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	<title>Sumatra-Kurzschwanzpython - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-20T18:30:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sumatra-Kurzschwanzpython&amp;diff=1714497&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Literatur */ Formatierung</title>
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		<updated>2025-01-17T09:48:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Tabelle siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Sumatra-Kurzschwanzpython&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Python curtus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Hermann Schlegel|Schlegel]], 1872&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Eigentliche Pythons&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Python&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Pythons&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Pythonidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Pythonartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Pythonoidea&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Schlangen&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Serpentes&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Toxicofera&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = Python curtus4 (cropped).jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sumatra-Kurzschwanzpython&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Python curtus&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blutpython&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Buntpython&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, zählt zur Familie der [[Pythons]] (Pythonidae) und wird dort in die Gattung [[Eigentliche Pythons]] (&amp;#039;&amp;#039;Python&amp;#039;&amp;#039;) gestellt. Er ist eine stark gedrungene Schlange mit kurzem Schwanz und meist [[Melanismus|melanistischer]] Zeichnung. Die Art lebt ausschließlich auf [[Sumatra]] und bewohnt dort ursprünglich feuchte Regenwälder und Sümpfe. Sie ist heute aber auch auf Ölpalmplantagen häufig. Seine nächsten Verwandten sind der [[Borneo-Kurzschwanzpython]] und der namensgleiche [[Blutpython]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;&amp;gt; J. Scott Keogh, David G. Barker und Richard Shine: &amp;#039;&amp;#039;Heavily exploited but poorly known: systematics and biogeography of commercially harvested pythons (Python curtus group) in Southeast Asia.&amp;#039;&amp;#039; Biological Journal of the Linnean Society, 73: 113–129, 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Python curtus.jpg|mini|Sumatra-Kurzschwanzpython]]&lt;br /&gt;
Sumatra-Kurzschwanzpythons haben einen langen, abgeflachten Kopf, einen kräftigen, muskulösen Nacken, einen gedrungenen Körper und einen kurzen Schwanz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz des deutschen Namens ist ihr Schwanz aber länger als derjenige von Blutpythons.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shine&amp;quot;&amp;gt; Richard Shine, Ambariyanto, Peter S. Harlow and Mumpuni: &amp;#039;&amp;#039;Ecological Attributes of Two Commercially-Harvested Python Species in Northern Sumatra&amp;#039;&amp;#039;. Journal of Herpetology, Vol. 33, No. 2 (Jun., 1999), S. 249–257.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Wirbelsäule hin verjüngt sich der Körper und erscheint im Querschnitt dreieckig. Hinsichtlich Körperlänge und -gewicht ist ein Geschlechtsdimorphismus vorhanden: Weibchen sind im Mittel geringfügig größer und schwerer als Männchen. Beide Geschlechter haben prominente Aftersporne. Bei erwachsenen Männchen sind diese dicker und stärker zum Bauch hin gebogen als bei erwachsenen Weibchen. Typischerweise sind die Aftersporne von adulten Männchen abgenutzter, stumpfer und daher kürzer als bei Weibchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Länge und Gewicht === &lt;br /&gt;
Die Maximallänge des Sumatra-Kurzschwanzpythons liegt geringfügig über 2 Meter. Große Weibchen wiegen ausnahmsweise zwischen 15 und 18 Kilogramm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unter 99 in der Wildnis gefangenen adulten Männchen lag die durchschnittliche [[Kopf-Rumpf-Länge]] bei 120,7 cm. Ihr Gewicht betrug im Mittel 2,99 kg. Bei 54 wildlebenden adulten Weibchen war die Kopf-Rumpf-Länge durchschnittlich 130,1 cm und ihr Gewicht im Mittel 3,85 kg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shine&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Färbung und Musterung === &lt;br /&gt;
Die meisten erwachsenen Sumatra-Kurzschwanzpythons sind sehr dunkle, beinahe schwarze Schlangen. Die Köpfe ausgewachsener Tiere vom [[Bandar Lampung|Bandar-Lampung-Distrikt]] in Südsumatra sind grau bis schwarz. Hingegen ist die Kopfoberseite von Individuen aus Zentralsumatra gelbbraun, braun, bis rotbraun gefärbt. Bei Jungtieren und bei Tieren mit heller Kopfgrundfarbe befindet sich ein dünner dunkler Mittelstreifen auf der Kopfoberseite, der vom Schnauzenhinterrand bis zum Hinterhaupt zieht. Hier kann er beidseits rechtwinklig zur Schläfe hin auslaufen. Zum Nacken verbreitert sich der Mittelstreifen, schließt im Zentrum einen hellen Flecken ein und verschmilzt dann mit der dunklen Nackenzeichnung. &lt;br /&gt;
Die Seite der Schnauze kann dunkel getüpfelt oder einheitlich schwarz sein. Vom Augenhinterrand bis zum Mundwinkel erstreckt sich ein dünner, hellgrau bis cremefarbener Streifen, der dunkel gesprenkelt ist. Dahinter schließt sich ein schwarzes Band an, welches vom Augenhinterrand seitlich am Kopf bis auf den Nacken zieht und dort mit den seitlichen Nackenflecken verschmilzt. An der Schnauzenfront, seitlich der Zungenfurche, findet sich beidseits ein heller Fleck. Ein zweiter Fleck folgt auf dem ersten Oberlippenschild und ein dritter kann auf dem zweiten Oberlippenschild vorhanden sein. Im Gegensatz zum Blutpython und Borneo-Kurzschwanzpython ist der Labialgrubengrund der Oberlippe bei dieser Spezies dunkel pigmentiert. Der untere Rand der Oberlippe ist einheitlich hell gezeichnet. Der vordere Abschnitt des Unterlippenrandes besteht aus einer Reihe dunkler Flecken und geht im Bereich unterhalb des Auges fakultativ in zahlreiche dunkle Punkte über. Das Kinn ist homogen weiß gefärbt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundfarbe ist bei Jungtieren und jungen Erwachsenen in einem hellen Braun, Graubraun oder Grau gehalten und dunkelt mit zunehmendem Alter drastisch nach. Generell ist die Grundfarbe auf der Wirbelsäule und an den Flanken zum Bauch hin am hellsten. Entlang des Rückens verlaufen unregelmäßige, rechteckförmige graubraune bis schwarze Sattelflecken. Diese entsprechen etwa der Breite des Rückens im jeweiligen Segment. &lt;br /&gt;
Die Flankenflecken sind groß, oben und auf den Seiten mit einer 2 bis 4 Schuppen mächtigen schwarzen Umrandung versehen und vom Zentrum zum Bauch hin aufgehellt. Sie reichen etwa die halbe Flankenhöhe empor, können aber auch mit den Sattelflecken fusioniert sein. Um die Flankenflecken bleibt auch bei zunehmender Schwarzpigmentierung des Körpers stets ein typisch weißer bis hellgrauer Ring bestehen. Im Gegensatz zum Borneo-Kurzschwanzpython greift dieses Weiß aber nicht auf die Rückenzeichnung über. Einige Individuen zeigen zudem vereinzelte schwarze Punkte, die über den gesamten Flankenbereich verstreut sind.&lt;br /&gt;
Der Schwanz ist rundum dunkel gefärbt und teilweise mit kleinen unregelmäßigen Flecken geziert. Der Bauch ist komplett weiß oder cremefarben. Paraventralia (Nebenbauchschilder) weisen gewöhnlich graue Sprenkel auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Farbe der [[Iris (Auge)|Iris]] reicht von gelborange über orange bis orangerot. Ein schwarzer Fleck am Unterrand der Iris lässt die Pupille im unteren Bereich breiter erscheinen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Farbänderung ===&lt;br /&gt;
Während der nachgeburtlichen Entwicklung durchlaufen Sumatra-Kurzschwanzpythons einen [[ontogenetisch]] bedingten Farbwechsel. Jungtiere haben eine helle Grundfärbung und sind dunkel gemustert. Ihr Kopf ist üblicherweise dunkelgelb, ihre Sattelflecken meistens dunkelbraun. Die Grundfärbung besteht aus einem hellen Braun und ist manchmal mit einem rosaroten bis rötlichen Schimmer versehen. Die Zentren der Flankenflecken sind geringfügig gelber als die Grundfärbung. Mit zunehmendem Alter wird nun insbesondere ihre Grundfarbe auf dem Rücken immer dunkler.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beschuppung ===&lt;br /&gt;
Das [[Rostrale]] (Schnauzenschild) hat, wie bei den meisten anderen Pythons auch, zwei tiefe [[Labialgruben]]. Über der Schnauze bis zum Hinterhaupt läuft zentral eine ununterbrochene Naht. Große paarige Platten der Kopfoberseite stehen mit ihr in Kontakt. Von der Schnauze her sind dies die [[Internasalia]] (Zwischennasenschilder), die vorderen und hinteren [[Präfrontalia]] (Vorstirnschilder), die [[Frontalia]] (Stirnschilder), sowie 3 bis 4 hintere [[Parietalia]] (Scheitelschilder). Im Gegensatz zum Blutpython und Borneo-Kurzschwanzpython hat das vordere Parietale charakteristischerweise keinen Kontakt zur Mittelnaht.&lt;br /&gt;
Die Nasenlöcher sind nach oben hinten angeordnet und werden je von einem großen [[Scutum nasale|Nasale]] (Nasenschild) umgeben. Zur Kopfmitte hin sind die Nasalia von einem Paar kleineren [[Internasalia]] (Zwischennasenschilder) separiert. &lt;br /&gt;
In der Seitenansicht folgen den nasalen Schuppen Richtung Auge eine Grube mit 5 bis 27 kleinen [[Scutum loreale|Lorealia]] (Zügelschilde). An den vorderen Teil dieser Grube grenzen unterhalb 1 bis 3 große Zügelschilder an. Über beiden Augen befindet sich je ein großes [[Oculare|Supraoculare]] (Überaugenschild). Es existieren 1 bis 3 [[Oculare|Präocularia]] (Voraugenschilde), von denen das oberste am größten ist und sich bis auf die Kopfoberseite ausdehnt. [[Oculare|Postocularia]] (Hinteraugenschilder) gibt es 1 bis 3, wobei das oberste das deutlich größte ist. Subocularia (Unteraugenschilder) sind 9 bis 12 vorhanden. Gelegentlich kommen auch noch kleine körnige Schuppen vor, welche gewissen Unteraugenschildern den direkten Kontakt zum Auge verwehren. &lt;br /&gt;
Von den 9 bis 12 [[Supralabialia]] (Oberlippenschilder) tragen die vordersten beiden tiefe Labialgruben. Bei den 16 bis 19 [[Infralabialia]] (Unterlippenschilder) tragen ab dem zweiten Unterlippenschild 3 bis 5 vordere und 3 bis 7 hintere Labialgruben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der [[Ventralia]] (Bauchschilder) variiert zwischen 152 und 163, die Anzahl der dorsalen Schuppenreihen in der Körpermitte zwischen 55 und 61.&lt;br /&gt;
Von der [[Kloake (Biologie)|Kloake]] bis zur Schwanzspitze befinden sich bauchseits 28 bis 33 [[Subcaudalia]] (Schwanzunterseitenschilder).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Geographic distributions-Python curtus-brongersmai-breitensteini1.jpg|upright=1.05|thumb|Verbreitungsgebiete von Sumatra-Kurzschwanzpython (gelb),  [[Borneo-Kurzschwanzpython]] (grün) und [[Blutpython]] (rot)]]&lt;br /&gt;
Dieser Python bewohnt auf dem [[Malaiischer Archipel|malaiischen Archipel]] ausschließlich die Insel [[Sumatra]]. Dabei ist sein Vorkommen auf den westlichen und südlichen Teil beschränkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das tropische Klima auf Sumatra besitzt charakteristischerweise eine konstant hohe Durchschnittstemperatur von mehr als 26 °C und hohen Niederschlagsraten mit jährlich mehr als 2000 mm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shine&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier bewohnt er [[Sumpf|Sumpfland]], Sumpfwald, dichten [[Dschungel]] und [[Sekundärwald]]. Entlang von Bächen und Flüssen lebt er ebenfalls.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Groombridge&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die natürlichen Habitate auf den indonesischen Inseln werden schon seit geraumer Zeit von menschlichen Aktivitäten stark beeinträchtigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Studien in Nord-Sumatra zeigen, dass Sumatra-Kurzschwanzpythons in [[Ölpalme|Ölpalmplantagen]] inzwischen häufiger zu finden sind als in natürlichen Gebieten. Der Grund dafür liegt einerseits an der enormen Dichte an [[Ratten]] (mehr als 400 pro [[Hektare]]) und andererseits an geeigneten Verstecken unter abgestorbenen Palmblättern. Seit die Ölpalmplantagen in ganz Sumatra expandieren, nimmt die Anzahl Sumatra-Kurzschwanzpythons stetig zu, während die ursprünglich ansässigen [[Netzpython]]s weniger werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shine&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auf Sumatra ist der Sumatra-Kurzschwanzpython an manchen Orten [[Sympatrie|sympatrisch]] mit dem Netzpython. Allerdings bleibt der Netzpython den Ölpalmplantagen üblicherweise fern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shine&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sumatra-Kurzschwanzpythons und Blutpythons scheinen auf Sumatra [[Allopatrie|allopatrisch]] zu sein. Die geographische Abgrenzung dieser beiden Arten kommt durch die hohe zentrale Bergkette, die sich über die ganze Länge Sumatras erstreckt, zustande. Da bisher keine dieser Spezies auf über 2000 Meter über Meer gesehen wurde, ist eine Überlappung im Gebirge praktisch ausgeschlossen. Interferenzen wären theoretisch bei den Gebirgsausläufern im Südosten der Insel möglich, dieser Teil ist aber noch unerforscht. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass sich die Verbreitungsgebiete des Sumatra-Kurzschwanzpythons und des Blutpythons durch den Handel zunehmend künstlich vermischen. So erhalten beispielsweise Schlachthäuser im Westen Sumatras häufig Lieferungen zahlreicher Sumatra-Kurzschwanzpythons aus dem Osten. Wenn diese auf der Reise oder vor Ort entweichen, dringen sie in vom Blutpython bewohnte Areale vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhalten ==&lt;br /&gt;
Über das Verhalten dieses Pythons ist fast nichts bekannt. Studien zur Lebensweise der Art im Freiland gibt es nicht. Er wird generell als standorttreu und dämmerungs- und nachtaktiv beschrieben. Um sich zu verstecken oder Beute aufzulauern gräbt er sich gerne in den feuchten Boden ein oder legt sich unter dichte Vegetation.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walls&amp;quot;&amp;gt; J. G. Walls: &amp;#039;&amp;#039;The Living Pythons - A complete guide to the Pythons of the World&amp;#039;&amp;#039;. T. F. H. Publications, 1998: S. 122–128; ISBN 0-7938-0467-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung ==&lt;br /&gt;
Sumatra-Kurzschwanzpythons sind [[Lauerjäger]]. Nahezu 95 % der Nahrung von in der Natur gefangenen Pythons bestand aus [[Nagetiere]]n. Darunter [[Reisfeldratte]]n (&amp;#039;&amp;#039;Rattus argentiventer&amp;#039;&amp;#039;), [[Wanderratte]]n (&amp;#039;&amp;#039;R. norvegicus&amp;#039;&amp;#039;), [[Pazifische Ratte]]n (&amp;#039;&amp;#039;R. exulans&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;Rattus timanicus&amp;#039;&amp;#039;, [[Langschwanz-Riesenratte]]n (&amp;#039;&amp;#039;Leopoldamys sabanus&amp;#039;&amp;#039;), Stachelratten (&amp;#039;&amp;#039;Maxomys rajas&amp;#039;&amp;#039;) und [[Mäuseartige]]. Ebenso ein zu den Raubtierartigen gehörender [[Streifenroller]] (&amp;#039;&amp;#039;Arctogalidia trivirgata&amp;#039;&amp;#039;). &lt;br /&gt;
Die Häufigkeit der Nahrungsaufnahme wurde in einer Studie untersucht. Die Frequenz nimmt mit steigender Körpergröße zu. Bei erwachsenen Tieren scheinen die Fressabstände konstant hoch zu sein und nicht von Geschlecht, Saison und Fortpflanzungszeit abzuhängen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shine&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
Zur Fortpflanzung im Freiland ist ebenfalls nur sehr wenig bekannt, auch hier stammt das bekannte Wissen fast ausschließlich von Untersuchungen toter Tiere und aus Gefangenschaft. In seinem Verbreitungsgebiet ist die Fortpflanzungszeit stark saisonal. Die [[Hoden]] von im Dezember untersuchten Männchen waren, verglichen mit Messungen in den übrigen Monaten, deutlich vergrößert. Demnach liegt die Paarungszeit um den Dezember herum. Offenbar pflanzt sich ein erheblicher Anteil der Weibchen nur jedes zweite Jahr fort. Eier werden zwischen April und Mai gelegt. Die Gelege von 15 Weibchen aus Sumatra beinhalteten 8 bis 17 Eier. Im Mittel waren es 12. Diese Eier hatten ein Durchschnittsgewicht von 90 Gramm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shine&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Gelege wird nach Beobachtungen in Gefangenschaft etwa 75 Tage lang bebrütet. Das Weibchen liegt in dieser Zeit zusammengerollt über den Eiern und sorgt durch Muskelzittern für gleichmäßige Temperaturen. Die Brutfürsorge endet mit dem Schlupf der Jungen. Frisch geschlüpfte Jungtiere des Blutpythons und der Kurzschwanzpythons werden bisher in der Literatur pauschal als 30 bis 48 Zentimeter lang beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walls&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alter und Lebenserwartung ==&lt;br /&gt;
Angaben zum Durchschnitts- und Maximalalter freilebender Individuen sind unbekannt; in Gefangenschaft gibt es unter Blut- und Kurzschwanzpythons Individuen, die schon über 27 Jahre alt geworden sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walls&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Sumatra- und Borneo-Kurzschwanzpythons als auch Blutpythons werden in ihrem Verbreitungsgebiet für die Lederindustrie stark ausgebeutet. Auf Sumatra und Borneo werden jährlich 70.000 bis 200.000 Blut- und Kurzschwanzpythons geschlachtet und exportiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Groombridge&amp;quot;&amp;gt; B. Groombridge, L. Luxmoore: &amp;quot;Pythons in South-East Asia – A review of distribution, status and trade in three selected species&amp;quot;; Lausanne, Switzerland: Secretariat of CITES, 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei wird meist nicht spezifisch nach diesen Pythons gejagt; sie werden stattdessen bei Gelegenheit in Ölpalmplantagen aufgegriffen.&lt;br /&gt;
In Sumatra basiert der kommerzielle Lederhandel mit Blutpythons und Sumatra-Kurzschwanzpythons nur zu 8 % aus Sumatra-Kurzschwanzpythons.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shine&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Pythons scheinen auch auf vom Menschen kultivierten Flächen neue ökologische Nischen vorzufinden, wodurch sie Habitatsverluste bis zu einem gewissen Grade kompensieren können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Der Sumatra-Kurzschwanzpython erhielt seinen wissenschaftlichen Namen &amp;#039;&amp;#039;Python curtus&amp;#039;&amp;#039; auf Grund seines verkürzten Körpers. &amp;#039;&amp;#039;Curtus&amp;#039;&amp;#039; ist [[lateinisch]] und heißt &amp;#039;&amp;#039;verkürzt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hermann Schlegel|Schlegel]] beschrieb 1872 die [[Art (Biologie)|Art]] &amp;#039;&amp;#039;Python curtus&amp;#039;&amp;#039; nach einem in Sumatra gefangenen Tier. 1880 wurde &amp;#039;&amp;#039;Python breitensteini&amp;#039;&amp;#039; von [[Franz Steindachner|Steindachner]] als eigenständige Art bezeichnet und von &amp;#039;&amp;#039;Python curtus&amp;#039;&amp;#039; abgespalten. Mit der Neubeschreibung von &amp;#039;&amp;#039;Python curtus brongersmai&amp;#039;&amp;#039; im Jahre 1938 erteilte Stull diesen drei Pythons Unterartstatus. 2001 wurde allen drei Subspezies Artstatus zugesprochen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund von Körpergröße, Beschuppung, Farbe und geographischer Verbreitung unterscheiden sich der [[Blutpython]] (&amp;#039;&amp;#039;Python brongersmai&amp;#039;&amp;#039;), der [[Borneo-Kurzschwanzpython]] (&amp;#039;&amp;#039;Python breitensteini&amp;#039;&amp;#039;) und der Sumatra-Kurzschwanzpython (&amp;#039;&amp;#039;Python curtus&amp;#039;&amp;#039;) klar voneinander.&lt;br /&gt;
Anhand eines Teilstücks des [[Mitochondrium|mitochondrialen]] [[Cytochrome|Cytochrom-b]] [[Gen]]s wurde nachgewiesen, dass der Borneo-Kurzschwanzpython und der Sumatra-Kurzschwanzpython miteinander näher verwandt sind als mit dem Blutpython. Auf genetischer Ebene sind die Verwandtschaftsunterschiede des Blutpythons zu den Kurzschwanzpythons annähernd so groß wie zum Netzpython. [[Phylogenese|Phylogenetisch]] bildet der Blutpython somit die [[Schwestergruppe]] der beiden Kurzschwanzpythons.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass vor mehreren Millionen Jahren ein gemeinsamer Vorfahre das Festland [[Südostasien]]s und über [[Isthmus (Geographie)|Landbrücken]] [[Borneo]] bewohnt hat. Durch einen Meeresanstieg wurde der Genaustausch unterbunden und es entwickelte sich der Blutpython auf dem Festland und ein Vorfahre der beiden Kurzschwanzpythons auf Borneo. Letztere wanderten auch über Landbrücken nach West-[[Sumatra]] ein. Der übrige Teil Sumatras lag damals noch unter Wasser. Später versanken die Landbrücken, was die Population in Borneo-Kurzschwanzpythons und Sumatra-Kurzschwanzpythons spaltete. Als sich der Ostteil Sumatras nachträglich auch aus dem Meer erhob, ermöglichte es den auf dem Festland lebenden Blutpythons auf diese Insel zu immigrieren. Weil sich stets eine hohe zentrale Bergkette über die ganze Länge Sumatras erstreckte, war eine Ausbreitung des Blutpythons nach Osten und umgekehrt des Sumatra-Kurzschwanzpythons nach Westen nie möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurzschwanz- und Blutpythons unterscheiden sich von allen anderen Pythons durch eine mit kleinen Schuppen bestückte Grube, welche von der Nasenhinterseite bis zum Auge läuft. Auch ihre Schwänze sind signifikant kürzer als bei anderen Pythons.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keogh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Systematik der Schlangen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* J. S. Keogh, D. G. Barker, R. Shine: &amp;#039;&amp;#039;Heavily exploited but poorly known: systematics and biogeography of commercially harvested pythons (Python curtus group) in Southeast Asia.&amp;#039;&amp;#039; Biological Journal of the Linnean Society 73, 2001, [http://www.hotkeepers.com/aho/pdf/menu2/keogh2001.pdf PDF], S. 113–129.&lt;br /&gt;
* R. Shine, Ambariyanto, P. S. Harlow, Mumpuni: &amp;#039;&amp;#039;Ecological Attributes of Two Commercially-Harvested Python Species in Northern Sumatra&amp;#039;&amp;#039;. Journal of Herpetology 33, Heft 2, 1999, S. 249–257.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Python curtus|Sumatra-Kurzschwanzpython (&amp;#039;&amp;#039;Python curtus&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{ReptileDatabase|Python|curtus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pythons]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Endemisches Tier Sumatras]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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