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	<title>Sumpfporst - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sumpfporst&amp;diff=395994&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-16691-65 am 16. März 2026 um 07:04 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-16T07:04:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Sumpfporst&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Rhododendron tomentosum&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Harri Harmaja|Harmaja]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Rhododendron&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Heidekrautgewächse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Ericaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Heidekrautartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Ericales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Asteriden&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Kerneudikotyledonen&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Rhododendron tomentosum 001.JPG&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Sumpfporst (&amp;#039;&amp;#039;Rhododendron tomentosum&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sumpfporst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Rhododendron tomentosum&amp;#039;&amp;#039;, Synonym: &amp;#039;&amp;#039; Ledum palustre&amp;#039;&amp;#039; {{Person|L.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pschyrembel.de/Ledum%20palustre%20L./H08JJ |titel=Spezielle Phytopharmakologie: Ledum palustre L. |werk=Pschyrembel Online |datum=2018-07 |abruf=2022-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine Pflanzenart aus der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Rhododendren|Rhododendron]]&amp;#039;&amp;#039; innerhalb der Familie der [[Heidekrautgewächse]] (Ericaceae).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Illustration Ledum palustre0.jpg|mini|Illustration]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rhododendron-palustre.JPG|mini|Habitus und Blütenstände]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sumpfporst (Liebig).jpg|mini|Blütenstand mit fünfzähligen Blüten im Detail]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rhododendron tomentosum 004.JPG|mini|Offene Kapselfrüchte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Der Sumpfporst ist ein immergrüner [[Strauch]], der Wuchshöhen von 0,5 bis 1,5 Metern erreicht. Der Sumpfporst erreicht ein Höchstalter von 30 Jahren. Die ausladenden Zweige sind rostbraun und filzig behaart. Der Sumpfporst verbreitet aufgrund seiner [[Ätherische Öle|ätherischen Öle]] einen eigentümlich harzigen bis [[Campher|kampferartigen]] Geruch. Auch das [[Holz]] ist wohlriechend. Die Blätter riechen stark aromatisch und weisen einen intensiven Geschmack auf, der entfernt an [[Rosmarin]] und [[Terpentin|Balsamterpentin]] erinnert. Die derben, lederigen [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind lineal-lanzettlich, am Rande eingerollt und auf der Unterseite dicht rostfarben oder rotbraun filzig behaart. Sie sind durchschnittlich 3 Zentimeter lang und 3 Millimeter breit und 2 bis 4 Millimeter lang gestielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1966&amp;quot; /&amp;gt; Der Supfport ist [[Hermaphroditismus|zwittrig]] und  [[Monözie|einhäusig]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |titel=Sumpf-Porst (Rhododendron tomentosum) |url=https://www.baumkunde.de/Rhododendron_tomentosum/ |werk=Baumkunde.de |abruf=2025-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die [[Phänologie|Blütezeit]] reicht von Mai bis Juli. In einem endständigen, [[Dolde|doldigen]] [[Blütenstand]] sitzen die zahlreichen Blüten. Die zwittrigen [[Blüte]]n sind [[radiärsymmetrisch]] und fünfzählig. Der Kelch ist fünfzähnig mit abgerundeten Zipfeln; die Kelchblätter sind breit eiförmig, stumpf und drüsig-klebrig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1966&amp;quot; /&amp;gt; Die fünf weißen bis rosaroten [[Kronblatt|Kronblätter]] sind 5 bis 8 mm lang und nur an ihrer Basis verwachsen. Es sind zehn [[Staubblatt|Staubblätter]] vorhanden, die länger sind als die Kronblätter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1966&amp;quot; /&amp;gt; Die inneren Staubblätter sind kürzer als die äußeren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1966&amp;quot; /&amp;gt; Der Griffel ist etwas kürzer als die Staubblätter, er trägt eine verdickte, fünfstrahlige Narbe und bleibt lange erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1966&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hängenden, unscheinbaren, eiförmigen [[Kapselfrucht|Kapselfrüchte]] sind 3,5 bis 4 Millimeter groß, öffnen sich von ihrem oberen Ende ausgehend und entlassen zahlreiche längliche [[Same (Pflanze)|Samen]]. Die Früchte sind zwischen Juli und August [[Fruchtreife|reif]]. Die Samen sind spindelförmig und bis 1,5 Millimeter lang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1966&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 52.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Es liegt eine [[Mykorrhiza]] vom [[Heidekrautgewächse|Ericaceen]]-Typ vor. Die überwinternden Laubblätter dienen als Reservespeicher für den Austrieb im Folgenden Frühjahr. Entfernt man sie, stirbt die Pflanze ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blütenbiologisch handelt es sich um vorweibliche, aromatisch-betäubend duftende „Nektar führende Scheibenblumen vom [[Ehrenpreis|Veronica]]-Typ“. Der [[Pollen]] bildet Tetraden. Die [[Bestäubung]] erfolgt durch [[Zweiflügler]]. Spontane [[Selbstbestäubung]] erfolgt durch Einkrümmen der Staubfäden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fruchtkapseln biegen sich bei der Reifung abwärts und stehen reif streng vertikal.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1966&amp;quot; /&amp;gt; Die einzelne Klappen öffnen sich zuerst nicht am Griffelende, sondern an der Basis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1966&amp;quot; /&amp;gt; Bei den Kapselfrüchten des Sumpfporstes handelt es sich um [[Wintersteher]]. Die durch Lufteinschluss leichten [[Same (Pflanze)|Samen]] werden durch den Wind als Körnchenflieger ausgebreitet. Die [[Keimung]] erfolgt erst im nächsten Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krankheiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Exobasidium ledi 1.jpg|mini|Von &amp;#039;&amp;#039;Exobasidium ledi&amp;#039;&amp;#039; befallener Trieb in Schweden]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Exobasidium ledi]]&amp;#039;&amp;#039; lebt auf dem Sumpfporst. Er bildet bleichgelbe Blattflecken. Die [[Rostpilze]] &amp;#039;&amp;#039;[[Chrysomyxa woroninii]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Chrysomyxa ledi]]&amp;#039;&amp;#039; leben ebenfalls  auf dem Sumpfporst. Ersterer befällt ganze Triebe und erzeugt [[Hexenbesen (Biologie)|hexenbesenähnliche]] Gebilde, letzterer befällt nur einzelne Blätter und hat einen Wirtswechsel zur [[Gemeine Fichte|Fichte]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friedemann Klenke, Markus Scholler |Titel=Pflanzenparasitische Kleinpilze: Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2015 |ISBN=978-3-662-46162-4 |Seiten=688f |Online={{Google Buch |BuchID=8MrjCgAAQBAJ |Hervorhebung=Exobasidium ledi auf Ledum palustre}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volkstümliche Bezeichnungen ==&lt;br /&gt;
Für den Sumpfporst oder Porst gibt es zahlreiche volkstümliche Bezeichnungen wie: Altseim, Baganz, Bagen, Bagulnik, Bienenheide, Borse, Brauerkraut, [[Großes Flohkraut]], [[Flohkrebs]], Gichttanne, Gränze, Gruitkraut, Gruiz, Grund, Gruut, Hartheide, Heidenbienenkraut, Keim-Porst, Kiefernporst, Kühnporst, Kühnrost, Morose, Mottenkraut, [[Mutterkraut]], Pors, Porsch, Porst, Porstkraut, Post, Postkraut, Purst, [[Rausch]], Rosmarinkraut, Rosskraut, Sautanne, Schweineposse, Tannenporst, Waldrosmarin, [[Wanzenkraut]], Weiße Heide, Wilder Rosmarin, Zeitheide oder Zeitheil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autoren alter [[Kräuterbuch|Kräuter-]] und [[Arzneibuch|Arzneibücher]] verwendeten häufig die Bezeichnungen: Herba Rosmarini sylvestris, Led. pal. Ledo und Rosmarin sylvestre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rätsch1996&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Christian Rätsch | Titel=Urbock - Bier jenseits von Hopfen und Malz | Verlag=AT Verlag | Ort=Arau | Jahr=1996 | ISBN=3-85502-553-3 | Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Skandinavien waren die Bezeichnungen: Getpors, Getpores, Ledumpors, Lunner, Sqvattram und Suatram gebräuchlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund vieler für den Porst und [[Gagelstrauch]] gemeinsam verwendeter Namen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 204 („Mirtus – pors, […] ist eyn struch, mirta – Mirta sive mirtus – […] porse, pors“ = Myrtus communis L., im Norden auch Ledum palustre L.)&amp;lt;/ref&amp;gt; kam es in der historischen Fachliteratur häufig zu Unklarheiten und Verwechslungen, etwa mit der [[Myrte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Npr zofinka 08.jpg|mini|Habitus im [[Habitat]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen, Gefährdung und Schutz ==&lt;br /&gt;
Den Sumpfporst findet man nachweislich vor allem noch in [[Skandinavien]], im [[Baltikum]], [[Nordamerika]] und Nordasien. Er kommt in [[Grönland]] bis etwa 74° nördlicher Breite vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1966&amp;quot; /&amp;gt; Der Sumpfporst ist beispielsweise eine ortstypische Pflanzenart in der [[Sächsische Schweiz|Böhmisch-Sächsischen Schweiz]] und gehört in [[Tschechien]] zu den geschützten Arten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sumpfporst wächst bevorzugt in Hochmooren, auf nassen und kalkfreien [[Torf]][[Boden (Bodenkunde)|böden]]. Er ist in Nordosteuropa eine [[Charakterart]] des Ledo-Sphagnetum aus dem Verband Sphagnion magellanici.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Einflussnahme des Menschen mit der Trockenlegung von [[Moor]]en und [[Feuchtwiese]]n, [[Torf]]stich etc., was vielerorts schon früh in der Besiedlungsgeschichte begonnen wurde, ist der Sumpfporst heute in Deutschland, vor allem im Süden und Westen, nahezu ausgerottet (Vollrath 1964: „der Sumpfporst dürfte wohl erst um 1935 … verschollen sein“.). Geringe Bestände haben sich noch in Nord- und Ostdeutschland erhalten. In den 1990er Jahren gab es auch groß angelegte Anpflanzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einzige Vorkommen in Baden-Württemberg im Naturschutzgebiet [[Wildsee (Kaltenbronn)|Wildseemoor]] bei Kaltenbronn im nördlichen Schwarzwald in etwa 900 Metern Meereshöhe wurde um 1800 entdeckt, später wieder angezweifelt, dann wiederentdeckt und durch Belege bestätigt. Bald nach 1900 ist es anscheinend erloschen. Dann wurde der Wuchsort 1907 wieder neu bepflanzt, war aber schon 1917 wieder erloschen. Eine erneute Anpflanzung um 1960 konnte bis 1986 noch beobachtet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sebald1993&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sumpfporst steht auf der [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten]] vieler Länder. Auf der roten Liste von [[Niedersachsen]] steht er als &amp;#039;&amp;#039;Ledum palustre&amp;#039;&amp;#039; L. in der Gefährdungskategorie 2, allerdings ist er nur für das Tiefland angegeben und fehlt somit sowohl an der Küste als auch im niedersächsischen Hügel- und Bergland. Die Sippe ist somit stark gefährdet und selten bis sehr selten in Niedersachsen, es ist ein starker Bestandsrückgang zu erkennen. Die Art ist in Deutschland durch die [[BArtSchV]] besonders geschützt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2024&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie und Systematik ==&lt;br /&gt;
Die Erstbeschreibung des Sumpfporsts erfolgt 1753 durch [[Carl von Linné]] in &amp;#039;&amp;#039;Species Plantarum&amp;#039;&amp;#039;, Tomus 1, S. als &amp;#039;&amp;#039;Ledum palustre&amp;#039;&amp;#039;. In der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Rhododendron&amp;#039;&amp;#039; konnte aber das Artepithet &amp;#039;palustre&amp;#039; keine Verwendung finden, da es schon anderweitig verwendet war. Das nächstälteste zur Verfügung stehende Epithet war &amp;#039;tomentosum&amp;#039;, das [[Jonathan Stokes]] zu dem überflüssigen Namen (nomen superfluum) &amp;#039;&amp;#039;Ledum tomentosum&amp;#039;&amp;#039; verwendet hatte. Harmaja verwendete es, doch durfte die Herkunft von Stokes nicht genannt werden; es musste ein von ihm allein neu verwendeter Namen (nomen novum) sein. Diese Erstveröffentlichung des Namens &amp;#039;&amp;#039;Rhododendron tomentosum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Harmaja}} erfolgte 1990 durch [[Harri Harmaja|Harmaja]] in &amp;#039;&amp;#039;Annales Botanici Fennici&amp;#039;&amp;#039; Band 27(2), S. 204. [[Synonym (Taxonomie)|Synonyme]] für &amp;#039;&amp;#039;Rhododendron tomentosum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Harmaja}} sind: &amp;#039;&amp;#039;Ledum palustre&amp;#039;&amp;#039; {{Person|L.}}, &amp;#039;&amp;#039;Rhododendron palustre&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Kron &amp;amp; Judd}} nom. illeg., &amp;#039;&amp;#039;Ledum palustre&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;dilatatum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Wahlenb.}}, &amp;#039;&amp;#039;Ledum tomentosum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Stokes}} nom. illeg., &amp;#039;&amp;#039;Rhododendron tomentosum&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;tomentosum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Harmaja}}.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ursprüngliche Gattungsname &amp;#039;&amp;#039;Ledum&amp;#039;&amp;#039; stammt von dem alten griechischen Namen dieser Pflanzenart &amp;#039;&amp;#039;ledon&amp;#039;&amp;#039; ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Autor gibt es einige Unterarten oder Varietäten (hier stehen aber nur Synonyme):&lt;br /&gt;
* Europäischer Sumpfporst (&amp;#039;&amp;#039;Rhododendron palustre&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;palustre&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Sibirischer Sumpfporst (&amp;#039;&amp;#039;Rhododendron palustre&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;sibiricum&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Engblättriger Sumpfporst (&amp;#039;&amp;#039;Rhododendron tomentosum&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;decumbens&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Aiton) Elven &amp;amp; D.F.Murray}}; Syn.: &amp;#039;&amp;#039;Ledum palustre&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;decumbens&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Aiton}}, &amp;#039;&amp;#039;Ledum palustre&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;decumbens&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Aiton) Hultén}}), engl. [[Trivialname]] „Labrador tea“: Er kommt in der nordamerikanischen Arktis vor.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ledum palustre&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;dilatatum&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Wahlenberg}} wächst in den chinesischen Provinzen Heilongjiang und Jilin, im nördlichen Korea, in Russland, im nordöstlichen Asien und in Nordeuropa.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Giftigkeit ==&lt;br /&gt;
Die Blätter, aber auch andere Pflanzenteile sind leicht giftig. Die Blätter des Porsts enthalten bis zu 2,6 % giftiges ätherisches Öl, dessen Hauptbestandteile das [[Ledol]] und [[Palustrol]] (beides [[Terpene#Sesquiterpene|Sesquiterpene]]) sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel&amp;quot; /&amp;gt; Daneben enthalten die Pflanzenteile weitere Substanzen wie [[Myrcen]], [[Ericolin]], [[Quercetin]]. Außerdem sind verschiedene [[Gerbstoff]]e, [[Bitterstoff]]e, [[Flavonglykoside]], [[Arbutin]] sowie Spuren von [[Alkaloide]]n enthalten. Mögliche Vergiftungserscheinungen sind Erbrechen, Magen- und Darmentzündungen mit Durchfall, Schädigungen der Nieren und Harnwege, Schlafdrang, Schweißausbrüche, Muskelschmerzen und Aborte. Es werden rauschartige Zustände hervorgerufen, die mitunter auch aggressiv ausfallen. Todesfälle wurden nicht beobachtet. Bereits der längere Aufenthalt in Porstbeständen kann zu Schwindel und rauschartigen Zuständen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heilwirkungen ==&lt;br /&gt;
Sumpfporst wurde früher in der Medizin bei Zahnproblemen und, wegen seiner berauschenden Wirkung, als Räucherstoff und Zauberpflanze verwendet. Gegenwärtig hat Sumpfporst noch in der [[Volksmedizin]] Bedeutung und wird dort bei [[Insektenstich]]en (einschließlich [[Zeckenstich]]), [[Rheuma]], [[Arthritis]] und [[Gicht]] sowie gegen [[Keuchhusten]], [[Exanthem|Ausschläge]] und einige [[Hautkrankheit]]en wie Krätze eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Madaus]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Biologischen Heilmittel&amp;#039;&amp;#039;, Thieme, Leipzig 1938: [http://www.henriettes-herb.com/eclectic/madaus/ledum.html Auszug]&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Nordamerika]] wurde aus dem Engblättrigen Sumpfporst (&amp;#039;&amp;#039;Rhododendron palustre&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;decumbens&amp;#039;&amp;#039;) von [[Eskimo]]s und [[Athabasken]] ein [[Tee]] zubereitet (&amp;#039;&amp;#039;Labrador Tea&amp;#039;&amp;#039;), der auch der Pflanze selbst ihren volkstümlichen Namen gab. Diesem Tee wurde vielfache medizinische Wirkung zugeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Sumpfporstblätter wurden zum [[Bier]]brauen verwendet. Die Wirkstoffe im Sumpfporst verliehen dem Bier eine berauschende, die Alkoholwirkung verstärkende und konservierende Eigenschaft. Einer der frühesten Nachweise über die Verwendung von Porst als Brauzusatz fand sich in einer [[Bronzezeit|bronzezeitlichen]] Bestattung aus dem [[15. Jahrhundert v. Chr.]] aus [[Mädchen von Egtved|Egtved]], Dänemark.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Wiegelmann: &amp;#039;&amp;#039;Bier.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]].&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis in die frühe Neuzeit wurde Sumpfporst, manchmal vermischt mit dem aromatischen [[Gagelstrauch|Gagel]], zum Brauen der sogenannten [[Grutbier]]e verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man benutzt ihn auch gegen [[Kleidermotte]]n, [[Menschenläuse]] und [[Krätze]] durch Abreiben, wobei es ebenfalls zu leichten Vergiftungen&amp;lt;!--bei wem?--&amp;gt; kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Harri Harmaja: &amp;#039;&amp;#039;New names and nomenclatural combinations in Rhododendron (Ericaceae).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annales Botanici Fennici&amp;#039;&amp;#039;, Volume 27, Issue 2, 1990, S. 203–204. (Abschnitt Systematik)&lt;br /&gt;
* Harri Harmaja: &amp;#039;&amp;#039;Taxonomic notes on Rhododendron subsection Ledum (Ledum, Ericaceae), with a key to its species.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annales Botanici Fennici&amp;#039;&amp;#039;, Volume 28, 1991, S. 173. (Abschnitt Systematik)&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=[[Gerhard Madaus]] | Titel=Lehrbuch der Biologischen Heilmittel | Ort=Leipzig | Jahr=1938 | TitelErg=(Neuauflage Olms Verlag 1999, ISBN 3-487-05889-8)}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=[[Christian Rätsch]] | Titel=Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen | Ort=Aarau/Schweiz | Jahr=2007 | Seiten=317–319}}&lt;br /&gt;
* [[Peter Lietz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Roh- und Zusatzstoffe in der Geschichte der Bierbereitung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;GGB-Jahrbuch 2004.&amp;#039;&amp;#039; [[Gesellschaft für Geschichte des Brauwesens]] e.&amp;amp;nbsp;V. (GGB), Berlin 2004, {{ISSN|0072-422X}}, S. 156.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783494014241}} (Abschnitt Ökologie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Rhododendron tomentosum|Sumpfporst (&amp;#039;&amp;#039;Rhododendron tomentosum&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Porst}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|3328|Ledum palustre L., Sumpf-Porst}}&lt;br /&gt;
* {{BiolFlor|1797}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Heidekrautgewaechse/porst.htm#Sumpf Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;).]&lt;br /&gt;
* [http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/action/rhodo.html?job=rhodo_one&amp;amp;rid=24211 Bebilderte Beschreibung in der Datenbank der Deutschen Genbank Rhododendron.]&lt;br /&gt;
* [http://www.giftpflanzen.com/ledum_palustre.html Zur Giftigkeit des Sumpfporstes.]&lt;br /&gt;
* Fang Ruizheng (方瑞征 Fang Rhui-cheng), David F. Chamberlain: &amp;#039;&amp;#039;Ledum.&amp;#039;&amp;#039;: [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&amp;amp;taxon_id=200016302 &amp;#039;&amp;#039;Ledum palustre L.&amp;#039;&amp;#039;, S. 259 - textgleich online wie gedrucktes Werk], In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Flora of China.&amp;#039;&amp;#039; Volume 14: &amp;#039;&amp;#039;Apiaceae through Ericaceae&amp;#039;&amp;#039;, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2005, ISBN 1-930723-41-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRIN&amp;quot;&amp;gt; {{GRIN|ID=410675|WissName=Rhododendron tomentosum|Zugriff=2016-01-13}} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt; {{BibISBN|3800131315|Seite=729–730}} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sebald1993&amp;quot;&amp;gt; {{BibISBN|3800133237|Seite=353}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi1966&amp;quot;&amp;gt;[[Gustav Hegi]]: &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 3, Seite 1623–1627. Verlag Carl Hanser, München 1966.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC&amp;quot;&amp;gt;Fang Ruizheng (方瑞征 Fang Rhui-cheng); David F. Chamberlain: &amp;#039;&amp;#039;Ledum Linnaeus&amp;#039;&amp;#039;. In: Flora of China, vol. 14, Ericaceae. [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&amp;amp;taxon_id=200016302 &amp;#039;&amp;#039;Ledum palustre&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeil und Fitschen2024&amp;quot;&amp;gt;Michael Koltzenburg: &amp;#039;&amp;#039;Rhododendron.&amp;#039;&amp;#039; In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle &amp;amp; Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 626.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7602963-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhododendren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Räucherwerk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanze mit psychotropem Wirkstoff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-16691-65</name></author>
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