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	<title>Superstitio - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T15:17:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Superstitio&amp;diff=696008&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Literatur */</title>
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		<updated>2023-10-30T18:02:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten|grund=Zusammenhang oder Abgrenzung zu [[Aberglaube]] fehlt.}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Superstitio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch, aus dem Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;super-stes, &amp;#039;&amp;#039;Gen.&amp;#039;&amp;#039; super-stitis&amp;#039;&amp;#039; „darüber, oberhalb stehend“, übertragen: „überlegen“), deutsch auch &amp;#039;&amp;#039;[[Aberglaube]]&amp;#039;&amp;#039; (als „fehlerhafter oder verkehrter religiöser Kult“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Viktor Cathrein]]: &amp;#039;&amp;#039;Moralphilosophie. Eine wissenschaftliche Darlegung der sittlichen, einschließlich der rechtlichen Ordnung.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände, 5., neu durchgearbeitete Auflage. Herder, Freiburg im Breisgau 1911, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;), bedeutet wörtlich übersetzt &amp;#039;&amp;#039;Überglaube&amp;#039;&amp;#039; und bedeutet ursprünglich im Altlateinischen wahrscheinlich das Außer-sich-Sein, also die [[Ekstase]] während eines Opfers zu [[Wahrsagen|wahrsagerischen]] Zwecken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Missbrauch solcher bewusstseinsverändernder Formen des [[Gottesdienst]]es oder [[Kult]]es scheint sich ein verächtlicher Klang untergemischt zu haben, der später dann dominant hervortrat. Hier tritt das Wort dann in den Gegensatz zu &amp;#039;&amp;#039;[[Römische Religion|religio]]&amp;#039;&amp;#039;, wie bei [[Marcus Terentius Varro]] belegt (nach [[Augustinus von Hippo]]: [[De civitate Dei]], 6,9,2&amp;lt;ref&amp;gt;[[s:la:De_civitate_Dei/Liber_VI|Aurelius Augustinus: De civitate Dei Liber VI]]&amp;lt;/ref&amp;gt;):&lt;br /&gt;
:„&amp;#039;&amp;#039;[…] religiosum a superstitioso ea distinctione discernat [Varro], ut a superstitioso dicat timeri deos, a religioso autem tantum uereri ut parentes, non ut hostes timeri, […]&amp;#039;&amp;#039;“ (&amp;#039;&amp;#039;Den Religiösen unterscheidet [Varro] vom [[Aberglaube|Abergläubischen]] dadurch, dass der Abergläubische die Götter fürchte, der Religiöse sie aber so sehr verehre wie die eigenen Eltern und nicht wie Feinde fürchte.&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit [[Nero]]s wurde der Begriff gegen die Christen gewendet, entweder in der Form &amp;#039;&amp;#039;superstitio illicita&amp;#039;&amp;#039; (illegaler Kult) oder auch als &amp;#039;&amp;#039;exitiabilis superstitio&amp;#039;&amp;#039; (unheilvoller Kult). [[Tacitus]] berichtet, Nero habe die Christen angeschwärzt, um die Vorwürfe gegen sich selbst zu entkräften.&amp;lt;ref&amp;gt;Tacitus, &amp;#039;&amp;#039;[[Annales (Tacitus)|Annales]]&amp;#039;&amp;#039; 15,44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cicero]] gebraucht in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;„[[de natura deorum]]“&amp;#039;&amp;#039; (Über das Wesen der Götter) die Superstitio als Gegenbegriff zur [[Religiosität]]. Die Superstitio bezeichnet bei ihm eine übertriebene Verehrung und Furcht vor den Göttern. Demgegenüber betrachtet er Religion als Kult nach festen Vorgaben und pflichtgemäße Verehrung der Götter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Superstitio&amp;#039;&amp;#039; entspricht im Deutschen &amp;#039;&amp;#039;Aberglaube&amp;#039;&amp;#039; und meint, abhängig vom Zusammenhang, beispielsweise auch „Wahrsagerei“, „Überbleibsel früherer Religionspraktiken“ oder (im christlichen Mittelalter) „heidnischer Teufelspakt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Dietrich Haage: &amp;#039;&amp;#039;Aberglaube und Zauberei in der mittelhochdeutschen Dichtung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mannheimer Berichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 30, 1986, S. 53–72.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dieter Harmening]]: &amp;#039;&amp;#039;Superstitio. Überlieferungs- und theoriegeschichtliche Untersuchungen zur kirchlich-theologischen Aberglaubensliteratur des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1979. Zugleich Philosophische Habilitationsschrift Würzburg.&lt;br /&gt;
* [[August Friedrich Pauly]] (Begründer): &amp;#039;&amp;#039;Superstitio.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Kleine Pauly]].&amp;#039;&amp;#039; Band 5. Nachdruck der Ausgabe München 1964/75. Dtv, München 2007, ISBN 978-3-423-05963-3, Sp. 434. &lt;br /&gt;
* [[Alois Walde]], Johann B. Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Lateinisches etymologisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Heidelberg 1956; Nachdruck, deklariert als 6. Auflage. Verlag Winter, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-8253-0669-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://sebastianhartig.info/17801/21622.html?*session*id*key*=*session*id*val* Hartig zur „superstitio“ und „religio“ bei Cicero]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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