Spitzbergen zu betreiben und damit die durch [[Otto Martin Torell|Torell]] und Nordenskiöld begründete Tradition fortzusetzen. Die vom Meteorologen [[Nils Ekholm]] geleitete Expedition wollte das 1872 von Nordenskiöld an der Mosselbukta am Liefdefjorden errichtete Haus nutzen, die schwierigen Eisverhältnisse des Sommers 1882 hinderten die Schiffe &amp;#039;&amp;#039;Urd&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Verdande&amp;#039;&amp;#039; aber am Erreichen ihres Ziels. Als Ausweichlösung bezogen die Wissenschaftler das Svenskhuset, das sich zehn Jahre nach seinem Bau noch in gutem Zustand befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Leitung des Ingenieurs [[Salomon August Andrée]], der 1896/97 durch seinen Versuch, [[Andrées Polarexpedition von 1897|den Nordpol mit dem Ballon zu erreichen]], berühmt wurde, wurden einige Umbauten am Gebäude ausgeführt. Der Dachboden wurde ausgebaut und diente als Schlafraum für die Assistenten. Zusätzlich zur vorhandenen Außentreppe wurde er innen über eine Treppe mit der Küche verbunden. Auf der Südseite wurde durch einen Anbau ein zusätzlicher Raum mit Veranda geschaffen. Als Nebengebäude wurden ein [[Stall|Schweinestall]], ein [[Taubenhaus]], ein [[Schwarzpulver|Pulverlager]], eine [[Thermometerhütte]], eine Hütte für erdmagnetische Beobachtungen und ein kleines [[Observatorium]] errichtet. Die Trasse der Materialseilbahn wurde bis zum Svenskhuset verlängert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barr&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 21. Juli 1882 bis zum 25. August 1883 arbeiteten sechs Wissenschaftler, neben Ekholm und Andrée der [[Fotograf]] [[Vilhelm Carlheim-Gyllenskiöld]] (1859–1934), der auch die [[Polarlicht]]beobachtungen vornahm, der Arzt [[Richard Henrik Albert Gyllencreutz]] (1850–1914), der [[Geophysik]]er [[Emil Otto Solander]] (1858–1933), der für die erdmagnetischen Messungen verantwortlich war, und der [[Topograf]] Leutnant [[Henrik Allan Stjernspetz]] (1850–1920) sowie sechs Assistenten auf der Station.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barr&amp;quot; /&amp;gt; Der Untergrund aus einer etwa zwei Meter dicken, mit [[Moose|Moos]] bewachsenen [[Lehm]]schicht, die von gefrorenem Wasser durchsetzt war, bereitete beim Aufstellen der wissenschaftlichen Geräte einige Schwierigkeiten. Es dauerte deshalb bis zum Januar, bis alle Messinstrumente installiert waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barr&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tagesablauf der Expeditionsteilnehmer war durch die regelmäßigen, im Sechs-Stunden-Rhythmus vorgenommenen Beobachtungen strukturiert. Die Freizeit wurde mit Jagdausflügen, Spaziergängen, Kartenspielen und [[Billard]] verbracht. Zudem verfügte die Expedition über eine gut ausgestattete [[Bibliothek]], und jeder Anlass zum Feiern wurde wahrgenommen. Im November wurde die Sauna in Betrieb genommen und wöchentlich benutzt. Gyllencreutz sorgte für eine abwechslungsreiche Ernährung aus getrockneten Lebensmitteln, frischem Schweine- und [[Ren]]tierfleisch, gejagten Vögeln und mehr als 600 gesammelten Eiern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barr&amp;quot; /&amp;gt; In einem kleinen Garten ließ man mit mäßigem Erfolg einige Kräuter wachsen. Mit dem regelmäßigen Genuss von Zitronensaft, Marmelade, Trockenfrüchten und anderem wurde dem Skorbut erfolgreich vorgebeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwedische Expedition zum Kap Thordsen gilt als eine der ergebnisreichsten des [[Erstes Internationales Polarjahr|Ersten Internationalen Polarjahrs]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barr&amp;quot; /&amp;gt; Ihr Standort war der zweitnördlichste aller betriebenen Stationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Svenskhuset heute ==&lt;br /&gt;
Das Svenskhuset ist das einzige auf Spitzbergen erhaltene große Haus aus dem 19. Jahrhundert und das zweitälteste erhaltene Gebäude der Inselgruppe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barr &amp;amp; Bulkeley&amp;quot; /&amp;gt; Alle Nebengebäude mit Ausnahme des Observatoriums sind verfallen. Von der Seilbahn und der Treppe am Kliff findet man nur noch Spuren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prestvold 2003&amp;quot; /&amp;gt; 1982 wurde das Svenskhuset saniert, und auch in den Folgejahren wurden regelmäßig Reparaturarbeiten ausgeführt. Das Haus steht heute als historisch-archäologische Stätte im [[Nordre-Isfjorden-Nationalpark]] unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Franklin-Expedition]]&lt;br /&gt;
* [[Erstes Internationales Polarjahr]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roll 1993&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Liesen Roll |Hrsg=Janina Repelewska-Pȩkalowa, Kazimierz Pȩkala |Titel=The Remains of the Early Industrialisation of Svalbard as Cultural Heritage |Sammelwerk=XX Polar Symposium; Man Impact on Polar Environment |Ort=Lublin |Datum=1993 |ISBN=83-227-0560-3 |Sprache=en |Online=https://geografia.umcs.lublin.pl/wyprawy/publikacje/spl1993/1993%20art%2005.pdf |Format=PDF |KBytes=8000 |Abruf=2012-12-29}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Orwin&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |autor=Anders K. Orwin |url=https://polarlitteratur.no/tekster/minner-fra-polaregnene/the-settlements-and-huts-of-svalbard/ |titel=The settlements and huts of Svalbard |werk=Norsk Geografisk Tidsskrift |datum=1939 |abruf=2018-12-05 |sprache=en}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kulturminnesøk&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=https://kulturminnesok.no/minne/?queryString=https%3A%2F%2Fdata.kulturminne.no%2Faskeladden%2Flokalitet%2F93060 |titel=Svenskhuset, Kapp Thordsen, Isfjord |hrsg=[[Riksantikvaren]] |abruf=2018-12-05 |sprache=no}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Norsk Nettskole&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://www.norsknettskole.no/fag/ressurser/itstud/fuv/fransra/historie.htm |titel=Glimt fra Svalbards historie: Tragedien i Svenskehuset |hrsg=Norsk Nettskole |archiv-url=https://archive.is/20130222192500/http://www.norsknettskole.no/fag/ressurser/itstud/fuv/fransra/historie.htm |archiv-datum=2013-02-22 |abruf=2012-12-21 |sprache=no |offline=1}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;NYTimes&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://query.nytimes.com/mem/archive-free/pdf?res=F00F1EFF395D1A7493C1A91783D85F478784F9 |titel=The Spitzbergen drama. Seventeen whalers perish in the ice |hrsg=[[The New York Times]] |datum=1873-08-03 |abruf=2012-01-05 |format=PDF |sprache=en}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prestvold 2003&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kristin Prestvold |url=https://www.sysselmannen.no/globalassets/sysselmannen-dokument/trykksaker/isfjorden-no.pdf |titel=Isfjorden. En reise gjennom Svalbards natur- og kulturhistorie |hrsg=Sysselmannen på Svalbard |datum=2003 |abruf=2018-12-05 |format=PDF; 7,1&amp;amp;nbsp;MB |sprache=no |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181205193402/https://www.sysselmannen.no/globalassets/sysselmannen-dokument/trykksaker/isfjorden-no.pdf |archiv-datum=2018-12-05 |offline=ja |archiv-bot=2023-01-17 19:00:11 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Prestvold 2009&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |autor=Kristin Prestvold |url=https://cruise-handbook.npolar.no/en/woodfjorden/history-and-cultural-remains.html |titel=Woodfjorden area’s history and cultural remains |hrsg=Norwegisches Polarinstitut |datum=2009 |abruf=2013-01-11 |sprache=en}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barr&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susan Barr, Erki Tammiksaar, Natal’ya Georgievna Sukhova: &amp;#039;&amp;#039;The Expeditions of the First International Polar Year&amp;#039;&amp;#039;. In: Susan Barr, [[Cornelia Lüdecke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The History of the International Polar Years (IPYs)&amp;#039;&amp;#039;, Springer-Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-642-12401-3, S. 90 (englisch)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barr &amp;amp; Bulkeley&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Susan Barr, Rip Bulkeley: &amp;#039;&amp;#039;Side-Effects and Traces of the Early IPYs&amp;#039;&amp;#039;. In: Susan Barr, Cornelia Lüdecke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The History of the International Polar Years (IPYs)&amp;#039;&amp;#039;, Springer-Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-642-12401-3, S. 283 (englisch)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;NRK 2008&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |autor=Nina Brigitte Einem |url=https://www.nrk.no/nyheter/distrikt/troms_og_finnmark/1.6174594 |titel=Fant 15 lik |hrsg=[[Norsk rikskringkasting]] |datum=2008-08-13 |abruf=2012-12-21 |sprache=no}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Ulf Aasebø, Kjell G. Kjær: &amp;#039;&amp;#039;Lead poisoning as possible cause of deaths at the Swedish House at Kapp Thordsen, Spitsbergen, winter 1872–3.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;BMJ (Clinical research ed.).&amp;#039;&amp;#039; Band 339, 2009, S.&amp;amp;nbsp;b5038, {{ISSN|1756-1833}}. PMID 19965937. {{PMC|2789173}}. [[doi:10.1136/bmj.b5038]] (englisch)&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Svalbardposten 2008&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Line Nagell Ylvisåker: {{Webarchiv |url=http://www.svalbardposten.no/node/1411 |text=&amp;#039;&amp;#039;Får likevel åpne grav&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20110724185044}}, [[Svalbardposten]], 19. Juli 2008 (norwegisch)&lt;br /&gt;
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{{Internetquelle |autor=Heidi Schei Lilleås |url=http://pub.nettavisen.no/nettavisen/innenriks/article1055185.ece |titel=Vil løse 130 år gammel dødsgåte |hrsg=Nettavisen |datum=2007-05-19 |abruf=2012-12-21 |sprache=no}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beattie&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Owen Beattie, John Geiger |Titel=Der eisige Schlaf. Das Schicksal der Franklin-Expedition |Verlag=vgs |Ort=Köln |Datum=1990 |ISBN=3-8025-2182-X |Seiten=154}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Trinks 2000&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |autor= [[Hauke Trinks]] |url=https://www.welt.de/print-welt/article499476/Die-Trapper-von-Spitzbergen-Ich-fuehle-wie-sie-lebten.html |titel=Die Trapper von Spitzbergen: Ich fühle, wie sie lebten |hrsg=[[Die Welt]] |datum=2000-01-24 |abruf=2012-12-21}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lønø 1972&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Odd Lønø: &amp;#039;&amp;#039;[https://brage.npolar.no/npolar-xmlui/bitstream/handle/11250/173118/Meddelelser102.pdf Norske fangstmenns overvintringer. Del 1 1795 til 1892]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 2,9&amp;amp;nbsp;MB). (=&amp;#039;&amp;#039;Norsk Polarinstitutt Meddelelser&amp;#039;&amp;#039; 102), Norsk Polarinstitutt, Oslo 1972, S. 37 ff (norwegisch)&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krause 2006&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reinhard A. Krause, Ursula Rack (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[https://epic.awi.de/26705/1/BerPolarforsch2006530.pdf Journal, geführt am Bord des Dampfschiffes GROENLAND, Captain Ed. Dallmann, auf der Reise von Hamburg auf d. Walfisch u. Robbenfang an den Küsten von South Shetland Islds. Coronation Isld. Trinity Land &amp;amp; Palmerland, geführt von Rud. Küper, Hamburg]&amp;#039;&amp;#039; (PDF-Datei; 4,91&amp;amp;nbsp;MB), Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven 2006, abgerufen am 13. Januar 2012&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=78.47865|EW=15.696472|type=landmark|elevation=60|dim=20|name=Svenskhuset|region=NO-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Svenskhuset}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal (Norwegen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1870er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spitzbergen (Insel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erforschung der Arktis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katastrophe 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katastrophe 1873]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Norwegen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Spitzbergen, Inselgruppe)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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