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	<title>Surpava - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T18:43:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Surpava&amp;diff=2651240&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: typo</title>
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		<updated>2024-01-16T14:51:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surpava&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;surpawa, surpāvā&amp;#039;&amp;#039; ([[Hindi]]), ist eine seltene, in der nord[[Indische Musik|indischen Volksmusik]] im indischen Bundesstaat [[Maharashtra]] gespielte [[Querflöte]] und eine ungewöhnliche Form der [[Doppelflöte]]n. Die &amp;#039;&amp;#039;surpava&amp;#039;&amp;#039; wird in senkrechter Position in der Mitte angeblasen und produziert zur Melodie gleichzeitig einen [[Bordun]]ton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform ==&lt;br /&gt;
Die ungewöhnliche Flöte besteht aus einem 60 bis 70 Zentimeter langen [[Bambus]]rohr mit einem Durchmesser von 1,5 bis 2,5 Zentimetern. Die Anblaskante befindet sich in der Mitte des Rohres an einem kurzen angesetzten Mundstück. An der oberen und unteren Rohrhälfte sind annähernd symmetrisch jeweils sechs Fingerlöcher angeordnet. Beide Lochreihen bringen unterschiedliche Tonhöhen hervor und nur die Grifflöcher an der nach unten ragenden Seite werden mit den Fingern abgedeckt und zur Melodiebildung verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nahe den Enden der beiden Lochreihen dient ein durchgehendes großes Loch als Luftaustrittsöffnung. Diese wird an der nicht gespielten, oberen Seite mit einem Schiebedeckel verschlossen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spielweise ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;surpava&amp;#039;&amp;#039; wird von den Dhangar&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.indianetzone.com/30/dhangar_tribe.htm &amp;#039;&amp;#039;Dhangar, Indian Aboriginal Tribe.&amp;#039;&amp;#039;] Indianetzone&amp;lt;/ref&amp;gt; gespielt, einer überwiegend in Maharashtra lebenden [[Adivasi]]-Gruppe. Dhangar sind traditionell Schafhirten, wobei eine Herleitung ihres Namens auf [[Sanskrit]] &amp;#039;&amp;#039;dhenugar&amp;#039;&amp;#039;, „Kuhhirten“ zurückführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Syed Siraj Ul Hassan: &amp;#039;&amp;#039;The Castes and Tribes of H.E.H. the Nizam’s Dominions&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. The Times Press, Bombay 1920, S. 166 ([https://archive.org/details/cu31924088964154 Online bei Internet Archive])&amp;lt;/ref&amp;gt; Dhangar-Musiker treten bei Hochzeiten und anderen Familienfeiern sowie auf öffentlichen Bühnen bei Jahresfesten wie [[Holi]] auf. Sie begleiten ihre religiösen Gesänge, die von den mythischen Geschichten des jugendlichen Gottes [[Krishna]] mit seiner Geliebten [[Radha]] handeln, neben Flöten mit der zweifelligen Fasstrommel &amp;#039;&amp;#039;[[dhol]]&amp;#039;&amp;#039; und mit [[Zimbel]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.goatourism.gov.in/culture/folk-dances/112-dhangar-dance|wayback=20190911100804|text=&amp;#039;&amp;#039;Dhangar Dance.&amp;#039;&amp;#039;}} Government of Goa, Department of Tourism (abgebildet ist die lange Längsflöte &amp;#039;&amp;#039;pawa&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;surpava&amp;#039;&amp;#039; erhielt ihren Namen vom an der oberen Seite erklingenden Bordunton (Hindi &amp;#039;&amp;#039;sur&amp;#039;&amp;#039;, verwandt mit &amp;#039;&amp;#039;svara&amp;#039;&amp;#039;, „Tonstufe“)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Oxford Encyclopaedia&amp;#039;&amp;#039;, S. 1037&amp;lt;/ref&amp;gt; und von &amp;#039;&amp;#039;pava&amp;#039;&amp;#039;, eine heute in Nordwestindien vorkommende Bezeichnung hauptsächlich für [[Kernspaltflöte]]n, die nur regional in der Volksmusik, aber nicht in der [[Klassische indische Musik|klassischen indischen Musik]] gespielt werden. Der Name &amp;#039;&amp;#039;pava&amp;#039;&amp;#039; wird in mittelalterlichen [[Sanskrit]]texten für „Flöte“ erwähnt. In der im 13. Jahrhundert von Sarngadeva verfassten Musiktheorie &amp;#039;&amp;#039;Sangitaratnakara&amp;#039;&amp;#039; ist die &amp;#039;&amp;#039;pava&amp;#039;&amp;#039; eine Flöte der Volksmusik von umgerechnet rund 57 Zentimetern Länge, die mit einem Bambusblatt umwickelt gewesen sein soll. Möglicherweise bezieht sich diese Aussage auf die Tonerzeugung nach dem Prinzip einer Bandflöte wie die burmesische &amp;#039;&amp;#039;[[palwei]]&amp;#039;&amp;#039; oder die indonesische &amp;#039;&amp;#039;[[suling]]&amp;#039;&amp;#039;. Daneben erwähnt das &amp;#039;&amp;#039;Sangitaratnakara&amp;#039;&amp;#039; noch die daumendicke kurze Bambusflöte  &amp;#039;&amp;#039;pavika&amp;#039;&amp;#039; mit einer Länge von 23 Zentimetern.&amp;lt;ref&amp;gt;Alastair Dick: &amp;#039;&amp;#039;Pāva,&amp;#039;&amp;#039; 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indische Bambusquerflöten, die seit der [[Veda|vedischen]] Zeit bekannt sind, werden geografisch in die Gruppe der nordindischen &amp;#039;&amp;#039;[[bansuri]]&amp;#039;&amp;#039; und der südindischen &amp;#039;&amp;#039;[[venu]]&amp;#039;&amp;#039; unterteilt. Die in der nordindischen klassischen Musik gespielte &amp;#039;&amp;#039;bansuri&amp;#039;&amp;#039; mit etwa 50 Zentimetern Länge und sieben Fingerlöchern hat sich im 20. Jahrhundert aus kürzeren Volksmusikinstrumenten (&amp;#039;&amp;#039;bansi&amp;#039;&amp;#039;) mit sechs Löchern entwickelt. Bei der 30 Zentimeter langen südindischen &amp;#039;&amp;#039;venu&amp;#039;&amp;#039; ist seit Mitte des 20. Jahrhunderts eine etwas längere Version mit acht Löchern in der klassischen Musik üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer musikalischen Verwendung gehört die &amp;#039;&amp;#039;surpava&amp;#039;&amp;#039; weniger zu diesen Querflöten, sondern eher zu den längs gespielten indischen Doppelflöten, die ebenfalls einen Bordunton zur Melodie von sich geben. Hierzu zählen die in [[Rajasthan]], im [[Punjab (Indien)|Punjab]] und im pakistanischen [[Sindh]] von Hirten eingesetzte kleine oder mittelgroße &amp;#039;&amp;#039;[[alghoza]]&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;algoza, algoja&amp;#039;&amp;#039;), bei der mancherorts beide Rohre am oberen Ende miteinander verbunden sind, und die etwas längere, unverbundene Hirtenflöte &amp;#039;&amp;#039;satara&amp;#039;&amp;#039; derselben Regionen. Das in Rajasthan auch &amp;#039;&amp;#039;pawa jodi&amp;#039;&amp;#039; („Flöten-Paar“, analog &amp;#039;&amp;#039;jod-[[Samel (Trommel)|samel]]&amp;#039;&amp;#039;, einem „Paar Trommeln“ in Goa) genannte Instrument besitzt einen Tonumfang von einer Oktave. Das Wort &amp;#039;&amp;#039;alghoza&amp;#039;&amp;#039; stammt aus dem [[Arabische Sprache|Arabischen]], folglich dürfte der Flötentyp von muslimischen Einwanderern aus dem Nordwesten eingeführt worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Curt Sachs]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Musikinstrumente Indiens und Indonesiens.&amp;#039;&amp;#039; Georg Reimer Verlag, Berlin 1915, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine weitere Doppelflöte mit Kernspalt im Sindh heißt &amp;#039;&amp;#039;pava&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;binun&amp;#039;&amp;#039;. Das rechte Blasrohr (&amp;#039;&amp;#039;madi&amp;#039;&amp;#039;, „weiblich“) dieser &amp;#039;&amp;#039;pava&amp;#039;&amp;#039; hat zwölf Löcher, von denen nur die oberen 6 gegriffen werden, und das linke Bordunrohr (&amp;#039;&amp;#039;nar&amp;#039;&amp;#039;, „männlich“) besitzt acht verschließbare Löcher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ebenso lange und wie die &amp;#039;&amp;#039;surpava&amp;#039;&amp;#039; in der Mitte angeblasene Bambusflöte ist die &amp;#039;&amp;#039;veno&amp;#039;&amp;#039; in der Region [[Kathiawar|Saurashtra]] in [[Gujarat]]. Sie besitzt vier Grifflöcher auf jeder Seite. Ihr Name ist abgeleitet von &amp;#039;&amp;#039;venu&amp;#039;&amp;#039;, einem [[Sanskrit]]-Wort für „Bambusrohr“ (Flöte), das alternativ zu &amp;#039;&amp;#039;[[Kuzhal#Verbreitung|pullankuzhal]]&amp;#039;&amp;#039; die kurze südindische Bambusquerflöte bezeichnet. Der &amp;#039;&amp;#039;surpava&amp;#039;&amp;#039;-Flötentyp ist in anderen Gegenden von Gujarat als &amp;#039;&amp;#039;piho&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;pisbo&amp;#039;&amp;#039; bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Stichwort: &amp;#039;&amp;#039;Veno&amp;#039;&amp;#039;. In: Late Pandit Nikhil Ghosh (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Encyclopaedia of the Music of India. Saṅgīt Mahābhāratī.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 3 (P–Z) Oxford University Press, Neu-Delhi 2011, S. 1123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Odisha]] ist die &amp;#039;&amp;#039;dobandi bansi&amp;#039;&amp;#039; eine ebensolche Doppelkerbflöte, die aus einem etwa 72 Zentimeter langen Bambusrohr mit einem Einblasloch über dem mittleren Sprossknoten besteht. An beiden Seiten des Knotens sind Schneidenkanten in die Rohrwand eingeschnitten, zu denen die Blasluft durch als Block dienende Wachspfropfen in der Röhre geleitet wird. Jeweils fünf Fingerlöcher befinden sich bei den nicht genau gleich langen Röhren in der Nähe der Enden. Die &amp;#039;&amp;#039;dobandi bansi&amp;#039;&amp;#039; wird beim Spielen waagrecht gehalten und produziert Tonfolgen in variablen Intervallen. Sie wird von Rinderhirten und Volksmusikern gespielt. Bei der dortigen &amp;#039;&amp;#039;ekbandi bansi&amp;#039;&amp;#039; mit nur etwa 50 Zentimetern Länge produziert eine Röhrenhälfte einen Bordunton.&amp;lt;ref&amp;gt;Alastair Dick: &amp;#039;&amp;#039;Dobandī bā̃sī&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online&amp;#039;&amp;#039;, 20. Januar 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stichwort: &amp;#039;&amp;#039;Surpāvā&amp;#039;&amp;#039;. In: Late Pandit Nikhil Ghosh (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Encyclopaedia of the Music of India. Saṅgīt Mahābhāratī.&amp;#039;&amp;#039; Band 3 (P–Z). Oxford University Press, Neu-Delhi 2011, S. 1037&lt;br /&gt;
* Alastair Dick: &amp;#039;&amp;#039;Pāva.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grove Music Online&amp;#039;&amp;#039;, 20. Januar 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flöte (Luftblattinstrument)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Indien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traditionelles indisches Musikinstrument]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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