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	<title>Surschyk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T15:39:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Surschyk&amp;diff=329506&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gert Lauken: /* Gründe für die Entstehung */ wie vor</title>
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		<updated>2025-12-16T09:49:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gründe für die Entstehung: &lt;/span&gt; wie vor&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surschyk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surshyk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ukS|суржик|de=Mehlmischung}}, wissenschaftliche [[Transliteration]] &amp;#039;&amp;#039;Suržyk&amp;#039;&amp;#039;) ist die Bezeichnung für eine [[Mischsprache]] auf der Grundlage des [[Ukrainische Sprache|Ukrainisch]]en und des [[Russische Sprache|Russischen]], die in bestimmten Regionen der [[Ukraine]] und angrenzenden Ländern verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich bezeichnete Surschyk eine Mischung aus [[Weizen]], [[Roggen]], [[Gerste]], [[Hafer]] oder ähnlichen Getreiden sowie das daraus hergestellte Mehl. Heute gibt es keine einheitliche Definition zum Begriff Surschyk, meist jedoch wird damit eine Mischung aus dem Ukrainischen und dem Russischen gemeint. [[Wolodymyr Rafejenko]] definiert Surschyk als den „ostukrainischen Dialekt des Ukrainischen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolodymyr Rafejenko: &amp;#039;&amp;#039;Die Sprache Z. Warum ich nie mehr auf Russisch schreiben werde.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 9. August 2022, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Anteil von ukrainischen oder russischen Merkmalen ist bei jedem Sprecher individuell. Im Unterschied zu den [[Übergangsdialekt]]en gibt es im Surschyk keinen [[Usus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Surschyk weist erhebliche Unterschiede in verschiedenen Regionen der Ukraine auf. Daher schlagen einige Forscher (z.&amp;amp;nbsp;B. Bilaniuk, Mečkovskaja usw.) verschiedene Varianten von Surschyk vor. Andere dagegen (z.&amp;amp;nbsp;B. Flier) stellen diese Unterteilung in Frage.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= Gerd Hentschel |Titel=Tarsjanka und Suržyk - gemischte weißrussisch-russische und ukrainisch-russische Rede. Sprachlicher Inzest in Weißrussland und der Ukraine?|Hrsg=Gerd Hentschel, Oleksandr Taranenko, Sjarhej Zaprudski |Verlag=Peter Lang GmbH |Ort= Frankfurt am Main |Datum=2014 |ISBN=978-3-631-58533-7 |Seiten=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem nationalistische Ukrainer haben eine negative Einstellung zum Surschyk. Der ukrainische Schriftsteller [[Jurij Andruchovyč |Jurij Andruchowytsch]] bezeichnete Surschyk in einem Interview als „dieser nette Bastard“, „Blutschandekind des Bilingualismus“. Deswegen verwenden einige Sprachwissenschaftler (wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Gerd Hentschel]]) für Surschyk die neutrale Bezeichnung „ukrainisch-russische gemischte Rede“, abgekürzt als URGR.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= Lesja Stavyc&amp;#039;ka |Titel=Ein Blutschandekind der Postmoderne. In: Tarsjanka und Suržyk - gemischte weißrussisch-russische und ukrainisch-russische Rede. Sprachlicher Inzest in Weißrussland und der Ukraine?|Hrsg=Gerd Hentschel, Oleksandr Taranenko, Sjarhej Zaprudski |Verlag=Peter Lang GmbH |Ort= Frankfurt am Main |Datum=2014 |ISBN=978-3-631-58533-7 |Seiten=354}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründe für die Entstehung ==&lt;br /&gt;
{{lückenhaft|Die Entstehung reicht viel weiter zurück, siehe [[:en:Surzhyk#Pre-Soviet_era]]}}&lt;br /&gt;
Die Entstehung des Surschyk ist zum einen ein Ergebnis der Bevorzugung des Russischen in der [[Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik|Ukrainischen Sowjetrepublik]], zum anderen ein Resultat der [[Migration]] innerhalb der damaligen Ukrainischen&amp;amp;nbsp;SSR: In den 1930er&amp;amp;nbsp;Jahren und nochmals verstärkt nach dem Zweiten Weltkrieg wanderten viele [[Westukraine]]r in die Industriestädte der [[Ostukraine]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Westukrainer, die meist die russische Sprache kaum beherrschten, produzierten beim Versuch, Russisch zu sprechen, eine [[Sprachvarietät]], die sich lautlich und teilweise auch in der [[Grammatik]] an das Ukrainische anlehnte, deren [[Wortschatz]] aber im Wesentlichen aus russischen Wörtern bestand. Auch ukrainische Vokabeln in russischer [[Lautung]] können beobachtet werden, z.&amp;amp;thinsp;B. „rok“ für „rik“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Westukraine, die erst ab&amp;amp;nbsp;1921 und teilweise erst ab&amp;amp;nbsp;1945 zur [[Sowjetunion]] gehörte, hatte das Ukrainische stets eine viel stärkere Position, deshalb wurde dort nur selten Surschyk gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits ab Mitte des 17. Jahrhunderts gab es in der heutigen Ukraine eine gemischte Form der ukrainisch-russischen Rede. Surschyk ist jedoch keine Fortsetzung dieser frühen Form des Mischens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|! !! class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot;| Ukrainisch&lt;br /&gt;
|! !! class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot; | Surschyk&lt;br /&gt;
|! !! class=&amp;quot;hintergrundfarbe9&amp;quot; | Russisch&lt;br /&gt;
|Deutsch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
 |class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot;|  Вiн прийде о першiй годинi. &amp;#039;&amp;#039;(Vin pryjde o peršij hodyni.)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;| Вiн приiде в час дня. &amp;#039;&amp;#039;(Vin pryjde v čas dnja.)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |class=&amp;quot;hintergrundfarbe9&amp;quot;| Он придёт в час дня. &amp;#039;&amp;#039;(On pridёt v čas dnja.)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Er kommt um ein Uhr.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe7&amp;quot;| Ми працюємо нещоднини, а щогодини. &amp;#039;&amp;#039;(My pracjujemo neščodnyny, a ščohodyny.)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;| Ми робимо не по дням, а по часам. &amp;#039;&amp;#039;(My robymo ne po dnjam, a po časam.)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe9&amp;quot;|Мы работаем не по дням, а по часам. &amp;#039;&amp;#039;(My rabotaem ne po dnjam, a po časam.)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Wir arbeiten nicht tageweise, sondern stundenweise.&lt;br /&gt;
|} Quelle &amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Salvatore Del Gaudio |Titel=On the Nature of Suržyk: A Double Perspective |Hrsg=Tilmann Reuther |Verlag=Verlag Otto Sagner |Ort=München, Berlin, Wien |Datum=2010 |ISBN=978-3-86688-105-1 |Seiten=125}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tabuisierung ==&lt;br /&gt;
Zu Zeiten der Sowjetunion war der Surschyk nicht Gegenstand wissenschaftlicher Forschungen, sondern wurde allenfalls vereinzelt als Phänomen des [[Sprachkontakt]]s erwähnt. Nach der Unabhängigkeit der [[Ukraine]] galt er als ein Phänomen, das es zu bekämpfen galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neueste Entwicklung ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Seit der Unabhängigkeit der Ukraine geht der klassische Surschyk in der Ostukraine zurück, weil die Verwendung des Ukrainischen vom Staat gefördert wird. Auf der anderen Seite treten nun dem Surschyk vergleichbare Phänomene auch in der Westukraine, vor allem in der Stadtsprache von [[Lwiw]], auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Trassjanka]]&lt;br /&gt;
* [[Russische Sprache in der Ukraine]]&lt;br /&gt;
* [[Russische Sprache#Mischsprachen|weitere Mischsprachen mit dem Russischen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Surzhyk|Surschyk}}&lt;br /&gt;
* [https://uol.de/slavistik/forschung/sprachwissenschaft/drittmittelprojekte/variabilitaet-und-stabilitaet-im-gemischten-substandard-surzyk#c98833 Projekt der Universität Oldenburg zum Surschyk]&lt;br /&gt;
* Laada Bilaniuk: [https://www.jstor.org/stable/41036643 &amp;#039;&amp;#039;Speaking of Surzhyk: Ideologies and Mixed Languages.&amp;#039;&amp;#039;] In: Harvard Ukrainian Studies XXI (1/2) 1997: 93-117.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7705808-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slawische Sprachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mischsprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ukrainische Sprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gert Lauken</name></author>
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