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	<title>Sune Bergström - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T13:49:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-08-21T20:50:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Commons hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sune Bergström.jpg|mini|Sune Bergström (1974)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sune Karl Bergström&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Januar]] [[1916]] in [[Stockholm]]; † [[15. August]] [[2004]] ebenda) war ein [[Schweden|schwedischer]] [[Medizin]]er und [[Biochemie|Biochemiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 wurde er mit einem [[Gairdner Foundation International Award]] ausgezeichnet, 1975 mit dem [[Amory Prize]] der [[American Academy of Arts and Sciences]]. Er erhielt gemeinsam mit [[Bengt Ingemar Samuelsson]] und [[John Robert Vane]] 1982 den [[Nobelpreis für Medizin und Physiologie]] „für ihre bahnbrechenden Arbeiten über [[Prostaglandin]]e und nahe verwandte biologisch aktive Substanzen“. Er ist Vater des Medizin-Nobelpreisträgers [[Svante Pääbo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bergström studierte [[Medizin]] und Chemie am [[Karolinska Institutet]] in Stockholm und begann seine Forscherkarriere 1934 im Labor von Erik Jorpes über [[Heparin]]e. Dort [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er 1943 dann über die biochemischen Eigenschaften von [[Lipid]]en ([[Fette]]n) und [[Steroid]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bergström trat kurz nach ihrer Gründung der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] und [[Antisemitismus|antisemitischen]] [[Reichsvereinigung Schweden-Deutschland]] bei und blieb dort bis zu ihrer Auflösung 1943 Mitglied.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tobiashubinette.se/rst.pdf &amp;#039;&amp;#039;Riksföreningen Sverige-Tyskland: 5689 medlemmar 1938-42&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 172&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Nachkriegszeit äußerte sich Bergström nie öffentlich zu seinem Verhältnis zum Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1947 bis 1958 war er Professor für Biochemie an der [[Universität Lund]]. 1957 erfolgte sein Ruf auf den Lehrstuhl für Biochemie an das [[Karolinska-Institut|Karolinska Institutet]], welchem er 1958 folgte. Sowohl in [[Lund]] als auch in Stockholm forschte Bergström an Prostaglandinen und deren chemischen Eigenschaften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pötsch&amp;quot;&amp;gt;Winfried R. Pötsch, Annelore Fischer und Wolfgang Müller unter Mitarbeit von [[Heinz Cassebaum]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon bedeutender Chemiker]]&amp;#039;&amp;#039;. Bibliographisches Institut Leipzig, 1988, S. 40, ISBN 3-323-00185-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;  1957 gelang ihm erstmals die [[Reindarstellung]] eines dieser Stoffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966 wurde Bergström in die [[American Academy of Arts and Sciences]] gewählt, 1973 in die [[National Academy of Sciences]]. 1975 wurde er zum Vorsitzenden des Direktoriums der [[Nobel-Stiftung]] berufen. Von 1977 bis 1982 war er außerdem Vorsitzender des beratenden Ausschusses für medizinische Forschung bei der [[Weltgesundheitsorganisation]] (WHO) in [[Genf]]. 1977 wurde er Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|1948|IDName=sune-bergstroem|Name=|Datum=12. Oktober 2012}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1973 erhielt er die &amp;#039;&amp;#039;Oscar Carlson-Medaille&amp;#039;&amp;#039; der [[Schwedische Chemische Gesellschaft|Schwedischen Chemischen Gesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kemisamfundet.se/utmarkelser/lista-mottagare/ |titel=Lista mottagare |hrsg=Svenska Kemisamfundet |abruf=2019-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1977 erhielt er gemeinsam mit gemeinsam mit [[Bengt Ingemar Samuelsson]] und [[John Robert Vane]] den [[Albert Lasker Award for Basic Medical Research]]. Die [[American Philosophical Society]], deren Mitglied er seit 1984 war, zeichnete ihn 1988 mit ihrer [[Benjamin Franklin Medal (American Philosophical Society)|Benjamin Franklin Medal]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Bergström heiratete 1943 Maj Gernandt, mit der er einen Sohn hatte, der 1955 geboren wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Pearce Wright: &amp;#039;&amp;#039;Obituary: Sune Bergstrom&amp;#039;&amp;#039; [[The Guardian]], 18. August 2004, [https://www.theguardian.com/news/2004/aug/18/guardianobituaries.health Link (EN)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben hatte er eine Beziehung zu der estnischen Chemikerin Karin Pääbo, mit der er eine Zeit lang zusammen arbeitete, und mit der er einen ebenfalls 1955 geborenen Sohn, den in [[Leipzig]] tätigen Evolutionsgenetiker [[Svante Pääbo]] hatte. Der erste Sohn erfuhr erst 2004, kurz vor Bergströms Tod von seinem Halbbruder.&amp;lt;ref&amp;gt;Elizabeth Kolbert: &amp;#039;&amp;#039;Sleeping with the Enemy – What happened between the Neanderthals and us?&amp;#039;&amp;#039; [[The New Yorker]], 15. August 2011, [https://www.newyorker.com/magazine/2011/08/15/sleeping-with-the-enemy#ixzz1vCPDr4Xw Link (EN)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Svante Pääbo wurde ebenfalls ein international angesehener Wissenschaftler, wobei jedoch lange Zeit kaum jemand wusste, dass er der Sohn eines Nobelpreisträgers ist. 2022 wurde Pääbo ebenfalls mit dem Medizinnobelpreis geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung der Forschung ==&lt;br /&gt;
Bergström forschte, ebenso wie seine beiden Mitstreiter Bengt Ingemar Samuelsson und Sir John Robert Vane, an [[Prostaglandine]]n. Entdeckt und benannt wurden diese Stoffe erst Mitte der 1930er-Jahre von [[Ulf von Euler|Ulf Svante von Euler-Chelpin]], der 1970 den Nobelpreis für seine [[Neurophysiologie|neurophysiologischen]] Studien bekam. Die Bedeutung dieser Stoffe als biologisch aktive Substanzen wurde allerdings erst durch die Arbeiten von Bergström, Samuelsson und Vane bekannt. Den Startpunkt für die Erforschung der Prostaglandine setzte Bergström durch die [[Trennverfahren (Verfahrenstechnik)|Isolierung]] einzelner Prostaglandine und die Aufklärung ihrer chemischen Struktur. Er konnte des Weiteren nachweisen, dass die Prostaglandine aus ungesättigten [[Fettsäure]]n gebildet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dieser Basis konnte die Forschung an den Prostaglandinen fortgeführt werden. Heute ist bekannt, dass diese Stoffe in fast allen Tierarten sowie verschiedenen Pflanzen vorkommen und ein sehr vielfältiges Spektrum von Funktionen haben. Beim Menschen und anderen Wirbeltieren spielen sie etwa eine wichtige Rolle bei der [[Fortpflanzung]], bei der Entstehung und Regulation von [[Entzündung]]en, bei der Regulation des [[Blutdruck]]s und bei der Übertragung von [[Nervenimpuls]]en. Bergströms Arbeiten konzentrierten sich vor allem auf die Wirkung verschiedener Prostaglandine auf die [[Herzkranzgefäß]]e, wo ihre [[Arterie]]nerweiternden Eigenschaften offensichtlich eine physiologische Anpassung des [[Blutkreislauf|Kreislaufs]] an körperliche Anstrengungen darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Prostaglandine sind krampflösend, andere bewirken [[Muskelkontraktion|Kontraktionen]] der [[Glatte Muskulatur|glatten Muskulatur]]. So erzeugen Prostaglandine, die beim Sexualakt mit den [[Spermium|Spermien]] in die [[Gebärmutter]] gelangen, die Kontraktion dieses Organs beim weiblichen [[Orgasmus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gisela Baumgart: &amp;#039;&amp;#039;Bergström, Sune Karl.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 167.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|108133389}}&lt;br /&gt;
* {{Nobel-med|1982|Sune Bergström}}&lt;br /&gt;
* {{Academictree|chemistry|78994}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Träger des Nobelpreises in Medizin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=108133389|LCCN=n80150471|VIAF=25136050}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bergstrom, Sune}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biochemiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobelpreisträger für Physiologie oder Medizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Karolinska-Institut)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Lund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Albert Lasker Award for Basic Medical Research]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Canada Gairdner International Award]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Louisa-Gross-Horwitz-Preises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Académie des sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Philosophical Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2004]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bergström, Sune&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bergström, Sune Karl (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=schwedischer Biochemiker und Nobelpreisträger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Januar 1916&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stockholm]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. August 2004&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stockholm]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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