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	<title>Surau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Surau&amp;diff=1621864&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Vfb1893: BKL Muriden aufgelöst</title>
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		<updated>2024-04-24T12:06:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL &lt;a href=&quot;/index.php?title=Muriden&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Muriden (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Muriden&lt;/a&gt; aufgelöst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt ein religiöses Versammlungsgebäude des südostasiatischen Islams. Für weitere Bedeutungen siehe [[Surau (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Surau Nagari Batipuh.jpg|mini|Der Surau Nagari Batipuh in [[Sumatra Barat|Westsumatra]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Surau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Name eines [[islam]]isch-religiösen Versammlungsgebäudes, das in einigen Regionen [[Sumatra]]s sowie auf der [[Malaiische Halbinsel|Malaiischen Halbinsel]] verbreitet ist und dem [[ʿIbāda|Gottesdienst]] und der religiösen Unterweisung dient. Von seiner rituellen Funktion her ähnelt der Surau einer [[Moschee]], allerdings sind Suraus meistens kleiner als Moscheen, und im Surau finden keine [[Freitagsgebet|Freitags-]] und Festtagsgebete statt. Häufig sind Suraus auch einer Moschee angeschlossen und dienen dann ausschließlich der religiösen Unterweisung. Hinsichtlich seiner religiösen Doppelfunktion stellt der Surau gewissermaßen das südostasiatische Gegenstück zur arabischen [[Zaouia|Zāwiya]] dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. John Renard: &amp;#039;&amp;#039;Seven Doors to Islam: Spirituality and the Religious Life of Muslims&amp;#039;&amp;#039;. Berkeley 1996. S. 289.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bei den Minangkabau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:COLLECTIE TROPENMUSEUM Moskee en surau in Lintau TMnr 60054637.jpg|mini|Moschee und Surau in Westsumatra, 1880–1900, Photographie [[Tropenmuseum]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Surau als religiöse Institution lässt sich zunächst bei den [[Minangkabau]] nachweisen. Suraus waren hier schon in vorislamischer Zeit fester Bestandteil des sozio-religiösen Systems. Sie dienten der Ahnenverehrung und waren Häuser, in denen Männer zusammen lebten und lernten. Der erste islamische Surau bei den Minangkabau wurde wahrscheinlich Ende des 17. Jahrhunderts von Burhān ad-Dīn, einem Schüler von ʿAbd ar-Raʾūf as-Singkilī, in der Küstenstadt Ulakan errichtet. Er entwickelte sich zu einer der wichtigsten islamischen Bildungseinrichtungen bei den Minangkabau und wurde zum Modell für viele andere Einrichtungen dieser Art. Suraus konnten dabei eine sehr unterschiedliche Größe haben. Die kleineren, die als &amp;#039;&amp;#039;Surau Mangaji&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurden, bestanden meist nur aus einem kleinen Raum, hatten bis zu 20 Schüler und üblicherweise nur einen Lehrer, der gleichzeitig als [[Imam]] fungierte, und dienten allein dem Erlernen der [[Koranrezitation]]. Große Suraus dagegen hatten während der Blütezeit der Surau-Kultur im 18. Jahrhundert bis zu 1.000 Schüler, umfassten bis zu 20 Gebäude und vermittelten den Schülern, die im Surau lebten, eine vollständige religiöse Ausbildung. Die zentrale Figur des Surau war der &amp;#039;&amp;#039;tuanku [[Scheich|shaikh]]&amp;#039;&amp;#039;, der meist auch als Träger von [[Baraka (Segenskraft)|Baraka]] galt. Ihm unterstanden in großen Suraus üblicherweise eine ganze Anzahl von Lehrern, die als [[Guru]] bezeichnet wurden und meist selbst bei ihm gelernt hatten oder noch bei ihm lernten. Der Errichtung und der Unterhalt der Suraus erfolgten üblicherweise durch Stiftungen ([[waqf]]) und Spenden von Eltern sowie durch die Arbeit der Surau-Bewohner. Da das Ansehen eines Surau zum großen Teil von dem [[Charisma]] und der Frömmigkeit seines &amp;#039;&amp;#039;tuanku shaikh&amp;#039;&amp;#039; abhingen, konnte es passieren, dass nach dessen Tod der Surau schnell einen Niedergang erlebte oder ganz verschwand. In all diesen Aspekten weist der Surau der Minangkabau große Ähnlichkeiten mit der Institution des Pesantren auf, die ursprünglich nur auf Java verbreitet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Azra 63-67.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:COLLECTIE TROPENMUSEUM Surau (gebedsruimte) in Meurasa Atjeh TMnr 10016557.jpg|mini|Ein Surau in [[Aceh]], 1890–1930, Photographie [[Tropenmuseum]]]]&lt;br /&gt;
Viele Suraus waren gleichzeitig Zentren [[Tariqa|sufischer Orden]]. In diesem Fall war der &amp;#039;&amp;#039;tuanku shaikh&amp;#039;&amp;#039; der spirituelle Führer der Surau-Bewohner, und diese leisteten ihm den [[Baiʿa|Treueid]]. Der Surau von Ulakan diente zum Beispiel als Zentrum des Schattārīya-Ordens, in den Burhān ad-Dīn von ʿAbd ar-Raʾūf as-Singkilī eingeführt worden war. Andere Orden, die bei den Minangkabau eigene Suraus besaßen, waren die [[Naqschbandi|Naqschbandīya]] und die [[Qadiriyya|Qādirīya]]. Einige Studenten besuchten verschiedene Suraus nacheinander und ließen sich in verschiedene Orden einführen. Die Tatsache, dass der Schüler eines &amp;#039;&amp;#039;tuanku shaikh&amp;#039;&amp;#039; als [[Murīd]] oder [[Fakir|Faqīr]] bezeichnet werden, zeigt den großen Einfluss des [[Sufismus]] auf die Surau-Kultur.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Azra 67f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Surau-System von [[Hāddsch]]is, die in [[Mekka]] mit der Lehre der [[Wahhabiten]] in Kontakt gekommen waren, radikal in Frage gestellt. Sie und ihre Anhänger, die sogenannten Padris, brandmarkten die Suraus als Zentren der Verbreitung unislamischer Lehren und Praktiken und brannten einige von ihnen während der sogenannten Padri-Kriege (1821–38) nieder. Weitere Schritte, die den Niedergang der Surau-Kultur einläuteten, waren um 1870 die Einführung eines neuen Schultyps, der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;sekolah nagari&amp;#039;&amp;#039;, durch die Niederländer sowie um 1900 die intellektuellen Angriffe reformistischer Muslime, die die Suraus als Horte der Rückständigkeit anprangerten und eigene säkulare Schulen errichteten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Azra 69f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute gibt es zaghafte Versuche zur Wiederbelebung der Surau-Kultur bei den Minangkabau.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Jeffrey Hadler: &amp;#039;&amp;#039;Muslims and Matriarchs: Cultural Resilience in Indonesia Through Jihad and Colonialism.&amp;#039;&amp;#039; Ithaca 2008. S. 179.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auf der Malaiischen Halbinsel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Surau al falah.jpg|mini|Der Surau al-Falah in der Stadt Banting, [[Selangor]], Malaysia]]&lt;br /&gt;
Auf der Malaiischen Halbinsel ist der funktionelle Unterschied zwischen Moschee und Surau nicht immer ganz so deutlich. In ländlichen Gebieten war der Surau über Jahrhunderte das Zentrum des islamischen Gottesdienstes schlechthin und damit gleichbedeutend mit der Moschee.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Azra 63f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im heutigen städtischen Raum in [[Malaysia]] und [[Singapur]] gibt es aber ebenfalls Suraus. Sharifa Zaleha, die sich mit Suraus in Malaysia befasst hat, kommt zu dem Schluss, dass der Unterschied zwischen den beiden Institutionen darin besteht, dass die Moscheen von staatlicher Seite errichtet werden, während die Suraus auf [[Graswurzelbewegung|Graswurzel-Initiativen]] zurückgehen und noch stärker der [[Daʿwa]]-Arbeit dienen. Wie bei den Minangkaba hängt die Bedeutung eines Surau sehr stark von dem religiösen [[Ulema|Gelehrten]] ab, der sich für diese Institution engagiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zaleha 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der Blütezeit der [[Dakwah]]-Bewegung in den 1970er und 1980er Jahren wurden die Suraus in Malaysia auch zu Zentren des studentischen Lebens. Viele männliche und weibliche Studierende verbrachten mehrere Nächte im Monat im Surau, um dort in Form des [[Iʿtikāf]] bis zum Morgen zu beten, den Koran zu rezitieren und Andachtsübungen zu verrichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zainah Anwar: &amp;#039;&amp;#039;Islamic Revivalism in Malaysia. Dakwah among the Students.&amp;#039;&amp;#039; Petaling Jaya 1987. S. 46–53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Suraumerbok.jpg|mini|Ein neu errichteter Surau in der Provinz [[Kedah]], Malaysia]]&lt;br /&gt;
Wie Moscheen gelten Suraus als sakrale Orte. Als Mitte August 2013 der Manager eines Ferienresorts in [[Kota Tinggi]] buddhistischen Mönchen aus Singapur einen Surau zur [[Meditation]] zur Verfügung stellte, rief das bei den Muslimen Malaysias große Empörung hervor. Hieraufhin bat M’sia, der Vorsteher der buddhistischen Gemeinschaft Malaysias, die Muslime seines Landes öffentlich um Entschuldigung für dieses „Fehlverhalten“.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.todayonline.com/world/asia/msias-top-buddhist-leader-apologises-over-surau-incident&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Azyumardi Azra: &amp;#039;&amp;#039;Islam in the Indonesian World: An Account of Institutional Formation&amp;#039;&amp;#039;. Bandung 2006. S. 63–69.&lt;br /&gt;
* R. A. Kern: „The Origin of the Malay Surau“ in &amp;#039;&amp;#039;Journal of the Malayan Branch of the Royal Asiatic Society&amp;#039;&amp;#039; 29/1 (1956) 179–181.&lt;br /&gt;
* Kerstin Steiner: „Madrasah  in Singapore: Tradition and modernity in religious education“ in &amp;#039;&amp;#039;Intellectual Discourse&amp;#039;&amp;#039; 19 (2011) 41–70. Hier online abrufbar: http://iium.edu.my/intdiscourse/index.php/islam/article/viewArticle/181&lt;br /&gt;
* Sharifa Zaleha: „Surau and Mosques in Malaysia“ in &amp;#039;&amp;#039;ISIM Newsletter&amp;#039;&amp;#039; 3 (1999) 9. Hier online abrufbar: https://openaccess.leidenuniv.nl/bitstream/handle/1887/17311/ISIM_3_Surau_and_Mosques_in_Malaysia.pdf?sequence=1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Muslimische Bildungseinrichtung|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moschee in Malaysia|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moschee in Indonesien|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islamische Mission]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Vfb1893</name></author>
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