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	<title>Suppletion - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Suppletion&amp;diff=462401&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wassermaus am 7. Oktober 2020 um 05:15 Uhr</title>
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		<updated>2020-10-07T05:15:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt einen sprachwissenschaftlichen Begriff. Für den gleichnamigen Begriff des [[Kirchenrecht]]s siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Ecclesia supplet]]&amp;#039;&amp;#039;.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Suppletion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|supplere}} ‚ergänzen‘, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Suppletivismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) versteht man in der [[Sprachwissenschaft]] die Bildung verschiedener Wortformen eines [[Flexionsparadigma]]s unter Verwendung „verschiedener“ [[Wurzel (Linguistik)|Wurzeln]]. Im Gegensatz dazu stehen nicht-suppletivische Paradigmen, bei denen alle Formen auf dieselbe Wurzel zurückführbar sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nichtsuppletivische [[Flexionsparadigma]]ta müssen nicht regelmäßig sein. Man denke an das [[Irische Sprache|irische]] &amp;#039;&amp;#039;bean,&amp;#039;&amp;#039; Nominativ-Plural &amp;#039;&amp;#039;mná,&amp;#039;&amp;#039; das zwar nicht regelmäßig ist, sich aber von einem einzelnen [[Indogermanische Ursprache|urindogermanischen]] Stamm ableiten lässt. Dabei handelt es sich um eine [[#Stammänderung durch Lautwandel|Stammänderung durch Lautwandel]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Suppletivsysteme kommen vor allem bei häufig gebrauchten Wörtern vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
=== Adjektive ===&lt;br /&gt;
Als Beispiel seien drei [[Adjektiv]]e genannt. In der ersten Zeile steht ein deutsches nicht-suppletivisches Paradigma (hell), in der zweiten ein deutsches suppletivisches (gut). In der dritten Zeile steht ein lateinisches suppletivisches Adjektiv (&amp;#039;&amp;#039;bonus&amp;#039;&amp;#039;, was auch „gut“ heißt), um zu demonstrieren, dass sich ein Suppletivsystem (kurz für „suppletivisches Paradigma“) auf das ganze Paradigma ausdehnen kann.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! [[Komparation|Positiv]]&lt;br /&gt;
! [[Komparation|Komparativ]]&lt;br /&gt;
! [[Komparation|Superlativ]]&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| [[Deutsche Sprache|Deutsch]], nicht-suppletivisch || hell || heller || am hellsten&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Deutsch, suppletivisch || gut || besser || am besten&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| [[Latein]], suppletivisch || bonus || melior || optimus&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verben ===&lt;br /&gt;
Viele [[Indogermanische Sprachfamilie|indogermanische Sprachen]] haben Suppletivsysteme in den [[Verb]]en:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! [[Infinitiv]]&lt;br /&gt;
! [[Präsens]]&lt;br /&gt;
! [[Präteritum]]&lt;br /&gt;
! [[Perfekt]]&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Deutsch || sein || bin || war || gewesen&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| [[Englische Sprache|Englisch]] || go || go || went || gone&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Latein || esse || sum || eram || fuisse&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nomina ===&lt;br /&gt;
In indogermanischen Sprachen ist Suppletion bei [[Nomen|Nomina]] seltener.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
! &lt;br /&gt;
! [[Singular]]&lt;br /&gt;
! [[Plural]]&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Englisch || person || people&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| Deutsch || Bergmann || Bergleute&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| [[Bretonische Sprache|Bretonisch]] || buoc&amp;#039;h (‚Kuh‘) || saout (‚Kühe‘)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterscheidung von anderen Stammänderungen ==&lt;br /&gt;
=== Stammänderung durch Umlaut und Ablaut ===&lt;br /&gt;
Im Deutschen und den germanischen Sprachen überhaupt tritt im Paradigma oft eine Änderung des Stamms durch [[Umlaut]]ung oder [[Ablaut]]ung ein. Auch wenn sich dadurch der Wortstamm ändert, ist dies keine Suppletion, denn der ursprüngliche Stamm bleibt gleich:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;stark&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;stärker&amp;#039;&amp;#039; – am &amp;#039;&amp;#039;stärksten&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;singen&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;sang&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;gesungen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stammänderung durch Lautwandel ===&lt;br /&gt;
Auch der Wechsel von &amp;#039;&amp;#039;genu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;gene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;r&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;is&amp;#039;&amp;#039; (Latein für „Geburt“, „Abkunft“) ist keine Suppletion, sondern gründet in einem lautgesetzlichen Vorgang: /s/ zwischen [[Vokal]]en wandelte sich in der vorklassischen Periode zu /r/ ([[Rhotazismus]]).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Kleine Stowasser. Lateinisch-deutsches Schulwörterbuch,&amp;#039;&amp;#039; Auflage von 1991, ISBN 3-209-00225-8, S.&amp;amp;nbsp;XVII, §&amp;amp;nbsp;29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anlautmutation ===&lt;br /&gt;
Auch die [[Anlautmutation]], die in den inselkeltischen Sprachen auftritt, ist keine Suppletion. Beispiel aus dem Neuirischen: a bhád (sein Boot), a bád (ihr [Singular] Boot), a mbád (ihr [Plural] Boot).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Werner Beckmann. &amp;#039;&amp;#039;Suppletion im Niederdeutschen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Niederdeutsche Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 47). Böhlau, Köln 2002, ISBN 978-3-412-06100-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Linguistische Morphologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wassermaus</name></author>
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