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	<title>Sumpfmeise - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sumpfmeise&amp;diff=85139&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BrunoBoehmler: /* Literatur */ Zeichensetzung Schlusspunkte</title>
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		<updated>2026-03-16T22:33:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Zeichensetzung Schlusspunkte&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Sumpfmeise&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Poecile palustris&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|Linnaeus]], 1758)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Poecile&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Meisen&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Paridae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Singvögel&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Passeri&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Sperlingsvögel&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Passeriformes&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Neukiefervögel&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Neognathae&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Sumpfmeise1.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Sumpfmeise (&amp;#039;&amp;#039;Poecile palustris&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Parus palustris01.jpg|mini|Im Unterschied zur nahe verwandten Weidenmeise glänzt die schwarze Kopfkappe und die Wangen sind nicht so rein weiß, die Halsseiten graubeige. Das schwarze „Lätzchen“ ist eher schmal.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Poecile palustris.ogg|mini|Der Gesang der Sumpfmeise besteht aus der recht monotonen Wiederholung eines ein- oder zweisilbigen Elements]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sumpfmeise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nonnenmeise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Poecile palustris&amp;#039;&amp;#039;, zu [[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;palus&amp;#039;&amp;#039; ‚Sumpf‘) ist eine [[Singvögel|Singvogelart]] aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Meisen]] (Paridae). Die Art ist in Mitteleuropa ein verbreiteter und häufiger Brut- und Jahresvogel. Ihr Verbreitungsgebiet zerfällt in zwei Teile, die durch eine fast 2000&amp;amp;nbsp;km große Lücke getrennt sind. Der westliche Teil umfasst die Eichen-Mischwälder Europas bis hin zum [[Ural]], der östliche Teil die Gebirgstaiga und die sommergrünen Laubwälder [[Ostasien]]s; er reicht bis nach [[Japan]] und ins östliche [[China]]. Die Sumpfmeise besiedelt – anders als ihr Name vermuten lässt – vor allem [[Laubwald|Laub-]] und [[Mischwald|Mischwälder]] mit altem Baumbestand und [[Totholz]], in denen sie ein ausreichendes Höhlenangebot vorfindet. Sie ernährt sich vor allem von [[Insekten]] und [[Spinnentiere]]n, aber auch viel von Sämereien. Sind diese in ausreichender Menge vorhanden, legt die Sumpfmeise Vorräte an, indem sie einzelne Samen in Rindenspalten und unter Moos versteckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sumpfmeise sieht der nahe verwandten [[Weidenmeise]] zum Verwechseln ähnlich. Am besten unterscheidet man die beiden Arten an Rufen und Gesang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Sumpfmeise steht mit 11,5 bis 13&amp;amp;nbsp;cm Körperlänge in der Größe zwischen Kohl- und Blaumeise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schnabel ist schwärzlich mit (möglicherweise im Unterschied zur Weidenmeise) aufgehellten Kanten. Die [[Iris (Auge)|Iris]] ist dunkel- bis schwarzbraun. Die bei [[adult]]en Vögeln glänzend schwarze Kopfkappe reicht über Stirn und Scheitel, abwärts bis zur Mitte des Auges und nach hinten in den Nacken. Dazu kontrastieren die weißen Wangen und Ohrdecken. Die Halsseiten sind bräunlich weiß. Kinn und Kehlmitte sind schwarz, wobei die Federn zum Teil fein weiß bespitzt sind. Die Oberseite ist bei der [[Nominatform]] braungrau, am Bürzel jedoch oft etwas heller und wärmer beige gefärbt. Die schmutzigweiße Unterseite ist vor allem zu den Flanken und Unterschwanzdecken hin fahl beige getönt. Die dunkel braungrauen Hand- und Armschwingen sind an der Außenfahne schmal braun und auf der Innenfahne weiß gesäumt. Die Handdecken sind ebenfalls dunkel braungrau, die Schirmfedern matt braungrau. Achselfedern und Unterflügeldecken sind weiß mit beiger Tönung. Die [[Steuerfeder]]n sind dunkelbraun mit olivbraunem Saum auf der Außenfahne; der Außensaum der äußeren ist weißlich aufgehellt. Beine und Füße sind bläulich grau bis schieferfarben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzdesc&amp;quot;&amp;gt;Glutz von Blotzheim, S. 378, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbwdesc&amp;quot;&amp;gt;Gosler/Clement (2015), Abschnitt „Description“, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vögel im Jugendkleid sind an der matt rußschwarzen Kappe, dem braunschwarzen Kehlfleck, der graueren Oberseite und der weißeren, kaum beige getönten Unterseite erkenntlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzdesc&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sumpfmeise ist der Weidenmeise sehr ähnlich. Die beste Unterscheidungsmöglichkeit bieten Rufe und Gesang, aber auch äußere Merkmale ermöglichen mit etwas Übung eine Unterscheidung. Bei der Weidenmeise ist die Kopfplatte matt rußschwarz und die weißen Säume der Armschwingen bilden auf dem zusammengelegten Flügel ein helles Feld. Oft ist der Kehlfleck bei der Sumpfmeise wesentlich schmaler und die Wangen sind weniger reinweiß. Außerdem wirkt die Sumpfmeise insgesamt klein- und rundköpfiger. Weitere Unterscheidungsmerkmale können geografisch sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. So sind beispielsweise die Weidenmeisen [[Fennoskandien]]s (&amp;#039;&amp;#039;P. montanus borealis&amp;#039;&amp;#039;) oberseits eher farblos grau und unterseits weißlicher. Dagegen wirken Sumpfmeisen insgesamt wärmer bräunlich. In Mitteleuropa sind die Unterschiede geringer. Hier fallen Weidenmeisen zudem eher durch warmbeige Flanken auf, während Sumpfmeisen „farbloser“ wirken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzdesc&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;kosmo&amp;quot;&amp;gt;Lars Svensson, Peter J. Grant, Killian Mullarney, Dan Zetterström: &amp;#039;&amp;#039;Der neue Kosmos Vogelführer&amp;#039;&amp;#039;. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH, Stuttgart, 1999, ISBN 3-440-07720-9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stimme ==&lt;br /&gt;
Die markanteste und charakteristische Lautäußerung der Sumpfmeise ist ein „explosives“ &amp;#039;&amp;#039;Pjiet-scha&amp;#039;&amp;#039; (Hörbeispiel&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.xeno-canto.org/153824 | title=XC153824 · Sumpfmeise · Poecile palustris | publisher=xeno-canto.org | author=Fernand DEROUSSEN | date=2013-11-02 | accessdate=2019-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Dieser Ruf ersetzt außerhalb der Brutzeit einen Reviergesang und ist häufiger vom Männchen als vom Weibchen zu hören. Zur Brutzeit vernimmt man ihn eher selten. Das Rufrepertoire ist ansonsten wie bei allen Meisen recht groß. Ebenfalls häufig zu hörender Stimmfühlungslaut ist ein spitzes hohes &amp;#039;&amp;#039;tzie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;szie&amp;#039;&amp;#039;. In Erregung folgt darauf (oder auf das &amp;#039;&amp;#039;Pjiet-scha&amp;#039;&amp;#039;) eine &amp;#039;&amp;#039;dä-dä-dä&amp;#039;&amp;#039; Reihe, die sich deutlich vom nasalen &amp;#039;&amp;#039;däh&amp;#039;&amp;#039; der Weidenmeise unterscheidet und eher an entsprechende [[Blaumeise]]nrufe erinnert (Hörbeispiele&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.xeno-canto.org/236839 | title=XC236839 · Sumpfmeise · Poecile palustris | publisher=xeno-canto.org | author=Terje Kolaas | date=2015-04-19 | accessdate=2019-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Das erregte „Schnarren“ (Hörbeispiel&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.xeno-canto.org/176214 | title=XC176214 · Sumpfmeise · Poecile palustris | publisher=xeno-canto.org | author=Piotr Szczypinski | date=2014-04-23 | accessdate=2019-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) ähnelt dem der [[Kohlmeise]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzvoc&amp;quot;&amp;gt;Glutz von Blotzheim, S. 381f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;kosmo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gesang ist individuell recht variabel. Das menschliche Ohr kann etwa 6 bis 7 Varianten unterscheiden; mit Hilfe von [[Sonagramm]]en ließen sich hingegen nahezu 40 ermitteln. Er setzt sich aus etwa 15 Sekunden langen Strophen zusammen, auf die eine längere Pause folgt und besteht im einfachsten Fall aus einer simplen Wiederholung der gleichen, recht hohen Silbe wie etwa &amp;#039;&amp;#039;sijep&amp;amp;nbsp;sijep&amp;amp;nbsp;sijep&amp;amp;nbsp;sijep&amp;amp;nbsp;…&amp;#039;&amp;#039; (Hörbeispiel&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.xeno-canto.org/278924 | title=XC278924 · Sumpfmeise · Poecile palustris | publisher=xeno-canto.org | author=Jack Berteau | date=2015-04-11 | accessdate=2019-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) oder &amp;#039;&amp;#039;djep&amp;amp;nbsp;djep&amp;amp;nbsp;djep&amp;amp;nbsp;djep&amp;amp;nbsp;…&amp;#039;&amp;#039; (Hörbeispiel&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.xeno-canto.org/243664 | title=XC243664 · Sumpfmeise · Poecile palustris | publisher=xeno-canto.org | author=Joe Klaiber | date=2011-04-15 | accessdate=2019-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Die Geschwindigkeit kann sehr unterschiedlich sein. Schneller Gesang kann an das „Trillern“ des [[Grünfink]]en erinnern. Der teils ähnlich aufgebaute Gesang der Weidenmeise ist hingegen immer flötend melodisch (Hörbeispiel&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.xeno-canto.org/214356 | title=XC214356 | publisher=xeno-canto.org | author=Hannu Jännes | date=2003-05-03 | accessdate=2019-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Zwei- oder mehrsilbige Gesangsvarianten wie beispielsweise ein &amp;#039;&amp;#039;widze widze widze …&amp;#039;&amp;#039; (Hörbeispiel&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.xeno-canto.org/234081 | title=XC234081 · Sumpfmeise · Poecile palustris | publisher=xeno-canto.org | author=Eddy Scheinpflug | date=2015-04-01 | accessdate=2019-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) können bisweilen schwer vom Gesang der [[Tannenmeise]] zu unterscheiden sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzvoc&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelne Männchen verfügen über ein Repertoire von bis zu 20 Gesangsvarianten. Auch Weibchen singen. Der Gesang ist jedoch zurückhaltender und meist einfach aufgebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbwvoc&amp;quot;&amp;gt;Gosler/Clement (2015), Abschnitt „Description“, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt; Innerhalb des Verbreitungsgebiets variiert der Gesang nur sehr geringfügig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbwvoc&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:PoecilePalustrisIUCN.svg|mini|Verbreitungsgebiet der Sumpfmeise (&amp;#039;&amp;#039;Poecile palustris&amp;#039;&amp;#039;) {{Farblegende|#008000|Ganzjähriges Vorkommen}}]]&lt;br /&gt;
Das Verbreitungsgebiet der Sumpfmeise umspannt die [[gemäßigte Zone]] der [[Paläarktis]], weist aber im Bereich des Urals und des westlichen Sibiriens eine fast 2000&amp;amp;nbsp;km weite Lücke auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzdistri&amp;quot;&amp;gt;Glutz von Blotzheim., S. 375 f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das westpaläarktische Teilareal deckt sich auffällig mit der Verbreitung der [[Rotbuche]], geht aber im Norden und Osten darüber hinaus. Die Art kommt damit im kompletten Bereich der Eichen-Mischwälder vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzdistri&amp;quot; /&amp;gt; Es reicht im Nordwesten bis nach Wales und Mittelengland, im Westen bis an die französische Atlantikküste und im Südwesten bis auf die [[Iberische Halbinsel]]. Im Mittelmeerraum erstrecken sich die Vorkommen entlang der französischen Mittelmeerküste, umfassen die Appenninhalbinsel und Sizilien sowie große Teile der Balkanhalbinsel. Südlich und östlich des [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meeres]] kommt die Art in Nordanatolien und im westlichen Kaukasus vor. Nordwärts reicht das Areal bis Südskandinavien und in Norwegen teils noch ein Stück entlang der Fjordküste sowie über das Baltikum. Ostwärts erstreckt es sich schmal auslaufend bis zum südlichen Ural.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzdistri&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbw&amp;quot;&amp;gt;Gosler/Clement (2015), siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;baueretal&amp;quot;&amp;gt;Bauer et al. (2012), S. 115–119, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ostpaläarktische Teilareal reicht vom westlichen [[Altai]] bis nach [[Sachalin]] und auf die südwestlichen [[Kurilen]]inseln [[Iturup]], [[Kunaschir]] und [[Schikotan]]. In Japan kommt die Art auf [[Hokkaido]] vor. Die Nordgrenze der Verbreitung verläuft über [[Krasnojarsk]] und [[Irkutsk]] durch Transbaikalien bis zum [[Amur]], die Südgrenze entlang des südlichen Altai und des [[Mongolischer Altai|Mongolischen Altai]], des Südens von [[Changai]] und [[Chentii-Gebirge|Chentii]] durch den Norden der Mongolei. Am [[Ostchinesisches Meer|Ostchinesischen Meer]] erstrecken sich die Vorkommen südwärts bis [[Jiangsu]] sowie über [[Korea]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Variation und Hybriden ==&lt;br /&gt;
Die geografische Variation ist nicht besonders stark ausgeprägt. Es lassen sich aber drei Subspeziesgruppen unterscheiden. Ein Artstatus der ostpaläarktischen Populationen wurde mehrfach diskutiert; der genetische Unterschied ist jedoch gering. Von einigen Autoren wird auch die [[Schwarzkragenmeise]] (&amp;#039;&amp;#039;Poecile hypermelaenus&amp;#039;&amp;#039;), die von Zentralchina südwestwärts bis [[Myanmar]] vorkommt, als vierte Subspeziesgruppe zu dieser Art gestellt. Mindestens ist sie aber Bestandteil derselben [[Superspecies]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;harrapgeovar&amp;quot;&amp;gt;Harrap (1995), S. 240 f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzgeovar&amp;quot;&amp;gt;[[Jürgen Haffer]] in Glutz von Blotzheim., S. 375 f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;palustris&amp;#039;&amp;#039;-Gruppe (Westpaläarktis)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Gruppe variiert [[Kline (Biologie)|klinal]] in der Größe und der Färbung. Von Ost nach West nimmt die Körpergröße ab, die Färbung wird dunkler und wärmer braun.&amp;lt;ref name=&amp;quot;harrapgeovar&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzgeovar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;P. p. dresseri&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|[[Leonhard Hess Stejneger|Stejneger]]}}, 1886) – Wales, Süd- und Mittelengland und Westfrankreich&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;P. p. palustris&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|Linnaeus}}, 1758) – Nord- und Mitteleuropa, von Südskandinavien bis in den Norden der Iberischen Halbinsel, ostwärts bis Zentralpolen, westlicher Balkan und Griechenland&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;P. p. italicus&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|[[Victor Ritter von Tschusi zu Schmidhoffen|Tschusi]]}} &amp;amp; {{Person|[[Carl Eduard Hellmayr|Hellmayr]]}}, 1900) – [[Französische Alpen]], [[Apenninhalbinsel]] und [[Sizilien]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;P. p. stagnatilis&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|[[Christian Ludwig Brehm|C. L. Brehm]]}}, 1855) – östliches Europa bis zum südlichen Ural und in die nordwestliche Türkei&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;P. p. kabardensis&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|[[Sergei Alexandrowitsch Buturlin|Buturlin]]}}, 1929) – Kaukasus und nordöstliche Türkei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;brevirostris&amp;#039;&amp;#039;-Gruppe (Ostpaläarktis)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Gruppe ist langschwänziger als die westpaläarktische Population. Die Färbung ist eher graubraun mit hellen Rändern der Flügel- und Steuerfedern. Die Färbung ist im Westen dunkler und nimmt nach Osten klinal ab. Die Inselpopulationen von Sachalin und den Kurilen entsprechen in dieser Hinsicht aber wiederum stärker den westlicheren Vögeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzgeovar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;P. p. brevirostris &amp;#039;&amp;#039;{{Person|[[Władysław Taczanowski (Zoologe)|Taczanowski]]}}, 1872 – südliche Mitte und Südosten Sibiriens, nördliche Mongolei, nordöstliches China (Westen und Norden der Mandschurei und Liaoning) sowie nördliches Korea&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;P. p. ernsti&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|[[Yoshimaro Yamashina|Yamashina]]}}, 1933) – Sachalin&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;P. p. hensoni&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|Stejneger}}, 1892) – südliche Kurilen und nördliches Japan (Hokkaido)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;hellmeyeri&amp;#039;&amp;#039;-Gruppe (Nordost-China)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Innerhalb dieser Gruppe, die erst seit den 1980er Jahren unterschieden wird, ist die Färbung der Oberseite brauner als die der Vögel der &amp;#039;&amp;#039;brevirostris&amp;#039;&amp;#039;-Gruppe. Die Unterseite ist dunkler und eher gelblich beige; das dunkle „Lätzchen“ ist verhältnismäßig schmal.&amp;lt;ref name=&amp;quot;harrapgeovar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;P. p. jeholicus&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|[[Otto Kleinschmidt|O. Kleinschmidt]]}} &amp;amp; {{Person|Weigold}}, 1922) – nordöstliches China (Norden von Hebei)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;P. p. hellmayri&amp;#039;&amp;#039; {{Person|[[Valentin Lvovich Bianchi|Bianchi]]}}, 1902 – östliches China (von Hebei südwärts bis Shandong und Jiangsu) und südliches Korea.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Paar aus einer männlichen Weiden- und einer weiblichen Sumpfmeise zog in Belgien erfolgreich fünf Junge auf; in Frankreich wurde 1993 ein vermutlicher Hybrid aus Kohl- und Sumpfmeise festgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Harrap (1995), S. 241, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wanderungen ==&lt;br /&gt;
Die Sumpfmeise ist ein [[Standvogel]] mit hoher Reviertreue. Selbst nördliche Populationen scheinen weitgehend in den Brutgebieten zu verbleiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzmig&amp;quot;&amp;gt;Glutz von Blotzheim., S. 391 f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu einem geringen Maße sind in Russland und Ostasien lokal Wanderbewegungen im Herbst und im Frühjahr festzustellen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbwmig&amp;quot;&amp;gt;Gosler/Clement (2015), Abschnitt „Movements“, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt; jedoch kommen keine größeren [[Evasion]]en wie bei anderen Meisenarten vor. Von südlich der Brutverbreitung gibt es nur sehr wenige Nachweise. Auch [[Dismigration]]en von Jungvögeln nach der Brutzeit finden nur recht eingeschränkt und meist über kurze Distanzen statt. So wanderten in Großbritannien nur 1 % der Vögel über 50&amp;amp;nbsp;km.&amp;lt;ref name=&amp;quot;harrapmig&amp;quot;&amp;gt;Harrap (1995), S. 239, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Irrgast wurde die Art auf [[Korsika]], in [[Irland]] und in [[Finnland]] festgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;harrapmig&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Woodland English Autumn Sunlit.JPG|mini|Das westpaläarktische Verbreitungsgebiet der Sumpfmeise deckt sich auffallend mit der Verbreitung der [[Rotbuche]] und der Eichenmischwälder. Die Art kommt aber auch in anderen Waldformen vor.]]&lt;br /&gt;
Die Sumpfmeise besiedelt bevorzugt abwechslungs- und grenzlinienreiche [[Laubwald|Laubwälder]] oder laubholzreiche [[Mischwald|Mischwälder]], die einen großen [[Altholz (Forstwirtschaft)|Altholzbestand]], ausreichend [[Totholz]] und lichten [[Stratifikation (Ökologie)#Strauchschicht|Unterwuchs]] aufweisen. In Mitteleuropa kommt sie typischerweise in Mischwäldern aus Eichen und Buchen, aber auch in [[Auwald|Au-]] und [[Bruchwald|Bruchwäldern]], Feldgehölzen, auf [[Streuobstwiese|Obstanbauflächen]], in [[Park]]s, größeren Gärten mit altem Baumbestand oder auf Friedhöfen vor. In reinen Nadel- oder Buchenwäldern ist sie meist nur selten oder in Randbereichen zu finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzhab&amp;quot;&amp;gt;Glutz von Blotzheim., S. 393 f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbwhab&amp;quot;&amp;gt;Gosler/Clement (2015), Abschnitt „Habitat“, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;harraphab&amp;quot;&amp;gt;Harrap (1995), S. 239 f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Art auch in Ostasien stellenweise in Röhrichtsümpfen vorkommt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;harraphab&amp;quot; /&amp;gt; so ist doch der Name „Sumpfmeise“ irreführend, denn sie ist keineswegs an sumpfige Habitate gebunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;harraphab&amp;quot; /&amp;gt; Zwar erreicht sie in feuchten Wäldern hohe Siedlungsdichten, aber allzu nasse Standorte werden – ebenso wie zu trockene oder nährstoffarme – gemieden. Ist die Weidenmeise in den Gehölzen und halboffenen Landschaften der Flussniederungen meist häufiger, so überwiegt die Sumpfmeise in den geschlossenen Waldformen der Niederungen und des Hügellandes. Sie ist im Unterschied zur Weidenmeise bisweilen in geeigneten Habitaten auch innerhalb von Städten zu finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzhab&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Südrand der Verbreitung besiedelt die Sumpfmeise in Europa die mediterran geprägten Eichen- (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Pyrenäen-Eiche]]), Buchen- und Kastanienwälder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzhab&amp;quot; /&amp;gt; In der Taiga [[Südsibirien]]s und [[Sachalin]]s ist sie in flussnahen Wäldern aus [[Pappeln]], [[Birken]], [[Weiden (Botanik)|Weiden]] und [[Gewöhnliche Traubenkirsche|Traubenkirsche]], jedoch kaum im Nadelwald zu finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;harraphab&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sumpfmeise kommt vorwiegend in Niederungen und im Hügelland vor, jedoch reicht die Höhenverbreitung zum Teil bis auf 1400&amp;amp;nbsp;m in den [[Alpen]], auf 2200&amp;amp;nbsp;m am [[Olymp]], auf 1200&amp;amp;nbsp;m im [[Altai]] und auf 1400&amp;amp;nbsp;m auf Hokkaido. Im nordöstlichen China und Korea besiedelt sie Höhen zwischen 650 und 2100&amp;amp;nbsp;m.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbwhab&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb der Brutzeit ist die Art bezüglich der Habitate weniger wählerisch. Man kann sie dann auch oft in Nadelwäldern oder in Hecken in der offeneren Landschaft antreffen. Sie besucht auch oft Futterstellen in Waldrandnähe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzhab&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbwhab&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;harraphab&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sumpfmeise m. Beute EO5P0650-2.jpg|mini|Sumpfmeise mit Beute]]&lt;br /&gt;
Die Nahrungszusammensetzung der Sumpfmeise ändert sich mit der Jahreszeit. Während im Frühjahr und Sommer bevorzugt Insekten und Spinnentiere gefressen werden, stellen Sämereien ab dem Spätsommer einen Großteil der Nahrung dar und sind vor allem im Herbst und Winter wichtig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzfood&amp;quot;&amp;gt;Glutz von Blotzheim., S. 393 f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;baueretal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den als Nahrung festgestellten Insekten zählen neben [[Zweiflügler|Zwei-]], [[Hautflügler|Haut-]] und [[Netzflügler]]n, [[Steinfliegen|Stein-]] und [[Köcherfliegen]], [[Wanzen]], [[Käfer]]n und [[Ohrwürmer]]n auch besonders kleine Beutetiere wie [[Springschwänze]] und [[Pflanzenläuse]]. Bei den [[Schmetterlinge]]n spielen hauptsächlich die Raupen eine größere Rolle – vor allem als Nestlingsnahrung. Bei [[Gradation (Zoologie)|Gradationen]] kann diese auch überwiegend aus [[Blattläuse]]n bestehen. Auch [[Webspinnen]], [[Milben]] und [[Weichtiere]] gehören zum Nahrungsspektrum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbwfood&amp;quot;&amp;gt;Gosler/Clement (2015), Abschnitt „Food and feeding“, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzfood&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämereien sind für die Sumpfmeise wichtiger als für andere Meisenarten. Dazu zählen Samen von Gräsern, Kräutern und Stauden, besonders im Winter aber auch härtere Baumsamen und Nussfrüchte wie beispielsweise Bucheckern. Aus Beeren wie beispielsweise denen von [[Heckenkirschen|Geißblatt]], [[Holunder]] oder [[Eberesche]] werden eher die Samen herausgeschält, als das Fruchtfleisch verzehrt. Gelegentlich werden aber auch größere Früchte wie beispielsweise Kernobst angepickt. Eine geringere Rolle als Sämereien spielen Blüten, Weidenkätzchen und Knospen, Pollen und Baumsaft, können aber zeitweise auch als Nahrung von Belang sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzfood&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbwfood&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nahrung wird vor allem in Bäumen und Sträuchern gesucht, wo die Sumpfmeise bevorzugt in mittlerer und niedrigerer Höhe&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbwfood&amp;quot; /&amp;gt; vom Stammbereich bis hin zu den äußeren Zweigen anzutreffen ist. Sie ist aber nicht wie Blau- und Schwanzmeise auf den äußeren Kronenbereich spezialisiert. Vor allem ab Sommer suchen Sumpfmeisen zum Sammeln von Sämereien auch vermehrt die Krautschicht auf und im Herbst und Winter den Boden ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzfeed&amp;quot;&amp;gt;Glutz von Blotzheim., S. 403&amp;amp;nbsp;f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;baueretal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sumpfmeisen betreiben das ganze Jahr über, vermehrt aber im Herbst,&amp;lt;ref name=&amp;quot;harraphabit&amp;quot;&amp;gt;Harrap (1995), S. 240, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt; Vorratshaltung und verstecken Samen oder tote Insekten in Rindenspalten, unter Moos und Flechten, am Boden oder in dichtem Pflanzenwuchs. Bei der Sammeltätigkeit werden auch stetige, etwas weitere Nahrungsflüge von bis zu 80&amp;amp;nbsp;m in Kauf genommen. Sumpfmeisen können dabei bis zu drei Samen gleichzeitig transportieren. Sie wählen, verteilen und variieren die Verstecke so geschickt, dass sie nicht einfach von potentiellen Dieben nach einem Suchmuster erraten und aufgefunden werden können. Bis zu mehrere hundert Samen können pro Tag versteckt und innerhalb von einem oder wenigen Tagen wieder zu einem großen Teil geborgen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzfeed&amp;quot; /&amp;gt; Ein Teil wird – häufig über Nacht – von Kleinnagern „entwendet“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;baueretal&amp;quot; /&amp;gt; Das Verhalten ist vermutlich eine Strategie um kurzfristig Nahrungsknappheit zu überstehen und somit eine Alternative zum aufwändigen Aufbau und der Unterhaltung von Fettreserven.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzfeed&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Poecile palustris MWNH 1422.JPG|mini|Eier der Sumpfmeise]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Poecile palustris dresseri  MHNT.ZOO.2010.11.182.23.jpg|thumb|&amp;#039;&amp;#039;Poecile palustris dresseri &amp;#039;&amp;#039;, Sammlung [[Museum von Toulouse]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sumpfmeisen sind spätestens nach Abschluss des ersten Lebensjahres geschlechtsreif. Sie führen eine monogame Dauerehe. Bei einem Paar wurde der Zusammenhalt über sechs Jahre nachgewiesen. Junge Paare gehen oft bereits im ersten Herbst und Winter eine temporäre Bindung ein. Eine dauerhafte Paarbindung ergibt sich jedoch erst, wenn ein Männchen ein Revier besetzen kann. Sie besteht dann das ganze Jahr über. Außerhalb der Brutzeit können die Reviere etwas ausgedehnter sein. Trupps von jungen Vögel werden dann noch geduldet. Sie versuchen zu Beginn der Brutzeit in angrenzenden Bereichen Reviere zu gründen oder gegebenenfalls verstorbene Partner etablierter Paare zu ersetzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbwbreed&amp;quot;&amp;gt;Gosler/Clement (2015), Abschnitt „Breeding“, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzbreed&amp;quot;&amp;gt;Glutz von Blotzheim., S. 395 f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;baueretal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balzhandlungen setzen schon sehr früh im Jahr ein und deuten sich durch erregtes Flügelzittern an. Hochfrequenter Gesang des Männchens wird vom Weibchen erwidert. Es nähert sich unter Flügelzittern dem Männchen, das in einem schmetterlingsartigen Singflug herüberfliegt und zur Kopulation auf dem Rücken des Weibchens landet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzbhb&amp;quot;&amp;gt;Glutz von Blotzheim., S. 409, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein wichtiges Element ist auch das Balzfüttern des Weibchens durch das Männchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbwbreed&amp;quot; /&amp;gt; Dieses setzt in der Zeit vor Legebeginn ein und trägt entscheidend zum Gelingen der Brut bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;baueretal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nistplatzwahl durchstreift das Paar ab Spätherbst, intensiver aber erst im März das Revier und begutachtet vorhandene Höhlungen. Dabei werden kleine Hohlräume in morschem Holz durch Hacken erweitert, oder aber vorhandene Höhlen genutzt wie beispielsweise Fäulnishöhlen in Astlöchern, alte Spechthöhlen oder alte und neue Höhlen der Weidenmeise.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzbreed&amp;quot; /&amp;gt; Natürliche Höhlen werden Nistkästen vorgezogen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzbreed&amp;quot; /&amp;gt; diese jedoch in Ermangelung von anderem durchaus angenommen – beispielsweise in Nadelwäldern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;baueretal&amp;quot; /&amp;gt; Die Höhlen können sich bis zu 10&amp;amp;nbsp;m&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbwbreed&amp;quot; /&amp;gt; oder sogar 20&amp;amp;nbsp;m&amp;lt;ref name=&amp;quot;baueretal&amp;quot; /&amp;gt; hoch befinden, meist liegen sie aber in 2 bis 3&amp;amp;nbsp;m Höhe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbwbreed&amp;quot; /&amp;gt; Die Wahl wird durch das Weibchen getroffen, das auch gegebenenfalls die Höhle durch Hackarbeiten zugänglich macht oder erweitert und das Nest baut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzbreed&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Hackarbeiten wird nach 15 bis 20&amp;amp;nbsp;Minuten intensiven Arbeitens eine Pause von 5 bis 10&amp;amp;nbsp;Minuten eingelegt. Anfallende Späne werden im Schnabel davongetragen und einige Meter von der Höhle fallengelassen. Höhlen sind meist um die 20&amp;amp;nbsp;cm tief, das Flugloch ist etwa 13–20&amp;amp;nbsp;cm² groß. Das napfförmige Nest besteht aus einer Unterlage aus Moosen und einer Polsterung aus Tierhaaren oder Pflanzenfasern, in die eine Nistmulde geformt wird. Es wird meist innerhalb von 5 bis 8 Tagen fertiggestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzbreed&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;baueretal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelege besteht meist aus 7 bis 9 (in seltenen Fällen 4 bis 12) Eiern, die auf altweißem Grund rostrot bis rotbraun gefleckt sind und kaum Glanz aufweisen. Die Zeichnung verdichtet sich oft ringförmig am stumpfen Pol. Die Maße betragen etwa 16&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;12&amp;amp;nbsp;mm. Die Eier werden im Abstand von einem Tag gelegt und werden ab kurz vor der Ablage des letzten Eies zwischen 12 und 13, seltener bis zu 15 Tage lang bebrütet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzbreed&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;baueretal&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;C. Harrison, P. Castell, H. Hoerschelmann: &amp;#039;&amp;#039;Jungvögel, Eier und Nester der Vögel – Europas, Nordafrikas und des Mittleren Ostens&amp;#039;&amp;#039;, Aula Verlag, Wiebelsheim 2004, ISBN 3-89104-685-5, S. 404&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jungen werden von beiden Eltern gefüttert, aber nur vom Weibchen [[Hudern|gehudert]]. Nach 16 bis 21 Tagen fliegen sie aus, werden aber noch ein bis zwei Wochen lang von den Eltern betreut und verlassen danach das Revier, um in die nähere Umgebung zu [[Dismigration|dispergieren]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzbreed&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;baueretal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Urs N. Glutz von Blotzheim]], [[Kurt Bauer (Ornithologe)|K. M. Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Vögel Mitteleuropas.&amp;#039;&amp;#039; Band 13/I: &amp;#039;&amp;#039;Passeriformes.&amp;#039;&amp;#039; 4. Teil: &amp;#039;&amp;#039;Muscicapidae – Paridae.&amp;#039;&amp;#039; AULA-Verlag, Wiebelsheim 1993/2001, ISBN 3-923527-00-4, S. 678–808.&lt;br /&gt;
* [[Simon Harrap]], [[David Quinn (Illustrator)|David Quinn]]: &amp;#039;&amp;#039;Chickadees, Tits, Nuthatches and Treecreepers.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, Princeton/New Jersey 1995, ISBN 0-691-01083-8.&lt;br /&gt;
* Andrew Gosler, [[Peter Clement (Ornithologe)|Peter Clement]], Ernest F. J. Garcia: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.hbw.com/node/59859 Marsh Tit (Poecile palustris)]&amp;#039;&amp;#039; (2013), in: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, A. D. Christie, E. de Juana (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of the Birds of the World Alive&amp;#039;&amp;#039;, Lynx Edicions, Barcelona 2015.&lt;br /&gt;
* Hans-Günther Bauer, [[Einhard Bezzel]], [[Wolfgang Fiedler (Biologe)|Wolfgang Fiedler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas&amp;#039;&amp;#039;, Aula-Verlag, Wiebelsheim 2012, ISBN 978-3-89104-758-3, S.&amp;amp;nbsp;115–119.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Poecile palustris}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
| Year           = 2016&lt;br /&gt;
| ID             = 22735995&lt;br /&gt;
| ScientificName = Poecile palustris&lt;br /&gt;
| YearAssessed   = 2017&lt;br /&gt;
| Assessor       = BirdLife International&lt;br /&gt;
| Download       = 8. September 2022&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{xeno-canto|ID=Poecile-palustris|Name=Sumpfmeise|ScientificName=Poecile palustris}}&lt;br /&gt;
* {{eBird.org |ID= martit2 |Name= Sumpfmeise (&amp;#039;&amp;#039;Poecile palustris&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* Javier Blasco-Zumeta, Gerd-Michael Heinze: [http://blascozumeta.com/specie_files/14400_Poecile_palustris_E.pdf Geschlechts- und Altersbestimmung] (PDF-Datei, englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.vogelfedern.de/sum.htm Federn der Sumpfmeise]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meisen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BrunoBoehmler</name></author>
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