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	<title>Supermarkt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Supermarkt&amp;diff=20999&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Afus199620: /* Vergleich zwischen Europa und den Vereinigten Staaten */</title>
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		<updated>2026-04-07T12:26:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Vergleich zwischen Europa und den Vereinigten Staaten&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit dem großen Einzelhandelsgeschäft &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Supermarkt.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Zum gleichnamigen Film von 1974 siehe [[Supermarkt (Film)]], für das RBB-Magazin siehe [[Super.Markt – Neues für Verbraucher]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Peter Stehlik 2012.01.11 004a.jpg|mini|[[Tesco]]-Supermarkt in [[Most (Tschechien)]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fredmeyer edit 1.jpg|mini|Supermarkt in Portland, Oregon, USA]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Supermarkt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|super}}, „über, oberhalb, über...hinaus“ und {{laS|mercatus}} „Handel“; {{enS|super market}}), im Gebiet der ehemaligen DDR auch [[Kaufhalle]] genannt, ist eine Form des [[Einzelhandel]]s mit großen [[Verkaufsfläche]]n, auf denen [[Handelsware]]n zur [[Selbstbedienung]] für [[Kunde]]n angeboten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Discounter]] sind heute oft ähnlich wie Supermärkte, aber im Niedrigpreissegment angesiedelt und mit geringerer Sortimentstiefe und -breite. Supermärkte bieten oft mehr Produktvielfalt und [[Einkaufserlebnis]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.auxmoney.com/de/spartipps/discounter-vs-supermarkt.html |titel=Discounter vs. Supermarkt: Wo sind Lebensmittel günstiger? |sprache=de-DE |abruf=2023-11-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsbestimmung ==&lt;br /&gt;
Als Supermarkt werden [[Lebensmitteleinzelhandel]]s-Geschäfte, also eine Betriebsform, mit einer Verkaufsfläche von mindestens 400&amp;amp;nbsp;m² und weniger als 1500 m²&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oliver Everling, Olaf Jahn, Elisabeth Kammermeier |Titel=Rating von Einzelhandelsimmobilien: Qualität, Potenziale und Risiken sicher bewerten |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2009 |ISBN=978-3-8349-8091-5 |Seiten=40 |Online=[https://books.google.com/books?id=BJe0wOKjMYQC books.google.com]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, die Lebensmittel einschließlich Frischwaren in Selbstbedienung führen und in denen der Anteil der Verkaufsfläche für Erzeugnisse, die nicht für den Verzehr gedacht sind, nicht über 25 Prozent liegt. Noch größere Verkaufslokale werden als [[Verbrauchermarkt]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Entnahme der Waren durch den Kunden bezahlt der Kunde diese an zentralen [[Kasse]]n. Neben herkömmlichen Kassen können auch [[Selbstbedienungskasse]]n eingesetzt werden. Preise sind an der [[Ware]] ausgezeichnet, sie werden nicht ausgehandelt. Preisnachlässe oder Verkaufszugaben werden in der Regel, außer an eine im Voraus festgelegte Kundengruppe, wie Inhaber von Kundenkarten, nicht gewährt. Es werden auch keine Kredite an Kunden eingeräumt, man kann nicht „anschreiben“. Waren werden überwiegend in abgepackter Form mit bestimmten Füllmengen feilgeboten. Obst, Gemüse oder andere lose Ware muss entweder der Kunde selbst wiegen oder diese werden, sofern vorgesehen, durch die Belegschaft an speziellen Wägeplattformen an der Kasse abgewogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] war der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Supermarkt&amp;#039;&amp;#039; ungebräuchlich. Stattdessen wurde der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kaufhalle&amp;#039;&amp;#039; für diese Ende der 1960er Jahre entwickelte Verkaufsform genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat sich die Bezeichnung „Supermarkt“ in Domain-Bezeichnungen, jeweils in Verbindung mit einer Beschreibung für eine Warengruppe, auch für Versender im Internet eingebürgert. Diese Versender verschicken oft, aber nicht ausschließlich Lebensmittel. Teilweise werden auch Dienstleistungen erbracht. „Supermarkt“ soll dem Besucher anzeigen, dass es sich um ein Verkaufslokal ([[Laden (Geschäft)|Shop]]) handelt. Teilweise soll es auch suggerieren, dass die Auswahl groß und die Preise günstig sind, was nicht zwingend der Fall sein muss. Beispiele sind Virtueller Supermarkt, Autoteile-Supermarkt, Hotel-Supermarkt, [[Lastminute]]-Supermarkt, Reisen-Supermarkt, [[Glutenfrei]]-Supermarkt, Gotik-Supermarkt, Teppich-Supermarkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
Die große Verkaufsfläche ermöglicht im Gegensatz zu kleinen [[Laden (Geschäft)|Läden]] ein größeres [[Sortiment]] (zwischen 7.000 und 12.000 Artikeln, im Durchschnitt 10.500), so dass neben [[Lebensmittel]]n, [[Genussmittel]]n, [[Nahrungsmittel]]n oder [[Süßware]]n ({{enS|food}}) auch [[Drogerie]]artikel, [[Büromaterial]] oder andere [[Gebrauchsgegenstand|Gebrauchs-]] oder [[Verbrauchsgüter]] ([[Haushaltsartikel|Haushalts-]] und [[Schulbedarf]]; {{enS|non food}}) angeboten werden. Trotz des Selbstbedienungsprinzips gibt es auch vereinzelte [[Theke|Bedientheken]] (für Wurst, Fleisch, Käse).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Fo7PDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA124&amp;amp;dq=supermarkt+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwigtaqf1PboAhXPwKQKHVocAcsQ6AEIUjAF#v=onepage&amp;amp;q=supermarkt%20%20&amp;amp;f=false Willy Schneider, &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Handel&amp;#039;&amp;#039;], 2020, ISBN 978-3-7504-3513-1, S. 130&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verkaufsfläche besteht aus den [[Regal (Möbelstück)|Warenregalen]], den dazwischen liegenden [[Kontaktstrecke]]n sowie dem [[Kasse]]nbereich ({{enS|frontstore}}). Hiervon meist baulich getrennt sind die [[Lagerraum|Lagerräume]] und [[Verwaltung]]  ({{enS|backstore}}). Die Organisation folgt streng [[Verkaufspsychologie|verkaufspsychologischen]] Regeln, die von der [[Hintergrundmusik]] über die Platzierung von [[Schnelldreher|Schnell-]] und [[Langsamdreher]]n, Förderung der [[Impulskauf|Impulskäufe]] bis hin zu [[Sonderangebot]]en reichen. Hohe [[Warenrotation]] und [[Reichweite (Logistik)|Reichweite]] können zuweilen zu [[Regallücke]]n führen, die jedoch wegen geringerer [[Kundenzufriedenheit]] zu vermeiden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertriebsform ==&lt;br /&gt;
Die meisten Supermärkte sind Verkaufslokale einer [[Handelskette (Unternehmen)|Handelskette]] mit vielen gleichartigen Verkaufsstellen. Die einzelnen Verkaufsstellen können Eigentum der Handelsgesellschaft oder im Rahmen eines [[Franchising|Franchisevertrags]] durch selbständige Kaufleute geführt werden. Inhaber von Supermärkten können sich zu einer [[Einkaufsgemeinschaft]] (Verbundgruppe) zusammenschließen, um gemeinsam Waren verbilligt zu beziehen. Beispiele für eine Einkaufsgemeinschaft sind [[Rewe Group|Rewe]] oder [[Edeka]]. Bestimmte Supermärkte geben ihre Waren nur oder verbilligt an Kunden ab, die durch Leistung einer Geldeinlage Mitglied des Unternehmens (Genosse) geworden sind ([[Konsumgenossenschaft]]en).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilung nach Verkaufsfläche ==&lt;br /&gt;
Dem Supermarkt verwandte Betriebsformen des Lebensmittelhandels sind u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oliver Everling, Olaf Jahn, Elisabeth Kammermeier |Titel=Rating von Einzelhandelsimmobilien: Qualität, Potenziale und Risiken sicher bewerten |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2009 |ISBN=978-3-8349-8091-5 |Seiten=39–40 |Online=[https://books.google.com/books?id=BJe0wOKjMYQC books.google.com]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[SB-Warenhaus]]&amp;#039;&amp;#039;:  5000 m² aufwärts, im Ausland als &amp;#039;&amp;#039;Hypermarkt&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Verbrauchermarkt]]&amp;#039;&amp;#039; mit 1500–4999&amp;amp;nbsp;m²&lt;br /&gt;
* Lebensmittel-SB-Markt mit 200–400 m²&lt;br /&gt;
* Lebensmittel-SB-Geschäft mit weniger als 200 m²&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine typische Größe von Verkaufsflächen für die Versorgung eines Stadtviertels oder Dorfes sind 799&amp;amp;nbsp;Quadratmeter. Einzelhandelsgeschäfte mit einer Verkaufsfläche über 800&amp;amp;nbsp;Quadratmetern gelten in der aktuellen Praxis und Rechtsprechung in Deutschland als „großflächig“ und sind nur in den Innenstädten (Kerngebieten) sowie in ausgewiesenen sonstigen Sondergebieten zulässig und angebracht. Diese Regelung führte zur Ausgliederung von Abteilungen (sehr oft [[Getränkemarkt]]) in formal eigene Geschäfte. Eine detaillierte Auflistung der verschiedenen Betriebsformen siehe auch „[[Einzelhandel]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterscheidung nach Sortiment ==&lt;br /&gt;
Bei Supermärkten unterscheidet man nicht nur zwischen verschiedenen Geschäftsgrößen, sondern auch nach dem Umfang des [[Sortiment]]s. Während große Supermärkte –&amp;amp;nbsp;auch [[Vollsortimenter]] genannt&amp;amp;nbsp;– bis zu 40.000 Artikel im Sortiment haben können, sind es bei einigen [[Discounter]]n nur um die 1.000. Dazwischen gibt es je nach Größe der Ladenfläche und Grundidee des Händlers jede mögliche Abstufung. Auch hinsichtlich des Verhältnisses zwischen [[Herstellermarke]]n und [[Handelsmarke]]n unterscheiden sich Supermärkte in ihrem Angebot. Insbesondere Discounter haben einen hohen Anteil an Handelsmarken im Sortiment aufzuweisen. Mit dem zunehmenden Trend zum Biohandel finden sich auch spezielle [[Biosupermarkt|Biosupermärkte]]. In Deutschland hat sich die Zahl der durchschnittlich in Supermärkten angebotenen Artikel in den vergangenen 50 Jahren von 3200 (1965) auf 11.600 (2015) annähernd vervierfacht, die Verkaufsfläche mehr als verdreifacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=148564978 |Titel=Produktevielfalt |Jahr=2016 |Nr=51 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-2005-0807-506, Augsburg, Erster Selbstbedienungsladen.jpg|mini|Erster [[Augsburg]]er Selbstbedienungsladen 1949]]&lt;br /&gt;
[[Datei:EsseLunga Bergamo coronavirus 2020.jpg|mini|Leere Regale in einem Supermarkt in [[Bergamo]] während der [[COVID-19-Pandemie in Italien]]]]&lt;br /&gt;
Große Handelsketten für Lebensmittel mit zahlreichen Niederlassungen gab es in den USA spätestens seit 1859, zunächst in New York City. [[Safeway]] beispielsweise kopierte die ursprüngliche Geschäftsidee der [[The Great Atlantic and Pacific Tea Company|Great Atlantic and Pacific Tea Company]] (A&amp;amp;P) und stieg 1915 in die Branche ein. Supermärkte im heutigen Sinne gründete ab 1930 die King-Kullen-Kette. Ihr Name sollte an den damaligen Kinohit &amp;#039;&amp;#039;King Kong&amp;#039;&amp;#039; erinnern. Sie eröffnete ihren ersten Laden im August 1930 in einer ehemaligen Autowerkstatt in Queens, New York City. Der selbsternannte &amp;#039;&amp;#039;Preis-Abwracker&amp;#039;&amp;#039; führte die Selbstbedienung und das in mehreren Abteilungen präsentierte Lebensmittel-Komplettangebot (Fleisch, Backwaren, Obst und Gemüse) ein. Die Waren {{&amp;quot; |hoch stapeln und zum Niedrigpreis verkaufen}} war sein Motto. Der vormalige Marktführer A&amp;amp;P reagierte zögerlich und verlor die Hälfte seines Marktanteils. Bis 1950 hatte sich der ehemalige Quasi-Monopolist jedoch an die neue Entwicklung angepasst und wenigstens ein Drittel des US-Marktes zurückerobert. Eine neue Herausforderung wurden die großen Einkaufszentren „auf der [[Grüne Wiese (Stadtplanung)|grünen Wiese]]“, die [[Shopping-Mall]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Selbstbedienungsprinzip, das vor &amp;#039;&amp;#039;King Kullen&amp;#039;&amp;#039; schon die [[Piggly Wiggly|Piggly-Wiggly]]-Kette eingeführt haben soll, hielten auch fertig abgepackte Waren sowie vermehrt [[Markenname]]n Einzug in die Läden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Migros]] an der Seidengasse in Zürich wurde am 15. März 1948 auf das Selbstbedienungskonzept umgestellt. Es war somit der erste Selbstbedienungsladen der Schweiz. [[Gottlieb Duttweiler]] orientierte sich dabei am amerikanischen Vorbild.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.migros.ch/de/ueber-die-migros/geschichte/selbstbedienungsladen.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Der erste Selbstbedienungsladen&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20140625062834}}, Migros&amp;lt;/ref&amp;gt; In den ersten zwei Wochen stieg der Umsatz um 30 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Sibylle Brändli: &amp;#039;&amp;#039;Der Supermarkt im Kopf: Konsumkultur und Wohlstand in der Schweiz nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag, Wien, ISBN 978-3-205-99264-6, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde 1938 der erste Selbstbedienungsladen als Vorgänger eines Supermarktes von [[Herbert Eklöh]] in [[Osnabrück]] eröffnet. Zuvor hatte die Hamburger [[Konsum-, Bau- und Sparverein „Produktion“|Konsumgenossenschaft Produktion]] 1926 einen Musterladen zu Demonstrationszwecken eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Schmidt-Bachem: &amp;#039;&amp;#039;Aus Papier. Eine Kultur- und Wirtschaftsgeschichte der Papier verarbeitenden Industrie in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2011, S. 729 ([https://books.google.de/books?id=M_JmxhECfS8C&amp;amp;pg=PA729 books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ging der Einzelhandel, beispielsweise der [[Edeka]]-Verbund um 1954, sukzessive zur Selbstbedienung über. Als einer der ersten Selbstbedienungsläden in Westdeutschland wurde 1949 am Berliner Tor in Hamburg ein Geschäft der [[Konsum-, Bau- und Sparverein „Produktion“|Konsumgenossenschaft Produktion]] eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lydia Langer: &amp;#039;&amp;#039;Revolution im Einzelhandel. Die Einführung der Selbstbedienung in Lebensmittelgeschäften der Bundesrepublik Deutschland (1949–1973)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kölner historische Abhandlungen&amp;#039;&amp;#039;, 51), Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2013, ISBN 978-3-412-21599-6, S. 196 ([https://books.google.de/books?id=RvLspX2e6akC&amp;amp;pg=PA196 books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 26. September 1957 eröffnete Herbert Eklöh in der [[Rheinlandhalle (Köln)|Rheinlandhalle]] in Köln den ersten, nach amerikanischem Vorbild konzipierten Supermarkt mit einer Größe von 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche, für damalige Verhältnisse ein gigantisches Geschäft.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Fuchs: &amp;#039;&amp;#039;Chronik zur Geschichte der Stadt Köln.&amp;#039;&amp;#039; Band 2 1991, S. 295.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er existiert heute nicht mehr. Am 2. Dezember 1958 folgte mit – zu der Zeit immer noch beachtlichen – 1000 Quadratmetern in [[Essen]] ein Geschäft der [[Kruppsche Konsumanstalt|Friedrich Krupp Konsum-Anstalten]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Berekoven: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Deutschen Einzelhandels&amp;#039;&amp;#039;, Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main, ISBN 3-87150-246-4, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1959 wurden dann auch andere Produkte neben den Lebensmitteln angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mini Market 99o48-37.4E.jpg|mini|Mini Market in Russland]]&lt;br /&gt;
Als erster Selbstbedienungsladen in Österreich wurde am 27. Mai 1950 der KONSUM in Linz an der Wiener Reichsstraße, heute: Wiener Straße in Linz eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ooe.orf.at/news/stories/2705411/ &amp;#039;&amp;#039;Linz erinnert an geteilte Stadt&amp;#039;&amp;#039;], ORF.at vom 15. April 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Slogan lautete: &amp;#039;&amp;#039;Selbstbedienung spart Zeit.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Supermarkt hat sich weltweit durchgesetzt und wird in ländlichen Gebieten zum Beispiel des gesamten amerikanischen Kontinents auch für kleine Quartierläden verwendet, in welchen der Kunde die Ware zur Theke bringt. Weniger ambitionierte Ladeninhaber verwenden für solche Läden auch die Beschriftung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Minimarkt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marketing des Handels ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Scheck In - (1).jpg|mini|Scheck-In Center in Karlsruhe, Deutschlands Supermarkt des Jahres 2003]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rewe-supermarkt2.jpg|mini|Rewe in Eberswalde (2009)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2010-05-30-slubice-by-RalfR-18.jpg|mini|Separate Alkoholkasse in einem Lidl in Słubice, Polen 2010]]&lt;br /&gt;
Die Grundsätze der [[Verkaufspsychologie]] werden besonders in Supermärkten von Handelsketten und folgend von anderen Betreibern umgesetzt. Auffälligste Regelung ist, dass Regale nach einem bestimmten Prinzip gefüllt werden. Oben befinden sich nur schwer erreichbare Artikel (&amp;#039;&amp;#039;Streckzone&amp;#039;&amp;#039;), in der Mitte befinden sich Produkte, die aufgrund ihrer Ertragsstärke bestmöglich verkauft werden sollen (&amp;#039;&amp;#039;Sichtzone&amp;#039;&amp;#039;) und ganz unten stehen Artikel, die einen schwachen Grenzertrag liefern (&amp;#039;&amp;#039;Bückzone&amp;#039;&amp;#039;). Gelegentlich nehmen Hersteller Einfluss auf die Händlerentscheidung, in welchem Bereich ein Artikel zu finden sein soll und sind dann je nach Platzierung bereit, unterschiedliche Prämien zu zahlen. Auch feinere Aufteilungen werden verwendet, so nennt die [[Neue Zürcher Zeitung]] in einem Fachartikel:&amp;lt;ref name=&amp;quot;NZZ_Folio1106&amp;quot;&amp;gt;Reto U. Schneider: [http://www.nzzfolio.ch/www/21b625ad-36bc-48ea-b615-1c30cd0b472d/showarticle/fffc70d1-99f5-4326-912f-dfc7f23cbc48.aspx &amp;#039;&amp;#039;Preiskampf in der Bückzone&amp;#039;&amp;#039;.] NZZ Folio 11/2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bezeichnung !! Höhe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Streckzone || über 180&amp;amp;nbsp;cm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sichtzone || 140–180&amp;amp;nbsp;cm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Greifzone || 60–140&amp;amp;nbsp;cm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bückzone || unter 60&amp;amp;nbsp;cm&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sicht- und die Greifzone sind den bekannten und/oder ertragsstärksten Waren vorbehalten. Preisgünstigere Erzeugnisse, [[Handelsmarke]]n, [[Gattungsmarke|No Names]] oder Herstellermarken, deren Warenzeichen wenig bekannt ist, sind meistens in der Streck- oder Bückzone eingeordnet, so dass eine ergänzende Ware bei der Entnahme im Blickfeld steht und zusätzliche Kaufanreize ausgelöst werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NZZ_Folio1106&amp;quot; /&amp;gt; Entscheidungen über Ladengestaltung, Platzierung und Präsentation der Waren im Supermarkt gehören zu den wichtigsten Entscheidungen des [[Handelsmarketing]]s: „Den mitunter Hunderten von Artikelgruppen müssen nicht nur die zweckmäßigen Raumquantitäten und -qualitäten zugemessen werden (&amp;#039;&amp;#039;space management&amp;#039;&amp;#039;), sondern jeder einzelne Artikel muss auch psychotaktisch möglichst optimal platziert werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Otto Schenk: &amp;#039;&amp;#039;Psychologie im Handel&amp;#039;&amp;#039;, 2. Aufl., München/Wien 2007, S. 194. IBAN 978-3-486-58379-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergleich zwischen Europa und den Vereinigten Staaten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wal-Mart Self Checkout.jpg|mini|Selbstbedienungskasse in einer amerikanischen [[Wal-Mart]]-Niederlassung. Die Kundin scannt ihre Waren hier selbst ein und bezahlt mit der [[Kreditkarte]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kuehlregal USA.jpg|mini|SB-Kühlregal gefüllt mit Bier in einem US-amerikanischen Supermarkt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichbar mit den europäischen Konsumgenossenschaften sind die &amp;#039;&amp;#039;Warehouse Clubs&amp;#039;&amp;#039;, wie [[Costco]], [[Sam&amp;#039;s Club|Sam’s Club]] und [[BJ’s Wholesale Club]]. Das sind Supermärkte mit vergleichsweise preiswertem Warenangebot, in denen nur Mitglieder einkaufen können, wobei die Mitgliedschaft gegen eine Gebühr von jedermann erworben werden kann. Discounter dagegen sind in den USA wenig verbreitet, eine Ausnahme bilden die Niederlassungen des [[Aldi]]-Konzerns sowie seit 2017 Filialstandorte des Konkurrenten [[Lidl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amerikanische Supermärkte unterscheiden sich von entsprechenden europäischen Märkten insbesondere im Service. So rechnen die Kassierer nicht nur ab, sondern wiegen an der Kasse auch Obst, Gemüse und andere lose Waren ab und verpacken die Ware in Tüten. Manche Supermarktketten (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Tops&amp;#039;&amp;#039;) bieten ihren Kunden neben herkömmlichen Kassen in einigen Niederlassungen Selbstbedienungskassen, an denen die Kunden ihre Ware selbst einscannen und bargeldlos bezahlen können. In Europa kamen solche Kassen anfangs besonders in Frankreich sowie einzelnen Märkten in der Schweiz (Migros) sowie Deutschland (real) vor. Inzwischen ist auch in anderen Ländern Europas ein Teil der Märkte mit SB-Kassen ausgestattet. In vielen Unternehmen stehen Mitarbeiter zur Verfügung, die älteren Menschen oder Personen mit kleinen Kindern beim Verstauen der Waren im Auto helfen. Üblich sind nicht nur Einkaufswagen mit Klein[[kindersitz]] oder [[Babyschale]], sondern auch Wagen mit Sitzplätzen für zwei Kinder sowie [[Elektroroller]] für gehbehinderte Kunden. Die Niederlassungen der meisten großen Supermarktketten sind rund um die Uhr an fast 365 Tagen im Jahr geöffnet. Diese Serviceleistungen führen aufgrund höherer Kosten zu einem Preisniveau, das über dem europäischen, insbesondere über dem Preisniveau in Deutschland, liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weit verbreitet sind in amerikanischen Supermärkten Kundenkarten (&amp;#039;&amp;#039;shopper’s club card&amp;#039;&amp;#039;), mit denen [[Stammkunde]]n auf ausgewählte Waren [[Rabatt]]e oder [[Bonussystem|Boni]] erhalten; es werden häufig auch Kunden-Kreditkarten angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Die wachsende Zahl von Supermärkten wurde für das Verschwinden der kleinen Einzelhändler und für die verstärkte Abhängigkeit der Kunden vom Auto verantwortlich gemacht. Auch wirkt sich der zunehmende Trend, mit dem Auto zum Supermarkt oder Einkaufszentrum zu fahren, nachteilig auf die [[Ökobilanz]] aus.&lt;br /&gt;
Weitgehend unbeachtet blieb die Tatsache, dass der Supermarkt die Lebensmittel-Vertriebsform mit dem höchsten Personalkostenanteil darstellt. So liegt der Personalkostenanteil in aller Regel deutlich über 10 % des Brutto-Umsatzes und damit rund doppelt so hoch wie bei einem Lebensmittel-Discounter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Online-Supermarkt]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Lebensmitteleinzelhändlern]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Supermärkte in Österreich]]&lt;br /&gt;
* Pilotprojekt [[Green Building Supermarkt Wiesbaden-Erbenheim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Angela Uttke: &amp;#039;&amp;#039;Supermärkte und Lebensmitteldiscounter – Wege der Städtebaulichen Qualifizierung.&amp;#039;&amp;#039; Dortmund, Rohn Verlag, 2009, ISBN 978-3-939486-33-6.&lt;br /&gt;
* Günter Heinritz, Kurt E. Klein, Monika Popp: &amp;#039;&amp;#039;Geographische Handelsforschung.&amp;#039;&amp;#039; Borntraeger, 2003, ISBN 978-3-443-07137-0.&lt;br /&gt;
* Lydia Langer: &amp;#039;&amp;#039;Revolution im Einzelhandel. Die Einführung der Selbstbedienung in Lebensmittelgeschäften der Bundesrepublik Deutschland (1949–1973)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kölner historische Abhandlungen&amp;#039;&amp;#039;, 51), Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2013, ISBN 978-3-412-21599-6 ([https://books.google.de/books?id=RvLspX2e6akC books.google.de]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://youtube.com/watch?v=S3CBJuUSCqU Auslaufmodell Supermarkt? {{!}} Doku HD Reupload {{!}} ARTE]&amp;#039;&amp;#039;. Dokumentarfilm von Rémi Delescluse (F 2021, 87 Min.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Supermarkt – die umworbene Kundschaft.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentarfilm, Schweiz, 2005, 30:24 Min., Buch und Regie: Ursula Bischof Scherer, Produktion: [[NZZ Format]], Erstsendung: 24.&amp;amp;nbsp;April 2005 bei [[SRF 1]], {{Webarchiv |url=http://www.nzzformat.ch/108+M52c3e874745.html |text=Inhaltsangabe von NZZ, |wayback=20150622063221}}, [https://www.youtube.com/watch?v=GQECDae6VaA online-Video] von NZZ Format.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Supermarkets|Supermarkt}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4058631-5}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.einzelhandel.de/servlet/PB/menu/1011683_pthemenartikel_l1/themenartikel.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Handelsverband Deutschland&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20070929005658}}&lt;br /&gt;
* [[Reto U. Schneider]]: [http://www.nzzfolio.ch/www/21b625ad-36bc-48ea-b615-1c30cd0b472d/showarticle/fffc70d1-99f5-4326-912f-dfc7f23cbc48.aspx &amp;#039;&amp;#039;Preiskampf in der Bückzone&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[Neue Zürcher Zeitung|NZZ Folio]] 11/2006 (präsentiert eine Vielzahl von einzelnen Erkenntnissen aus der Shopping-Forschung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4058631-5|LCCN=sh88005260}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensart (Handel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Supermarkt| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Afus199620</name></author>
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