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	<title>Susanna im Bade - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-04-01T04:34:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die biblische Erzählung. Zu anderen Bedeutungen siehe [[Susanna im Bade (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Papyrus 967.jpg|mini|Beginn des Buchs Daniel mit der Susanna-Erzählung ([[Papyrus]] 967)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Susanna im Bade&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Susanna und die (beiden) Ältesten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wird die [[biblische Erzählung]] von der Rettung der Susanna durch den Propheten [[Daniel]] bezeichnet. Die Geschichte ist unter der ersten Bezeichnung nicht nur in der [[Bildende Kunst|bildenden Kunst]], sondern auch in der [[Rechtswissenschaft]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textüberlieferung ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte um Susanna ist in der [[Hebräische Sprache|hebräisch]]-[[Aramäische Sprachen|aramäischen]] Fassung des [[Daniel|Buches Daniel]], das zum [[Jüdische Religion|jüdischen]] [[Kanon (Bibel)|Kanon]] heiliger Schriften ([[Tanach]]) gehört, nicht enthalten. Die [[Griechische Sprache|griechische]] Übersetzung des Danielbuchs bietet einen erweiterten Text, der unter anderem auch die Erzählung von Susanna im Bade enthält. Ihr folgt die [[latein]]ische [[Vulgata]] und damit die [[Westliches Christentum|westkirchliche]] Bibeltradition. Während die Susanna-Erzählung in der Version des Theodotion am Anfang des Buches Daniel erscheint, zum Teil auch als selbständige Schrift überliefert ist, steht sie in der Vulgata am Ende des Danielbuchs.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Niehr]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch Daniel.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christian Frevel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Einleitung in das Alte Testament.&amp;#039;&amp;#039; 9., aktualisierte Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-17-030351-5, S. 618–629, hier S. 627.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das übernehmen römisch-katholische Bibelübersetzungen, zum Beispiel die deutsche [[Einheitsübersetzung]]. In der [[Lutherbibel]] wird die [[Perikope (Liturgie)|Perikope]] unter die Apokryphen des Alten Testaments eingeordnet (&amp;#039;&amp;#039;Stücke zum Buch Daniel&amp;#039;&amp;#039;). Aufgrund eines griechischen Wortspiels in den Versen 54–55 und 58–59 ({{grcS|σχίνον &amp;gt; σχῖνος|de=[[Mastixstrauch|Mastixbaum]]}} und {{lang|grc|σχίσει &amp;gt; σχίζω|de=spalten}}; {{lang|grc|πρίνον &amp;gt; πρῖνος|de=Steineiche}} und {{lang|grc|καταπρίσει &amp;gt; -πρίζω; -πρίω|de=absägen}}) geht man davon aus, dass die Erzählung auch ursprünglich in Griechisch verfasst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Erzählung liegt in zwei unterschiedlichen Fassungen vor, die sich sprachlich eng berühren, inhaltlich aber abweichen: der frühen [[Septuaginta]]-Fassung (Sus&amp;lt;sup&amp;gt;LXX&amp;lt;/sup&amp;gt;) und einer ca. 100 Jahre danach erstellten Neufassung, der sogenannten Theodotion-Fassung (Sus&amp;lt;sup&amp;gt;Th&amp;lt;/sup&amp;gt;). Theodotion bezeichnet hier nicht den [[Theodotion|jüdischen Bibelübersetzer gleichen Namens]], der im 2. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. lebte, sondern eine Übersetzung des Danielbuchs ins Griechische, die um die [[V. Chr.|Zeitenwende]], möglicherweise in [[Palästina (Region)|Palästina]], angefertigt wurde. Diese Fassung war in ständigem kirchlichem Gebrauch und ist daher sehr gut überliefert, während die Septuaginta-Fassung in Vergessenheit geriet und erst 1772 durch Publikation des [[Codex Chisianus R.VII.45]] ([[Textgeschichte des Neuen Testaments#Minuskeln|Minuskel]], 10. Jahrhundert) aus der [[Vatikanische Apostolische Bibliothek|Bibliotheca Apostolica Vaticana]] wieder bekannt wurde. 1931 wurde im ägyptischen [[Wadjit|Aphroditopolis]] P967, ein [[Papyrus]]-[[Kodex|Codex]] des 2. Jahrhunderts n.&amp;amp;nbsp;Chr. entdeckt, der [[Ezechiel]], Daniel und [[Ester]] in einer [[Hexapla|vorhexaplarischen]] Version enthält. Die (allerdings fragmentarischen) Blätter mit der Susanna-Erzählung befinden sich in [[Köln]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Kraus (Theologe)|Wolfgang Kraus]], [[Martin Karrer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Septuaginta Deutsch. Das griechische Alte Testament in deutscher Übersetzung.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2009, S. 1416 (Einleitung zu den Danielschriften).&amp;lt;br /&amp;gt;[[Helmut Engel (Theologe)|Helmut Engel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Susanna-Erzählung. Einleitung, Übersetzung und Kommentar zum Septuaginta-Text und zur Theodotion-Bearbeitung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Orbis Biblicus et Orientalis.&amp;#039;&amp;#039; Band 61). Universitätsverlag, Freiburg; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1985, ISBN 3-7278-0326-6, S. 12, [[doi:10.5167/uzh-149701]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Origenes]] kannte noch beide griechische Fassungen, [[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]] dagegen nur die Theodotion-Fassung, die er ins Lateinische übersetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmut Engel (Theologe)|Helmut Engel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Susanna-Erzählung. Einleitung, Übersetzung und Kommentar zum Septuaginta-Text und zur Theodotion-Bearbeitung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Orbis Biblicus et Orientalis.&amp;#039;&amp;#039; Band 61). Universitätsverlag, Freiburg; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1985, ISBN 3-7278-0326-6, S. 10 f., [[doi:10.5167/uzh-149701]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Modernen Bibelübersetzungen liegt die Theodotion-Fassung zugrunde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Niehr]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch Daniel.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christian Frevel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Einleitung in das Alte Testament.&amp;#039;&amp;#039; 9., aktualisierte Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-17-030351-5, S. 618–629, hier S. 626.&amp;lt;br /&amp;gt;[[Helmut Engel (Theologe)|Helmut Engel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Susanna-Erzählung. Einleitung, Übersetzung und Kommentar zum Septuaginta-Text und zur Theodotion-Bearbeitung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Orbis Biblicus et Orientalis.&amp;#039;&amp;#039; Band 61). Universitätsverlag, Freiburg; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1985, ISBN 3-7278-0326-6, S. 9, [[doi:10.5167/uzh-149701]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
=== Septuaginta-Version ===&lt;br /&gt;
Die [[Septuaginta]]-Fassung (Sus&amp;lt;sup&amp;gt;LXX&amp;lt;/sup&amp;gt;) lässt Ort und Zeit der Handlung relativ unbestimmt. Die Erzählung spielt jedenfalls in einer [[Kehillah|jüdischen Gemeinde]] mit [[Selbstverwaltung]] und eigener Gerichtsbarkeit. Susanna, die Frau Joakims und Tochter Chilkias’, pflegt im Park ihres Mannes spazieren zu gehen. Zwei Richter beobachten sie dabei, tun sich zusammen und [[Sexuelle Belästigung|bedrängen]] Susanna. Sie weist sie ab. „Die verbrecherischen Männer aber wandten sich ab, drohten bei sich und planten [[Heimtücke|heimtückisch]], sie zu Tode zu bringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Sus&amp;lt;sup&amp;gt;LXX&amp;lt;/sup&amp;gt; 28a, Übersetzung: &amp;#039;&amp;#039;Septuaginta Deutsch&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als alle Israeliten des Orts in der [[Synagoge]] versammelt sind, ordnen sie an, Susanna herbeizubringen. Sie wird herbeigebracht mit ihrer Familie und ihren vier Kindern und öffentlich [[Demütigung|erniedrigt]]. Dann sagen die beiden Richter aus, sie hätten im Park beobachtet, wie Susanna mit einem jungen Mann [[Ehebruch]] beging. „Und die ganze (Versammlung in der) Synagoge glaubte ihnen, da sie Älteste waren und Richter des Volkes.“&amp;lt;ref&amp;gt;Sus&amp;lt;sup&amp;gt;LXX&amp;lt;/sup&amp;gt; 41, Übersetzung: &amp;#039;&amp;#039;Septuaginta Deutsch&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Susanna zur [[Hinrichtung]] geführt wird, ist ein [[Engel]] zugegen, der auf Gottes Geheiß „einem Jüngeren mit Namen Daniel“ den Geist der Einsicht gibt. Daniel stellt die Menge zur Rede, dass sie einem [[Todesstrafe|Todesurteil]] ohne ordentlichen [[Prozess]] zugestimmt hätte. Daniel lässt die beiden Richter voneinander trennen. Er ermahnt die Anwesenden, nicht etwa zu denken, dass Älteste ohnehin nicht [[lüge]]n würden. Er werde sie nun [[Vernehmung|verhören]]. Daniel fragt erst den Älteren, dann den Jüngeren, unter welchem Baum sie den Ehebruch beobachtet hätten. Da einer einen Mastixbaum, der andere eine Eiche nennt, ist die [[Meineid|Falschaussage]] offensichtlich. Die empörte Menge ergreift die beiden Falsch[[zeuge]]n. Sie werden [[Fesselung (physisch)|geknebelt]] und in eine [[Schlucht]] gestoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den korrupten Älteren lobt der Verfasser die jüngere Generation. Mit der Hoffnung auf junge Frauen und Männer, die tüchtig und einsichtig sind, klingt die Erzählung aus. Damit übt der Verfasser Kritik an der eigenen [[Soziale Schicht|Oberschicht]] ([[Hasmonäer]] und ihre Parteigänger).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Tilly]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Rezeption des Danielbuches im hellenistischen Judentum.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Katharina Bracht]], [[David S. du Toit]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Daniel-Auslegung in Judentum, Christentum und Islam. Studien zur Kommentierung des Danielbuches in Literatur und Kunst&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beihefte zur [[Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band 371). De Gruyter, Berlin/Boston 2007, ISBN 978-3-11-019301-5, S. 31–54, hier S. 41 f., [[doi:10.1515/9783110896473.31]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theodotion-Version ===&lt;br /&gt;
Der Bearbeiter der Theodotion-Fassung (Sus&amp;lt;sup&amp;gt;Th&amp;lt;/sup&amp;gt;) entschärfte die [[Gesellschaftskritik|Sozialkritik]] von Sus&amp;lt;sup&amp;gt;LXX&amp;lt;/sup&amp;gt;. Er lokalisiert die Handlung in [[Babylon]]. Indem die Susanna-Erzählung dem Danielbuch vorangestellt wurde, erscheint sie als [[Kindheitsgeschichte]] des Propheten Daniel. Dass die beiden Alten durch ihr Richteramt Macht ausüben können, tritt zurück, so dass sie mehr als zwei [[Libido|lüsterne]] Greise erscheinen:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Tilly]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Rezeption des Danielbuches im hellenistischen Judentum.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Katharina Bracht]], [[David S. du Toit]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Daniel-Auslegung in Judentum, Christentum und Islam. Studien zur Kommentierung des Danielbuches in Literatur und Kunst&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beihefte zur [[Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band 371). De Gruyter, Berlin/Boston 2007, ISBN 978-3-11-019301-5, S. 31–54, hier S. 42 f., [[doi:10.1515/9783110896473.31]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Babylon lebte ein reicher Mann namens Jojakim. Seine Frau Susanna ist nicht nur schön und [[Frömmigkeit|fromm]], sie hat als Mädchen auch [[Tora]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;unterricht erhalten. In Jojakims Haus verkehrten zwei Älteste und Richter. Sie beobachten Susanna dabei, wie sie im Park ihres Mannes spazieren geht. &amp;#039;&amp;#039;Und sie verkehrten ihren Sinn und wandten ihre Augen davon ab, zum Himmel zu schauen und an Gerechtigkeit und Recht zu denken.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Sus&amp;lt;sup&amp;gt;Th&amp;lt;/sup&amp;gt; 9, Übersetzung: &amp;#039;&amp;#039;Septuaginta Deutsch&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden beobachten die Frau tagelang bei ihren Spaziergängen im Park. An einem heißen Tag wünscht Susanna ein Bad zu nehmen, sie schickt ihre Mädchen aus, die Parktore zu schließen und Öl und Salben herbeizubringen. Die Ältesten in ihrem Versteck bleiben unbemerkt, als die Tore geschlossen werden. Sie sind nun mit Susanna allein im Park und bedrängen sie: Falls sie nicht bereit sei, mit ihnen zu [[Geschlechtsverkehr|schlafen]], würden sie Anklage erheben, Susanna habe Ehebruch mit einem jungen Mann begangen. Doch Susanna bleibt standhaft, weigert sich und schreit. Die beiden Ältesten schreien ebenfalls und nehmen die Dienerschaft als Zeugen für ihre Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am anderen Tag kommt die Bevölkerung bei Jojakim zusammen, und die beiden Ältesten lassen Susanna vorführen und ihr den [[Schleier]] abnehmen. Dann bringen sie ihre Anklage vor. Die Versammlung glaubt den beiden und verurteilt Susanna zum Tode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und während sie weggeführt wurde, um zu sterben, erweckte Gott den [[Heiliger Geist#Hebräische Bibel|heiligen Geist]] eines jüngeren Knaben, der den Namen Daniel (hatte).“&amp;lt;ref&amp;gt;Sus&amp;lt;sup&amp;gt;Th&amp;lt;/sup&amp;gt; 45, Übersetzung: &amp;#039;&amp;#039;Septuaginta Deutsch&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wirft der Menge ihr unverantwortliches Verhalten vor und fordert sie auf, zum Gerichtsort zurückzukehren. Die Gemeindevorsteher laden den Knaben ein, in ihrer Mitte Platz zu nehmen und das Verfahren zu leiten. Er trennt die beiden Ältesten und fragt sie unabhängig voneinander, unter welchem Baum Susanna ihren Mann betrogen haben soll. Während der eine angibt, sie habe es unter einem [[Mastixstrauch]] getan, sagt der andere, es sei eine [[Eichen|Eiche]] gewesen. Da schreit die ganze Versammlung auf und erkennt, dass es sich bei den beiden Zeugen um zwei Lügner handelt. Susanna wird ihrer Familie zurückgegeben. Die beiden falschen Zeugen werden getötet. Daniel ist nun beim ganzen Volk angesehen: Damit endet diese Version der Erzählung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neufassung der Erzählung trägt nach [[Michael Tilly]] den veränderten politischen Rahmenbedingungen Rechnung. Entstanden ist sie um die Zeitenwende, als Judäa Teil der römischen Provinz [[Syria]] war. Politik und [[Rechtsprechung]] war der eigenen Oberschicht entzogen, damit erübrigte sich die Kritik aus Sus&amp;lt;sup&amp;gt;LXX&amp;lt;/sup&amp;gt;. Die Susanna-Erzählung wird daher zu einer unterhaltsamen Beispielerzählung, die zur [[Tugend]] anspornen soll und nebenher zeigt, dass Daniels besondere Begabung bereits in seiner Jugend erkennbar war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Tilly]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Rezeption des Danielbuches im hellenistischen Judentum.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Katharina Bracht]], [[David S. du Toit]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Daniel-Auslegung in Judentum, Christentum und Islam. Studien zur Kommentierung des Danielbuches in Literatur und Kunst&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beihefte zur [[Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band 371). De Gruyter, Berlin/Boston 2007, ISBN 978-3-11-019301-5, S. 31–54, hier S. 43, [[doi:10.1515/9783110896473.31]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Susanna-Erzählung in der Alten Kirche ===&lt;br /&gt;
Der Kommentar [[Hippolyt von Rom|Hippolyts von Rom]] (frühes 3. Jahrhundert) zum Buch des Propheten Daniel ist der älteste bekannte [[Christentum|christliche]] [[Bibelkommentar]] überhaupt und auch wegen seines Inhalts für [[Patristik]]er besonders interessant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hippolyt versuchte, die Susanna-Erzählung in der Biografie Daniels einzuordnen. Zeitlich sei Daniels Intervention beim Prozess der Susanna zwischen Kapitel 1 und Kapitel 2 des Danielbuchs anzusetzen. Er deutet die Erzählung [[Typologie (Bibel)|typologisch]]: Der junge Daniel wird zum Typos des [[Der zwölfjährige Jesus im Tempel|zwölfjährigen Jesus im Tempel]]. [[Sulpicius Severus]] folgerte daraus, dass Daniel auch zwölf Jahre alt gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Engel: &amp;#039;&amp;#039;Die Susanna-Erzählung. Einleitung, Übersetzung und Kommentar zum Septuaginta-Text und zur Theodotion-Bearbeitung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Orbis Biblicus et Orientalis.&amp;#039;&amp;#039; Band 61). Universitätsverlag, Freiburg; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1985, ISBN 3-7278-0326-6, S. 32 f., [[doi:10.5167/uzh-149701]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Susanna ist für Hippolyt Typos der Kirche; um sein [[Ekklesiologie|Kirchenideal]] zu veranschaulichen, deutet er die einzelnen Züge der Erzählung [[Allegorie|allegorisch]] aus, beispielsweise stehen die beiden Ältesten für die beiden „ständigen (äußeren) Feinde der Kirche“, [[Juden]] und [[Heidentum|Heiden]]; alternativ auch die inneren Feinde der Kirche: die oberflächlichen Christen, die in [[Christenverfolgung|Verfolgungen]] abfallen, und die [[Häresie|Häretiker]].&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Engel: &amp;#039;&amp;#039;Die Susanna-Erzählung. Einleitung, Übersetzung und Kommentar zum Septuaginta-Text und zur Theodotion-Bearbeitung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Orbis Biblicus et Orientalis.&amp;#039;&amp;#039; Band 61). Universitätsverlag, Freiburg; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1985, ISBN 3-7278-0326-6, S. 36, [[doi:10.5167/uzh-149701]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auslegung von Pseudo-Johannes Chrysostomos im 6. Jahrhundert (wahrscheinlich [[Johannes IV. (Patriarch)|Johannes IV.]], Patriarch von Konstantinopel) enthält eine dann vielfach rezipierte Engführung der Erzählung auf die „[[Keuschheit|keusche]]“ Susanna. Die im [[Ehe|Ehestand]] befindliche Susanna, die lieber sterben will, als Ehebruch zu begehen, ist den [[Alte Kirche|altkirchlichen]] Autoren als Beispiel für „Standeskeuschheit“ wichtig.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Engel: &amp;#039;&amp;#039;Die Susanna-Erzählung. Einleitung, Übersetzung und Kommentar zum Septuaginta-Text und zur Theodotion-Bearbeitung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Orbis Biblicus et Orientalis.&amp;#039;&amp;#039; Band 61). Universitätsverlag, Freiburg; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1985, ISBN 3-7278-0326-6, S. 38 f., [[doi:10.5167/uzh-149701]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Danny Praet: &amp;#039;&amp;#039;Susanna, the Fathers and the Passio Sereni (BHL 7595-6): Sexual Morals, Intertextuality and Early Christian Self-Definition.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Antikes Christentum]].&amp;#039;&amp;#039; Band 14, März 2011, S. 556–580, hier S. 567 Anm. 45, [[doi:10.1515/zac.2010.30]]: &amp;#039;&amp;#039;See Schlosser, Die Daniel-Susanna-Erzählung (see note 26), 245: “5. Susanna als Beispiel der Standeskeuschheit”; e.&amp;amp;nbsp;g. Ambr., vid. 4,24 (PL 16, 255 Migne): {{lang|la|Reminiscamur itaque quemadmodum Maria, quemadmodum Anna, quemadmodum Susanna Laudentur.}}; Aug., serm. 391,6 (Ad Iuvenes) (PL 39, 1709 Migne): {{lang|la|Nuptae Susannam, viduae Annam, virgines Mariam cogitate.}}&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.researchgate.net/publication/270478093_Susanna_the_Fathers_and_the_Passio_Sereni_BHL_7595-6_Sexual_Morals_Intertextuality_and_Early_Christian_Self-Definition Scan] – [[Researchgate|researchgate.net]]).&amp;lt;br /&amp;gt;H.-P. (Hanspeter) Schlosser: &amp;#039;&amp;#039;Die Daniel-Susanna-Erzählung in Bild und Literatur der christlichen Frühzeit.&amp;#039;&amp;#039; In:  &amp;#039;&amp;#039;Tortulae. Studien zu altchristlichen und byzantinischen Monumenten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Römische Quartalschrift für Christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Supplementbände. Band 30). 1966, S. 243–249 ([http://opac.regesta-imperii.de/id/1194534 Titelaufnahme] – [[Regesta Imperii]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtsgeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Heinrich Aldegrever - The Story of Susanna- Daniel Cross-Examining the Elders - 1960.257 - Cleveland Museum of Art.jpg|mini|[[Heinrich Aldegrever]]: Daniels Verhör der beiden Ältesten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen von ihrer religiösen Bedeutung gilt die Geschichte in der Entwicklung der [[Rechtsprechung]] als wegweisend, weil sie den auch heute noch wichtigen Grundsatz der unabhängigen [[Zeuge]]nbefragung betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gründliche Zeugenbefragung ist auch im traditionellen jüdischen Recht von großer Bedeutung. [[Solomon Zeitlin]] betont, dass der Verfasser der Susanna-Erzählung sich mit dem Erzählmotiv, dass Daniel Widersprüche der Zeugenaussagen aufdeckt, im Einklang mit der [[Mischna]] befand. Wenn sich die Zeugen widersprechen, darf der Angeklagte nicht verurteilt werden. Aber die Zeugen werden für ihre widersprüchlichen Aussagen auch nicht bestraft, wie das in der Susanna-Erzählung beschrieben wird. Zeitlin meint, dass die Susanna-Erzählung im Judentum nicht [[Kanon (Bibel)|kanonisch]] geworden sei, weil sie in diesem wichtigen Punkt der geltenden [[Halacha]] widersprochen habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Solomon Zeitlin: &amp;#039;&amp;#039;Jewish Apocryphal Literature.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Jewish Quarterly Review]].&amp;#039;&amp;#039; 40/3 (1950), S. 223–250, hier S. 235 f., {{JSTOR|1452850}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings hatte der Erzähler des Susanna-Stoffes kein juristisches Interesse. Es geht keineswegs um die realistische Darstellung einer Rechtspraxis oder um einen Vorschlag zur Rechtsreform, wie [[Walter Baumgartner (Theologe)|Walter Baumgartner]] herausgearbeitet hat: „Daniel ist nicht der bessere Jurist, der klügere Richter, sondern der von Gott geschickte … Retter der unschuldig verurteilten Frau. Er stellt das Verhör auch nicht zu dem Zweck an, selber Klarheit über den Sachverhalt zu gewinnen – das hat er ja gar nicht nötig –, sondern um das mit Blindheit geschlagene Volk zu belehren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Baumgartner (Theologe)|Walter Baumgartner]]: &amp;#039;&amp;#039;Susanna. Die Geschichte einer Legende.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Zum Alten Testament und seiner Umwelt.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden 1959, S. 42–66, hier S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten 12. Jahrhundert wurde die getrennte Zeugenbefragung in Abwesenheit der streitenden Parteien (&amp;#039;&amp;#039;examinatio in secreto&amp;#039;&amp;#039;) im europäischen Prozessrecht neu eingeführt. Die [[Glossator]]en Johannes, [[Azo]] und [[Accursius]] begründeten die neue Praxis mit dem Hinweis auf die biblische Susanna-Erzählung.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Krausbeck: &amp;#039;&amp;#039;Konfrontative Zeugenbefragung. Vorgaben des Art. 6 Abs. 3 lit. d EMRK für das deutsche Strafverfahren&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Freiburger rechtswissenschaftliche Abhandlungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 7, {{ISSN|1864-3701}}). Mohr Siebeck, Tübingen 2010, ISBN 978-3-16-150649-9, S. 11 und Anm. 14 ({{Google Buch |BuchID=qb-s8h9Sun4C |Seite=11 |Hervorhebung=&amp;quot;Johannes, Azo und Accursius&amp;quot; |Linktext=Vorschau}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildende Kunst ===&lt;br /&gt;
Zahlreiche Vertreter der [[Bildende Kunst|bildenden Kunst]] haben sich in verschiedenen [[Zeitalter|Epochen]] dieses Themas angenommen, unter anderem: [[Rembrandt van Rijn|Rembrandt]], [[Peter Paul Rubens]], [[Massimo Stanzione]], [[Jacopo Tintoretto]], [[Moritz Daniel Oppenheim]]&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Kurz: &amp;#039;&amp;#039;Susanna im Bade – ein Beitrag zu Leben und Werk von Moritz Daniel Oppenheim.&amp;#039;&amp;#039; Hanau 2019, ISBN 978-3-935395-32-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder zeitgenössisch [[Moran Haynal]]. Es sind über 1400 Werke u.&amp;amp;nbsp;a. in den Bereichen Skulptur, Malerei, Photographie oder Druck zu dem Thema „Susanna im Bade“ auch unter alternativen Werk-Benennungen bekannt. Bei dem Motiv spielte auch eine Rolle, dass es als biblisches Thema einen legitimen Anlass zur [[Akt (Kunst)|Aktdarstellung]] bot. Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet [[Artemisia Gentileschi]] das Thema: Sie verzichtet auf romantische Attribute und stellt Susanna und ihre prekäre Lage in den Mittelpunkt. Das französische Glasfenster [[Keusche Susanna (Les Iffs)|Keusche Susanna]] in [[Les Iffs]] im [[Département Ille-et-Vilaine]] entstand um 1550.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;140&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Maestro dei Trionfi Landau Finaly - Susanna and the Elders - Google Art Project.jpg|Maestro dei Trionfi Landau Finaly: Susanna und die Alten, um 1450&lt;br /&gt;
  Lorenzo Lotto 058.jpg|[[Lorenzo Lotto]]: Susanna im Bade, 1517&lt;br /&gt;
  Albrecht Altdorfer Susanna in the Bath and the Stoning of the Elders.jpg|[[Albrecht Altdorfer]]: [[Susanna und die beiden Alten (Altdorfer)|&amp;#039;&amp;#039;Susanna und die beiden Alten&amp;#039;&amp;#039;]], 1526&lt;br /&gt;
  Jacopo Robusti, called Tintoretto - Susanna and the Elders - Google Art Project.jpg|[[Jacopo Tintoretto]]: [[Susanna im Bade (Tintoretto)|Susanna im Bade]], 1555/56&lt;br /&gt;
  Susanna and the Elders (1610), Artemisia Gentileschi.jpg|[[Artemisia Gentileschi]]: Susanna und die Ältesten, 1610&lt;br /&gt;
  Anthonis van Dyck 053.jpg|[[Anthonis van Dyck]]: Susanna im Bade, 1626&lt;br /&gt;
  Rembrandt - Susanna and the Elders.jpg|Rembrandt: Susanna im Bade, 1647&lt;br /&gt;
  Pierre van Hanselaere - Suzanna en de ouderlingen 1820.jpg|[[Pieter Van Hanselaere]]: Suzanna en de ouderlingen, 1820&lt;br /&gt;
  Francesco Hayez - Susanna at her Bath (National Gallery, London).jpg|Francesco Hayez: Susanna im Bade, 1850&lt;br /&gt;
  Susanna i badet, 1879, 115 x 89,5 cm, privateje.jpg|[[Laurits Tuxen]]: Susanna i badet, 1879&lt;br /&gt;
  Lovis Corinth Susanna im Bade 1890.jpg|[[Lovis Corinth]]: [[Susanna im Bade (Lovis Corinth)|Susanna im Bade]], 1890&lt;br /&gt;
  Vasiliy Ryabchenko. &amp;quot;Susanna and the elders&amp;quot;, 200 х 200 cm, oil on canvas, 1989.jpg|[[Wassyl Rjabtschenko]]: Susanna und die Ältesten, 1989&lt;br /&gt;
  Stanzione, Massimo - Susanna and the Elders - 1631-1637.jpg|[[Massimo Stanzione]] &amp;#039;&amp;#039;[[Susanna und die beiden Alten (Stanzione)]]&amp;#039;&amp;#039;, um 1645&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Andrew Slater (Blitch) and Donna Bateman (Susannah) in church.jpg|mini|Carlisle Floyds &amp;#039;&amp;#039;Susannah&amp;#039;&amp;#039; aufgeführt von der [[English Touring Opera]] (2008)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Komponisten haben das Motiv aufgegriffen: So zum Beispiel [[Orlando di Lasso]] in seinem berühmten Chanson &amp;#039;&amp;#039;[[Susanne un jour]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Georg Friedrich Händel]] in dem Oratorium &amp;#039;&amp;#039;[[Susanna (Händel)|Susanna]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Alessandro Stradella]] im Oratorium „La Susanna“ und [[Carlisle Floyd]] in der Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Susannah (Oper)|Susannah]]&amp;#039;&amp;#039;. Floyds bekannteste und 1955 uraufgeführte Oper verlegt die Handlung der Susanna-Erzählung ins ländliche New Hope Valley, [[Tennessee]], und zeitlich in die 1950er Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;Nadine Hellriegel: &amp;#039;&amp;#039;Popular Opera: Die Opern von Carlisle Floyd.&amp;#039;&amp;#039; Tectum, Marburg 2012, ISBN 978-3-8288-3055-4, S. 55 ff. ({{Google Buch |BuchID=dAR4DwAAQBAJ |Seite=55 |Hervorhebung=Susannah (1955) |Linktext=eingeschränkte Vorschau auf die Ausgabe 2014}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literarische Rezeption ===&lt;br /&gt;
Auch in der Literatur war Susanna ein beliebtes Motiv. So fand sie Eingang in die um 1331 entstandene [[Reim#Paarreim|Reimpaardichtung]] &amp;#039;&amp;#039;Daniel&amp;#039;&amp;#039; eines unbekannten Autors. 1577 wurde das Drama &amp;#039;&amp;#039;Susanna&amp;#039;&amp;#039; von [[Nicodemus Frischlin]] uraufgeführt. [[Paul Rebhun]] widmete ihr mit &amp;#039;&amp;#039;Ein Geistlich Spiel von der Gotfürchtigen und keuschen Frauen Susannen,&amp;#039;&amp;#039; ein Trauerspiel, welches erstmals 1536 gedruckt wurde. Das 1593 gedruckte, erste Schauspiel des [[Heinrich Julius (Braunschweig-Wolfenbüttel)|Herzogs Heinrich Julius]] von Braunschweig Wolfenbüttel ist die &amp;#039;&amp;#039;Tragica Comoedia Von Der Susanna&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hibeldeha, d.&amp;amp;nbsp;i. Herzog Heinrich Julius: &amp;#039;&amp;#039;Tragica Comoedia Von Der Susanna / Wie dieselbe von zweyen alten / Ehebruchs halber / fälschlich beklaget / auch vnschüldig verurtheilet | Aber entlich durch sonderliche schickung Gottes des Almechtigen von Daniele errettet / vnd die beiden Alten zum Tode verdammet worden.&amp;#039;&amp;#039; Horn, Wolffenbüttel 1593, {{URN|nbn:de:gbv:23-drucke/403-1-quod-7s1}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Aufführungen sind belegt in [[Frankfurt am Main]] (1597), [[Ulm]] (1602) und [[Stuttgart]] (1603)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Julius Tittmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Schauspiele des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig&amp;#039;&amp;#039; (= [[Karl Goedeke]] und Julius Tittmann [Hrsg.]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Dichter des sechzehnten Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Band 14). F.&amp;amp;nbsp;A. Brockhaus, Leipzig 1880, S. XXI ({{Google Buch |BuchID=eo7_oR313aQC |SeitenID=PR21 |Hervorhebung=Susanna 1597 |Linktext=Scan}}; in [[Fraktur (Schrift)|Fraktur]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem [[Einakter]] &amp;#039;&amp;#039;Die keusche Susanna. Ein rührendes Drama&amp;#039;&amp;#039; wird der Stoff 1783 (anonym) [[parodie]]rt, wobei Daniel kein Prophet ist, sondern der Geliebte der Susanna.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die keusche Susanna. Ein rührendes Drama.&amp;#039;&amp;#039; Jerusalem 1783 ([https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN636824403&amp;amp;PHYSID=PHYS_0005 &amp;#039;&amp;#039;digital.staatsbibliothek-berlin.de&amp;#039;&amp;#039;]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom böhmischen Lyriker [[Hugo Salus]] stammt ein Drama &amp;#039;&amp;#039;Susanna im Bade&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenig verändert, ging die Susanna-Erzählung als &amp;#039;&amp;#039;[[Die tugendhafte Frau|Geschichte von der frommen Israelitin und den beiden bösen Alten]]&amp;#039;&amp;#039; in die Märchensammlung [[Tausendundeine Nacht|1001 Nacht]] ein; sie findet sich ebenfalls bei as-Sarrāğ und [[Ibn al-Dschauzī]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hartmut Bobzin]]: &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen zu Daniel in der islamischen Tradition.&amp;#039;&amp;#039; S. 167–178, hier S. 175, [[doi:10.1515/9783110896473.167]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Soziologen [[Niklas Luhmann]] dient das Motiv als Beispiel für eine frühe Form der Perspektive, die Beobachtungs- und Nichtbeobachtungsverhältnisse abbildbar machte, dafür aber im Gegensatz zur [[Zentralprojektion|Zentralperspektive]] ein Vorwissen des Betrachters um die abgebildete Situation voraussetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Niklas Luhmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst der Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 1303). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-518-28903-9, S. 142.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausstellungen ===&lt;br /&gt;
* 2022/2023: &amp;#039;&amp;#039;Susanna: Bilder einer Frau vom Mittelalter bis MeToo.&amp;#039;&amp;#039; [[Wallraf-Richartz-Museum &amp;amp; Fondation Corboud|Wallraf-Richartz-Museum]], Köln&lt;br /&gt;
* 2024/2025: &amp;#039;&amp;#039;Susanna: Van Middeleeuwen tot MeToo&amp;#039;&amp;#039; [Vom Mittelalter bis MeToo]. Museum Gouda, [[Gouda (Niederlande)|Gouda]] (NL)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.museumgouda.nl/nl/nu-te-zien/tentoonstellingen/64/susanna-van-middeleeuwen-tot-metoo &amp;#039;&amp;#039;Susanna – Van middeleeuwen tot MeToo.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;museumgouda.nl,&amp;#039;&amp;#039; abgerufen am 24. Oktober 2024 (niederländisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Textausgaben ===&lt;br /&gt;
* [[Alfred Rahlfs]], [[Robert Hanhart]]: &amp;#039;&amp;#039;Septuaginta: Id Est Vetus Testamentum Graece Iuxta LXX Interpretes.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 2006, ISBN 3-438-05119-2.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Kraus (Theologe)|Wolfgang Kraus]], [[Martin Karrer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Septuaginta Deutsch. Das griechische Alte Testament in deutscher Übersetzung.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-438-05122-6 (wissenschaftliche Übersetzung der Susanna-Erzählung durch [[Helmut Engel (Theologe)|Helmut Engel]], Septuaginta- und Theodotion-Fassung werden [[Synopse|synoptisch]] abgedruckt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überblicksdarstellungen ===&lt;br /&gt;
* {{RGG|2|560|560|Daniel-Zusätze|[[Klaus Koch (Theologe)|Klaus Koch]]}}&lt;br /&gt;
* [[Heinz-Dieter Neef]]: &amp;#039;&amp;#039;Susanna.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Siegfried Kreuzer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch zur Septuaginta / Handbook of the Septuagint LXX.H.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2016, ISBN 978-3-641-24802-4, S. 649–654, [[doi:10.14315/9783641310936-059]].&lt;br /&gt;
* [[Markus Witte]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Zusätze zum Danielbuch.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Jan Christian Gertz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grundinformation Altes Testament.&amp;#039;&amp;#039; 6., überarbeitete und erweiterte Auflage. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2019, ISBN 978-3-8252-5086-7, S. 506–513.&lt;br /&gt;
* [[Herbert Niehr]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch Daniel.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christian Frevel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Einleitung in das Alte Testament.&amp;#039;&amp;#039; 9., aktualisierte Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-17-030351-5, S. 618–629.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommentare ===&lt;br /&gt;
* [[Odil Hannes Steck]], [[Reinhard Gregor Kratz|Reinhard G. Kratz]], Ingo Kottsieper: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch Baruch. Der Brief des Jeremia. Zusätze zu Ester und Daniel&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Das Alte Testament Deutsch]]. Apokryphen.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1998, ISBN 3-525-51405-0.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Engel (Theologe)|Helmut Engel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Susanna-Erzählung. Einleitung, Übersetzung und Kommentar zum Septuaginta-Text und zur Theodotion-Bearbeitung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Orbis Biblicus et Orientalis.&amp;#039;&amp;#039; Band 61). Universitätsverlag, Freiburg; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1985, ISBN 3-7278-0326-6, [[doi:10.5167/uzh-149701]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Monographien, Artikel ===&lt;br /&gt;
* Dan W. Clanton: &amp;#039;&amp;#039;The Good, the Bold, and the Beautiful. The Story of Susanna and its Renaissance Interpretations.&amp;#039;&amp;#039; T&amp;amp;T Clark International, New York 2006, ISBN 0-567-02991-3.&lt;br /&gt;
* Lorenzo DiTommaso: &amp;#039;&amp;#039;The Book of Daniel and the Apocryphal Daniel Literature&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studia in Veteris Testamenti pseudepigrapha.&amp;#039;&amp;#039; Band 20). Brill, Leiden 1970, ISBN 90-04-14412-9.&lt;br /&gt;
* [[Katharina Bracht]], [[David S. du Toit]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Daniel-Auslegung in Judentum, Christentum und Islam. Studien zur Kommentierung des Danielbuches in Literatur und Kunst&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beihefte zur [[Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band 371). De Gruyter, Berlin/Boston 2007, ISBN 978-3-11-019301-5, [[doi:10.1515/9783110896473]]. Darin:&lt;br /&gt;
** [[Michael Tilly]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Rezeption des Danielbuches im hellenistischen Judentum.&amp;#039;&amp;#039; S. 31–54, [[doi:10.1515/9783110896473.31]].&lt;br /&gt;
** [[Hartmut Bobzin]]: &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen zu Daniel in der islamischen Tradition.&amp;#039;&amp;#039; S. 167–178, [[doi:10.1515/9783110896473.167]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Susanna and the Elders}}&lt;br /&gt;
* Literatur zum [https://d-nb.info/gnd/4184160-8 Buch Daniel, Kapitel 13] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4058669-8|TEXT=Literatur zur biblischen Figur}}&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex |Referenz=32066 |Autor=[[Klaus Koenen]] |Titel=Susanna / Susanna-Erzählung |Datum=2012-03 |Abruf=2023-11-12}}&lt;br /&gt;
* [https://swb.bsz-bw.de/DB=2.299/SET=1/TTL=1/CMD?SGE=&amp;amp;ACT=SRCHM&amp;amp;MATCFILTER=Y&amp;amp;MATCSET=Y&amp;amp;NOSCAN=Y&amp;amp;PARSE_MNEMONICS=N&amp;amp;PARSE_OPWORDS=N&amp;amp;PARSE_OLDSETS=N&amp;amp;IMPLAND=Y&amp;amp;NOABS=Y&amp;amp;ACT0=SRCHA&amp;amp;SHRTST=10&amp;amp;IKT0=8549&amp;amp;TRM0=4184160-8&amp;amp;ACT1=*&amp;amp;IKT1=1&amp;amp;IKT2=2072&amp;amp;IKT3=2100&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;ADI_MAT=B&amp;amp;ADI_MAT=T&amp;amp;ADI_MAT=A&amp;amp;ADI_MAT=V&amp;amp;ADI_MAT=S&amp;amp;ADI_MAT=E&amp;amp;ADI_MAT=W&amp;amp;ADI_MAT=H Literatur zum &amp;#039;&amp;#039;Buch Daniel, Kapitel 13&amp;#039;&amp;#039;] im [[Südwestdeutscher Bibliotheksverbund|K10plus]] Verbundkatalog&lt;br /&gt;
* [https://swb.bsz-bw.de/DB=2.299/SET=1/TTL=1/CMD?SGE=&amp;amp;ACT=SRCHM&amp;amp;MATCFILTER=Y&amp;amp;MATCSET=Y&amp;amp;NOSCAN=Y&amp;amp;PARSE_MNEMONICS=N&amp;amp;PARSE_OPWORDS=N&amp;amp;PARSE_OLDSETS=N&amp;amp;IMPLAND=Y&amp;amp;NOABS=Y&amp;amp;ACT0=SRCHA&amp;amp;SHRTST=10&amp;amp;IKT0=8549&amp;amp;TRM0=4058669-8&amp;amp;ACT1=*&amp;amp;IKT1=1&amp;amp;IKT2=2072&amp;amp;IKT3=2100&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;ADI_MAT=B&amp;amp;ADI_MAT=T&amp;amp;ADI_MAT=A&amp;amp;ADI_MAT=V&amp;amp;ADI_MAT=S&amp;amp;ADI_MAT=E&amp;amp;ADI_MAT=W&amp;amp;ADI_MAT=H Literatur zur Biblischen Figur &amp;#039;&amp;#039;Susanna im Bade&amp;#039;&amp;#039;] im K10plus Verbundkatalog&lt;br /&gt;
* [https://swb.bsz-bw.de/DB=2.299/SET=1/TTL=1/CMD?SGE=&amp;amp;ACT=SRCHM&amp;amp;MATCFILTER=Y&amp;amp;MATCSET=Y&amp;amp;NOSCAN=Y&amp;amp;PARSE_MNEMONICS=N&amp;amp;PARSE_OPWORDS=N&amp;amp;PARSE_OLDSETS=N&amp;amp;IMPLAND=Y&amp;amp;NOABS=Y&amp;amp;ACT0=SRCHA&amp;amp;SHRTST=10&amp;amp;IKT0=8549&amp;amp;TRM0=118805304&amp;amp;ACT1=*&amp;amp;IKT1=1&amp;amp;IKT2=2072&amp;amp;IKT3=2100&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;ADI_MAT=B&amp;amp;ADI_MAT=T&amp;amp;ADI_MAT=A&amp;amp;ADI_MAT=V&amp;amp;ADI_MAT=S&amp;amp;ADI_MAT=E&amp;amp;ADI_MAT=W&amp;amp;ADI_MAT=H Literatur zur Biblischen Person &amp;#039;&amp;#039;Susanna&amp;#039;&amp;#039;] im K10plus Verbundkatalog&lt;br /&gt;
* Literatur zum [https://d-nb.info/gnd/4184160-8 Buch Daniel, Kapitel 13] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4058669-8|TEXT=Literatur zur Biblischen Figur}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4058669-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Tanach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauen in der Bibel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neun Heldinnen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk über Susanna]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Perikope des Alten Testaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buch Daniel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spätschrift des Alten Testaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauendarstellung in der Bildenden Kunst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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