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	<title>Summanus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T21:42:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Summanus&amp;diff=2347722&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß: /* Tempel und Verehrung */</title>
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		<updated>2026-01-30T11:52:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tempel und Verehrung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Summanus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Römische Mythologie|römischen Mythologie]] ein Blitzgott und die nächtliche Entsprechung des [[Iuppiter Fulgur]], der sich in den am Tag einschlagenden Blitzen kundgibt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Plinius der Ältere|Plinius]], &amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039; 2,138; [[Augustinus von Hippo|Augustinus]], &amp;#039;&amp;#039;[[De civitate Dei]]&amp;#039;&amp;#039; 4,23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name und Herkunft ==&lt;br /&gt;
Aus der Antike sind zwei Herleitungen des Namens &amp;#039;&amp;#039;Summanus&amp;#039;&amp;#039; überliefert, nämlich einmal als eine Kontraktion aus &amp;#039;&amp;#039;sub&amp;#039;&amp;#039; „unter/vor“ und &amp;#039;&amp;#039;mane&amp;#039;&amp;#039; „Morgen“,&amp;lt;ref&amp;gt;So im &amp;#039;&amp;#039;Corpus glossariorum Latinorum&amp;#039;&amp;#039; 2,348 Zeile 11 ([https://archive.org/details/corpusglossario03leipgoog/page/348/mode/1up Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; und dann aus &amp;#039;&amp;#039;summus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;manes&amp;#039;&amp;#039; („Höchster der [[Manen]]“).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martianus Capella]], &amp;#039;&amp;#039;De nuptiis&amp;#039;&amp;#039; 2,161.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide Herleitungen wurden bereits von [[Stefan Weinstock]] in seinem Artikel in &amp;#039;&amp;#039;[[Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft|Paulys Realencyclopädie]]&amp;#039;&amp;#039; abgelehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RE|IV A,1|897|898|Summanus|Stefan Weinstock}} Ablehnend etwa auch Raffaele Pettazzoni: &amp;#039;&amp;#039;The Wheel in the Ritual Symbolism of Some Indo-European Peoples.&amp;#039;&amp;#039; In: derselbe: &amp;#039;&amp;#039;Essays on the History of Religions.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden 1967, S. 95–109, hier S. 106; Michael Lipka: &amp;#039;&amp;#039;Roman Gods. A Conceptual Approach&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Religions in the Graeco-Roman World.&amp;#039;&amp;#039; Band 167). Brill, Leiden 2009, S. 79.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Summanus wurde von mehreren antiken Autoren nicht als ursprünglich römischer Gott betrachtet. Über seine genaue Herkunft gab es verschiedene Theorien: [[Plinius der Ältere]] führte Summanus auf die Etrusker,&amp;lt;ref&amp;gt;Plinius, &amp;#039;&amp;#039;Naturalis historia&amp;#039;&amp;#039; 2,53.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Marcus Terentius Varro|Varro]] hingegen auf den [[Sabiner|sabinischen]] König [[Titus Tatius]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marcus Terentius Varro|Varro]], &amp;#039;&amp;#039;De lingua Latina&amp;#039;&amp;#039; 5,74 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass sein Tempel auf dem [[Aventin]] neben dem anderer nicht-römischer Gottheiten wie [[Voltumna|Vortumnus]] errichtet wurde, wird von manchen als weiterer Hinweis auf die nicht-römische Herkunft interpretiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Eric M. Orlin: &amp;#039;&amp;#039;Foreign Cults in Republican Rome: Rethinking the Pomerial Rule.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Memoirs of the American Academy in Rome.&amp;#039;&amp;#039; Band 47, 2002, S. 1–18, hier S. 5, zählt den Tempel zu einer Reihe von Tempeln für fremde Götter, die im Bereich des [[Aventin]] errichtet wurden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits zu Beginn der Kaiserzeit galt Summanus als vergessen. So wird er in [[Ovid]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Fasti (Ovid)|Fasti]]&amp;#039;&amp;#039; mit dem Nebensatz „wer auch immer er sein mag“ erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt; Im Original &amp;#039;&amp;#039;quisquis is est&amp;#039;&amp;#039;, siehe Ovid, &amp;#039;&amp;#039;Fasti&amp;#039;&amp;#039; 6,731.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über die Gründe des Vergessens, obwohl er zeitweilig große Beliebtheit genoss, hält [[Marcus Terentius Varro]] folgendes fest:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Romani veteres ... Summanum, cui nocturna fulmina tribuebant, coluerunt magis quam Iovem, ad quem diurna fulmina pertinerent. Sed post quam Iovi templum insigne ac sublime constructum est, propter aedis dignitatem sic ad eum multitudo confluxit, ut vix inveniatur qui Summani nomen, quod audire iam non potest, se saltem legisse meminerit.&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Marcus Terentius Varro]]&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Antiquitates rerum divinarum&amp;#039;&amp;#039; Fragment 42&lt;br /&gt;
 |Übersetzung= Die alten Römer hatten ja ... einen gewissen Summanus, dem sie die Blitze bei Nacht zuteilten, mehr als Jupiter verehrt, den die Blitze bei Tag angehen sollten. Nachdem man aber dem Jupiter einen herrlichen und hochragenden Tempel erbaut hatte, strömte das Volk so ausschließlich zu ihm wegen der Pracht des Gebäudes, daß man kaum noch jemand antrifft, der den Namen Summanus, den man nicht mehr zu hören bekommt, auch nur gelesen zu haben sich erinnerte. &lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Burkhart Cardauns]]: &amp;#039;&amp;#039;M. Terentius Varro Antiquitates rerum divinarum&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, Abhandlungen der geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse. Einzelveröffentlichung&amp;#039;&amp;#039;). Steiner, Wiesbaden 1976, S. 32 Fr. 42; das Varro zugeschriebene Fragment stammt aus [[Augustinus von Hippo|Augustinus]], &amp;#039;&amp;#039;De civitate Dei&amp;#039;&amp;#039; [https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-313/compare/zweiundzwanzig-bucher-uber-den-gottesstaat-bkv/125/de-civitate-dei-ccsl#fn:208 4,23]; die Übersetzung findet sich in der [[Bibliothek der Kirchenväter]].&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung zu Iuppiter scheint so eng geworden zu sein, dass gelegentlich von &amp;#039;&amp;#039;Summanus&amp;#039;&amp;#039; als Beiname des Iuppiter gesprochen wird. Eine solche Verbindung ist immerhin durch zwei Inschriften bezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|5|3256}}; {{CIL|5|5660}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Spätantike]] wurde er von [[Martianus Capella]] mit [[Pluton|Pluto]] identifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Martianus Capella, &amp;#039;&amp;#039;De nuptiis&amp;#039;&amp;#039; 2,164.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Identifizierung übernahmen auch spätere Autoren der [[Renaissance]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Beispiel in [[Luís de Camões]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Lusiaden]]&amp;#039;&amp;#039; IV,33.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tempel und Verehrung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Dach oder im Giebelfeld des [[Kapitolinischer Tempel|Tempels des Iuppiter Optimus Maximus]] auf dem römischen [[Kapitol (Rom)|Kapitol]] befand sich ein Bild des Summanus. Dieses Bild wurde 278 v. Chr. von einem Blitz getroffen und stürzte herab. Der Kopf blieb aber verschwunden. Die daraufhin befragten [[Haruspex|Haruspices]] verkündeten, der Kopf sei in den [[Tiber]] gefallen, wo er dann auch gefunden wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marcus Tullius Cicero|Cicero]], &amp;#039;&amp;#039;[[De divinatione]]&amp;#039;&amp;#039; 1,16; [[Titus Livius|Livius]], &amp;#039;&amp;#039;Periochae&amp;#039;&amp;#039; 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Sühnung des Ereignisses wurde ein Summanustempel am [[Circus Maximus]] erbaut. Stiftungstag war der 20. Juni.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ovid]], &amp;#039;&amp;#039;[[Fasti (Ovid)|Fasti]]&amp;#039;&amp;#039; 6,729ff. Plinius, &amp;#039;&amp;#039;Naturalis historia&amp;#039;&amp;#039; 29,57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Tempel wurde jedoch 197 v. Chr. vom Blitz getroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Livius, &amp;#039;&amp;#039;Ab urbe condita&amp;#039;&amp;#039; 32,29,1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn auf öffentlichem Boden zur Nachtzeit ein Blitz einschlug, wurde ein Sühneopfer vollzogen und ein Blitzgrab, ein sogenanntes [[Puteal]], errichtet. Die Mauer des Puteals entsprach der Umfriedung eines sakralen Bezirks, der nicht betreten werden durfte.&lt;br /&gt;
Die Inschriften der Blitzgräber lauteten entsprechend &amp;#039;&amp;#039;fulgur Summanum conditum&amp;#039;&amp;#039; (etwa: „hier ist der Blitz des Summanus begraben“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|6|206}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im Gegensatz zur Widmung an Iuppiter (&amp;#039;&amp;#039;fulgur Dium conditum&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|6|205}}; {{CIL|10|40}}; {{CIL|12|3048}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Akten der [[Arvalbrüder]] wird berichtet, dass die Priester, als ein Blitz nachts in den Hain ihrer Göttin, der [[Dea Dia]], einschlug, dem Summanus zwei schwarze Hammel opferten.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Henzen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Acta fratrum Arvalium.&amp;#039;&amp;#039; Reimer, Berlin 1874, S. CCXIV ([https://www.digitale-sammlungen.de/en/view/bsb11181449?page=234,235 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die schwarzen Hammel entsprechen den weißen Schafen, die sonst dem Iuppiter geopfert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Wissowa]]: &amp;#039;&amp;#039;Religion und Kultus der Römer.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 1902, S. 124f.&lt;br /&gt;
* {{Roscher|4|1600|1601|Summanus|[[Rudolf Peter (Bibliothekar)|Rudolf Peter]]}}&lt;br /&gt;
* {{RE|IV A,1|897|898|Summanus|[[Stefan Weinstock]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männliche Gottheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der gut zu tanzen weiß</name></author>
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