<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Surmije</id>
	<title>Surmije - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Surmije"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Surmije&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T06:08:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Surmije&amp;diff=2120968&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kürschner: /* Form */ Wikilink Vorstich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Surmije&amp;diff=2120968&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2021-10-03T11:00:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Form: &lt;/span&gt; Wikilink Vorstich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Atar,Surmije1.jpg|miniatur|Kissen &amp;#039;&amp;#039;(usāde)&amp;#039;&amp;#039; aus [[Atar]]. Die Zahl Fünf findet sich in der [[Quincunx]]-Anordnung des zentralen Musters]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surmije&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Hassania]]), auch &amp;#039;&amp;#039;surmiyee, ṣurmīye,&amp;#039;&amp;#039; [[Plural|Pl.]] &amp;#039;&amp;#039;ṣarāme;&amp;#039;&amp;#039; ist ein aus der [[Nomadentum|nomadischen]] Kultur stammendes gerundetes Armlehnkissen in [[Mauretanien]] und der [[Westsahara]]. Längliche Formen werden auch &amp;#039;&amp;#039;usāde&amp;#039;&amp;#039; (Pl. &amp;#039;&amp;#039;usāīd&amp;#039;&amp;#039;) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Die Inneneinrichtung eines Nomadenzeltes der [[Bidhan]]-Gesellschaft in der westlichen [[Sahara]] besteht meist nur aus dem &amp;#039;&amp;#039;[[amchaqab]],&amp;#039;&amp;#039; einem Holzgestell, auf dem der Hausrat aufbewahrt wird, und am Boden ausgelegten Matten, die tagsüber und nachts als Lager dienen. Die &amp;#039;&amp;#039;ṣurmīye&amp;#039;&amp;#039; oder die &amp;#039;&amp;#039;usāde&amp;#039;&amp;#039; wird zum Aufstützen des Ellbogens für ein bequemes seitliches Liegen untergeschoben. Dieses Nomadenlager wurde in die heute überwiegende städtische Wohnform übernommen. Die Aufenthaltsräume in Wohnhäusern und öffentliche Rastplätze und Garküchen am Straßenrand sind ebenso ausgestattet. Das Kissen dient nicht zum Sitzen, es wird nachts auch als Kopfunterlage und als Polster für den Frauenreitsattel (die zweite Funktion des &amp;#039;&amp;#039;amchaqab&amp;#039;&amp;#039;) verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form ==&lt;br /&gt;
Die in Mauretanien am weitesten verbreitete Form des Kissens &amp;#039;&amp;#039;(usāde)&amp;#039;&amp;#039; ist 50 bis 60 Zentimeter lang, mit halbrunden Enden versehen und bis 20 Zentimeter hoch. Manche Kissen sind tailliert. Die Füllung besteht aus Wolle, Baumwollflocken, [[Kapok]] oder Kunstfasern, früher auch aus Erdnussschalen, Stroh, Kamelkotbällchen oder Sand. Das älteste bekannte Kissen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts war nahezu quadratisch mit abgerundeten Ecken. Diese Form &amp;#039;&amp;#039;(ṣurmīye)&amp;#039;&amp;#039; war in der Umgebung von [[Timbuktu]] bis mindestens 1920 gebräuchlich. Kreisrunde Kissen sind aus derselben Gegend im Osten Mauretaniens und aus Zouérate (Region [[Tiris Zemmour]]) bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezug aus [[Gerben|gegerbtem]] Ziegen- oder Schaf[[leder]] wird gefärbt und aufwendig verziert. Er besteht aus zwei verzierten glattledrigen Seiten (Deckleder) und einem unverzierten umlaufenden Seitenstreifen, der meist mit der Fleischseite nach außen vernäht wird. Die Lederverarbeitung ist Sache der Frauen, meist der unteren Gesellschaftsschichten der Handwerker &amp;#039;&amp;#039;(maʿllemīn)&amp;#039;&amp;#039;. Die Tierhäute werden mit einem Schabmesser von Fleischresten befreit, getrocknet und anschließend über mehrere Tage oder Wochen mit pflanzlichen Stoffen gegerbt, die der Haut einen rötlichen Farbton verleihen. Zur Bemalung werden die Farben rot, gelb und schwarz, gelegentlich noch blau verwendet. Hinzu kommen mit einem Messer eingeritzte Lederschnittverzierungen, wobei aus einem Streifenmuster stellenweise die obere Lederschicht entfernt wird, sodass als Farbkontrast eine untere helle Schicht hervortritt. Bei neueren Kissen kann der Seitenstreifen auch aus Stoff gefertigt sein. Die drei Teile werden auf der Innenseite mit einfachem [[Vorstich]] zusammengenäht. Bei wertvolleren Kissen ist die Oberseite mit Zierfransen besetzt, die rechtwinklig abstehend zwischen Deckleder und Seitenteil eingeschoben und mit diesen zusammen vernäht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ornamente sind in einem streng geometrischen Stil meist auf ein Zentrum bezogen und werden ähnlich auf den Kamelsätteln der Männer &amp;#039;&amp;#039;([[rahla]])&amp;#039;&amp;#039; und den sonstigen Lederarbeiten wie den Transportsäcken (Plural: &amp;#039;&amp;#039;tisufren,&amp;#039;&amp;#039; auch &amp;#039;&amp;#039;tiziyāten&amp;#039;&amp;#039;) und den kleinen Pfeifentäschchen &amp;#039;&amp;#039;[[Beit (Pfeifentasche)|beīt]]&amp;#039;&amp;#039; angebracht. Zu den festen Gestaltungsregeln gehören die Symmetrie sowohl in der Längs- als auch in der Querachse und die Zahl Fünf. Die magische Bedeutung dieser Zahl hängt mit der in der Region verbreiteten [[Hand der Fatima]] (arabisch &amp;#039;&amp;#039;ḫamsa&amp;#039;&amp;#039;, „fünf“) zusammen. Ähnliche Kissen bei den [[Tuareg]] sind mit Ornamenten verziert, deren Form von [[Amulett]]anhängern übernommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufiger als die traditionellen Lederkissen werden heute Kissen mit Stoffbezügen verwendet. In der nördlichen Westsahara gab es früher Kissen mit Bezügen aus geknüpfter oder in [[Kelim]]-Technik gewebter Wolle, die mit traditionellen Mustern versehen in [[El Aaiún]] oder auf den [[Kanarische Inseln|Kanarischen Inseln]] hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Creyaufmüller: &amp;#039;&amp;#039;Nomadenkultur in der Westsahara. Die materielle Kultur der Mauren, ihre handwerklichen Techniken und ornamentalen Grundstrukturen.&amp;#039;&amp;#039; Burgfried-Verlag, Hallein (Österreich) 1983, S. 249–259&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*Wolfgang Creyaufmüller: [http://www.aliquot.de/verlag/voelker.pdf &amp;#039;&amp;#039;Völker der Sahara – Mauren und Twareg.&amp;#039;&amp;#039;] Lindenmuseum, Stuttgart 1979, S. 56f, 122&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Mauretanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Westsahara)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lederprodukt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kürschner</name></author>
	</entry>
</feed>